RegionaliaOpen Badische Landesbibliothek
Not a member yet
    9561 research outputs found

    Einnischung von Leptidea sinapis und Leptidea juvernica am Spitzberg bei Tübingen

    No full text
    Daten zur Ökologie, zur Verbreitung und Habitateinnischung sind für die beiden im Freiland nicht unterscheidbaren Zwillingsarten, den Leguminosen- Weißling Leptidea sinapis und den Verkannten Leguminosen-Weißling Leptidea juvernica, kaum vorhanden. Aus diesem Grund wurde eine Habitatanalyse am Spitzberg bei Tübingen durchgeführt. In den Jahren 2018, 2019 und 2020 wurden insgesamt 96 Falter gefangen und mit Hilfe genitalmorphologischer Merkmale sowohl Art als auch Geschlecht bestimmt. Die Habitatwahl der beiden Arten unterschied sich am deutlichsten hinsichtlich der aufgesuchten Biotope. Im Vergleich zu L. sinapis besiedelte L. juvernica signifikant häufiger mesophile Grünländer. L. sinapis kam eher auf Magerrasen und Obstwiesen vor. Beim Faktor Sonneneinstrahlung und damit beim Wärmebedürfnis der beiden Arten wurde allerdings kein Unterschied festgestellt. Dagegen wurden Weibchen beider Arten, anders als die Männchen, signifikant häufiger an Orten mit höherer Sonneneinstrahlung und häufiger in den oberen Hangbereichen angetroffen. Dies wird mit der Suche der Weibchen nach geeigneten Eiablageplätzen in Verbindung gebracht. Insgesamt waren die ermittelten Unterschiede zwischen den bevorzugten Habitaten beider Arten am Spitzberg gering und deuten auf eine geringe bzw. noch nicht gefestigte ökologische Differenzierung der Zwillingsarten hin

    "Form follows function"

    No full text
    Die Bregbrücke in Wolterdingen macht bis heute einen ungemein repräsentativen und herrschaftlichen Eindruck. Wer das erste Mal vor ihr steht, beginnt unwillkürlich nach dem Schloss zu suchen, zu dem sie hinzuführen scheint. Dabei verbindet sie lediglich die beiden Teile einer bis heute sympathisch überschaubar gebliebenen Ortschaft, die zu ihrer Erbauungszeit kaum 700 Einwohner zählte. Es stellen sich daher die naheliegenden Fragen, wie diese Brücke dorthin kam, und wer damit eigentlich repräsentierte und vor wem. Diesen Fragen geht der vorliegende Beitrag nach. Er möchte damit zugleich vor dem Hintergrund des aktuell geplanten Abbruchs der Brücke die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung dieses Bauwerks lenken und er tut dies in der Hoffnung, ein Weckruf und kein Nachruf zu sein. Dafür soll die Brücke zunächst einmal beschrieben werden (1). Auf einen Rückblick auf die frühere Brücke und den lokalen Entscheidungsprozess, der zu ihrem Neubau führte (2), folgen zwei Exkurse zu ihrer überregionalen Vorgeschichte, dann ein Blick auf die Baugeschichte der Brücke (3), ein Fazit (4) und schließlich ein Ausblick in die Gegenwart (5)

    Heinrich Hansjakob auf der Baar - eine Sommerreise im Jahr 1900

    No full text
    Heinrich Hansjakob, zu seiner Zeit und noch lange nach seinem Tod viel gelesener Schriftsteller, wurde 1837 als Sohn eines Bäckers in Haslach im Kinzigtal geboren. Nach dem Abitur am Lyzeum in Rastatt studierte er Theologie und Philologie in Freiburg und schloss das Studium 1863 ab. Zunächst als Geistlicher im höheren Schuldienst tätig – während dieser Zeit promovierte er mit einer historischen Arbeit über die Grafen von Freiburg –, wurde er schon bald in die Auseinandersetzung zwischen dem badischen Staat und der katholischen Kirche hineingezogen

    Wer war Heinrich Eckhart, der Pfarrer in Zeiten der Reformation?

    No full text
    Im Jahre 1545 wurde Heinrich Eckhart vom Wormser Bischof Heinrich von Wittelsbach als Pfarrverweser an die Galluskirche berufen. Pfälzischer Kurfürst war damals Friedrich II., welcher der Reformation zugeneigt war. 1554 kam es zum Eklat, als Heinrich Eckhart in öffentlichem Kirchgang seine Haushälterin, mit der er im Konkubinat schon sieben Kinder hatte, heiratete, was dem katholischen Zölibat zuwiderlief. Bischof Dietrich von Bettendorf, der Nachfolger des Heinrich von Wittelsbach, wollte ihn daraufhin im Dezember 1554 als Pfarrer der Galluskirche absetzen. Die Ladenburger und der Kurfürst Friedrich II. wollten ihn aber gerne behalten und es ging bis vor den Kaiser Karl V. und das Reichskammergericht in Speyer. Offensichtlich verlief die Angelegenheit dann im Sande, weil Kaiser Karl V. abgedankt hatte, der Augsburger Religionsfriede von 1555 bereits gültig war und Ottheinrich Kurfürst wurde. Mit Pfarrer Eckhart kann erstmals ein Einblick in das Reformationsgeschehen des 16. Jahrhunderts in Ladenburg erlangt werden

    Professor Franz Kohlhepp

    No full text
    In Skandinavien kannte man Ski bereits seit Jahrhunderten als Fortbewegungsmittel im Winter. In Deutschland wurde das Skifahren erst Ende des 19. Jahrhunderts in größeren Kreisen bekannt und man übernahm die norwegische Bezeichnung als Lehnwort. Zu den Pionieren des Skilaufens und Skisports im Schwarzwald gehörte Franz Kohlhepp aus Ladenburg. Franz Albert Kohlhepp wurde am 1. Dezember 1858 in Ladenburg als zweiter Sohn aus der zweiten Ehe des Tierarztes, Gemeinderechners und Rentmeisters Johann Peter Kohlhepp mit Katharina Schmitt geboren. Zwei seiner Stiefbrüder, Kinder aus der ersten Ehe, Johann Georg und Jacob Friedrich, wurden ebenfalls Tierärzte, auch sein Bruder Karl Philipp

    Ladenburg: "30. Dezember 1945 - Erste deutsche Nachkriegsbraut heiratet US-Soldaten"

    No full text
    Völlig überraschend stieß der Autor dieses Artikels während einer Internetsuche zum Thema Ladenburg auf einen Beitrag des Westdeutschen Rundfunks (WDR) mit der Überschrift „30. Dezember 1945 – Erste deutsche Nachkriegsbraut heiratet US-Soldaten“ (Abb. 1). Dieser Beitrag verweist auf eine regelmäßige Radiosendung „Zeitzeichen“ des WDR, die am 30. Dezember 2015 auf WDR 3 und WDR 5 an die Schicksale deutscher Frauen nach Kriegsende erinnerte. Das war genau 70 Jahre nach der ersten Hochzeit eines US-Soldaten des Zweiten Weltkrieges mit einer deutschen Frau. Und diese Eheschließung fand in Ladenburg statt. Da diese Heirat solch weitreichende Auswirkungen hatte, dass sie sogar zu einem zeitweiligen Eheverbot zwischen US-Amerikanern und deutschen Frauen führte, soll hier näher darüber berichtet werden

    Historische Bilder

    No full text
    "Von außen ganz bescheiden, aber von innen ganz ansehnlich, sparsam, etwas robust, aber alles in allem ganz manierlich." So charakterisierte Bürgermeister Reinhold Schulz die neue Lobdengauhalle bei der Einweihung 1972. Der Platzbedarf war groß: In Ladenburg waren zuvor die Städtische Turnhalle in der Realschulstraße, die Jahnhalle der Ladenburger Sport-Vereinigung 1864 e. V. und die Gymnastikhalle in der damaligen Weststadtschule, heute Astrid-Lindgren-Schule, für Sport und Kultur verfügbar gewesen. Die neue Sporthalle bot 1.423 m² (27 m x 45 m Innenraum, maximal zulässige Personenzahl 900) und war zumindest 1972 ein moderner Bau nach dem relativ neuen Typus der dreiteilbaren Sporthallen ("Dreifeldhallen") gewesen. Ihr Architekt war Rainer Mockler aus Heilbronn, der bereits auch den Neubau des Carl-Benz-Gymnasiums 1970 verantwortete. Sie hatte mit ihrer Fertigstellung die bisherigen Sporthallenkapazitäten mehr als verdoppelt. 2016 zeigten sich Risse in den in Abb. 3 gut sichtbaren Leimbindern unter dem Hallendach. Diese Alterungsschäden und der weiter wachsende Bedarf durch Schulen und Vereine führte zur Planung einer Sporthalle im Sportzentrum, die in den kommenden Jahren errichtet werden soll. Die Fotos decken dabei die 1970er-Jahre ab. Sie sollen einen Eindruck vermitteln, wie vielseitig die Mehrzweckhalle bereits in den ersten Jahren ihrer Existenz genutzt worden ist: von Sportveranstaltungen über Vereinsjubiläen und Fernsehveranstaltungen bis hin zu Konzerten. Dies war zwar nicht die Absicht des Bürgermeisters gewesen, wie er bei der Einweihung verkündete, aber die kommenden Jahre führte doch zu diesem Ergebnis

    Ein frivol-schönes "T:echt:elmechtel" oder Vom zärtlichen Umarmen der W:orte

    No full text
    S isch schu ebbis mit dere Sproch. Teilbot duet se so richtig khäp on di noschlupfe, teilbot mocht se de Molle un duet bruddle, pfuuse un bäffzge! Insofern. Erlauben Sie mir, verehrte Leserin, verehrter Leser, dass ich zunächst etwas aushole, um Sie an meinen Ausführungen, die im Grunde ein Liebesbrief sind, leichter teilhaben zu lassen. Sprache, so glaube ich, ist immer auch eine Leihgabe. Sie gehört uns nicht und doch können wir uns ihr zugehörig fühlen. Selbst im Widerspruch. Sprache ist eine uns anvertraute, sich stets temporär wie folgenreich verortende Gegebenheit ins Sprechen. Vielleicht schon vor dem ersten Anwesenheitsschrei in dieser Welt. Sie bietet uns eine fortlaufende Entwicklung mannigfacher Fähigkeiten, unseren Gedanken und Gefühlen einen nicht nur augenblicklichen Ausdruck zu verleihen. Sprache offenbart scheinbar gängige, oft aber, Gottseidank, unbewährte Sinnzusammenhänge unserer Lebensverhältnisse. „Ach, du meine Sprache!“ möchte ich deshalb hin und wieder ausrufen. Besonders dann, wenn diese ihre Purzelbäume schlägt und mich aufs Schönste (oder auch Furchtbarste) zu verblüffen vermag. Freilich, mehr noch als diese erhellende Erkenntnis beschäftigt mich zuweilen die Frage, wer ich (geworden) wäre, ohne jenes alemannische Gran Geborgenheit, das mir quasi schon in der Wiege zuteilwurde. Es würzte meine Zunge. Nicht minder sensibilisierte es meinen Geschmack

    Hans Thoma und seine Rezeption im Nationalsozialismus

    No full text
    "Mein letzter Stolz vor den Pforten der Ewigkeit ist der: ein Deutscher zu sein!" diese Worte Hans Thomas sind als Motto dem Buch "Hans Thoma als Kämpfer für Deutsche Kunst" von Edgar Schindler vorangestellt, das von der Hans-Thoma-Gesellschaft im Jahr 1941 herausgegeben wurde – 17 Jahre nach Thomas Tod. Es ist davon auszugehen, dass Schindler dieses Zitat bewusst ausgewählt hatte, um Thoma als einen Kämpfer für die "nationale Sache" darzustellen. Schindlers Vorgehen ist ein gutes Beispiel für das Bemühen der Nationalsozialisten, Künstler für ihre kulturpolitischen Zwecke zu vereinnahmen. Zu den Leitfiguren einer nationalsozialistischen Kulturpolitik, vor allem im badischen Raum, zählte Hans Thoma. Seine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten hatte verschiedene Ursachen und Gründe. Um die vielschichtige Instrumentalisierung Thomas durch die Nationalsozialisten verstehen zu können, ist es wichtig, bereits Thomas Rezeption im Kaiserreich aufzuzeigen, da dort die Ursprünge seiner späteren Vereinnahmung liegen. Dabei spielt die Thoma-Verehrung eine wichtige Rolle, die in dieser Zeit ihren Ausgangspunkt nahm und sich über die Weimarer Republik bis in das "Dritte Reich" fortsetzte

    Im Wechselrahmen

    No full text
    Die „Vereinsmeierei“ wurde mir von meinem Vater als Funktionär beim Sportverein Seedorf und meiner, sowohl in der Kirchengemeinde, als auch politischen Gemeinde engagierten Mutter, in die Wiege gelegt. Zusammen mit meinen drei Schwestern wuchs ich in behüteten Verhältnissen in Seedorf auf. Alle Vorzüge des Dorflebens durften wir Kinder in der Heiligenbronnerstraße erleben. Spielen rund ums Haus, Heuhüpfen, Saureiten in der Nachbarschaft, verstecken spielen in den Heinzen, Mitfahren auf dem beladenen Heuwagen, Arbeit im Kartoffelacker, - eben vieles, was uns die Natur bieten konnte und wodurch wir ihre Zusammenhänge im wahrsten Sinne des Wortes begreifen lernten. Sehr wohl ist mir heute bewusst, dass wir privilegiert aufgewachsen sind. Da wir keine eigene Landwirtschaft betrieben haben, durften wir mit unseren Eltern ins Freibad oder in den Urlaub fahren und andere schöne Dinge kennenlernen, während bei unseren Nachbarsfamilien im Sommer die Feldarbeit an erster Stelle stand. An den Sonntagen war es ein Highlight, mit dem Papa zum Kegeln zu gehen und Fanta zu trinken. Als wir schon etwas älter waren, durften wir den Verkauf von Getränken, Süßigkeiten oder Wurst und Wecken auf dem Sportplatz übernehmen. Auch die Musik hatte in unserer Familie einen großen Stellenwert. Singen war ein Ritual in unserem Tagesablauf und es war uns vergönnt Akkordeon zu erlernen. Mein Talent hielt sich allerdings sehr in Grenzen. Gitarre spielen kam mir mehr entgegen. Auch war es super schön mit diesem Instrument in Gemeinschaften, wie Freizeiten oder Gottesdiensten, zu spielen

    198

    full texts

    9,561

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    RegionaliaOpen Badische Landesbibliothek
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇