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    Neues Simultaneum in Ichenheim

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    Seit Jahren leiden die großen christlichen Kirchen unter einem starken Rückgang ihrer Mitgliederzahlen. Die Daten hierzu sind beachtlich. Im Jahre 2021 verließen in Deutschland etwa 360.000 Katholiken und etwa 280.000 Protestanten ihre Kirche. Die Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland berichtete am 22. Juni 2022 und nannte es eine historische Zäsur, dass erstmals in der Geschichte der Kirche in Deutschland die Mehrheit der Bevölkerung kein Kirchenmitglied mehr sei. In einer Umfrage von YouGov vom 22. bis 24. März 2021 benannten die Befragten als Hauptgründe für ihren Austritt Kirchensteuer, Missbrauchsvorwürfe, kirchliche Moralvorstellungen und Entfremdung von der Kirche. Diese Entwicklung und ihre Auswirkungen sind bis in die einzelnen Seelsorgeeinheiten und Kirchengemeinden und auch gerade dort zu spüren. Kirchengebäude werden zu groß oder überhaupt nicht mehr gebraucht und aufgegeben. Ihre Unterhaltung wird zur drückenden Belastung der Kirchengemeinde, und notwendige größere Sanierungsmaßnahmen können kaum mehr getragen werden. So scheint es auch in den Kirchengemeinden in Ichenheim zu liegen. Seit einiger Zeit wurden und werden zwischen der Katholischen und der Evangelischen Kirchengemeinde Gespräche geführt. Ihr Hauptziel: die katholische Kirche St. Nikolaus künftig - wieder - als Simultankirche durch beide Konfessionen zu nutzen. Aus dem Gebäude der evangelischen Kirche soll im Gegenzug ein gemeinsames Gemeindezentrum entstehen

    Weber und Wirkung

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    Für den 13. und 14. Oktober 2022 hatten das Universitätsarchiv Heidelberg, das Max-Weber-Institut für Soziologie und der Freundeskreis für Archiv und Museum der Universität Heidelberg zu einer Tagung eingeladen, die sich der Rezeption des Heidelberger Nationalökonomen und Soziologen Max Weber widmete. Weber war eine wissenschaftliche Riesengestalt, die mit Verve in die politischen Debatten des Kaiserreichs und der Weimarer Republik eingriff und zugleich das Fundament der deutschen Soziologie begründete, vergleichbar allenfalls mit Emile Durkheim und dessen Schule in Frankreich. Darzustellen waren also Webers (Nach)-Wirkung – im Grund bis in die Gegenwart. Weber ist historisch, seine universalgelehrte Präsenz wirkt heute fast befremdlich. Sein Darstellungsmodus ist erdrückend und stupend undidaktisch, aber er wirkt, irritiert, verunsichert und beeindruckt alle, die sich auf ihn einlassen. Außerdem hat er eine biografiesüchtige Gefolgschaft, die nicht müde wird, seine spärlichen erotischen Kontakte jenseits der "Kameradenehe" mit Marianne Weber zu thematisieren

    Der evangelische Kirchenchor Staffort-Büchenau

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    Als im Jahr 1883 der Hauptlehrer Johann Valentin Neuert seinen Dienst in Staffort antrat, gehörte zu seinen Dienstpflichten auch das Orgelspiel. Er ließ auch den Kirchenchor wieder aufleben, den er bis zu seinem plötzlichen Tod im Jahr 1910 leitete. Da sich kein Nachfolger fand, löste sich der Chor auf. Doch die Anfänge der geistlichen Chormusik in Staffort reichen wesentlich weiter zurück. In einem Dokument der Großherzoglich Badischen Kammer aus dem Jahr 1809 wurde für die sogenannte Kanzelempore der damaligen Stafforter Kirche eine bauliche Änderung genehmigt, um Platz für den Chor und eine kleine Orgel zu schaffen. Seit wann und wie lange dieser Chor bestand, ist nicht bekannt. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs entstand 1953, auf Initiative des damaligen Gemeindepfarrers Christian Baumann, aus dem seit ca. 1949 bestehenden EC-Jugendchor sowie dem Mädchen- und Frauenchor der Kirchengemeinde der Kirchenchor Staffort in seiner heutigen Form; bereits damals mit Wilhelm Stober, seiner Frau Gertrud und Helga Stober

    Eine Wallfahrt der Stadt Überlingen nach Einsiedeln

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    Nach dem Sieg König Gustav II. Adolf von Schweden über das kaiserlich-ligistische Heer unter Johann Reichsgraf von Tilly in der Schlacht bei Breitenfeld (nördl. Leipzig) am 17. September 1631 und dem Bündnis des schwedischen Königs mit der Reichsstadt Ulm vom 13. Februar 1632, dann am 7. April der Eroberung der Festungsstadt Donauwörth und dem Sieg in der Schlacht bei Rain, mit dem die Schweden Mitte April den Übergang über den Lech erzwangen, wurde der süddeutsche Raum endgültig zum großen Schauplatz des Dreißigjährigen Krieges. Schwedische Truppenkontingente rückten einerseits in das Kurfürstentum Bayern vor und zogen andererseits nach Oberschwaben und weiter in das Gebiet nördlich des Bodensees. Dort konnten sie in rascher Folge mehrere Städte besetzen, z.B. die Reichsstädte Memmingen und Biberach (16. und 22. April) oder die Stiftsstadt Kempten (22. Mai). Schließlich wurde auch die Reichsstadt Überlingen als eine enge Parteigängerin des Kaisers und als einer der bedeutendsten Hafenplätze am See zu einem strategisch wichtigen Ziel der protestantischen Heerführung. Bürgermeister und Rat erklärten einleitend zu ihrem Schreiben vom 1. Juni 1634 mit dem Bericht an Kaiser Ferdinand II. über die vorangegangene Belagerung im April/Mai 1634 lapidar: Der Grund, weshalb die Schweden die alte Catholische Statt angegriffen hätten, sei ihre in der Wahren allein seeligmachenden Religion […] hergebrachte Beständigkeit gewesen, die ihr einen Ehren-Titul unter allen Freien Reichsstädten des Oberlandes beschert habe

    Rechts.Geschehen. – 7 (2023)

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    Raum für Veränderung

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    Seit zwölf Jahren ist die Badische Landesbibliothek in der Vermittlung von Informationskompetenz aktiv. Mit der Eröffnung der Lernwerkstatt im Frühjahr 2023 hat sie nicht nur einen neuen Lernort innerhalb der Bibliothek geschaffen, sondern auch ihr Programmangebot stark vergrößert. Die Lernwerkstatt ist ein Lernort, der mit seiner technischen und räumlichen Ausstattung sowie mit seinem Veranstaltungsprogramm das „Lernen im Austausch“ fördert. In diesem Artikel werden Konzeptionierung und Umsetzung dieses Lernortes vorgestellt

    Das Tagebuch von Thijs Jonker

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    Mit „Der Krieg erreicht Villingen“ endet die Reihe mit Tagebuchauszügen. Während der dritte Teil unter anderem die Berichte von der Front zum Inhalt hatte, geht es in diesem Aufsatz um die Auswirkungen des Krieges auf Villingen und Umgebung. Den Schwerpunkt bilden die Anmerkungen zu den Tagen ab dem 12. April 1945. Mit ihnen haben wir einen Zeitzeugenbericht über die Ereignisse zum unmittelbaren Kriegsende in Villingen. Mit der Abfahrt aus Villingen und der Fahrt über Frankreich nach Amsterdam, die Thijs Jonker mit vielen Fotos dokumentiert, klingt die Artikelserie aus

    Geroldsecker Land. – 65 (2023)

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    Ein Bauwerk auf Stelzen: die unsichtbare Bauweise des Zollhauser Bahnhofs

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    Schon unsere frühen Vorfahren verstanden es, aus den Naturgegebenheiten zu lernen. Besonders beim Bau von Behausungen und Hütten war es oft erforderlich, sich mit der Natur zu arrangieren. Als bekanntestes Beispiel seien die jungsteinzeitlichen und bronzezeitlichen Pfahlbauten am Bodensee (Rekonstruktionen bei Unteruhldingen) genannt. Hier lässt sich besonders eindrücklich zeigen, wie verstanden wurde, trotz widriger Bodenbeschaffenheit (Wasser, Sumpf) durch intelligente Verwendung von vorhandenem Baumaterial (Baumstämmen) eine tragfähige Siedlung zu errichten, welche von Dauer sein konnte

    Dank Starkregen und Biber: außergewöhnliche Rastbedingungen für ziehende Watvögel

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    Unser Vereinsmitglied Dr. Franz Maus, Verfasser zahlreicher Schilderungen von Naturbeobachtungen im Newsletter des Vereins, entdeckte im August 2022 eine außergewöhnlich große Anzahl von Störchen und weiteren rastenden Zugvögeln nahe dem Kreisverkehr am östlichen Stadteingang von Donaueschingen. Er war von dem Anblick so begeistert, dass er der Sache auf den Grund ging. Hier sein kurzer Bericht zu diesem ungewöhnlichen Ereignis. Die Fotos der dort rastenden Watvögel und die Beschreibungen der Arten stammen von Dr. Helmut Gehring

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