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    Lexikologie und Lexikographie des Mittelniederdeutschen

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    Mnd. markiert ein Sprachstadium der dt. Sprachgeschichte zwischen dem 13. und dem16. Jh. Räumlich umfaßt es den Norden des dt. Sprachgebietes und darüber hinaus weitere Regionen mit unterschiedlicher Ausprägung (gesprochen - geschrieben, sozial differenziert) des nördlichen Europas. Gemeinsames strukturelles Kennzeichen ist die Nichtbeteiligung an der 2. Lautverschiebung. Als Sammelbegriff vertritt das Mnd. eine Vollsprache mit zahlreichen Varietäten (diatopische, diachronische, diastratische). Die Lexemeinheiten werden im folgenden unter grammatischen (vgl. 2.), kognitiv-kommunikativen (vgl. 3.), kontaktiven (vgl. 4.) und arealen Aspekten (vgl. 5.) dargestellt.1. Gegenstandsbereich 2. Grammatische Merkmale des Lexikons 3. Lexika zwischen Kognition und Kommunikation 4. Wortkontakte 5. Wortareale 6. Lexikographie 7. Literatur (in Auswahl

    Nr. 17 (Juni 2000)

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    Wie können wir schon etablierte Metaphern widerlegen?

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    1996 wurde in Italien der Wahlkampf mit den folgenden Worten begonnen: "Chi è capace di risanare e rafforzare una grande azienda sa anche guidare lo Stato. Anzi, è il solo veramente capace di guidarlo" (citato Berlusconi) (Corriere della Sera, 23 maggio 1996). Damit wird explizit ausgedrückt, daß der Staat einem Unternehmen gleichzusetzen sei. Die Rede lebt also hier von einer Analogie, die unserer Kognition nach eine Metapher ist. Denn "eigentlich" ist der Staat kein Unternehmen. Wenn nun der Staat ein Unternehmen sei, dann könne ein Unternehmer auch Regierungschef sein. Im Unterschied zu anderen Menschen besitze er genau diejenigen Fähigkeiten bzw. Eigenschaften, die notwendig seien, um einen Staat zu regieren. Ich will im folgenden Schritt für Schritt die besonderen Merkmale der Rede näher zu bestimmen suchen, welche die argumentative Kraft der Metapher ausmachen.1 Die Metapher als vollzogener argumentativer Sprechakt 2 Infragestellung von Metaphern 3 Techniken zur Widerlegung bzw. Infrage-Stellung von Metaphern 3.1 Die Technik des Widerspruchs 3.2 Die Technik der Opposition 3.3 Die Technik des Gegensatzes 3.4 Die Technik der Reduktion der Analogie 3.5 Die Technik der Unlogik 4 ZusammenfassungXXV. deutscher Romanistentag, Jena (28.9.-2.10.1997

    Nr. 13 (Juli 1998)

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    Nr. 11 (1997)

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    Nr. 10 (1997)

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    Nr. 9 (1996)

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    Die Funktion magischer Sprachhandlungen

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    Volkskundliche Sammlungen oder die seit dem 19. Jahrhundert in hohen Auflagen gedruckten Zauberbücher zeigen, daß magische Praktiken für eine Vielzahl von Zwecken eingesetzt werden. Der wichtigste Anwendungsbereich, in dem magische Handlungen eine Rolle spielen, ist die Behandlung von Krankheiten und Schmerzen. Auch heute noch ist für viele Menschen der Gang zum Heiler, der Gürtelrose, Flechten oder Warzen bespricht, eine ernstzunehmende Alternative zur ärztlichen Behandlung. Insgesamt verweisen die Anwendungsbereiche auf den Kontext alltäglicher Probleme, auf die nächste Umwelt des Menschen, der durch Magie Hilfe sucht. Integrale Bestandteile solcher magischen Handlungen sind gesprochene Formeln, die meist in einen außersprachlichen Handlungsrahmen eingebettet sind. Diese Formeln können in drei Gruppen eingeteilt werden: (1) Heilsegen, die bei Krankheiten und Verletzungen von Menschen und Tieren angewendet werden, (2) Schutzsegen, um allen drohenden Gefahren vorzubeugen, und (3) Beschwörungen zauberischer Art, zu denen Glücksbeschwörungen, Schadenzauber, Bannsprüche und Löseformeln gezählt werden, ebenso Teufels- und Dämonenbeschwörungen. Häufig wird in den Sammlungen der Anwendungszweck durch den Formeln vorangestellte Überschriften genannt, z.B. im Brauchbuch eines Tagelöhners in Neukloster (Mecklenburg) aus dem 19. Jahrhundert "Für den reißenden Gichtfluß", oder er geht eindeutig aus der Formel selbst hervor, z.B. in Wendungen wie "Damit still ich den Brand".Somit ist der instrumentelle Charakter der Handlungen offenkundig, die alle auf die Veränderung eines bestimmten Zustandes oder auf die Beeinflussung zukünftigen Geschehens ausgerichtet sind. Diese Veränderungen sollen durch die kompetente Durchführung der magischen Handlung zustande kommen, die das Äußern einer bestimmten Formel einschließt. Kritiker solcher Methoden sind nicht müde geworden, diese Handlungen mit dem Prädikat "Aberglaube"als Irrtum abzutun, da der Sprache hier eine mechanistische Wirkung unterstellt werde. Dazu ein Beispiel: "Vorwissenschaftlicher und wissenschaftlicher Aberglaube stimmen darin überein, daß sie Wirkungen von Sprache in quasi-mechanischer Weise als notwendige Folgen von Ursachen sehen; und daß sie in der Sprache selbst, im Sprechakt, die alleinige oder hauptsächliche Quelle jener Wirkungen vermuten, die Sprache in einem durchaus harmlosen Alltagsverständnis des Wortes 'Wirkungen' ja tatsächlich hat. [...] Im sprachmagischen Denken wird - und darin besteht der Denkfehler bei der Sache - diese eigentlich harmlose Redeweise gewissermaßen beim Wort genommen." Eine Analyse magischen Sprachhandelns kann sich nicht mit der Feststellung begnügen, daß eine sprachliche Handlung als nicht-semiotisches, kausales Handeln aufgefaßt wird, da eine solche Kritik hauptsächlich auf die Redeweise der magisch Handelnden von den Wirkungen der Sprache zielt. Die Funktion, die der Sprache als semiotischen Prozeß in der Magie zukommt, bleibt so ausgeklammert. Vorrangige Aufgabe kann es nicht sein, Magie als unsinniges Handeln zu entlarven - eine Analyse religiöser Sprache kann schließlich auch nicht dazu dienen, die Existenz Gottes zu beweisen bzw. abzustreiten. Denn die Zweckmäßigkeit magischer Handlungen, die dann im Blickpunkt stände, hängt ebenso wie die religiöser von der psychischen Disposition der Handelnden, d.h. von ihren jeweiligen Glaubensinhalten, ab. Diese Glaubensinhalte spiegeln sich mit den Prinzipien der Sympathie und der Analogie in der spezifisch magischen Wirklichkeitstopographie, die zunächst darzustellen ist. Eine Handlung wird nicht dadurch zur magischen, daß man mit ihr versucht, eine Krankheit zu heilen oder sich vor Gefahren zu schützen, sondern durch ihre auf der magischen Wirklichkeitstopographie fußende Modalität. In einem zweiten Schritt sind weitere Konstituenten magischer Handlungen als Elemente des Rituals zu erläutern, vor allem die Voraussetzungen, die ein Magier erfüllen muß, und die Bedingungen für den Handlungsablauf. Diese sind Grundlagen für ein Konstellationsmodell magischer Sprachhandlungen. Es gilt zu zeigen, wie Sprechen als semiotischer Prozeß einen magischen Diskurs etabliert, d.h. einen Diskurs, der integraler Bestandteil magischen Handelns ist. Weiterhin ist eine Pragmatik des magischen Sprachhandelns aufzustellen. Im Mittelpunkt dieser Pragmatik steht die Frage nach der Funktion der Sprache in magischen Handlungen. Hierbei ist die Funktion der Sprachhandlung allgemein als Gebrauch von Sprache von der Funktion einzelner Sprechhandlungen, d.h. innerhalb der Sprachhandlung vollzogener Sprechakte, abzugrenzen.1. Die magische Wirklichkeitstopographie 2. Konstituenten der magischen Handlung - das Ritual 3. Funktion der Sprache in magischen Handlungen 4. Textexterne und textinterne Pragmatik Literatu

    Mitteilungen des Deutschen Hispanistenverbands e.V.

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    Nr. 6 (1993) und Nr. 7 (1994)

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