Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft (Journal)
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Kelsen and Morgenthau in America: Betwixt Legal Philosophy and International Politics
Hans Kelsen and his former mentee at the Graduate Institute of International Studies in Geneva, Hans J. Morgenthau, emigrated to the United States in 1937 and 1940, respectively. Both were unable to secure stable academic positions in the law departments of American universities, and they would go on to become professors of political science at Berkeley (Kelsen) and contemporary history at Chicago (Morgenthau). This article traces the ways in which the two legal scholars sought to make sense of their new intellectual environment: by stepping out of American law debates, and by placing the emphasis on the international
Von links nach rechts: Wandel der regionalen Unterstützung für die technokratisch-populistische Bewegung ANO 2011 bei den tschechischen Parlamentswahlen 2013 und 2017
Ziel dieser Studie ist es, die Dominanz der ANO-Bewegung insbesondere am Beispiel der zwei Parlamentswahlen von 2013 und 2017 zu erklären und damit zur Diskussion über den "technokratischen Populismus" beizutragen. Während in Kapitel 1 der Begriff des technokratischen Populismus erläutert wird, beschäftigt sich das nächste Kapitel mit der Protestbewegung ANO 2011 und deren Erfolgen als Beispiel des technokratischen Populismus. Die Analyse präsentiert Befunde der Parteienforschung sowie der Wahlgeographie und gibt Antworten auf folgende Frage: Überschreitet die räumliche Unterstützung der ANO-Bewegung angesichts ihrer programmatischen Entideologisierung und ihres technokratisch-kommunikativen Stils die langfristigen räumlichen Trennlinien des WählerInnenspektrums, oder ist sie vorzugsweise in traditionell linken oder rechten Gebieten der Tschechischen Republik erfolgreicher, übernimmt also nur WählerInnen aus den traditionellen Blöcken des traditionellen Parteienspektrums
Open Access Transition: A view through the lens of a librarian
20 years after international initiatives agreed in a joint effort to convert the scientific publishing system to open access, the transformation has come to a standstill. Despite the establishment of open access strategies and open access offices at universities, a large proportion of publications remain not openly accessible. Initiatives such as Plan S, founded by a group of research funders, are trying to accelerate the open access transformation, putting pressure on commercial scientific publishers. Whether this can succeed depends not only on the participation of the scientific institutions, but above all on the strengthening of community-based and science-led initiatives and infrastructures with the aim of making the publishing sector as a whole fairer, more sustainable and more transparent
Die österreichische Protestarena im neuen Jahrtausend: Mobilisierungsstärke, Aktionsformen und Themen, 1998–2016
Politischer Protest ist auch in Österreich ein normaler Bestandteil der politischen Auseinandersetzung geworden und hat im neuen Jahrtausend seinen vormals „unkonventionellen“ Charakter endgültig verloren. Basierend auf der Berichterstattung der Nachrichtenagentur APA analysiert der Beitrag alle Protestereignisse, die in den Jahren von 1998 bis 2016 stattgefunden haben, und konzentriert sich dabei auf drei Charakteristika der österreichischen Protestarena: das Ausmaß der Mobilisierung, die gewählten Aktionsformen und die bei den Protesten angesprochenen Themen. Die Ergebnisse der Protestereignisanalyse zeigen, dass das im Jahr 2000 aufgrund der Bildung der ÖVP-FPÖ-Regierung erreichte Mobilisierungsniveau ein Ausreißer geblieben ist, die Proteste überwiegend moderate Aktionsformen aufweisen und der Umweltschutz bereits vor den aktuellen Klimaschutzprotesten das wichtigste Thema war.Politischer Protest ist auch in Österreich ein normaler Bestandteil der politischen Auseinandersetzung geworden und hat im neuen Jahrtausend seinen vormals „unkonventionellen“ Charakter endgültig verloren. Basierend auf der Berichterstattung der Nachrichtenagentur APA analysiert der Beitrag alle Protestereignisse, die in den Jahren von 1998 bis 2016 stattgefunden haben, und konzentriert sich dabei auf drei Charakteristika der österreichischen Protestarena: das Ausmaß der Mobilisierung, die gewählten Aktionsformen und die bei den Protesten angesprochenen Themen. Die Ergebnisse der Protestereignisanalyse zeigen, dass das im Jahr 2000 aufgrund der Bildung der ÖVP-FPÖ-Regierung erreichte Mobilisierungsniveau ein Ausreißer geblieben ist, die Proteste überwiegend moderate Aktionsformen aufweisen und der Umweltschutz bereits vor den aktuellen Klimaschutzprotesten das wichtigste Thema war
Emmerich Tálos / Herbert Obinger (2020): Sozialstaat Österreich (1945–2020). Entwicklung – Maßnahmen – internationale Verortung
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Is Austrian budgetary policy still “political”? A cross-time comparison of budget speeches
This paper investigates whether and how the democratic feedback loop between the government and parliament has been affected in Austrian budgetary policy-making. The question stems from the observation that since 2009 the budgetary policy-making process has been substantially affected by both national and European reforms, with some scholars arguing that budgetary policy today has become a bureaucratic rather than a political exercise. Through a comparative content analysis of finance ministers’ budget speeches we show that this is not the case and that instead – compared to the past – the share of political discourse has remained substantial. Furthermore, we find that today Austrian governments present the parliament with more detailed information about their planned expenditures and taxations, and that these plans are linked more strongly to the governing parties’ manifestos rather than the European country-specific recommendations