Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft (Journal)
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Über die Rationalität hinaus: für eine interpretative und reflexive Wissenschaft. Reaktion auf Andreas Dür
Im folgenden Kurzbeitrag wird die Kritik an den Rational Choice seitens der Interpretativen Politikwissenschaft diskutiert. Es geht jedoch nicht darum die Rationalität als solche zu bestreiten, sondern auf die Bedingungen einer Rationalität hinzuweisen. Dabei ragen sowohl soziokultureller Kontext als auch Machtverhältnisse heraus, in denen sich jede interpretative Analyse politischer Phänomene verortet. Der Beitrag stellt beide Komponenten kurz dar und leitet damit zu unterschiedlichen Bildern von Wissenschaft über, die Rational Choice Theorie und Interpretative Politikwissenschaft vertreten. Dieser Unterschied kann schließlich als der eigentliche Streit zwischen beiden Paradigmen verstanden werden
Poliheuristische Theorie: eine Antwort auf die Schwächen von Rational Choice
Der Beitrag kritisiert an rational-choice (RC) Ansätzen ihre Unfähigkeit, „nicht-rationales“ Handeln, sowie die Bildung von Präferenzen und Interessen erklären zu können. Darauf aufbauend werden Ansätze aus der politischen Psychologie präsentiert, die diese Schwächen kompensieren. In einem letzten Schritt wird mit Hilfe poliheuristischer Ansätze gezeigt, wie sich RC und behavioristische Ansätze ergänzen und sinnvoll verbinden lassen
Die britische Ontologie-Debatte und ihre Bedeutung für die Diskussion über die Politikwissenschaft in Österreich
Dieser Artikel soll die in den letzten Ausgaben der ÖZP geführte Debatte über Zustand und Zukunft der (österreichischen) Politikwissenschaft fortführen und erweitern. Er verfolgt dabei zwei Ziele: Zum Ersten soll mit der britischen Ontologie-Debatte eine internationale, bedeutsame Diskussion innerhalb der Disziplin der österreichischen Fachöffentlichkeit zur Kenntnis gebracht werden. Zum Zweiten will der Beitrag aufzeigen, was aus dieser Diskussion für die derzeitige Debatte in der österreichischen Politikwissenschaft zu lernen sein könnte
Europeanisation within Austria’s healthcare system: path-dependent usages of Europe in border regions
During the last couple of years, sociological approaches in European studies have gained increasing attention from scholars. The “usages of Europe“ approach looks at the opportunities and resources that the EU provides for national actors to advance their interests, from a bottom-up perspective. As European rules on cross-border healthcare have been threatening the principle of the territoriality of healthcare services, the article analyses two cross-border healthcare projects in Austrian border regions to determine if and how actors’ strategies have been Europeanised, and whether their actions could destructure national welfare boundaries. In order to explain how these regional actors incorporate European resources into their strategies a combination of the “usages of Europe” approach with Historical Institutionalism is suggested