Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft (Journal)
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    Schnell (2012): Räume des Schreckens

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    Resilienz: Die Neukonfiguration von Sicherheitspolitik im Zeitalter von Risiko

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    Der Begriff „Resilienz“ hat sich in den letzten Jahren zu einem sicherheitspolitischen Schlüsselbegriff entwickelt. Diese Karriere ist eng mit einer Veränderung der Perzeption von Sicherheit verbunden, bei der die lange dominierende Suche nach klar definierbaren Bedrohungslagen durch den vergleichsweise unbestimmbaren Umgang mit Risikopositionen ersetzt wurde. Der Artikel erarbeitet auf Basis einer qualitativen Analyse sicherheitspolitischer Dokumente einen State of the Art des derzeit laufenden Prozesses der konzeptionellen Füllung von Resilienz. Dabei werden die drei Komponenten des Coping, der Adaption und der Redundanz als konstituierende Elemente einer auf Resilienz basierenden Strategie des Risiko-Managements herausgearbeitet

    „Politik und Recht“ oder über den Mut zur Institutionalisierung

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    Internationally, the research approach „Politics and Law” is an important element of political science as a social scientific discipline. This text discusses the importance of law for understanding social structures and the difficulties of political science in Austria in dealing with law and its implications. It is examined what "Politics and Law", as a subfield of the discipline, may provide for research, and why students of political science should be taught in jurisprudential issues, and particularly constitutional law.Der in diesem Diskussionsbeitrag beleuchtete Forschungsansatz „Politik und Recht“ stellt international einen zentralen Schwerpunkt des politikwissenschaftlichen Forschungsdiskurses dar. In diesem durchaus mit provokanten Thesen versehenen Text soll rudimentäre Ursachenforschung betrieben werden, weshalb das Recht, als ein einflussreiches soziales Phänomen, seinen Stellenwert innerhalb der politikwissenschaftlichen Forschung hierzulande so hart erkämpfen muss. Ferner sollen einige Gründe dargelegt werden, warum eine Unterweisung der Studierenden der Politikwissenschaft in relevante juristische Themengebiete unter Berücksichtung politikwissenschaftlicher Methodiken dringend geboten erscheint und grob deren Aussehen skizziert

    Emerging anti-pluralism in new democracies

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    The signs of a definite anti-pluralist turn in the politics of some newly democratized countries in Europe are growing. The paper describes the present Hungarian political situation since the 2010 election. Due to a landslide electoral victory of the Hungarian Civic Union – Fidesz, the new government felt free to rearrange the whole constitutional and political system. Earlier institutions of control over the government have been restrained. The declared need for a “strong state” in a crisis situation seemed to justify a resort to some authoritarian tendencies of the Hungarian past. The paper analyzes the political and ideological features that endanger the guaranties of rights and the achieved political pluralism. It deals with changes of the constitution and the role of the Constitutional Court, the much debated new media law, the con- strained autonomy of interest organizations and local self-governments, and the decisive change of the electoral system. The paper analyses also presumable reasons for this anti-pluralist turn, weighing simple path-dependency in the political culture against the impact of the contemporary economic crisis. It stands in for the pluralist democratic engagement of 1989 that should be saved under the new challenges of the contemporary crisis

    Gezi-Park-Proteste: Neue Möglichkeiten, Alte Grenzen?

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    Der folgende Beitrag analysiert die Gezi-Park-Proteste gegen den geplanten Abriss von einem öffentlichen Park in Istanbul im Mai 2013, die sich in einigen wenigen Tagen zu einem landesweiten Massenprotest entwickelten. Wir argumentieren, dass der konservativ-religiöse Neoliberalismus der regierenden AKP (Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung) zur Entstehung und Verbreitung der Gezi-Park-Proteste beigetragen hat. Wir vertreten die These, dass die Proteste Ausdruck der Suche nach neuen Räumen und Formen der partizipativen Politik sind, die sich als eine Alternative zu institutionellen Politik positionieren. Wir heben vorerst das transformative Potential der Proteste hervor, um in einem nächsten Schritt die Grenzen der Proteste zu skizzieren.The following paper analyzes the Gezi Park protests against the planed demolition of a public park in Istanbul in May 2013 which spread around the country within a short time. We argue that Gezi Park protests have arisen out of a critique of the conservative-religious neoliberalism of the ruling AKP (Justice and development Party) and that the protests have sought to create new spaces and forms of participatory politics as an alternative to exclusionary instutitons and processes of decision making within institutional politics. While recognizing the transformative potential of the protests, we also point at the challenges that await the protests

    Kaufen für eine nachhaltige Welt? Das Beispiel Fairtrade

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    Sustainable consumption has become a buzzword regarding desirable social developments. Following the current sustainability discourse, changes in individual consumption behavior can affect both the production and trading conditions in a favorable way. Using  the field of Fairtrade as an example we examine the persuasiveness of this assumption. The analysis of this field and its programmatic focus as well as the examination of consumption patterns of Fairtrade products lead us to a more pessimistic view: The consumption of Fairtrade products is not so much an expression of sustainable behavior rather than evidence of a cultural change towards lifestyle politics and of the economization of moralized markets.In der Diskussion über wünschenswerte gesellschaftliche Entwicklungen ist nachhaltiger Konsum zu einem zentralen Schlagwort avanciert. Diesem aktuellen Nachhaltigkeitsdiskurs zufolge können Veränderungen des individuellen Konsumverhaltens positiv auf die Ausgestaltung von Produktionsbedingungen und Handelsbeziehungen einwirken. Am Beispiel von Fairtrade gehen wir der Überzeugungskraft dieser Annahme nach. Die Analyse des Fairtrade-Feldes und der dazugehörigen Programmatik sowie des Konsums von Fairtrade-Produkten führen uns dazu, eine pessimistischere Sichtweise zu entwickeln. Der Konsum von Fairtrade-Produkten ist demnach weniger Ausdruck von Nachhaltigkeit, denn Beleg für einen gesellschaftlichen Wandel Richtung lifestyle politics und die Ökonomisierung moralisierter Märkte

    PolitikerInnen- und/oder demokratieverdrossen? Die Demokratiezufriedenheit der österreichischen Bevölkerung und ihre Ursachen

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    Welchen Einfluss hat die Bewertung politischer AkteurInnen auf die Demokratiezufriedenheit der Bevölkerung? Der vorliegende Beitrag argumentiert, dass die Demokratiezufriedenheit maßgeblich von den Bevölkerungseinstellungen gegenüber der politischen Elite beeinflusst wird. Die Ergebnisse einer empirischen Überprüfung anhand von Daten aus Österreich bestätigen das Argument nur in Teilen. Zum einen belegen die Resultate, dass neben der Regierungsbewertung und dem politischen Vertrauen Faktoren wie die individuelle Lebenszufriedenheit oder Einstellungen gegenüber der EU ebenfalls einen starken Einfluss ausüben. Zum anderen kann gezeigt werden, dass die oftmals zitierte PolitikerInnenverdrossenheit keinen Einfluss auf die Demokratiezufriedenheit hat. Diese Ergebnisse implizieren, dass die öffentliche Diskussion um die Reform der Demokratie einer grundlegenden Reflexion bedarf

    Governing Carbon Efficiency. The International Regime of Standards in Wooden Construction

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    One feature ofglobalisation is increasing spread of international standards. In general,standards define benchmarks and rules for production. They can stem from avariety of sources ranging from NGOs to industries and governments. Thisarticle focuses on standard setting by international standards developmentorganisations. We explore into the global regimes that govern standards forwooden products that are used in construction. Construction is one of thebiggest producers of green house gas emissions and since recently wood is beingpromoted as a means for carbon storage. We focus on the norms that internationallyare most dominant in intending to regulate sustainability and carbon efficiencyfor the use of wood in construction. Standardisation in this newly emergingfield is still under development. The article aims at drawing a comprehensivepicture of the institutionalised rules and processes that up to now areglobally most influential. In conclusion the process is best described as a “regulationof self-regulation” that takes place under the institutional umbrella of thetwo most influential private actors CEN and ISO

    Linguistische Ansätze und die demand-side nuklearer Proliferation: Eine programmatische Bestandsaufnahme

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    Das Forschungsfeld zur Motivationsseite oder demand-side nuklearer Proliferation wurde in der jüngeren Vergangenheit um theoretische Ansätze erweitert, deren Fokus auf innerstaatlichen Akteuren liegt. Zwar können diese Ansätze ein umfassenderes Bild staatlicher Nuklear(waffen)politik zeichnen als ihre (neo)realistischen Vorgänger, jedoch bleiben diskursive Mechanismen, die zwischen innerstaatlichen Akteuren wirken, großteils unbeachtet. Im Kern dieses Beitrags steht das Argument, dass linguistische Ansätze zu einem besseren Verständnis der demand-side beitragen können, da sie die Analyse dieser innerstaatlichen Mechanismen der Argumentation und Überzeugung ermöglichen und gleichzeitig einen Blick auf ideellen Faktoren ermöglichen, die Präferenzen in diesem Bereich beeinflussen

    OfflinerInnen in Österreich. Motive für die Nichtnutzung des Internet

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    Vier Fünftel der ÖsterreicherInnen nutzen das Internet, es ist mittlerweile zu einem Massenmedium geworden. Während sich zahlreiche Studien mit Internetnutzung und -nutzerInnen befassen, gibt es relativ wenige Daten über jene Personen, die es nicht verwenden können oder nicht verwenden wollen. Dass sich durch den Ausschluss von der Netznutzung möglicherweise Probleme, etwa in sozialer und politischer Hinsicht, ergeben können hat der Begriff des Digital Divide bereits in der Vergangenheit beschrieben. Der vorliegende Artikel präsentiert Resultate einer Studie, die sich 2011 explizit mit Motiven von OfflinerInnen beschäftigt hat. Sie kommt unter anderem zum Ergebnis, dass die Absenz vom Internet nicht durch äußere Einflüsse erzwungen ist, sondern im überwiegenden Maße freiwillig gewählt wird. Daneben spielen zu knappe Zeit, persönlich mangelhaft eingeschätzte Kompetenzen und Bedenken hinsichtlich der Sicherheit im Internet eine gewisse Rolle. Es hat sich zudem gezeigt, dass das Interesse und die Bereitschaft, sich mit dem Medium zu beschäftigen, unter den OfflinerInnen sehr gering ist. Eine künftige Ausweitung des Nutzerkreises im Sinne einer breiteren gesellschaftlichen Inklusion erscheint daher zumindest schwierig

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