Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft (Journal)
Not a member yet
744 research outputs found
Sort by
Feministische Interventionen in Krieg, Un/Sicherheit und Gewalt
Review Essay zu:Cockburn, Cynthia (2007). From Where We Stand. War, Women’s Activism and Feminist Analysis, London: Zed Books, 288 S., 23,99 EUR.Eisenstein, Zillah (2007). Sexual Decoys. Gender, Race and War in Imperial Democracy, London: Zed Books, 256 S., 19,99 EUR.Hunt, Krista/Kim Rygiel (Hg.) (2007). (En)Gendering the War on Terror. War Stories and Camouflaged Politics, London: Ashgate [2006 als hardcover], 234 S., 35,99 EUR.Puar, Jasbir K. (2008). Terrorist Assemblages. Homonationalism in Queer Times, Durham and London: Duke University Press [2007 als hardcover], 335 S., 18,99 EUR
Europäische Parteien und die Europäisierung nationaler Parteien(systeme). Eine Einführung in das Heft
Bunzl/Senfft (Hg.) (2008): Zwischen Antisemitismus und Islamophobie: Vorurteile und Projektionen in Europa und Nahost
Wiener „Türkengedächtnis“ im Wandel. Historische und anthropologische Perspektiven
Abwertende Konstrukte machten aus „Türken“ Inbegriffe verschiedener Feindvorstellungen, „Aufklärer“ genauso wie „Bolschewiken“ und „Nationalsozialisten“. Wir konzentrieren uns auf eine systematische Neubewertung der Funktionsweise dieser an „Türken“ erinnernden Denkmäler in Wien, oder genauer, auf das Nachzeichnen der Geschichte der Inbesitznahme des öffentlichen Raumes mithilfe dieser Monumente. Wir analysieren die Umstände der Errichtung der Türkendenkmale, ihre Neubewertung und die Feierlichkeiten, die vor allem an Jahrestagen stattfanden. Die Analyse übersteigt die Ebene der Aneignung eines Denkmals in der Vergangenheit und ermöglicht eine kritische, distanzierte Reflexion. Reflexivität ist dabei das wichtigste Mittel, eine unkritische Reproduktion von Bildern über „den Feind“ zu verhindern. Denkmale haben inklusive und exklusive Funktionen. Sie besitzen identitätsstiftende und -erhaltende Bedeutung. Ausgangspunkte sind neue theoretische Bezugssysteme, um die dynamischen Veränderungen zu erfassen, die für die Funktionsweisen von Denkmalen typisch sind. Die Bedeutung dieser Vorgangsweise liegt darin, die vergangene Funktion der Denkmale und damit auch sie selbst als Orientierung einem kritischen Verhalten in der Gegenwart zugänglich zu machen
Kompetenzen in der Politischen Bildung – eine Zwischenbilanz
Kompetenzorientierung ist zu einem Megatrend in Bildungspolitik und Bildungswissenschaften geworden und steht derzeit im Zentrum der Schulreformpolitik. Die Politische Bildung hat sich früh auf diese Entwicklung eingelassen und definiert ihre Ziele und Aufgaben heute in Form von Kompetenzmodellen. Der Beitrag referiert das dieser Entwicklung zugrunde liegende Verständnis von Kompetenzen, zeichnet die Etappen dieser neuen Entwicklung zur Kompetenzorientierung in der Politischen Bildung nach, vergleicht Kompetenzmodelle aus Deutschland, der Schweiz und Österreich und legt aktuelle Probleme für Forschung, Theoriebildung und Entwicklung in der Didaktik der Politischen Bildung dar, die sich aus der Kompetenzorientierung ergeben
Amesberger/Halbmayr (2008): Das Privileg der Unsichtbarkeit. Rassismus unter dem Blickwinkel von Weißsein und Dominanzkultur
Thomas Schmidinger (Hg.) (2008): Vom Selben Schlag... Migration und Integration im niederösterreichischen Industrieviertel
Der überschätzte Präsident. Anmerkungen zum Leadership- Diskurs anhand des „mächtigsten Mannes der Welt“
Der Artikel nützt historische Beispiele und systemanalytische Erklärungen, um zu verdeutlichen, dass der Präsident der USA in einem relativ engen, von den anderen „Gewalten“ des US-Systems und von der öffentlichen Meinung begrenzten Spielraum agieren kann. Seine „Macht“ beruht vor allem auf „transitional“, also grundsätzlich austauschbarer, und (mit Ausnahme besonderer außerordentlicher Bedingungen) nicht „transforming“ Leadership. Präsidenten versuchen daher, wenn sie ihre ersten Misserfolge erfahren müssen, die Flucht in die Außenpolitik. In dieser hat der Präsident – anders als in den verschiedenen innenpolitischen Politikbereichen – einen größeren Freiraum. Die Überschätzung der Institution des US-Präsidenten ist auch in Verbindung damit zu sehen, dass er durch die Verbindung der zeremoniellen Funktionen des Staatsoberhauptes mit den Funktionen des Regierungschefs zu überzogenen Erwartungen geradezu einlädt
Political Leadership als Partizipationsprozess im Blickfeld eines supranationalen Akteurs – das Aufspüren von Leadership- Qualität der Europäischen Kommission im Konzeptionsprozess des lebenslangen Lernens auf europäischer Ebene
Der Artikel soll einen Beitrag dazu leisten, Political Leadership im Blickfeld einer supranationalen Akteurin ausdifferenzierter zu betrachten und der Diskussion um Leadership eine weitere Dimension zu geben. Die EU ist ein Multilevel-Governance-System, in dem viele AkteurInnen auf unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Ebenen an der Gestaltung von Politik in inhaltlicher und struktureller Hinsicht partizipatorisch eingebunden sind. Durch die Auffassung von Political Leadership als Partizipationsprozess ist es möglich, anhand der Karriere des Themas lebenslanges Lernen das Augenmerk auf die Mechanismen, Kontexte und Prozesse zu richten, durch die Leadership-Qualität der Europäischen Kommission ersichtlich wird.In einem ersten Schritt wird gleichzeitig beschrieben und analysiert, in welcher Art und Weise die Europäische Kommission die Entwicklung und den Diskurs des lebenslangen Lernens prägt. Im weiteren Verlauf werden dann die Mechanismen, Kontexte und Prozesse erhellt, welche die Leadership-Qualität der Europäischen Kommission begründen. Die Europäische Kommission erweist sich in einem Partizipationsprozess dabei als Strategin für eine Politikentwicklung mit Langzeitperspektive und erwirbt sich durch konzeptionelle und wissensbasierte Arbeit Diskurshoheit und Themenführerschaft