Applied Cybersecurity & Internet Governance Repository
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Abschlussbericht
Unsere heutige Gesellschaft ist zu einem kritischen Maß auf das Vertrauen in elektronische Systeme angewiesen. Ein besonderes Problem stellen dabei der Diebstahl und der unautorisierte Nachbau von integrierten Schaltkreisen dar. Unglücklicherweise besitzt die dominante CMOS Technologie in dieser Hinsicht inhärente Schwächen aufgrund der elektrischen und physikalischen Unterscheidbarkeit von p- und n leitendenden Transistoren. Eine neuartige nanotechnologische Lösung zum Knowhow-Schutz von Elektronikkomponenten stellen Rekonfigurierbare Feldeffekttransistoren (RFET) dar. Im Rahmen des Projektes konnte zum ersten Mal in Hardware gezeigt werden, dass verschiedene Typen von RFETs auf einer industriellen CMOS Plattform herstellbar sind. Im Teilvorhaben "Zelldesigns und Modelle für Knowhow-Schutzkonzepte auf Basis neuartiger rekonfigurierbarer Transistoren" wurden Daten-basierte Verilog-A Modelle, sowie die dazugehörigen Zellenlayouts für Hardwaresicherheitsgrundschaltungen entwickelt. Diese Ergebnisse sind ein erster entscheidender Schritt um die RFET Technologie auf eine höhere Komplexitätsebene bis hin zur Systemsynthese zu heben. Darauf aufbauend wurde anhand von virtuellen Demonstratoren gezeigt, mit welchen Grundprinzipien RFETs Chip-IP vor Angriffen schützen können.
Datei-Upload durch TIBToday's society relies to a critical degree on trust in electronic systems. A particular problem is the theft and unauthorized replication of integrated circuits. Unfortunately, the dominant CMOS technology has inherent weaknesses in this regard due to the electrical and physical distinguishability of p-type and n-type transistors. Reconfigurable field-effect transistors (RFET) represent a novel nanotechnological solution for the know-how protection of electronic components. As part of the project, it was demonstrated for the first time in hardware that different types of RFETs can be manufactured on an industrial CMOS platform. In the sub-project "Cell designs and models for know-how protection concepts based on novel reconfigurable transistors", data-based Verilog-A models and the corresponding cell layouts for basic hardware safety circuits were developed. These results are a first decisive step towards raising RFET technology to a higher level of complexity, right up to synthesis level. Building on this, virtual demonstrators were used to show which basic principles of RFETs can be used to protect chip IP against attacks
Schlussbericht
Dieser Abschlussbericht beschreibt die von TUM-HT im Rahmen des Forschungsvorhabens eVolve im Zeitraum vom 01.08.2020 bis 31.03.2025 durchgeführten Arbeiten und wurde entsprechend den Vorgaben für Schlussberichte gemäß Nr. 6.1 und 6.2 ANBest-P sowie Nr. 3.2 BNBest-BMBF 98 angefertigt.
Das Verbundvorhaben "eVolve" widmet sich einem ganzheitlichen, systematischen Ansatz zur Beherrschung von Vibrationen in der Kabine sowie der verlässlichen Vorhersage von Flugverhalten, Lasten und Lärm unter Berücksichtigung und Validierung der Fähigkeit zur Auslegung und Bewertung neuartiger Konfigurationen. Grundlegendes Ziel des Vorhabens sind ausgereifte Methoden und Prozesse zur Absicherung der Systemauslegung von VTOL-Fluggeräten. Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert und gemeinsam vom Lehrstuhl für Hubschraubertechnologie (HT) der Technischen Universität München (TUM), Airbus Helicopters Donauwörth (AHD) sowie weiteren Partnern bearbeitet.
Der vorliegende Abschlussbericht beschreibt ausschließlich die von TUM-HT durchgeführten Arbeiten. Diese umfassen im Hauptarbeitspaket HAP 1 "Systemansatz in der Aeromechanik" das Arbeitspaket AP 1.2 "Dynamische Lasten mit elastischer Zellen- und Rotormodellierung", in dem ein gekoppeltes aerodynamisch-strukturmechanisches Simulationsverfahren zur effizienten Vorhersage instationärer Leitwerkslasten entwickelt und anhand von Flugtestdaten validiert wurde. Im Hauptarbeitspaket HAP 2 "Fortschrittliche Strukturmechanik" wurde im Arbeitspaket AP 2.4 "Erhöhte Strukturdämpfung im Leitwerksentwurf" das Dämpfungspotenzial hybrider NFK-/CFK-Strukturen experimentell und numerisch untersucht und auf den Entwurf sowie die Erprobung eines Höhenleitwerks übertragen
Zukunftscluster Wasserstoff - Abschlussbericht zum Projekt HyInnoBurn
Im Rahmen des Projekts bringt Kueppers Solutions seine Expertise als Brennerhersteller mit Fokus auf die additive Fertigung von Hochleistungsbrennersystemen ein. Für die experimentellen und konstruktiven Arbeiten dient der bestehende 150-kW-RooN-Brenner als technologische Ausgangsbasis. Die in Serie eingesetzte Mischeinheit aus Inconel 625 wird im Projekt zunächst in Inconel 718 realisiert, da aufgrund der projektinternen Prüfstandbedingungen keine Vorwärmung der Verbrennungsluft vorgesehen ist und die thermischen Anforderungen entsprechend geringer ausfallen. Das Brennersystem wird im Zuge der Projektarbeiten auf eine skalierte 50-kW-Variante angepasst, um gezielte Untersuchungen im Kleinmaßstab unter praxisnahen Bedingungen zu ermöglichen.
Die neuentwickelte Mischeinheit basiert auf einem dreikanaligen Konzept, das eine flexible Versorgung mit Erdgas und Wasserstoff erlaubt. Durch die getrennte Ansteuerung der Kanäle (Pilot, Main und H₂) lässt sich sowohl ein klassischer gestufter Erdgasbetrieb als auch ein Übergang bis hin zum reinen Wasserstoffbetrieb realisieren. Die additive Fertigung ermöglicht hierbei die Realisierung komplexer Kanalstrukturen, die auf die jeweilige Reaktionskinetik der Brennstoffe abgestimmt sind. Für Wasserstoff werden gezielt kürzere Einspeisewege und höhere Strömungsgeschwindigkeiten vorgesehen, um einer lokalen Überhitzung sowie Rückzündung entgegenzuwirken.
Die praktische Erprobung erfolgt zunächst am unternehmensinternen Prüfstand in einem Strahlrohr bei mittleren Wandtemperaturen von ca. 920 °C. Anschließend wurde der Prototyp an der Prüfstandsinfrastruktur des Gas- und Wärme-Instituts Essen e. V. (GWI) unter atmosphärischen Bedingungen getestet. Die Ergebnisse belegen, dass durch geeignete Brennstoffstufung, eine angepasste Geometrie der Mischelemente sowie die gezielte Integration eines separaten Wasserstoffkanals eine deutliche Reduktion der NOₓ-Emissionen erzielt werden kann. Besonders im Erdgasbetrieb lässt sich die Rußbildung weitgehend vermeiden. Bei höheren Wasserstoffanteilen zeigen sich erwartungsgemäß thermische Herausforderungen, die jedoch durch strömungstechnische Optimierungen kompensiert werden.
Begleitende CFD-Simulationen (RANS und LES) liefern wertvolle Erkenntnisse zur Flammenstruktur, zur Gemischbildung sowie zur NOₓ-Entstehung in Abhängigkeit der Gaszusammensetzung. Die höhere Diffusität von Wasserstoff führt zu einer kompakten, heißeren Flammenstruktur, die in der Brennerentwicklung gezielt berücksichtigt wird. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die geometrische Weiterentwicklung der Mischeinheit ein. Ein zusätzliches Ergebnis stellt die experimentelle Untersuchung der Druckverluste an der additiv gefertigten Mischeinheit dar. Die Messungen zeigen, dass sich die strömungstechnischen Eigenschaften im Vergleich zu konventionellen Erdgas-Mischeinheiten nicht signifikant unterscheiden. Dies bestätigt die Fertigungsqualität und die Praxistauglichkeit des neuen Designs.
Aus Sicht von Kueppers Solutions unterstreicht das Projekt die Bedeutung der additiven Fertigung für die Entwicklung emissionsarmer, wasserstofffähiger Industriebrenner. Die Kombination aus simulativer Auslegung, strömungstechnischer Optimierung und werkstoffgerechtem Design zeigt ein hohes Potenzial für den industriellen Einsatz – insbesondere in energieintensiven Prozessen, bei denen stabile Flammenführung und niedrige Emissionen gleichermaßen gefordert sind
Asynchronous and synchronous states in the heterogeneous Kuramoto model
Numerous natural and technical systems rely on the interaction of individual units that influence one another, such as neurons in the brain, heart cells, or generators in power grids. Often, these systems synchronize, meaning all units behave in a coordinated way. The Kuramoto model is a well-known mathematical model used to study how synchronization happens. While synchronized states have been widely studied, less is known about asynchronous states, where the units stay out of sync but still interact.
This project, funded by the DFG, focused on understanding such asynchronous states in complex systems where the properties of individual units and their connections vary randomly. In the first part of the project, we studied systems without inertia and developed the iterative mean-field (IMF) method. This method makes it possible to understand the behavior of large networks by analyzing a single unit in a statistically consistent way. We showed that this approach gives reliable results even in small systems and for different kinds of randomness.
In the second part of the project, we extended the method to systems with inertia, which are more realistic in many physical and biological settings. We found that at intermediate values of inertia, the fluctuations in the system become especially uncorrelated, and the system behaves almost like white noise. This state also shows the highest level of dynamical complexity.
Our findings help explain how asynchronous behavior works in systems where synchronization is not always the goal. This is important in areas like neuroscience or power systems, where synchronization is not always desirable and can sometimes lead to problems. The approach we developed could also be applied in other areas where large, noisy systems interact, such as in modeling brain activity, studying the stability of power grids, understanding collective motion in animal groups, or analyzing patterns in climate systems.Zahlreiche natürliche und technische Systeme beruhen auf der Wechselwirkung vieler einzelner Einheiten, die sich gegenseitig beeinflussen – wie etwa Neuronen im Gehirn, Herzzellen oder Generatoren in Stromnetzen. Häufig synchronisieren sich solche Systeme, das heißt, alle Einheiten verhalten sich auf koordinierte Weise. Das Kuramoto-Modell ist ein bekanntes mathematisches Modell, das verwendet wird, um zu untersuchen, wie Synchronisation entsteht. Während synchronisierte Zustände umfassend erforscht wurden, ist über asynchrone Zustände, in denen die Einheiten nicht im Gleichtakt arbeiten, aber dennoch miteinander interagieren, deutlich weniger bekannt.
Dieses von der DFG geförderte Projekt befasste sich mit dem Verständnis solcher asynchroner Zustände in komplexen Systemen, bei denen sowohl die Eigenschaften der einzelnen Einheiten als auch ihre Verbindungen zufällig verteilt sind. Im ersten Teil des Projekts untersuchten wir Systeme ohne Trägheit und entwickelten die iterative Mean-Field-Methode (IMF).
Diese Methode ermölicht es, das Verhalten großer Netzwerke zu analysieren, indem man eine einzelne repräsentative Einheit unter statistisch konsistenten Bedingungen betrachtet. Wir
konnten zeigen, dass dieser Ansatz auch bei kleinen Systemen und verschiedenen Arten von Unordnung verlässliche Ergebnisse liefert.
Im zweiten Teil des Projekts erweiterten wir die Methode auf Systeme mit Trägheit, die in vielen physikalischen und biologischen Anwendungen realistischer sind. Wir stellten fest, dass bei mittleren Trägheitswerten die Fluktuationen im System besonders unkorreliert sind und sich das Verhalten dem weißen Rauschen annähert. In diesem Zustand erreicht das System zudem ein Maximum an dynamischer Komplexität.
Unsere Ergebnisse tragen dazu bei, das Verhalten asynchroner Systeme besser zu verstehen – insbesondere in Bereichen, in denen Synchronisation nicht das Ziel ist. Dies ist beispielsweise in der Neurowissenschaft oder in Energiesystemen relevant, wo Synchronisation nicht immer wünschenswert ist und mitunter zu Instabilität führen kann.
Die von uns entwickelte Methode könnte auch in anderen Forschungsbereichen Anwendung finden, in denen große, verrauschte Systeme miteinander wechselwirken – etwa bei der
Modellierung neuronaler Aktivität, der Stabilitätsanalyse von Stromnetzen, dem Verständnis kollektiver Bewegungen in Tiergruppen oder der Untersuchung von Mustern im Klimasystem
Baupraktische Erprobung von Straßenbetonen mit Innenhydrophobierung
Aufbauend auf dem Forschungsprojekt zur Bewertung
der Innenhydrophobierung von Fahrbahndeckenbetonen
als neuartige AKR-Vermeidungsstrategie
und einer Literaturrecherche erfolgten
zunächst mannigfaltige Grundsatzuntersuchungen
zum Einfluss eines ausgewählten Hydrophobierungsmittels
(HM).
Zementleimuntersuchungen zeigen, dass das HM
die Zementhydratation verzögert und die Porosität
des Zementsteins im Nanometerbereich erhöht.
Weiterführende Mörteluntersuchungen belegen,
dass zur Einstellung des gleichen Luftgehalts im
Mörtel bei der HM-Zugabe die Dosierung des LPBildners
auf Wurzelharzbasis signifikant erhöht
werden muss. Außerdem verschlechtern sich bei
HM-Zugabe tendenziell die mechanischen Eigenschaften
des Mörtels.
Weiterhin wurde der Einfluss der Dosierung des
HM von 0 bis 1,0 M.-% (Bezug auf Zementgehalt)
auf die Frisch- und Festbetoneigenschaften eines
nach dem ARS 04/2013 entworfenen
OB (D>8)/UB und OB (0/8) mit einer sehr alkaliempfindlichen
Grauwacke grundhaft untersucht.
Auch hier bestätigte sich, dass zur Sicherstellung
des normativen LP-Gehalts im hydrophobierten
Frischbeton die Dosierung des LP-Bildners signifikant
erhöht werden muss. Das Fazit der Festbetonprüfungen
ist:
• signifikante Reduzierung kapillarer Wasseraufnahme
des Betons ab einer HM-Dosierung
von 0,5 M.-%
• geringe Verschlechterung der Druck- und
Spaltzugfestigkeit mit zunehmender HM-Dosierung
• Verminderung des Frost-Tausalz-Widerstands
(FTSW) mit zunehmender HM-Dosierung
• hinreichende Verminderung des AKR-Schädigungspotenzials
ab einer HM-Dosierung von
0,75 M.-%.
Ursächlich für den verminderten FTSW ist der erhöhte
Freuchtegradient in der beaufschlagten Betonrandzone.
Durch die Behinderung der daraus
resultierenden hygrischen und vor allem frostinduzierten
Dehnung werden Querzugspannungen generiert,
die die frostinduzierte Abwitterung begünstigen.
Resümierend wurden für die aufbauenden Untersuchungen
und den Technikumsversuch bei beiden
Betonarten eine HM-Dosierung von 1,0 M.-%
gewählt. Zusätzlich erfolgten folgende Modifikationen:
• Substitution des WS-Prüfzements (Sackware)
durch Straßenbauzement CEM I 42,5 N (tb)
mit ähnlichem Na2O-Äquivalent (Siloware)
• Substitution des Grauwackesplitts durch einen
Rhyolithsplitt mittlerer Alkaliempfindlichkeit.
Zur Sicherstellung der normativen Vorgaben für
die mechanischen Eigenschaften und der steifen
Konsistenz (hohe Grünstandfestigkeit) wurde der
w/z-Wert beim OB (D>8)/UB auf 0,41 und beim
OB (0/8) auf 0,43 bei den aufbauenden Untersuchungen
abgesenkt. Zur Erreichung des normativ
geforderten LP-Gehalts im Frischbeton wurde der
wurzelharzbasierte durch einen hochwirksamen
synthetischen LP-Bildner ersetzt. Zusätzlich
wurde das HM nicht mehr zu Beginn, sondern erst
nach dem abgeschlossenen Mischprozess aller
anderen Betonausgangsstoffen zugegeben. Das
Mischen selbst erfolgte zur besseren Übertragbarkeit
auf die Großmischanlage mit einem Labordoppelwellenmischer.
Die Modifikation der Betonrezeptur
und des Mischregimes führte zu einer
Verbesserung der mechanischen Eigenschaften
und vor allem des FTSW der hydrophobierten
Rhyolithbetone. Für die Überführung auf die Großmischanlage
wurden die Betonrezepturen und die
Mischregime nochmals modifiziert. Auf der Großmischanlage
wurden beide Betonarten ohne und
mit HM hergestellt. Mit allen Betonarten wurden
Plattenstreifen mittels Gleitschalungsfertiger mit
verschiedener Oberflächentextur hergestellt. Die
zusätzlich hergestellten Laborprüfkörper und die
aus den Plattenstreifen gewonnenen Prüfkörper
dienten der Ermittlung der Festbetonparameter.
Es kann folgendes Fazit gezogen werden:
• keine bzw. geringfügige Verschlechterung der
mechanischen Parameter der großtechnisch
hergestellten Betone durch HM-Zugabe
• hydrophobierter OB (D>8)/UB mit moderater
und hydrophobierter OB (0/8) mit signifikanter
Verminderung des FTSW
• ausreichende Verminderung des AKR-Schädigungspotenzials
bei großtechnisch hergestellten
Betone mit HM.
Abschließend wurde der Einsatz des Hochofenzements
CEM III/A 42,5 N (HOZ) als alternative
AKR-Vermeidungsstrategie analysiert. Zu diesem
Zweck wurde der WS-Prüf- bzw. Straßenbauzement
durch den HOZ im OB (D>8)/UB mit Grauwacke
bzw. Rhyolith mit folgendem Fazit ersetzt:
• kapillare Wasseraufnahme des Grauwackeund
Kurzfassung–Abstract
Baupraktische Erprobung von
Straßenbetonen mit Innenhydrophobierung
• hinreichende Verminderung des AKR-Schädigungspotenzials
ab einer HM-Dosierung von
0,75 M.-%.
Ursächlich für den verminderten FTSW ist der erhöhte
Freuchtegradient in der beaufschlagten Betonrandzone.
Durch die Behinderung der daraus
resultierenden hygrischen und vor allem frostinduzierten
Dehnung werden Querzugspannungen generiert,
die die frostinduzierte Abwitterung begünstigen.
Resümierend wurden für die aufbauenden Untersuchungen
und den Technikumsversuch bei beiden
Betonarten eine HM-Dosierung von 1,0 M.-%
gewählt. Zusätzlich erfolgten folgende Modifikationen:
• Substitution des WS-Prüfzements (Sackware)
durch Straßenbauzement CEM I 42,5 N (tb)
mit ähnlichem Na2O-Äquivalent (Siloware)
• Substitution des Grauwackesplitts durch einen
Rhyolithsplitt mittlerer Alkaliempfindlichkeit.
die mechanischen Eigenschaften und der steifen
Konsistenz (hohe Grünstandfestigkeit) wurde der
w/z-Wert beim OB (D>8)/UB auf 0,41 und beim
OB (0/8) auf 0,43 bei den aufbauenden Untersuchungen
abgesenkt. Zur Erreichung des normativ
geforderten LP-Gehalts im Frischbeton wurde der
wurzelharzbasierte durch einen hochwirksamen
synthetischen LP-Bildner ersetzt. Zusätzlich
wurde das HM nicht mehr zu Beginn, sondern erst
nach dem abgeschlossenen Mischprozess aller
anderen Betonausgangsstoffen zugegeben. Das
Mischen selbst erfolgte zur besseren Übertragbarkeit
auf die Großmischanlage mit einem Labordoppelwellenmischer.
Die Modifikation der Betonrezeptur
und des Mischregimes führte zu einer
Verbesserung der mechanischen Eigenschaften
und vor allem des FTSW der hydrophobierten
Rhyolithbetone. Für die Überführung auf die Großmischanlage
wurden die Betonrezepturen und die
Mischregime nochmals modifiziert. Auf der Großmischanlage
wurden beide Betonarten ohne und
mit HM hergestellt. Mit allen Betonarten wurden
Plattenstreifen mittels Gleitschalungsfertiger mit
verschiedener Oberflächentextur hergestellt. Die
zusätzlich hergestellten Laborprüfkörper und die
aus den Plattenstreifen gewonnenen Prüfkörper
dienten der Ermittlung der Festbetonparameter.
Es kann folgendes Fazit gezogen werden:
• keine bzw. geringfügige Verschlechterung der
mechanischen Parameter der großtechnisch
hergestellten Betone durch HM-Zugabe
• hydrophobierter OB (D>8)/UB mit moderater
und hydrophobierter OB (0/8) mit signifikanter
Verminderung des FTSW
• ausreichende Verminderung des AKR-Schädigungspotenzials
bei großtechnisch hergestellten
Betone mit HM.
Abschließend wurde der Einsatz des Hochofenzements
CEM III/A 42,5 N (HOZ) als alternative
AKR-Vermeidungsstrategie analysiert. Zu diesem
Zweck wurde der WS-Prüf- bzw. Straßenbauzement
durch den HOZ im OB (D>8)/UB mit Grauwacke
bzw. Rhyolith mit folgendem Fazit ersetzt:
• kapillare Wasseraufnahme des Grauwackeund
Rhyolithbetons mit HOZ gegenüber der
Referenz ohne HM tendenziell geringer und
im Vergleich zu hydrophobiertem Beton höher
• vergleichbare mechanische Eigenschaften
des Grauwacke- und Rhyolithbetons mit HOZ
wie beim Referenzbeton ohne und mit HM
• signifikante Verminderung des FTSW durch
HOZ
• signifikante Reduzierung des AKR-Schädigungspotenzials
durch den HOZ, selbst bei
sehr alkaliempfindlicher Grauwacke.
Resümierend ist der Einsatz des HOZ eine wirkungsvolle
alternative AKR-Vermeidungsstrategie
für Betonfahrbahndecken. Seine Verwendung
sollte sich wegen des verminderten FTSW auf den
Unterbeton beschränken.
Abschließend wird ein Grobkonzept für die Errichtung
einer Erprobungsstrecke mit hydrophobiertem
Beton vorgestellt.
Datei-Upload durch TIBBased on the research project on evaluating internal
hydrophobization of road pavement concrete
as a novel ASR avoidance strategy and following
a literature search, a range of fundamental tests
was carried out to examine the influence of a selected
hydrophobic agent (HA).
Tests on cement paste show that the HA delays
cement hydration and increases the porosity of
hardened cement paste in the nanometre range.
Further cement mortar tests prove that to achieve
the same air content in cement mortar with added
HA, the dosage of air entraining agent (AEA)
based on wood resin must be increased significantly.
Also, adding HA tends to result in deterioration
of the cement mortar’s mechanical properties.
Further, the project thoroughly examined the influence
of HA dosages from 0 to 1.0 M.-% (of cement
content) on the properties of fresh and hardened
concrete of a top concrete layer (TCL) (D>8)/bottom
concrete layer (BCL) and TCL (0/8) designed
according to the General Circular on Road Construction
(ARS) 04/2013 with a very alkali-sensitive
greywacke. Here too, tests confirmed that to
ensure normative air void content in hydrophobic
fresh concrete, the AEA dosage must be significantly
increased. The conclusion from the hardened
concrete tests is:
• Significant reduction of capillary water absorption
at an HA dosage of 0.5 M.-% or above
• Slight deterioration of compressive strength
and splitting tensile strength with increasing
HA dosage
• Reduction of freeze-de-icing salt resistance
with increasing HA dosage
• Adequate reduction of ASR damage potential
with HA dosage of 0.75 M.-% or above.
The reduction in freeze-de-icing salt resistance is
due to the increased moisture gradient in the
treated concrete boundary zone. Impeding the resulting
hygric and above all, frost-induced expansion
generates transverse tensile stresses that
promote frost-induced scaling.
To sum up, in the follow-up tests and the Technikum
tests an HA dosage of 1.0 M.-% was selected
for both concrete types. The following modifications
were also applied:
• Substituting the WS (moisture class for highly
stressed road surfaces) test cement (bagged
cement) with pavement cement
CEMIII/A 42.5 N (tb) with similar Na2O
equivalent (silo cement)
• Substituting greywacke with rhyolite chips of
moderate alkali sensitivity.
To achieve the specified standards for mechanical
properties and stiffness (high green strength) the
w/c ratio of the TCL (D>8)/BCL was reduced to
0.41 and of the TCL (0/8) to 0.43 for the follow-up
tests. To achieve the standard air void content of
fresh concrete specified in ARS, the wood rosin
based AEA was replaced by a highly effective synthetic
AEA. Further, the HA was added not at the
beginning of the mixing process but after mixing
all the other constituents. For better transferability
to a large mixing plant, a laboratory double shaft
mixer was used. The modification of the concrete
formula and mixing regime resulted in improved
mechanical properties and above all, improved
freeze-de-icing salt resistance of the hydrophobized
rhyolite concretes. The concrete formula
and mixing regime were modified again for transfer
to a large mixing plant. Both concrete types
were produced without and with HA in the large
mixing plant. Pavement strips were produced with
all concrete types using slipform pavers with different
surface textures. Laboratory test specimens
and specimens from the paving strips were used
to determine the hardened concrete parameters.
The following conclusions can be drawn:
• No or only slight deterioration of mechanical
properties in the concretes produced in the
large mixing plant with added HA
• Moderate reduction of freeze-de-icing salt resistance
in the hydrophobized TCL (D>8)/BCL
and significant reduction in the hydrophobized
TC (0/8)
• Adequate reduction of ASR damage potential
in concrete produced in the large mixing plant
with added HA.
Finally, the use of blast furnace cement
CEM III/A 42.5 N (BFC) was analysed as an alternative
ASR avoidance strategy. For this test, the
WS test cement and concrete pavement cement
were replaced by BFC in TCL (D>8)/BCL with
greywacke or rhyolite, with the following results:
• Capillary water absorption of greywacke and
rhyolite concrete with BFC tended to be lower
compared to the reference concrete without
HA and higher compared to hydrophobized
concrete
• Mechanical properties of greywacke and rhyolite
concrete with BFC comparable to the reference
concretes without and with HA
• Significant reduction of freeze-de-icing salt resistance
due to BFC
• Significant reduction of ASR damage potential
due to BFC even with very alkali-sensitive
greywacke.
To sum up, the use of BFC is an effective alternative
ASR avoidance strategy for concrete road
pavements. Its use should be restricted to the bottom
concrete layer, due to the lower freeze-de-icing
salt resistance.
Finally, a concept was roughed out for setting up
a test section with hydrophobized concrete
Striations in electronegative capacitive chlorine discharges: effects of pressure, frequency, voltage and secondary electron emission
Self organized striation structures have been observed in electronegative capacitive discharges under certain operating conditions, which include high electronegativity and an ion plasma frequency comparable to the driving frequency. In this study, striations in capacitive chlorine discharges were explored using one-dimensional particle-in-cell/Monte Carlo collisional simulations with a 2.54 cm gap driven by a sinusoidal rf voltage of 13.56 MHz. The properties of the discharges are explored focusing on the striations, as the gas pressure, driving voltage amplitude, and secondary electron emission processes are varied. The most realistic secondary electron emission model includes contribution from ions, electrons, and neutrals bombarding the electrodes. The striations start to appear at pressure around 15 Pa and increase in amplitude with increased pressure. We find that the amplitude and the number of striations increase with the addition of secondary electron emission processes to the discharge model. Furthermore, the most realistic model for secondary electron emission is used to explore the striation structures as driving voltage amplitude, driving frequency, and gas pressure is varied. As the pressure is increased, the striation amplitude increases but the number of striations remains unchanged. Higher driving voltage and higher driving frequency increase the ion critical density, resulting in the formation of striation patterns, even when the pressure is low. Increasing the driving frequency further leads to a denser arrangement of striations, with tighter striation gaps, while higher voltage results in a smaller bulk width
individueller Schlussbericht Teil I & II
Der Schlussbericht fasst die Arbeiten der GOTECH GmbH im AVEAS-Projekt zusammen, die sich insbesondere mit der Entwicklung und dem Aufbau einer Virtual-Reality basierten Fahrsimulationsumgebung zur Simulation und Validierung von Anzeige- und Bedienelementen in realitätsnahen Fahrszenarien befassten
PROXIDRUGS: Eine Assay- und Screeningplattform für Molecular Degraders (ProxiDETECT) - B
Das ProxiDETECT-Projekt zielte auf die Entwicklung einer vielseitigen Assay-, Screening- und molekularen Profilierungsplattform für die Identifizierung und Charakterisierung von molekularen Degradern in krankheitsrelevanten zellulären Systemen ab. Ein besonderer Schwerpunkt lag hierbei auf der Identifizierung von molecular glues und anderen monovalenten Proximitäts-induzierenden Wirkstoffen für die Behandlung von neuronalen Erkrankungen. Abbau-induzierende Moleküle wie PROTACs und molecular glue degrader (MGD) ermöglichen die gezielte Entfernung von Proteinen, die mit Krankheiten in Verbindung stehen, insbesondere von solchen, die als „undruggable“ gelten. Sie nutzen das Ubiquitin-Proteasom-System (UPS), indem sie E3-Ligase und Zielprotein in direkte Nähe bringen, was zur Poly-Ubiquitinierung und zum Abbau des Zielproteins im Proteasom führt