Applied Cybersecurity & Internet Governance Repository
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Sachbericht zum Verwendungsnachweis
Nach wie vor sterben jedes Jahr über 600.000 Menschen mit einer HIV Infektion, weit mehr als 1 Million Menschen infizieren sich immer noch jedes Jahr mit HIV - trotz grundsätzlicher Verfügbarkeit von hochwirksamen HIV Medikamenten für die akute Behandlung und auch für eine Prä-Expositionsprophylaxe - und über 5 Millionen Menschen wissen gar nicht, dass sie mit HIV infiziert sind. Einigkeit besteht darüber, dass ein wirksamer, vor HIV Infektion schützender, ggf. Therapie-begleitend einsetzbarer Impfstoff hochwillkommen wäre und das Arsenal an Komponenten zur HIV Prävention und Therapie sinnvoll ergänzen würde.
Wir gehen davon aus, dass ein wirksamer HIV Impfstoff in der Lage sein muss, breit neutralisierende Antikörper (bNAb) zu induzieren, die sich gegen unterschiedliche Epitope des trimeren Hüllproteins richten und in ausreichender Menge von B-Zellen produziert werden. Etwa 5% der HIV Infizierten entwickeln im Laufe einer unbehandelten Infektion nach vielen Jahren solche breit neutralisierenden Antikörper, ohne aufgrund zahlreich vorhandener Fluchtmutationen selbst davon zu profitieren. Die genauere Ansicht dieser bNAbs offenbarte, dass diese ausgehend von dem B-Zellrezeptor auf der ursprünglichen, naiven B-Zelle und getrieben durch eine Co-Evolution von Virus-Escape und B-Zellmaturation eine intensive Affinitätsreifung durchlaufen. Diese manifestiert sich in einer Frequenz an somatischen Hypermutation in den variablen Bereichen der Antikörper und DNA Rearrangements, die verglichen mit der Entwicklung von Antikörpern gegen Oberflächenstrukturen anderer Viren beispiellos ist. Selbst modernste präfusions-stabilisierte HIV-Hüllprotein (Env) Trimere, die mit hohen Affinitäten an die mature Form dieser Antikörper binden, sind nicht in der Lage mit deren naiven Vorläuferversionen zu interagieren.
Wir verfügten zu Beginn des Projektes über ein nach biochemischen/biophysikalischen und immunologischen Kriterien sorgfältig ausgewähltes präfusions-stabilisiertes Hüllprotein Trimer (ConCv5). Dieses Env Trimer konnten wir auf der Grundlage eines in silico Protein Designs so modifizieren (ConCv5-GT; GT germline (gl) targeting), dass wir eine, wenn auch schwache, Bindung an den naiven B-Zellrezeptor (gl) eines bNAb (VRC01; neutralisiert über die Bindung an die Bindestelle für den CD4 Rezeptor, die primäre Eintrittspforte des HIV) zeigen konnten. ConCv5-GT und ConCv5 liegen in GMP Qualität, geeignet für die Testung in klinischen Studien vor
Abschlussbericht
Im Rahmen des Projektes wurden an der TU Braunschweig die Materialien der Projektpartner in elektrochemischen Testzellen und durch mathematische Modellierung auf ihre Leistungsfähigkeit und Stabilität hin untersucht. Die hieraus ermittelten Richtlinien zur Optimierung der Materialien wurden den Projektpartnern zur Verfügung gestellt, wodurch eine Feedbackschleife geschaffen wurde
Schlussbericht zum Verwendungsnachweis eingereicht im Rahmen der BMBF-Förderinitiative "Forschungscampus - öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen" InfectoGnostics 2025
ARGUS: Digitaler Agent für Barrierefreiheit und Chancengleichheit mittels interaktiver Unterstützung Blinder und Sehbehinderter beim Lebensmitteleinkauf
Sachbericht zum Verwendungsnachweis - gefördert durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
Bündnis: rECOmine; Verbundprojekt: Waelue – Wertstoffgewinnung aus Walue-Schlacken; Teilprojekt: Materialuntersuchung und -entwicklung zur Herstellung alkalisch aktivierter Bindemittel aus Waelue-Schlacke – AWAS
Im Rahmen des Teilprojekts AWAS wurde die stoffliche Verwertung von Wälzschlacken aus dem Verbundprojekt Waelue umfassend untersucht, wobei der Fokus auf der mikrostrukturellen Charakterisierung und der energetischen Optimierung für den Einsatz in zementgebundenen Systemen. Ein wesentlicher Teil der Forschungsarbeit widmete sich der mechanischen Aktivierung durch Feinstmahlung, wobei Zielgrößen einer spezifischen Oberfläche nach Blaine von bis zu 11.000 cm² angestrebt wurden, um eine mögliche Reaktivitätssteigerung zu provozieren. Trotz des hohen energetischen Aufwands bei der Aufbereitung belegten die mörteltechnischen Prüfungen an Normprismen gemäß
DIN EN 196-1 über einen Beobachtungszeitraum von 28 Tagen, dass die untersuchte Wälzschlacke keine signifikante puzzolane oder latent-hydraulische Eigenreaktivität aufweist.
In der Folge konzentrierten sich die Untersuchungen auf die Eignung der Schlacke als Gesteinskörnung, wobei die physikalischen Vorteile der Materialstruktur in den Vordergrund rückten. Hierbei zeigte sich, dass die Wälzschlacke aufgrund ihrer vorteilhaften Oberflächenmorphologie und hohen Eigenfestigkeit der Partikel der herkömmlichen Quarz-Referenz deutlich überlegen ist. Die Analysen zur Interfacial Transition Zone (ITZ) verdeutlichten einen verbesserten mechanischen Verbund zwischen der Zementsteinmatrix und der Schlackenoberfläche, was zu einer messbaren Steigerung der Druckfestigkeiten in den Mörtelsystemen führte. Durch diesen strategischen Schwenk konnte nachgewiesen werden, dass die energetisch aufwendige Feinstmahlung für eine hochwertige Verwertung nicht erforderlich ist, was die Ökobilanz des angestrebten Verwertungsweges signifikant verbessert. Das Projekt AWAS validiert damit die stoffliche Nutzung von Wälzschlacken als nachhaltige und leistungsfähige Ressource, die einen direkten Beitrag zur Ressourcenschonung leistet und die wissenschaftliche Basis für eine großtechnische Umsetzung in der Baustoffproduktion
schafft. Die Ergebnisse dokumentieren den erfolgreichen Transfer von der Grundlagenanalytik hin zu einer anwendungsorientierten Materialoptimierung unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Rahmenbedingungen
Abschlussbericht zu dem Verbundvorhaben im Rahmen der Ausschreibung "Anonymisierung für eine sichere Datennutzung"
Das Verbundvorhaben "SynthiClick: Anonymisierung und Synthese von Clickpfaden und Verhalten im Web" adressiert das Spannungsfeld zwischen dem hohen Analysewert granularer Nutzungsdaten und den damit verbundenen Datenschutzrisiken. Ziel des Projekts war die Entwicklung von Methoden zur Erzeugung synthetischer, eigenschaftstreuer Web-Nutzungsdaten, die für Analyse- und Forschungszwecke nutzbar bleiben und zugleich das Risiko der Re-Identifikation bzw. Offenlegung sensibler Informationen reduzieren. Hierzu wurden Verfahren zur synthetischen Generierung von Click-Traces und Sessions, Metriken zur Bewertung von Datengüte und Privacy-Utility-Trade-offs sowie Angriffsszenarien zur Quantifizierung von Identifizierbarkeitsrisiken entwickelt und in einem End-to-End-Framework zusammengeführt. Als wesentliches Transferergebnis wurde ein webbasierter Demonstrator aufgebaut, der synthetische und reale Web-Traffic-Daten auf Basis einer großen, praxisnahen Datenbasis vergleichend visualisiert und quantitativ bewertet. Das Projekt zeigt, dass sich synthetische Nutzungsdaten als vielversprechender Ansatz für datenschutzsensitivere Analysen digitaler Medienangebote eignen und schafft zugleich eine Grundlage für weiterführende Forschung und praktische Verwertung, unter anderem durch Open-Source-Artefakte, wissenschaftliche Publikationen und den Transfer in nachgelagerte Vorhaben
MINT-ProNeD – „Professionelle Netzwerke zur Förderung adaptiver, prozessbezogener, digitalgestützter Innovationen in der MINT-Lehrpersonenbildung“
Das Verbundprojekt MINT-ProNeD förderte die Entwicklung eines integrativen Konzepts zur MINTLehrkräftebildung mit Schwerpunkt auf digital gestützte, adaptive Förderung prozessbezogener Kompetenzen. Neun Hochschulen aus drei Bundesländern arbeiteten dabei in den Netzwerken Fortbildungen, Unterrichtsentwicklung und -beratung sowie Future Innovation Hub zusammen, unterstützt durch eine zentrale Disseminationsstruktur mit offenen Bildungsressourcen (OER). Das Heidelberger Teilvorhaben, koordiniert von der Heidelberg School of Education, erzielte zentrale Ergebnisse in der Entwicklung adaptiver, digital gestützter Unterrichtskonzepte für Mathematik und Informatik sowie in der Erstellung forschungsbasierter, modularer Fortbildungsangebote und frei zugänglicher OER-Materialien. Ergänzend führten die enge Kooperation mit der Regionalstelle des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung, der Aufbau regionaler Schulnetzwerke und Professioneller Lerngemeinschaften (PLGen) sowie ein speziell auf die Projektanforderungen zugeschnittenes Evaluationskonzept zu einer nachhaltigen Verankerung der Projektmaßnahmen in Forschung und Praxis, deren Ergebnisse in einem Sammelband des Kompetenzverbunds lernen:digital veröffentlicht werden