Applied Cybersecurity & Internet Governance Repository
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Abschlussbericht
Im Forschungsprojekt wurde ein neuartiger Ansatz zur Anonymisierung personenbezogener Gesundheitsdaten mittels sogenannter digitaler Avatare entwickelt und erprobt werden. Gesundheitsdaten aus unterschiedlichen Quellen (Kliniken, niedergelassene Ärzte, Labore, Hörakustiker usw.) sollen in einem dezentralen, geschützten Datenraum zusammengeführt werden. Auf konkrete Anfrage werden daraus Daten mit definierten Merkmalen entnommen und zu künstlichen, anonymen Personenprofilen aggregiert, die keinen Rückschluss auf reale Datenspender zulassen. Zentrales Element des Konzepts ist ein transparenz- und einwilligungsbasiertes Nutzungsmodell, das fallbezogene Entscheidungen der Datenspender ermöglicht und das Prinzip der Datensparsamkeit konsequent umsetzt. Die treuhänderische Verwaltung der Daten ist dabei durch eine neutrale, gemeinnützige Organisation vorgesehen.
Die ISMA AG brachte den Use Case Hörgesundheit in das Projekt ein. In Hörakustikfachbetrieben sowie angrenzenden medizinischen Einrichtungen werden täglich umfangreiche Hörgesundheitsdaten erhoben, deren Potenzial zur Verbesserung individueller Therapien, zur Prävention und zur evidenzbasierten Weiterentwicklung der Hörversorgung bislang nur eingeschränkt genutzt werden kann. Ziel des Projekts war es daher, die Voraussetzungen für eine sichere, datenschutzkonforme und patientenzentrierte Nutzung dieser Daten innerhalb eines geschlossenen Datenraums zu schaffen und zugleich Transparenz, Vertrauen und Bereitschaft zur Datenspende zu fördern
Schlussbericht zum explorativen CoHMed-Projekt "LESSON" (FH-Impuls I)
Im Projekt LESSON (Situationsspezifisches Emotionstraining – Learning Emotions: Situation Specific Online) hat die Hochschule Furtwangen die Basistechnologie entwickelt und evaluiert, die erforderlich ist, um Emotionen zu erfassen und darzustellen und deren Einbettung in eine Spieleumgebung erprobt. Dies soll Personen mit eingeschränkten emotionalen Fähigkeiten dabei helfen, die Gefühle anderer Menschen besser zu verstehen. Ziel des Projekts LESSON war es, ein Emotionstraining für Menschen mit Autismus gestützt durch den Einsatz moderner Technologien, zu entwickeln. Das interaktive, digital unterstützte Training soll ihre sozialen Fähigkeiten und ihr Verständnis für Emotionen verbessern. Ein wesentlicher Bestandteil der Methode ist der Einsatz von 3D-Avataren, die verschiedene Emotionen ausdrücken und mit den Nutzern interagieren. Das Projekt LESSON kombiniert auf einzigartige Weise bestehende mit neuen Komponenten. Neu ist, dass die Anwendung die emotionale Reaktion der Nutzer auf die entwickelten Avatare in interaktiven Szenen aus dem täglichen Leben erkennen kann und ihnen Hinweise gibt, wie sie ihre Reaktion in Zukunft verbessern könnten. Für die Technologie eröffnen sich verschiedene Anwendungsmöglichkeiten, auch jenseits von Menschen mit Autismus: von der Managerschulung bis hin zu allgemeinen Edutainment-Anwendungen
Abschlussbericht
Kläranlagen zählen mit rund 3,37 TWh Strom im Jahr 2017 zu den größten kommunalen Energiefressern, sodass sie im Jahr 2018 ca. 978.000 t CO2 ausstießen. Trotz dieser Tatsache zeigen Benchmarking-Studien der letzten zwei Jahrzehnte, dass der Energieverbrauch im Abwassersektor nur langsam zurückgeht. Ursache ist, dass sich Know-How bei großen Anlagenbetreibern ballt und die alternde Demographiestruktur bei Kläranlagenbetreibern ein Fachkräftemangel in ländlichen Regionen schafft. Das hat, zusammen mit dem geringen Digitalisierungsgrad und einer geringen Datenhaltung / -Analyse der Prozesswerte, zur Folge, dass Kläranlagen kleinerer Kommunen ausschließlich mit dem Ziel betrieben werden können, die Ablaufwerte sicher einzuhalten und der Energieverbrauch der Anlage vernachlässigt werden muss. Die Projektpartner wollen dieser Herausforderung mit einem neuartigen Lösungsansatz, der Internet-basierten Plattform RECYBA zur Erstellung von cyberphysikalischen Systemen begegnen. Mit diesem Lösungsansatz sind automatische Auswertungen unterschiedlicher Datenquellen, einerseits Handeingaben, andererseits Archivdaten möglich, um schnell und einfach eine visuelle Repräsentation des Stands der eigenen Kläranlage mit den Idealwerten zu erhalten
ATLAS: Datentreuhänder für anonymisierte Analysen in kommunalen Datenräumen; Teilvorhaben: Kryptographische Verfahren für eine pseudonyme und datenschutzfreundliche Datennutzung
Teil I und Teil II des ATLAS Abschlussberichts des HP
Sachbericht - WIR!-Bündnis Vogtlandpioniere "Innovative Technologien zur Bauwerkserhaltung und -nutzung im Vogtland"
Im Verbundprojekt "Photoinduzierte Erzeugung von Singulett-Sauerstoff auf/in verschiedenartigen Materialien zum Schutz von Kulturgütern im Vogtland (Phot-O-Mat)" wird eine neuartige Beschichtungstechnologie entwickelt, um historische Bauwerke sowie deren Ausstattung vor mikrobiellen Schäden zu schützen.
Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Bereitstellung polymerer Trägermatrices zur Beschichtung wertvoller Oberflächen. Dazu zählen Textilien und Innenräume mit historischen Wandverkleidungen und Stuckelementen. Durch den Zusatz bestimmter Photosensibilisatoren (PS) sind die Beschichtungssysteme in der Lage, unter Lichteinwirkung energiereichen Singulettsauerstoff (1O2) zu generieren und damit effektiv Mikroorganismen und Schadstoffe zu deaktivieren. Zugleich soll ein Demonstrator eines mobilen Messgeräts zur Verfügung stehen, der die Detektion der wirksamen Sauerstoffspezies direkt vor Ort möglich macht
Schlussbericht des Verbundprojektes
Das Forschungsprojekt SKAMO zielt darauf ab, eine flexible, zukunftsfähige Monitoring- und Optimierungsplattform für technische Anlagen und Energiesysteme großer Liegenschaften zu entwickeln, wobei der Flughafen München als realer Demonstrator dient. Schwerpunkte sind die Entwicklung energieeffizienter mioty-fähiger Sensoren und Adapter, ein sicheres Device Management über den gesamten Lebenszyklus sowie eine semantisch strukturierte Datenbasis, die automatische Konfiguration digitaler Services ermöglicht. Eine leistungsfähige Cloud/IoT-Infrastruktur dient als technisches Rückgrat und unterstützt die Integration aller Komponenten. Durch den Demonstratorbetrieb wird die Praktikabilität der Lösungen im operativen Umfeld geprüft, um Energieeffizienz zu steigern, Betriebsfehler frühzeitig zu erkennen und eine langfristige Digitalisierungsstrategie zu unterstützen.
Planung und Umsetzung berücksichtigen eine heterogene Infrastruktur des Flughafens (verschiedene Systeme, Zähler, Automationsplattformen) sowie strenge regulatorische Vorgaben (IT-Sicherheit, Datenschutz, Verschlüsselung, Cyber Resilience Act). Das Vorhaben gliedert sich in mehrere Arbeitspakete: Entwicklung intelligenter mioty-Sensorik (Zähleradapter, Sensorboxen, Funkmodule) inklusive sicherer Firmware-Updates; Device Management (Registrierung, kryptografische Parameter, Betriebnahme; Node Brander, Provisioning Center); ontologiebasierte Datenbasis (Metadaten zu Gebäuden, Anlagen, Sensoren; Erweiterungen durch externe Ontologien); Verknüpfung mit Betriebswerten in der Cloud/IoT-Plattform; Entwicklung von Prognosemodellen und automatischen Monitoring-Funktionen; Demonstratorbetrieb zur Validierung.
Wissenschaftlich/technisch wird auf mioty, OMS over mioty, N5GEH-Architektur, RDF/OWL/SHACL, Brick/QUDT/SSN/SOSA sowie interne Ontologien (ESIM, BAF, Risk) aufgebaut. Sichere Firmware-Updates nutzen bestehende Ansätze wie MCU-Boot. Ergebnisse basieren auf Publikationen, Normen und Open-Source-Komponenten; Praxisdaten des Flughafens München fließen direkt in das Systemmodell ein. Die Zusammenarbeit umfasst Flughafen München GmbH, Fraunhofer IIS, Fraunhofer EAS, WEPTECH und Volue, ergänzt durch Workshops und Messeauftritte zur Förderung von Forschung, Industrie und Öffentlichkeit
Schlussbericht Fördervorhaben "BMSmart"
Das Verbundvorhaben BMSmart (01/2021–06/2025) adressiert zentrale Herausforderungen beim Betrieb moderner Batteriegroßspeicher im Multi-Use-Einsatz. Ziel des Teilprojekts der TU Dresden war die Entwicklung eines technologie- und anlagenunabhängigen Bewertungs- und Entscheidungsrahmens, mit dem Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Alterung von Batteriegroßspeichern konsistent analysiert und optimiert werden können.
Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass konventionelle Betriebsstrategien Batteriegroßspeicher häufig als aggregierte Einheiten behandeln und strangspezifische Effizienz- und Alterungseffekte unzureichend berücksichtigen. Dadurch bleiben wirtschaftliche Potenziale ungenutzt und es werden konservative Betriebspuffer notwendig. Um diese Lücke zu schließen, wurde ein generisches, strukturiertes Simulationsmodell entwickelt, das Batteriegroßspeicher von der Zell- bis zur Anlagenebene abbildet und reale Betriebs- sowie Marktdaten integriert.
Darauf aufbauend entstand ein Simulationswerkzeug, das die reproduzierbare Bewertung unterschiedlicher Energie- und Strangmanagementstrategien ermöglicht. Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der Entwicklung eines mehrkriteriell optimierenden Multi-Use-Energie- und Strangmanagements, das Marktteilnahme, Effizienz und Alterung gemeinsam berücksichtigt.
Aufgrund eines brandbedingten Ausfalls des ursprünglich geplanten Demonstrators wurden die methodischen Entwicklungen am Referenzobjekt Dresden Süd sowie durch umfangreiche simulationsgestützte Funktionsnachweise validiert. Die Ergebnisse zeigen, dass durch dynamische regel- und optimierungsbasierte Strategien sowohl wirtschaftliche als auch technische Verbesserungen erzielt werden können, ohne die Lebensdauer der Batterien nachteilig zu beeinflussen.
Die entwickelten Methoden sind übertragbar auf weitere Batteriegroßspeicher und bilden eine belastbare Grundlage für zukünftige Forschungs-, Entwicklungs- und Anwendungsprojekte
Sachbericht zum Verwendungsnachweis
Das Projektvorhaben BETTERWHEAT vereinte interdisziplinäre Partner aus Wissenschaft und Industrie mit hervorragendem Know-how in der Weizenforschung. Durch die Kombination modernster innovativer Verfahren der Genomik, Proteomik sowie Phänotypisierung der Qualitätseigenschaften wurden im vorgeschlagenen Projekt Grundlagen von Qualitätseigenschaften im Kontext sich verändernder Umwelt- und Anbaubedingungen
aufgeklärt. Dabei ging es um mehrere Themenschwerpunkte, die vor Projektbeginn in der Branche intensiv diskutiert wurden. Kann die Qualität von Weizen besser und vor allem schneller eingeschätzt werden? Wie hängen die verschiedenen Teig- und Backeigenschaften mit agronomischen Merkmalen sowie Inhaltsstoffen zusammen? Können durch den Nutzen moderner –omik Technologien wie Genomik, Proteomik, Spektrometrie und Nutriomik Merkmalszusammenhänge besser verstanden und evtl. in Zukunft besser gezüchtet bzw. entlang der Wertschöpfungskette gehandelt werden