Zeitschrift für Inklusion
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    Wahrgenommene Belastungen und Ressourcen von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen während des ersten COVID-19-bedingten Lockdowns in Deutschland: Erste Ergebnisse einer internationalen Befragung

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    Schwerpunkt dieses Beitrags ist die Untersuchung individueller Erfahrungen, die nach dem ersten pandemiebedingten Lockdown im Jahr 2020 von insgesamt 129 Personen mit und ohne Beeinträchtigungen beschrieben wurden. Das Daten-, bzw. Textmaterial wurde mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse und einem induktiven Ansatz ausgewertet. Identifiziert werden konnten die vier Themenbereiche (1) Einschränkungen, Belastung, Unsicherheit, Sorge; (2) Neubewertung und Ressourcen; (3) Wegfall von alltäglichen Stressoren, Entschleunigung und (4) Unzufriedenheit mit politischen Entscheidungen, Umgang mit anderen Denk- und Handlungsweisen. Dabei erwiesen sich bestimmte Aspekte wie Gesundheitsversorgung, körperliche Unversehrtheit oder fehlendes Kontrollerleben als besonders relevant für Personen mit Beeinträchtigungen oder Unterstützungsbedarf. Die Ergebnisse dieser Teilstudie bestätigen und ergänzen bisherige Forschungsbefunde zu pandemiebedingten Herausforderungen und Ressourcen

    Solange du gut passt: Intersektionale Analysen zur Überlagerung von Rassifizierung durch Fähigkeit

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    Im Artikel wird ein ableistisch und rassistisch codiertes Bild aus einer Fußball-Integrationskampagne hinsichtlich der darin eingeschriebenen Intersektion der beiden Ordnungen analysiert. Der methodologische Wert der Analyse zeigt sich im Aufschlüsseln der Überlagerung der Rassifizierung durch Fähigkeit – und zwar als prekäre, weil zeitlich und räumlich begrenzte Neutralisierung der rassistischen Ordnung. Die methodologischen Schlüsse werden auf Schule und insbesondere Inklusive Bildung übertragen

    Reflexionen zur Auseinandersetzung mit Inklusion im Kontext von Kunst- und Sachunterrichtsdidaktik

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    Das Thema Inklusion ist in der Forschung zu inklusivem Kunst- und Sachunterricht inzwischen relativ breit aufgenommen und in beiden Fächern in je eigener Weise konzeptualisiert. Fragen von Inklusion und Exklusion sind in beiden Fächern trotz einiger Parallelen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, Zielsetzungen und Positionierungen verhandelt worden. Damit deutet sich bereits an, dass die inklusionsbezogenen Forschungsstände und -desiderate in den Fächern teils sehr unterschiedlich sind – wir werden dies nachfolgend detaillieren. Dabei werden wir u. a. zeigen, dass mit Blick auf den Beginn der fach- bzw. disziplinbezogenen Auseinandersetzungen mit inklusiver Bildung für die Kunst- und Sachunterrichtsdidaktik von teils sehr divergent verlaufenden Entwicklungen gesprochen werden kann. In einem ersten Schritt werden wir dazu die Genese der Diskurse um Inklusion in der Kunst- und Sachunterrichtsdidaktik nachzeichnen. Es schließen sich Ausführungen zu unterschiedlichen Inklusionsverständnissen in den beiden Fächern und deren Implikationen für die Theoriebildung an, um von hier aus den Stand der Forschung zu inklusiver Kunst- und Sachunterrichtsdidaktik zusammenzufassen. In einem nächsten Schritt werden wir auf fachspezifische und gleichsam fächerübergreifende Herausforderungen eingehen. Dabei werden wir skizzieren, dass bei aller Unterschiedlichkeit das Ästhetische und insbesondere die ästhetische Forschung, als didaktische Strategie inklusiven Unterrichts, als Bindeglied zwischen Kunst- und Sachunterricht(sdidaktik) dienen kann. Auch verweisen wir auf Problemverkürzungen, die sich u. E. für die Kunst- und Sachunterrichtsdidaktik gleichermaßen feststellen lassen, bevor wir unseren Beitrag mit einigen (Forschungs-)Perspektiven schließen

    Barrierefreie Webseiten: Eine Analyse der Webpräsenzen deutscher Fachhochschulen

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    Einleitung und Zielstellung: Barrierefreie Zugänglichkeit zu Webangeboten ist seit der UN-BRK ein Grundrecht für Menschen mit Beeinträchtigung. Wie sich die Barrierefreiheit von Fachhochschulwebseiten tatsächlich gestaltete und ob es unterschiedliche Typen der Webpräsenzen gab, sollte ermittelt werden. Methodik: Es wurden die Webpräsenzen von 207 deutschen Fachhochschulen analysiert. Die Barrierefreiheit der Webseiten wurde über den WAB-Score dargestellt, der mithilfe der Daten des AChecker Online Tools, das die Verletzungen zur WCAG 2.0 Richtlinie prüft, berechnet wurde und dem eigens entwickelten Informationsindex, der standardisiert die angebotenen Informationen zum barrierefreien Studium ermittelt hat. Ergebnisse: Eine Two-Step-Clusteranalyse zeigte den unterschiedlichen Umsetzungsstand der Barrierefreiheit, dabei konnten drei Hochschultypen hinsichtlich barrierefreier Websites ermittelt werden: die Nachzügler (66), die Zurückhaltenden (71) und die Vorreiter (54). Ein guter Stand der Barrierefreiheit der Website ging mit einem niedrigen WAB-Score (0,00-0,25 Punkte) und einem hohen Informationsindex (32-38 Punkte) einher, was überwiegend bei staatlichen Hochschulen mit vielen Studierenden verortet war (Vorreiter). Im Gegensatz dazu wiesen die privaten Fachhochschulen mit wenig Studierenden sowohl einen mangelhaften WAB-Score (?41,53 Punkte) als auch Informationsindex (?17,5 Punkte) auf (Nachzügler). Im Mittelfeld lagen die überwiegend kirchlichen Hochschulen (Zurückhaltende). Diskussion und Schlussfolgerungen: Die meisten Webpräsenzen der Fachhochschulen zeigen Verbesserungsbedarf sowohl hinsichtlich der technisch barrierefreien Gestaltung als auch bezogen auf die Verfügbarkeit von Informationen zum barrierefreien Studium. Die gefundenen Typen der Fachhochschulen zeigen einen Trend auf, bei dem besonders die privaten Fachhochschulen eine geringere Barrierefreiheit als die staatlichen Hochschulen aufwiesen

    Mit dem Schwersten beginnen — Über Inklusion und Intersektionalität

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    Dieser Beitrag verbindet zwei Erörterungen, die auf den ersten Blick so scheinen mögen, als hätten sie nichts miteinander zu tun. Der erste Teil widmet sich (inter-)disziplinären, systematischen und methodischen Erörterungen zu abwegigen und umwegigen Möglichkeiten, Inklusion und Intersektionalität zusammen zu denken, also auf das Thema der Ausgabe „Inklusion und Intersektionalität“ auf einer abstrakten Ebene einzugehen. Der zweite Teil dreht sich um die ganz praktische gemeinsame Intuition in beiden Feldern, dass man mit dem Schwersten beginnen sollte. Im dritten Teil werden diese zwei Erörterungen zu einer gemeinsamen Pointe geführt

    „[So] wie ich auf die Welt blicke, ist Klasse eine wichtige Kategorie [. . . ]“ : ein Interview mit Francis Seeck zu Intersektionalität, (Anti-)Diskriminierung und Klassenfragen

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    Der Beitrag basiert auf einem Interview mit Kulturanthropolog*in, Geschlechterforscher*in und Antidiskriminierungstrainer*in Dr. Francis Seeck und wirft Fragen nach (der Relevanz von) Differenzkategorien, der Aktualität von Klasse und intersektionalen Perspektiven auf

    Elternwahlrecht – Sichtweise von Eltern von Kindern mit Behinderungen

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    Das Elternwahlrecht, das ursprünglich für Kinder mit Behinderung seitens der Gesetzgebung als Weichenstellung für die Ermöglichung des Besuchs einer Allgemeinen Schule intendiert war, wird zunehmend von deren Eltern als Option für die Sonderschule betrachtet. In einer qualitativen Studie wurden dazu sowohl Eltern befragt, deren Kinder eine Allgemeine Schule als auch Eltern, deren Kinder eine Sonderschule besuchen. Für beide Gruppen ist die Aufrechterhaltung des Elternwahlrechts und in der Folge der Sonderschule von großer Bedeutung. Begründet wird dies meist mit erheblichen Mängeln des inklusiven Schulsystems, wie z.B. soziale Ausgrenzung, segregierter Unterricht oder mangelnde Förderung, aber auch mit entlastenden Angeboten von Sonderschulen. Der Beitrag stellt die Äußerungen der Eltern detailliert vor und diskutiert sie vor dem Hintergrund der Verpflichtung zur Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems auf allen Ebenen

    Inklusive Didaktik und Bildungsgerechtigkeit – eine Verhältnisbestimmung

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    Dieser Beitrag zielt auf die Reflexion des Verhältnisses von einer an Inklusion orientierten Didaktik und Bildungsgerechtigkeit. Dafür wird zunächst auf Basis des Konstrukts der Anerkennungsgerechtigkeit definiert, was Bildungsgerechtigkeit aus inklusionspädagogischer Perspektive bedeuten kann und wie – mit Blick auf wen oder was – Schule und Unterricht gerecht zu gestalten sind. Der anschließende Rückbezug auf prominente didaktische Modelle des 20. Jahrhunderts illustriert, wie Fragen der Bildungsgerechtigkeit traditionell aus allgemeindidaktischer Perspektive erörtert werden und welche Schnittmengen mit inklusionsorientierten Fragestellungen existieren. Daraufhin wird das „Didaktische Modell für inklusives Lehren und Lernen“ (DiMiLL) als Heuristik herangezogen: Anhand des Prozessmerkmals Partizipation in Verschränkung mit den Strukturelementen des DiMiLL wird analysiert, inwieweit eine inklusionsorientierte Didaktik Bildungsgerechtigkeit zu fördern vermag respektive konzeptionell mit dieser einhergeht. Abschließend werden potenzielle Forschungsfragen adressiert, die aus der produktiven Verschränkung der jeweiligen Diskurse Gegenstand zukünftiger Untersuchungen werden könnten

    Zur Relevanz von Widersprüchen im Kontext akademischer Wissensproduktion für Inklusion

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    Unter der Annahme eines relationalen Verhältnisses von Inklusion und Exklusion widmet sich unser Beitrag den Bedingungen an Hochschulen, unter denen wissenschaftliche Erkenntnisse zum Themenfeld Inklusion generiert werden. Mit Blick auf die Exklusivität des tertiären Bildungssektors sowie allen damit verbundenen Konsequenzen und Widersprüchen erörtern wir aus wissenschaftssoziologischer und wissenschaftstheoretischer Perspektive, welche Ansprüche an die Politizität der Inklusionsforschung gestellt werden (müssen)

    Schulische Teilhabe von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf aus Elternsicht

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    Unter der Zielsetzung schulischer Inklusion stellt die Etablierung tragfähiger Bildungs- und Erziehungspartnerschaften einen wichtigen Faktor für gelingende schulische Teilhabe dar. Dabei werfen tertiäre Herkunftseffekte jedoch spezifische Problemstellen auf. Dies wird entlang vorliegender Befunde zu elterlichen Erwartungen und Erfahrungen hinsichtlich der Leistungsentwicklung und der sozialen Integration ihrer Kinder sowie der damit verbundenen Kooperation zwischen Elternhaus und Schule expliziert. Im zweiten Teil werden Ergebnisse einer quantitativ-empirischen Analyse auf Basis von Survey-Daten der Sondererhebung des Soziökonomischen Panels „Familien in Deutschland“ (SOEP-FiD) zur schulischen Performanz, der Beteiligung an schulischen Aktivitäten sowie wahrgenommenen Anpassungsproblemen von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SPF) an den institutionellen Rahmen der Grundschule aus Sicht ihrer Eltern referiert und diskutiert. Im Vergleich zu Kindern ohne festgestellten Unterstützungsbedarf zeigt sich erwartungsgemäß eine deutlich negativer beurteilte schulische Performanz. Überraschend ist jedoch, dass sich das Engagement der Eltern von Kindern mit und ohne SPF aber auch die Teilhabe der Kinder an schulischen Aktivitäten nicht signifikant unterscheiden. Dies wird hinsichtlich möglicher Chancen wie Problemstellen für die schulische Teilhabe aus Elternsicht abschließend diskutiert

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