Zeitschrift für Inklusion
Not a member yet
    543 research outputs found

    Intersektionalität als Thema der Sonder- und Inklusionspädagogik

    No full text
    Der Beitrag zeichnet das ‚Einwandern‘ des ‚Travelling Concepts‘ Intersektionalität in die deutsche Sonder- und Inklusionspädagogik nach, das vor ca. 10 Jahren einsetzt. Ausgehend von den drei Anwendungszusammenhängen des Intersektionalitätskonzepts (intersektionaler Analyserahmen, theoretisches und methodologisches Paradigma, politische Interventionen) lässt sich bilanzieren, dass diskursive Debatten über die Reichweite und den Inhalt von Intersektionalität als theoretisches Modell oder Paradigma eine dominante Stellung einnehmen. Neben interaktionstheoretischen, macht- und dominanzkritischen Ansätzen findet man vor allem strukturtheoretisch fundierte, gesellschaftskritische Ansätze, die auch Implikationen für pädagogische und politische Interventionen formulieren. Als empirischer Analyserahmen ist Intersektionalität in der Sonder- und Inklusionspädagogik hingegen noch unterrepräsentiert und unterkomplex, was auch den allgemeinen methodologischen und forschungsmethodischen Problemen der kritischen sozialen Ungleichheitsforschung und der erziehungswissenschaftlichen Intersektionalitätsforschung geschuldet ist

    Ain’t I a person? : Oder: Wer spricht wo wann was wie? Zum Verhältnis von Inklusion und Intersektionalität

    No full text
    In welchem Verhältnis stehen Inklusion und Intersektionalität? So lautet die leitende Fragestellung für den nachfolgenden Beitrag. Ausgehend von der ,klassischen‘ feministischen Beschreibung der Intersektionalität von Hautfarbe und Geschlecht bei Kimberley Crenshaw wird im Rekurs auf mehrere Theoretiker:innen (u. a. bell hooks, Gerda Lerner, Donna Haraway und Judith Butler) das Verhältnis von Inklusion und Intersektionalität diskutiert. Dabei steht angesichts der Forschung zu Inklusion vor allem die Problematik der Klassifikation und Kategorisierung (in) einer gegebenen Gesellschaft im Zentrum, indem sozialwissenschaftlich die individuelle Ausprägung von Merkmalen wie auch die notwendige Universalisierung derselben verhandelt wird. In diesem Zusammenhang wird anhand unterschiedlicher Lesarten der ,Matrix of Domination‘ eine breite Begriffspalette von Inklusion und Intersektionalität diskutiert und – im Blick auf den Klassenbegriff – auch deutlich gemacht, dass die äußersten Differenzen durchaus soziologischen Verallgemeinerungen zugänglich sind. Die Frage nach dem jeweiligen Standpunkt bzw. der Sprecher:innenposition von Akteur:innen wird dabei ebenso in den Blick genommen wie die Konzepte von situated knowledges und – mit dem Poststrukturalismus verbundene – Fragen nach der (Legitimität von) Repräsentation. In diesem Kontext stellt sich der aktuellen Forschung zur Inklusion auch die zum Ende hin angedeutete Frage nach der Normativität ihres Diskurses, die dort notwendig wird, wo reine Deskription nicht ausreicht, um tatsächliche Diskriminierung(en) zu verhindern

    Inklusion und Fachlichkeit - Grundschuldidaktik Deutsch und Didaktik der Physik im Gespräch

    No full text
    Mit der Grundschuldidaktik Deutsch und der Didaktik der Physik werden zwei in vielerlei Hinsicht unterschiedliche fachdidaktische Domänen in den Blick genommen. Ziel des Beitrags ist ein Vergleich der je eigenen Versuche der beiden Fächer, sich auf die veränderten Ansprüche einer inklusiven Schule konzeptionell einzustellen. Dafür werden zuerst die spezifischen Umgangsformen der beiden Fachdidaktiken mit dem Inklusionsanspruch ausgearbeitet. Im Folgenden werden beide Disziplinen einem systematischen Vergleich unterzogen, der Überschneidungsflächen und disziplinäre Unterschiede bei der fachbezogenen Diskursivierung der inklusiven Pädagogik herauszuarbeiten versucht. Ziel ist es, einerseits Einblicke in die Eigenlogiken der beiden Disziplinen zu bieten, ohne diese zu stark präskriptiv durch fachfremde Ansprüche zu verzerren und strukturelle Differenzen einzuebnen, andererseits aber auch eine moderate Vergleichsstruktur zu ermöglichen, die eine konstruktive und erkenntnisreiche Diskussion des Themas erlaubt

    Inklusion und Transklusion

    No full text
    Ausgehend von einer Rekonstruktionsskizze zum aktuellen Inklusionsdiskurs leistet der Beitrag eine strukturelle Analyse des Begriffsfeldes Inklusion. Er thematisiert Verhältnisbestimmungen von Inklusion und Exklusion, die den (pädagogischen) Inklusionsdiskurs strukturieren. Hierbei werden sowohl Grenzen des etablierten begrifflichen Sets herausgearbeitet, die vor allem in der räumlichen Metaphorik verortet werden, als auch terminologische Weiterentwicklungen diskutiert. Der Begriff Inklusion erhebt Geltungsanspruch für einen Transformationsprozess wie auch dessen Ziel. Dadurch ergeben sich Irritationen im Diskurs. Es wird der Begriff Transklusion entworfen, der einen auf Inklusion ausgerichteten Transformationsprozess von Inklusions-/Exklusionszuständen, die als Interklusionen benannt werden, repräsentiert. Der Begriff Transklusion könnte dazu beitragen, den Inklusionsbegriff sowohl zu entlasten wie auch als Zielbegriff zu schärfen und damit eine Verschiebung der Grenzen unseres Denkens ermöglichen

    Einleitung – Intersektionalität und inklusive Pädagogik

    No full text
    Das Konzept Intersektionalität ist in der erziehungswissenschaftlichen Diskussion um (insbesondere schulische) Inklusion noch eher neu, die Anzahl an entsprechenden Publikationen bisher vergleichsweise übersichtlich. Die Diskussion wird in der letzten Zeit aber zunehmend intensiver. Geprägt wurde der Terminus im US-amerikanischen Black Feminism Ende der 1980er Jahre ausgehend von einer Reihe von Gerichtsverfahren. Mitte der 2000er-Jahre wurde er – zunächst eher vereinzelt – im deutschsprachigen Diskurs um Feminismus und die Kategorie Gender aufgegriffen und ab etwa 2010 dann auch in der Erziehungswissenschaft immer breiter rezipiert und hier mit unterschiedlichen Ungleichheitskategorien in Verbindung gebracht. Im Kontext der deutschsprachigen Inklusionsforschung ist mittlerweile nicht nur eine ganze Reihe von Büchern und verstreuter Aufsätze, sondern auch Themenhefte und ein Themenstrang in unterschiedlichen Fachzeitschriften erschienen, die sich dem Konzept widmen. Dabei wird Intersektionalität sowohl als theoretisches Paradigma, als (optische) ‚Linse‘ im Sinne eines Sensitizing Konzeptes oder auch (im Rahmen der intersektionalen Mehrebenanalyse) als methodische Herangehensweise diskutiert

    Wirklich so unterschiedlich? Ein Vergleich der Zugänge zu Inklusion in der Sport- und Mathematikdidaktik

    No full text
    Der Beitrag nimmt einen Vergleich der Zugänge zu Inklusion zweier Fächer vor, die auf den ersten Blick relativ unterschiedlich beschrieben werden können. Während Mathematik häufig als überwiegend kognitives Fach angesehen wird, sticht Sport dem gegenüber vor allem durch einen Körper- und Handlungsbezug hervor. Zudem wird dem Sportunterricht eine besondere Emotionalität zugeschrieben, während mit Mathematikunterricht eher logisches Denken und spezifische Rationalitätsformen assoziiert werden. Vor dem Hintergrund des gemeinsam verfolgten schulischen Bildungsauftrags, mit einem besonderen Fokus auf dem Bestreben einer Weiterentwicklung inklusiven Unterrichts, werden die aktuellen Diskurse beider Fächer im Hinblick auf Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten untersucht. Hierzu werden die fachlichen Kontexte beider Fächer zunächst einzeln beleuchtet und mit Blick auf um fachkulturelles Selbstverständnis, verfolgte fachliche Bildungs- und Erziehungsziele sowie fachdidaktisch-konzeptionelle Rahmungen verglichen. Auf dieser Grundlage wird herausgestellt, worin je die Besonderheiten inklusiven Sport- und Mathematikunterrichts gesehen werden sowie welche konzeptionellen Ansätze von inklusivem Unterricht (einschließlich didaktischer Implikationen) sich im jeweiligen fachdidaktischen Diskurs nachzeichnen lassen. Ausgehend von einem Vergleich der Zugänge zu Inklusion beider Fächer werden abschließend Implikationen und neue Perspektiven skizziert

    Figurierungen von Gefährlichkeit.: Ungleichheitsverhältnisse entlang von Behinderung, Klasse, Ethnizität und Geschlecht

    No full text
    Verschiedene Figuren von Gefährlichkeit können im Alltag insbesondere von männlichen Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SpF) an Schulen in sozial deprivierter Lage einen Ankerpunkt für Subjektivierung bilden. Um zu verstehen, warum sich jene Jugendlichen bspw. als kriminelle Subjekte zeichnen oder sich anderer Figuren von Gefährlichkeit bedienen, scheint ein verstärkter Blick auf weitere Ungleichheitsverhältnisse relevant. Der Beitrag bemüht eine intersektionale Perspektive, die zeigt, dass die spezifischen Figurierungen als Verwobenheit verschiedener Ungleichheitsdimensionen gedeutet werden können und diese letztlich mit komplexen, mehrschichtigen Exklusions- und Stigmatisierungserfahrungen in Zusammenhang stehen

    Perspektiven auf inklusiven Unterricht: Das Verhältnis der Inklusiven und Allgemeinen Didaktik

    No full text
    Im Beitrag wird nach der Beziehung der Inklusiven Didaktik und der Allgemeinen Didaktik gefragt. Wenn ihre Perspektiven auf inklusiven Unterricht betrachtet werden, stellt sich zentral die Frage, ob es sich lediglich um (temporär) getrennte oder zusammenführbare Perspektiven handelt. Folgende zwei Fragestellungen leiten sich grundlegend ab: Wie inklusiv ist Allgemeine Didaktik? Wie allgemein ist Inklusive Didaktik? Davon ausgehend wird im Beitrag die zweite Frage fokussiert, d. h. wir untersuchen ausgewählte Modelle bzw. Theorien der Inklusiven Didaktik in ihrem Bezug zu allgemeindidaktischen Modellen/Theorien. In der abschließenden Diskussion versuchen wir auf dieser Basis dem Verhältnis der beiden Perspektiven näher zu kommen und insbesondere das Spezifische der inklusionsdidaktischen Modelle bzw. Theorien herauszuarbeiten. Der Beitrag zeigt, dass Fragen der Inklusiven Didaktik denen der Allgemeinen Didaktik gleichen, jedoch die berücksichtigten Faktoren im Rahmen der inklusionsdidaktischen Perspektive vielfach anders akzentuiert und vertieft werden

    Rationalitätsanspruch und Subjektorientierung - Über Herausforderungen und Chancen von Inklusion in den Fächern Philosophie und Geschichte

    No full text
    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Chancen inklusiver Bildung in den didaktischen Diskursen der Fächer Philosophie und Geschichte. Dabei stellt er wesentliche Differenzen, aber auch Schnittpunkte sowie Möglichkeiten für einen interdisziplinären Austausch heraus. Dies wird vor allem anhand der Betrachtung des jeweiligen Verhältnisses zwischen dem Rationalitätsanspruch und der Berücksichtigung der subjektiven Bedürfnisse der Lernenden entfaltet. Dabei werden unterschiedliche Ebenen des Denkens und Lernens in Geschichte und Philosophie zwischen diskursiver Rationalität und Narrativität thematisiert, wobei sich in beiden Fächern die Bedeutung der Sprache und die damit verbundene Anforderung eines sprachsensiblen Unterrichts herausstellt. Über die bereits vorliegenden geschichts- und philosophiedidaktischen Ansätze und Studien hinaus werden sodann noch offene Fragen formuliert sowie denkbare Forschungsperspektiven ermessen

    Von ‚schlafenden Hunden‘ und ‚guten Eltern‘: Barrieren für die reproduktive Selbstbestimmung von Menschen mit Lernschwierigkeiten

    No full text
    Aktuelle Studien verdeutlichen immer wieder eindrucksvoll die Wirkmacht einstellungsbedingter Barrieren für Eltern mit Lernschwierigkeiten. Es ist davon auszugehen, dass es genau diese Barrieren – geteilte Annahmen über ‚gute‘ Eltern, ‚funktionierende‘ Familien und ‚(Erziehungs-)Unfähigkeiten‘ von Menschen mit Behinderungen – sind, die nicht nur Einfluss auf ihre Elternschaft an sich, sondern auf ihre reproduktive Selbstbestimmung insgesamt, nehmen. Vor diesem Hintergrund möchte der Beitrag auf der Grundlage von Erkenntnissen aus der empirischen Sozialforschung bedeutsame Hindernisse skizzieren und diskutieren

    55

    full texts

    543

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    Zeitschrift für Inklusion
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇