Zeitschrift für Inklusion
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Inklusive Didaktik im Sachunterricht: Chancen und Herausforderungen am Beispiel des Science Camp der Kinderuniversität Halle. Erfahrungen aus einem interdisziplinären Kooperationsprojekt
Der Beitrag thematisiert ein allgemeines sowie sachunterrichtliches Verständnis von Inklusion und zeigt Widerspruchslagen in Bezug auf die Realisierung von Inklusion in der BRD auf. Insbesondere wird die Rolle von Bildungsstandards und von Kompetenzmodellen kritisch in den Blick genommen. Was inklusiver Sachunterricht sein kann, wird anhand eines Praxisbeispiels expliziert. Dazu werden ausgewählte Evaluationsergebnisse und konkrete Einblicke in das Projekt Science Camp 2011 der Kinderuniversität Halle dargestellt. Das Konzept eines inklusiven Sachunterrichts wird theoretisch aufgearbeitet und durch ein didaktisches Planungs- und Handlungsmodell für inklusiven Sachunterricht untermauert
Jahrgangsübergreifender und inklusiver Unterricht in der Praxis
Ein Ansatz inklusiver Unterrichtsgestaltung stellt das Lernen in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen dar. In Anlehnung an den Schulentwicklungsprozess der Römerstadtschule in Frankfurt am Main, hin zu einer inklusiven und jahrgangsgemischten Schule, werden in diesem Artikel zentrale Elemente aus der Unterrichtspraxis dargestellt
Assessmentkonzepte für die inklusive Schule – eine Bestandsaufnahme
Der vorgesehene inklusive Umbau des Schulsystems in den Bundesländern eröffnet der sonderpädagogischen Diagnostik die Möglichkeit, sich vom Etikettierungs-Ressourcen-Dilemma zu emanzipieren und das langjährige Versprechen einzulösen, diagnostische Arbeit in den Dienst von „Indikation, Planung, Durchführung, Kontrolle und Evaluation von Fördermaßnahmen" (Kornmann/Meister/Schlee 1983) für alle Kinder zu stellen. In diesem Beitrag erfolgt eine Bestandsaufnahme theoretischer Ansätze, es werden Qualitätskriterien und methodische Herausforderungen diskutiert sowie ausgewählte diagnostische Verfahren vorgestellt
Kooperatives Lernen und Peer Tutoring im inklusiven Unterricht
Kooperatives Lernen und Peer Tutoring zählen zur peer-mediierten Instruktion, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sich Schülerinnen und Schüler im Unterricht beim Erwerb von Wissen und von Fertigkeiten gegenseitig unterstützen. Die Hauptmerkmale von kooperativem Lernen und von Peer Tutoring werden skizziert, deren Potenziale und Herausforderungen für den inklusiven Unterricht werden aufgezeigt und es werden empirische Befunde zur Umsetzung von kooperativem Lernen und von Peer Tutoring in inklusivem Unterricht dargestellt
Vom Reichtum inklusiven Unterrichts - Sechs Ressourcen zur Weiterentwicklung
In der Diskussion zur UN-Behindertenrechtskonvention lässt sich derzeit eine Tendenz zur Konzentration auf Umsetzungsschwierigkeiten und strukturelle Barrieren beobachten. Hiervon ausgehend wird im vorliegenden Beitrag zunächst begründet, warum Inklusion keine gänzlich neue Herausforderung, sondern eine historisch gewachsene Aufgabe von Bildungssystemen insgesamt ist. Auf dieser Basis wird dann der Blick gezielt auf Ressourcen und Anknüpfungspunkte zur Gestaltung inklusiven Unterrichts gerichtet, damit diese Eingang in professionelles Handeln von Lehrkräften in der Praxis finden können
Über die Entkernung der Behindertenrechtskonvention Ein deutsches Trauerspiel in 14 Akten, mit einem Vorspiel und einem Abgesang
Unterrichtsgestaltung als Gegenstand pädagogischer Diagnostik: Die erweiterte Perspektive für die inklusiv orientierte Pädagogik
Die ersten Ansätze zu einer konsequent nicht kategorisierenden pädagogischen Diagnostik wurden in der Bundesrepublik Deutschland Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts bekannt. Sie beinhalten eine entschiedene Abkehr von solchen Fragestellungen und Methoden, die, in der Tradition der Differenziellen Psychologie stehend, ausschließlich auf individuelle Merkmale gerichtet sind und systemische Einflüsse, insbesondere solche der Unterrichtsgestaltung, ausblenden. Trotz ihrer großen Bedeutung für solche Kinder, die Probleme mit verschiedenen unterrichtlichen Anforderungen haben, fanden diese Ansätze im Bereich der sonderpädagogischen und pädagogischen Diagnostik kaum Beachtung. Immerhin aber wurden ihre Grundlagen im Kontext der empirischen Unterrichtsforschung weiterentwickelt. Die dabei gewonnenen Ergebnisse können zu einem erweiterten Verständnis von Pädagogischer Diagnostik führen, welches im Zuge der Bemühungen um eine inklusiv ausgerichtete Unterrichtsgestaltung erhebliche Vorteile gegenüber den traditionellen individuumzentrierten Ansätzen bietet.
Die Bedeutung von Kooperation für eine inklusive Pädagogik
Ausgehend von Feuser’s Kernthese zur Entwicklungslogischen Didaktik wird im Artikel explizit auf die Kooperation eingegangen. Dazu wird auf die soziale Angewiesenheit des Menschen verwiesen. Kooperation wird unter den Aspekten gemeinsamer Handlungen in einem sozialen Raum entwickelt. Die Tendenz, Kategorien zu bilden und Menschen Kategorien wie z.B. Fremdheit und Ähnlichkeit zuzuordnen, wird beschrieben. Damit wird klargelegt, dass Kooperation einen ethischen Reflexions- und Bezugsrahmen braucht, um inklusive Prozesse vorantreiben zu können
Praxeologische Unterrichtsforschung und ihr Beitrag zu inklusivem Unterricht
Der Artikel setzt sich mit den Möglichkeiten einer praxeologischen Unterrichtsforschung für die Untersuchung von inklusivem/integrativem Unterricht auseinander. Die Herausforderung, der Erziehungswissenschaft, v.a. der didaktischen Theoriebildung, methodologische und methodische Herangehensweisen bereit zu stellen, die es ermöglichen, die Umsetzung bzw. Gestaltung eines inklusiven Unterrichts zu hinterfragen und zu reflektieren, wird damit aufgegriffen. Dieser Aufsatz widmet sich der Frage, welchen Beitrag die praxeologische Unterrichtsforschung zur Reflexion und kritischen Auseinandersetzung von Unterricht leisten kann, der inklusiv gestaltet wird bzw. werden soll. Diese Überlegungen werden entlang der theoretischen Ausarbeitungen Karl Mannheims zu konjunktiven Erfahrungen und der auf ihnen aufbauenden methodologischen und methodischen Vorgehensweisen der dokumentarischen Methode herausgearbeitet. An einem Beispiel wird das rekonstruktive Vorgehen konkretisiert. So kann gezeigt werden, dass die praxeologische Betrachtung von Unterricht eine sehr differenzierte Perspektive auf dessen komplexe Gestaltung erkennbar werden lässt. Dabei wird ein Verständnis von Unterricht und Inklusion deutlich, das eine Reflexion beider in den sie rahmenden gesellschaftlichen und institutionellen Bezügen notwendig macht
Barometer of Inclusive Education – Konzept, methodisches Vorgehen und Zusammenfassung der Forschungsergebnisse ausgewählter europäischer Länder
Der Beitrag fasst das Konzept, die Methode und ausgewählte Forschungsergebnisse des europäischen Projektes pathways to inclusion (P2i) zur inklusiven Bildung und Erziehung von Menschen mit Behinderungen zusammen. Das Projekt wurde von der EU Kommission finanziert und von der europäischen Schirmorganisation European Association Of Service Providers For Persons With Disabilities (EASPD) koordiniert. Um einen Überblick über die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Praxis und die aktuellen Entwicklungen bezüglich inklusiver Bildung und Erziehung zu bekommen, wurde eigens ein Forschungsinstrument (Barometer of Inclusive Education) entwickelt und in 10 EU-Ländern angewandt. Die Kriterien für das Barometer wurden vom Artikel 24 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) abgeleitet. Die Methode folgt der Idee der Open Method of Coordination und basiert auf einer Einschätzung bestimmter Kriterien durch Expert/-innen. Der Beitrag stellt ausgewählte Ergebnisse dieser Einschätzungen vor. Das Barometer hat sich als ein effektives Werkzeug für Datenanalysen und Einschätzungen bewährt