Zeitschrift für Inklusion
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Gemeinsames Arbeiten im Gemeinsamen Lernen: Aktuelle Herausforderungen an Professionelles Handeln und Kooperieren in inklusiven Schulen
Die derzeitige gesellschaftliche und schulische Situation birgt zahlreiche Herausforderungen für das professionelle Handeln und Kooperieren von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften, insbesondere in inklusiven Schulen. Diese bedürfen neben einer auskömmlichen Ausstattung auch einer entsprechenden Qualifikation des Personals und angemessener Kooperationsstrukturen, damit das gemeinsame Arbeiten im Gemeinsamen Lernen langfristig gelingen und das Versprechen einer gleichberechtigten Teilhabe an Bildung aller Kinder und Jugendlichen eingelöst werden kann. Ohne entsprechende Konzepte und Maßnahmen drohen Qualitätsverluste der schulischen Bildungs-, Erziehungs- und Integrationsarbeit sowie Risiken der Deprofessionalisierung, wenn das aktive Lehrpersonal überlastet und die Qualifikation der Quer- und Seitensteiger:innen sowie des weiteren unterstützenden Personals als zusätzliche Aufgabe an dieses herangetragen wird
Kinderperspektiven auf Raum in der inklusiven Grundschule
Der Raum gilt als eine zentrale Bedingung von sozialen Beziehungen und Lernprozessen in der Schule. Im erziehungswissenschaftlichen Diskurs kommt Raum, auch als Schulraum, vermehrt Aufmerksamkeit zu. Hierbei geht es auch darum, wie Inklusion und Exklusion über die Kategorie Raum verhandelt werden. Gleichzeitig findet eine Forschung mit Kindern als Expert*innen ihrer Lebenswelt in aneignungstheoretischen Ansätzen im Raumdiskurs Anschlusspunkte. Vor dem Hintergrund einer inklusiven Perspektive geht es hier um die Möglichkeit zur Raumaneignung aller. Die Ergebnisse der im Beitrag vorgestellten qualitativ-empirischen Studie zur Kinderperspektive auf Raum in der inklusiven Grundschule zeigen, dass der Schulraum zwar durchaus vorstrukturierende Wirkungen aufweist, aber auch Möglichkeiten für selbstbestimmte Aktivitäten schafft. Die Befunde werden hinsichtlich ihrer Implikationen für die pädagogische Praxis in inklusiven Schulen und die Berücksichtigung von Kinderperspektiven in der erziehungswissenschaftlichen (Schulraum)Forschung diskutiert.
Zusammenfassung in einfacher Sprache:
Räume in der inklusiven Grundschule gestalten
Eine inklusive Grundschule ist für alle Kinder da, auch für Kinder mit Behinderungen. In einer inklusiven Grundschule ist die Gestaltung der Räume sehr wichtig. Denn der Raum hat Einfluss auf das Lernen. Er hat auch Einfluss auf die Beziehungen zwischen den Schüler*innen.
Immer mehr Menschen in der Wissenschaft sprechen darüber, wie wichtig die Räume in der Schule sind. Eine Frage ist zum Beispiel: Wie kann man den Raum so gestalten, dass alle Kinder den Raum gut nutzen können? Denn das ist die Idee von Inklusion.
Wissenschaftler*innen machen zusammen mit Kindern Untersuchungen. Sie untersuchen: Wie sollen die Schulräume sein? Was denken Kinder darüber? Was ist den Kindern wichtig? Die Untersuchungen zeigen: Die Gestaltung eines Raums gibt vor, wie der Raum genutzt wird und was die Kinder im Raum machen können. Es gibt aber genug Möglichkeiten für die Kinder, eigene Aktivitäten im Raum zu machen.
In Einfache Sprache übersetzt von Maria Calo
Participation as mix(t)able. On being human being in contemporary times
Drawing upon materials from project DoT (Delaktighet och Teater; Participation and Theatre) and the think tank DoIT (Delaktighet och Inkluderings tankesmedja; Participation and Inclusionary think tank), this paper aims to explore the nature of belongings, i.e., being human being, in contexts that are flagged as democratic one-society-for-all settings. The curiosity-driven work of theoretical assumptions and doing scholarship from non-mainstream multiple epistemologies in this paper is accomplished through the confluence of the creative dimensions of the performing arts sector and calls for undisciplinary i.e., out-of-the-box thinking within the scholarly enterprise. With the aim of illuminating prerequisites for participation for-all in education, culture and society more broadly, and drawing traction from a loose translation of the Swedish term “mixerbord” i.e., the mixer-table, this paper explores participation in terms of the normality of “mixed” abilities or mix(t)able that marks the human condition. It argues that imaginaries of inclusion and integration build on the taken-for-granted stratification and fixatedness of people’s belongings that in themselves unwittingly curtail and dis/en-able people’s participation in societal arenas. A focus on the banality of participation, rather than on the ideological framings of inclusion or integration that policies and institutional work commonly build on, draws attention to the many-ways-of-being within the matrix of intersectional-complexities, opening for understandings of human beings as always being mix(t)abled, both as individuals and collectives across timespaces. Here the banality of who is positioned by whom, with what aims and purposes, how marginalities are envisaged as being alleviated, and being human being constitutes key issues.
Stichwörter:
Third position/perspective, performing arts, mix(t)able, inclusion, participation, decolonizing, intersectional-complexitie
„Wir dürfen, wir müssen“ – Ambivalenz partizipativer Praktiken am Beispiel einer kleinen österreichischen Grundschule
Die österreichische Grundschule wird als wichtiger Ort für das Erlernen demokratischen Handelns konstruiert, der Unterricht soll zur Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen befähigen. Im Forschungsprojekt „Kleine Grundschulen in Tirol und Südtirol“ wurden insgesamt 15 Fallstudien in den beiden Regionen erstellt. In diesem Beitrag werden die Möglichkeiten und Grenzen partizipativer Praktiken am Beispiel einer kleinen Tiroler Grundschule analysiert. Partizipation zieht sich aus Sicht des Schulleiters „als roter Faden“ durch den Schulalltag. Partizipationsmöglichkeiten gibt es durch die ausgeprägte Form der „Freiarbeit“, durch die „freie Wahl“ der Hausübungen, den „Angeboten“ sowie den Klassenrat. Die Schüler*innen wissen um ihre Freiheiten, sich aussuchen zu dürfen, was sie wann, wo, mit wem und wie lange bearbeiten dürfen, gerade auch im Vergleich mit anderen Schulen. Trotz der engagierten Bemühungen des Kollegiums, in der untersuchten Schule Mitbestimmungsmöglichkeiten zu realisieren, zeigt sich die Ambivalenz der partizipativen Praktiken sehr deutlich
Zwischen Inklusionsprogrammatiken und Exklusionsdynamiken. Ambivalente Ordnungen in Übergangskulturen integrativer Sekundarschulformen
Schulische Inklusion ist auch mit der Perspektive einer Verbesserung beruflicher Teilhabe bei Behinderung und Benachteiligung verknüpft. Bislang ist allerdings wenig zur Vorbereitung und Gestaltung von nachschulischen Übergängen im Kontext inklusiver schulischer Settings bekannt. Der Beitrag setzt daran an und beleuchtet zu Beginn Befunde zu Ungleichheitsdynamiken am Übergang Schule?Beruf und deren Wirksamwerden in der Praxis schulischer Berufsorientierung. Im Anschluss stellen wir das heuristische Konzept der Übergangskultur vor, das auf Grundlage theoretischer Prämissen der reflexiven Übergangsforschung sowie der Schulkulturforschung eine qualitative Mehrebenenanalyse begründet und die Rekonstruktion unterschiedlicher Modi der Gestaltung von Übergängen aus der Sekundarstufe I ermöglicht. Anhand der Fallanalyse einer Integrierten Gesamtschule, die sich in programmatischer Hinsicht als inklusiv versteht und für ihr Inklusionskonzept auch ausgezeichnet wurde, verdeutlichen wir sich verändernde In? und Exklusionsdynamiken und diskutieren die Bedeutung des Konzepts der Übergangskultur für die Übergangsforschung im Kontext von Behinderung und Benachteiligung.
Zusammenfassung in einfacher Sprache:
Übergang von der Schule in den Beruf
Es gibt inklusive Schulen. Das bedeutet: Alle Schüler*innen werden so akzeptiert wie sie sind. Alle lernen gemeinsam. Auch Schüler*innen mit Behinderungen können in diese Schulen gehen.
Man geht davon aus: Vielleicht haben Schüler*innen mit Behinderungen in einer inklusiven Schule später mehr Möglichkeiten. Vielleicht machen sie einen Schul·abschluss. Vielleicht machen sie eine Ausbildung. Oder vielleicht bekommen sie einen festen Arbeits·platz.
Im Text wird eine Schule vorgestellt. Die Schule sagt über sich selbst: Wir sind inklusiv. Die Autor*innen haben festgestellt: In der Schule wird zwar auf Inklusion geachtet. Die Schüler*innen lernen gemeinsam. Aber der Übergang von der Schule zum Beruf wird bei Schüler*innen mit Behinderungen noch zu wenig beachtet. Vor allem bei Schüler*innen mit geistigen Behinderungen. Diese Schüler*innen müssen früher als andere Schüler*innen die Schule verlassen. Dann gehen sie in eine Förder·schule. Und viele Schüler*innen mit geistigen Behinderungen arbeiten später in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen.
Darum müssen sich Schulen weiter mit dem Thema beschäftigen. Schulen müssen stärker mit Betrieben zusammen·arbeiten. Damit die Schüler*innen mehr Möglichkeiten zur beruflichen Teilhabe bekommen.
In Einfache Sprache übersetzt von Maria Calo
Die Prothese als posthumanistische Gefährtin
Ausgehend von einer dekonstruktivistischen Lesart von Verkörperungen fragt der Beitrag nach Prothetik als Supplementierung. Diesem Anliegen folgend besteht die These, dass Prothesen eine uneinholbare Medialität verkörpern und dabei gemäß der Paradoxie des Supplements zugleich einen vollwertigen Ersatz eines Körperteils und einen bloßen Zusatz des Körpers darstellen. Zuletzt entwirft der Beitrag einige Überlegungen zu einer politischen Ethik, die mithilfe eines posthumanistischen Einsatzes das Menschliche (noch einmal) neu zu denken erlaubt. Eine derart ausgerichtete Idee von Inklusion kann es ermöglichen, neue Verkörperungen hervorzubringen, die unter Umständen einer (trans-)humanistischen Vereinnahmung widerstehen können.
Zusammenfassung in Einfacher Sprache:
Über Prothesen neu nachdenken
Im Text geht es um Prothesen. Prothesen sind künstliche Körperteile. Sie ersetzen einen Teil des Körpers, der fehlt.
Im Text wird überlegt: Prothesen werden oft nur als Zusatz zum Körper gesehen. Sie sollen einen Mangel ausgleichen. Aber vielleicht sind Prothesen nicht nur ein Zusatz zum Körper. Sondern vielleicht sind Prothesen ein vollwertiger Ersatz für Körperteile.
Zum Schluss macht der Autor einen Vorschlag: Wir sollten über Menschen und Prothesen auf eine bestimmte Art nachdenken. Diese Art des Denkens nennt man Posthumanismus. Diese bestimmte Art des Denkens kann helfen, Menschen besser einzubeziehen. Das nennt man Inklusion. Inklusion bedeutet, dass alle Menschen dazugehören. Egal, ob sie ein künstliches Körperteil haben oder nicht.
In Einfache Sprache übersetzt von Maria Calow
Autism, Body and Space: How teachers’ ability expectations performatively shape and contain the autistic body in school spaces
This paper deals with the question of how autism is dealt with in and by schools – especially with regard to the claim of (spatial) participation. Based on empirical research, the article examines how teacher expectations of abilities and (learning) behaviour are incorporated and relationally form bodily images of ‘autism’ contrasting the ‘normal’ child in and through school spaces. This eventually results in spatial arrangements. Interview data with teachers from elementary schools in South Germany was gathered and analysed regarding the research question: how are “autistic bodies” narrated by teachers in school and what spatial arrangements are evoked by this? We discuss our findings with reference to Norbert Elias’ works on the process of civilization and Pierre Bourdieu’s understanding of space and the body. We show how, in highly regulated educational organisations such as schools, the “unruly autistic body” is shaped in relation to spatially prefigured behavioural expectations and how a perceived lack of the ‘right (neurotypical) bodily hexis’ of autistic students lead to spatial exclusion and a withdrawal of academic expectations. Turning back to the educational discourse on autism, we propose a paradigm shift regarding teachers’ diagnostic practices
Partizipative (Biographie-)Forschung – Bioecological Model und Tool für einen niederschwelligen Zugang in der Arbeit mit inklusiven Gruppen
Der Anspruch, pädagogische Situationen sowie Forschungskontexte partizipativer zu gestalten, wächst zunehmend. Zugleich zeigt sich dies als sehr voraussetzungsvoll: Mit einer in Forschung sowie Partizipationsprozessen größtenteils unerfahrenen Gruppe gemeinsam zu forschen ist herausfordernd und komplex. In diesem Beitrag wird ein niederschwelliger Zugang zu partizipativer Forschung vorgestellt. Dazu werden neue Überlegungen und Anwendungsmöglichkeiten des von Bronfenbrenner entwickelten Bioecological Model aufgezeigt, das im Kontext eines partizipativen Forschungsprojekts zum Bioecological Tool umfunktioniert wurde. Die Anwendung des Tools wird im Beitrag detailliert erläutert, sodass eine Adaptation durch andere Praktiker:innen und Forscher:innen möglich ist. Das Tool ermöglicht es, eine große Bandbreite an Einflussfaktoren und deren Wechselwirkungen – auch auf systemischer Ebene – aufzuzeigen, die auf die Einzelperson, aber auch die sie umgebenden Systeme wirken. Es eignet sich zur Nutzung in qualitativer partizipativer Forschung sowie in pädagogischen Situationen. So findet es Anwendung in Gruppenkontexten, beispielsweise im Unterricht und im Schulleben, bei außerschulischen Angeboten oder in der Schulentwicklung, aber auch in Einzelkontexten wie in der Biographieforschung oder in Präventions- und Interventionsgesprächen. Im hier dargestellten Anwendungsbeispiel mit Jugendlichen ohne Schulabschluss konnte mit Hilfe des Bioecological Tool aufgezeigt werden, welche diversen Faktoren einen Einfluss auf den schulischen Werdegang einer Person haben können. Es zeigt sich, dass dieses Tool helfen kann, die Komplexität des Forschungsprozesses zu reduzieren und damit einen ertragreichen Prozess zu ermöglichen. Dies ist insbesondere in inklusiv zusammengesetzten Gruppen von Vorteil, indem es beispielsweise Personen mit geringer Schriftsprachenkenntnis erleichtert, am Forschungsprozess teilzunehmen.
Zusammenfassung in Einfacher Sprache:
Eine neue Methode für inklusive Forschung
Im Text geht es um inklusive Forschung. Man kann auch sagen: Partizipative Forschung. Das bedeutet: Forscher und Forscherinnen forschen mit anderen Menschen zusammen. Zum Beispiel: Mit Menschen mit Behinderungen oder mit Schülern und Schülerinnen. Im Text geht es um eine gemeinsame Forschung mit Jugendlichen ohne Schulabschluss.
Inklusive Forschung kann schwierig sein. Denn: Vielleicht haben einige Menschen vorher noch nie geforscht. Dann kennen sie sich nur wenig mit Forschung aus. Oder: Einige Menschen können vielleicht nicht gut lesen oder schreiben.
Deshalb wird im Text eine neue Methode vorgestellt. Diese Methode soll bei inklusiver Forschung helfen. Die Methode heißt: Bioecological Tool. Das ist Englisch. Tool bedeutet: Methode.
Die Methode kann für verschiedene Forschungen und verschiedene Themen genutzt werden. Im Text wird die Methode genau erklärt, damit andere inklusive Forschungsgruppen die Methode auch nutzen können.
In Einfache Sprache übersetzt von Maria Calo
„Let’s talk about …“ – Kooperation zwischen Sozialpädagogischen Fachkräften der Schuleingangsphase und Lehrkräften
Für eine gewinnbringende multiprofessionelle Kooperation an Schulen lassen sich u. a. ein regelmäßiger Austausch sowie eine angemessene Rollenklärung als wesentliche Variablen identifizieren (Griffiths et al., 2021). Allerdings liegen im deutschsprachigen Raum nur wenige Forschungsbefunde bezüglich der Ausgestaltung der Kooperation zwischen Lehrkräften und unterrichtsnah eingesetzten Sozialpädagogischen Fachkräften der Schuleingangsphase (SoFas) vor. In einer Online-Befragung wurden von n = 237 Sozialpädagogischen Fachkräften der Schuleingangsphase Angaben zu Formen des Austausches sowie zur erlebten Rollen- und Aufgabenklärung, Zusammenarbeit, Kommunikation sowie zur Einbindung in die Förderplan- und Elternarbeit erhoben. Zudem gaben sie positive sowie hinderliche Faktoren der Kooperation an. Es wird deutlich, dass interprofessioneller Austausch vor allem in einem informellen Rahmen stattfindet. Die Häufigkeit eines strukturierten Austausches geht mit signifikant höheren Werten hinsichtlich der Rollen- und Aufgabenklärung, Kommunikation, Zusammenarbeit sowie der Einbindung in die Förderplanung einher. Ein klares Aufgabenprofil sowie feste Gesprächstermine bzw. Teamzeiten scheinen zentrale Variablen für eine als gelungen wahrgenommene Kooperation zu sein. Dies muss auf der einen Seite mit Ressourcen ausgestattet werden, sollte aber vor allem zu einem zunehmenden professionellen Selbstverständnis in Schule gehören.
Zusammenfassung in Einfacher Sprache:
Zusammen·arbeit zwischen Lehrer*innen und sozial·pädagogischen Fachkräften
In Schulen arbeiten viele verschiedene Fachkräfte zusammen. Zum Beispiel: Lehrerkräfte und sozial·pädagogische Fachkräfte. Sozial·pädagogische Fachkräfte helfen Kindern im Schulalltag. Zum Beispiel: Wenn Kinder besondere Unterstützung brauchen. Sozial·pädagogische Fachkräfte arbeiten eng mit den Lehrerkräften zusammen.
Es wurde eine Umfrage gemacht. In der Umfrage wurden viele sozial·pädagogische Fachkräfte befragt. Es wurde zum Beispiel gefragt: Wie oft sprechen Lehrkräfte und sozial·pädagogische Fachkräfte miteinander? Wer hat welche Aufgaben? Wie gut klappt die Zusammen·arbeit? Und was hilft oder stört bei der Zusammen·arbeit?
Es wurde herausgefunden: Die sozial·pädagogischen Fachkräfte müssen wissen, was ihre Aufgaben sind. Und es ist wichtig, dass sie regelmäßig mit den Lehrerkräften sprechen. Es muss feste Zeiten geben, in denen sie miteinander sprechen. Dann klappt die Zusammen·arbeit besser.
Dafür braucht die Schule genug Zeit. Aber es ist auch wichtig, dass alle zusammenarbeiten möchten.
In Einfache Sprache übersetzt von Maria Calo
Diversität und Partizipation in der inklusionspädagogischen Praxis
Ausgangspunkt des Beitrags ist die Beobachtung von Diversität als ein Alltagsphänomen. Hiervon ausgehend werden gesellschaftliche Debatten um den Themenkomplex Inklusion-Teilhabe-Behinderung analysiert und eingeordnet. Behinderungserfahrungen und die Anerkennung des Anspruchs behinderter Menschen auf volle Teilhabe und Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Inklusion werden als Auslöser dafür betrachtet, dass eine menschenrechtsbasierte soziokulturelle Perspektive auf den genannten Themenkomplex in den vergangenen Jahrzehnten eine stärkere Berücksichtigung in Öffentlichkeit und Politik fand. Die soziale Dynamik dieser Debatten und sozialen Bewegungen der nun rechtlich fixierten Ansprüche behinderter Menschen, etwa in der UN-Behindertenrechtskonvention und die Anforderungen an Bildungseinrichtungen, welche aus diesen resultieren, werden in dem Beitrag mit den alltäglichen und institutionellen sozialen Einbettungen von Diversität zueinander in Beziehung gesetzt. Zusammengeführt werden in dem Beitrag diskurstheoretische, alltagsanalytische sowie systemtheoretische Elemente, welche die Folgeprobleme und -implikationen funktionaler Differenzierung unter ungleichen Bedingungen für Individuum, inklusionspädagogische Praxis sowie Gesellschaft insgesamt offenlegen und zur Diskussion stellen.
Zusammenfassung in Einfacher Sprache:
Vielfalt und Inklusion
Im Text geht es um Vielfalt. Vielfalt ist überall im täglichen Leben. Und es geht um Inklusion. Inklusion bedeutet: Alle Menschen sollen die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben. Alle Menschen sollen das Recht haben, an der Gesellschaft teilzunehmen. In unserer Gesellschaft gibt es seit vielen Jahren Diskussionen zu den Themen Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. In den Diskussionen geht es viel um die Frage: Wie kann man Inklusion gut umsetzen?
Menschen haben ein Recht auf Inklusion. Dafür gibt es Gesetze. Es gibt zum Beispiel die UN-Behindertenrechtskonvention. Dort steht: Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf Selbstbestimmung. Sie sollen die gleichen Möglichkeiten bekommen.
Im Text geht es auch um Bildung und Bildungseinrichtungen. Bildungseinrichtungen sind zum Beispiel Kitas und Schulen. Diese Einrichtungen sollen dafür sorgen, dass alle Menschen dabei sein können. Und dass alle Menschen die gleichen Möglichkeiten bekommen. Doch das ist nicht immer einfach. Obwohl Menschen ein Recht darauf haben. Im Text geht es um die Probleme, die daraus entstehen. Und es geht um die ungleiche Behandlung von Menschen.
Der Text zeigt verschiedene Blickwinkel zu den Themen Inklusion, Vielfalt und Behinderungen. Im Text geht es zum Beispiel um den Alltag von Menschen, um wissenschaftliche Theorien und um die Gesellschaft.
In Einfache Sprache übersetzt von Maria Calo