Zeitschrift für Inklusion
Not a member yet
    543 research outputs found

    Inklusion – von der Unkenntnis zur Unkenntlichkeit!? - Kritische Anmerkungen zu einem Jahrzehnt Diskurs über schulische Inklusion in Deutschland

    No full text
    Der folgende Text nimmt die Entwicklung des Diskurses über schulische Inklusion und seine bildungspolitischen, verbandlichen und wissenschaftlichen Teildiskurse im Hinblick auf Veränderungen innerhalb der vergangenen zehn Jahre kritisch in den Blick. Dabei geht er insbesondere auf interessengeleitete und als Bewältigung einer Krisensituation interpretierbare Phänomene ein und zeigt in einem Ausblick, wie bildungspolitisch und wissenschaftlich am Thema schulische Inklusion angemessen weitergearbeitet werden kann

    Der Umgang mit besonderen Bedürfnissen im Bildungswesen

    No full text
    Ausgehend von der begrifflichen Klärung sonderpädagogischer Förderbedarf und besondere Bedürfnisse wird in einem ersten Schritte die Differenz zwischen Integration und Inklusion herausgearbeitet, um anschließend ein Verständnis von Inklusionspädagogik zu entwickeln. Um Letzteres zu charakterisieren, wird sich sowohl auf theoretische Konzepte als auch auf die Wirkung von gemeinsamen Unterricht - Ergebnissen von empirischen Studien - bezogen. Inklusion impliziert bei dem momentan bestehenden österreichischen Bildungssystem sowohl bildungspolitische Herausforderungen, Veränderungen in der LehrerInnenausbildung und auch in der Ressourcenverteilung u.v.a.m., diese werden abschließend in dem Beitrag dargestellt

    Über Beschreibung und Klassifikation hinaus: Zum Verhältnis von Theorie und Praxis in empirischer Inklusionsforschung

    No full text
    Sowenig sich Theorie genügen kann, ohne eine Reflexion auf ihre praktischen Implikationen, ihre soziale Bedeutung und empirische Relevanz, sowenig werden empirische Daten in einem epistemischen Vakuum erhoben und analysiert: Für das Methodenverständnis zur Erhebung und Analyse empirischer Daten ist es entscheidend, inwieweit zur Geltung kommt, dass in empirischer Inklusionsforschung vermitteltes Wissen um die soziale Bedingtheit ihrer Modelle der Beschreibung, Erklärung und Deutung eingeht. Mein Beitrag beabsichtigt beide Perspektiven miteinander zu vermitteln: eine Inklusionsforschung, die um ihre praktischen Implikationen weiß und eine sozial-, kultur- wie sprachwissenschaftlich informierte Methodologie (Differenz, Performativität, Diskurs)

    Inklusion und Milieus in schulischen Organisationen

    No full text
    Dieser Aufsatz widmet sich der Präzisierung des Begriffs schulischer Inklusion aus dem Blickwinkel der praxeologischen Wissenssoziologie. Die damit verbundene wegweisende Unterscheidung von kommunikativ-generalisiertem Wissen und konjunktiven Erfahrungen wird anhand der theoretischen Ausarbeitungen Nohls für den organisationalen Zusammenhang der Schule erläutert. Sie stellt die Grundlage für die Rekonstruktion von Inklusions- und Exklusionsprozessen einer Peerkonstellation als Teil des schulischen Organisationsmilieus dar. So kann gezeigt und für die Differenzierung des Begriffs von Inklusion in der Betrachtung schulischer und unterrichtlicher Prozesse festgehalten werden, dass Zugehörigkeit und Ausschluss sich auf der expliziten kommunikativen Ebene ebenso finden wie im Bereich konjunktiver Erfahrungen. Werden diese, in der Praxis zusammenspielenden, Ebenen in die Reflexion/Rekonstruktion schulisch-unterrichtlicher Inklusion einbezogen, kann ein detailliertes Bild der komplexen Situation von Unterrichtsmilieus nachgezeichnet werden, die am Anspruch der Inklusion ausgerichtet sind. Die bestehende Forschungslücke in diesem Bereich wird deutlicher, so die Komplexität des Unterrichtsmilieus in seiner Gänze gefasst wird, also neben der Peerkultur die Milieus der Lehrpersonen und die Unterrichtsfächer in die Rekonstruktion einbezogen sind

    Eine gesellschaftskritische Haltung in der Inklusionsdebatte als grundlegende Voraussetzung für den Einsatz eines Instruments wie den Index für Inklusion

    No full text
    Dieser Beitrag befasst sich mit der grundlegenden Fragestellung, was einem Instrument für eine inklusive Entwicklung, wie dem Index für Inklusion, vorausgehen muss. Hierzu wird auf die Integrations- und Inklusionsdebatte eingegangen und aufgezeigt, dass sowohl gesellschaftsanalytische als auch gerechtigkeitstheoretische Aspekte nicht unberücksichtigt bleiben dürfen. Für eine gelingende Inklusion sind nicht die Akteure in der pädagogischen Praxis allein verantwortlich, gesellschaftliche Fehlentwicklungen durch eine zunehmende neoliberale Ausrichtung stehen einer gelingenden Inklusion im Weg. Dies gilt es in der Inklusionsdebatte zu berücksichtigen und zu kritisieren. Der Einsatz eines Instrumentes wie dem Index für Inklusion ohne dabei auf diese gesellschaftlichen Fehlentwicklungen Bezug zu nehmen würde die falschen Zeichen setzen

    Qualitätsbedingungen schulischer Inklusion für Kinder und Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung

    No full text
    Im Artikel werden die wesentlichen Ergebnisse eines vom Landschaftsverband Rheinland in Auftrag gegebenen Forschungsprojektes mit dem Titel „Gelingensbedingungen für den Ausbau gemeinsamer Beschulung (schulische Inklusion) und Sicherung des bestmöglichen Bildungsangebots (Art. 24, 2e der UN-Konvention) von Schülern mit dem Förderbedarf körperliche und motorische Entwicklung“ (Laufzeit 06/2010-07/2012) vorgestellt. Die Arbeit besteht aus drei Teilen: Eine Literaturrecherche und Synthese aus allen nationalen und internationalen empirischen Studien, die in den letzten 40 Jahren zur Integration von Schülern mit körperlichen und komplexen Behinderungen veröffentlicht wurden (Walter-Klose, 2012), 84 Interviews mit Lehrern, Eltern und Schülern und eine Befragung von mehr als 4000 Schülern, Eltern und Lehrern sowohl aus Förderschulen als auch allgemeinen Schulen über die Erfahrungen, Meinungen und Einstellungen zum Lernen in Integrationsklassen. Die Ergebnisse betonen die Bedeutung der Wahrnehmung der individuellen Bedürfnisse der Schüler mit körperlichen und komplexen Behinderungen und die Notwendigkeit, schulisches Lernen und dessen Organisation anzupassen, wenn inklusive Beschulung gelingen soll

    Ganztagsschulentwicklung auf der Basis des Index für Inklusion – ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit Schulen im Land Sachsen-Anhalt

    No full text
    Der folgende Text beschreibt ein mehrjähriges Forschungs- und Entwicklungsprojekt, bei dem anfänglich acht und später sieben allgemeine Schulen in recht unterschiedlichen Situationen zunächst zwei Jahre durch externe Moderatorinnen begleitet und dann ein weiteres Jahr in ihrer autonomen Weiterarbeit hin zu mehr Inklusivität als Ganztagsschule beobachtet werden. Die Begleitforschung dokumentiert die vielfältigen Prozesse und Ergebnisse und wertet sie individuell in Schulprofilen sowie mit ihren schulübergreifenden Gemeinsamkeiten und Unterschieden aus

    Die Lernenden helfen einander

    No full text
    Ein Problem des sonderpädagogischen Förderbedarfs besteht in folgender Paradoxie: Man will beim Lernen helfen, schafft aber die ungünstigsten Voraussetzungen für diese Hilfe, indem man eine Person als hilfsbedürftig herabstuft. Deshalb ist ein entscheidender Maßstab für das Gelingen von Inklusion, ob Menschen mit Beeinträchtigungen nur als Hilfe Empfangende gesehen oder auch als Helfende anerkannt werden. Dass wir Menschen lebenslang auf Hilfe angewiesen sind, ist eine anthropologische Konstante. Die zentrale Bedeutung der „Hilfe zur Selbsthilfe“ für die geistige Entwicklung ist experimentell gut belegt. Die Bedeutung, die das spontane Bedürfnis zu helfen für die geistige Entwicklung Heranwachsender hat, ist dagegen noch immer wissenschaftliches Neuland. Der Text geht der Frage nach: Inwieweit ist es prinzipiell möglich, in pädagogischen Prozessen Kreisläufe der gegenseitigen Hilfe und Förderung so zu organisieren, dass niemand nur Hilfe empfängt, sondern auch sich selbst als hilfreich erleben kann

    Es gibt keine richtige Pädagogik in falschen gesellschaftlichen Verhältnissen. Widerspruch als Grundkategorie einer Behinderungspädagogik

    No full text
    Behinderungspädagogik ist ein Kunstwort, das wir im ersten Teil des Aufsatzes als Bezeichnung vorschlagen, um jene in Ansätzen der Integrativen Pädagogik, der Inklusiven Pädagogik sowie der Disability Studies diskutierten Maximen und Prinzipien zu fassen, die unseres Erachtens für eine pädagogische Auseinandersetzung mit Nicht-Behinderung unerlässlich sind. Das politische Begehren einer Behinderungspädagogik besteht hierbei darin, für weniger gewaltvolle Handlungsweisen aller einzutreten, Behinderung als spezifisches Potential und nicht als Defizit zu verstehen, Behinderung zugleich als machtvolle Konstruktion einer oppositionellen Gegenüberstellung deutlich zu machen und zu schwächen sowie den radikalen Umbaus der Routinen, der Strukturen, des Habitus gesellschaftlicher Institutionen zu fordern, vorzubereiten und durchzuführen. Im zweiten Teil des Aufsatzes markieren wir zwei Widerspruchsverhältnisse, die jeder Behinderungspädagogik inhärent sind. Sowohl das Engagement für die Teilhabe derjenigen, die unter dem Unterschiedsschema „Behinderung“ aus relevanten gesellschaftlichen Bereichen (partiell) ausgeschlossen sind, als auch der Einsatz für die Anerkennung von Selbstverständnissen und Lebensweisen, die gesamtgesellschaftlich marginalisiert und herabgewürdigt sind, bestärken Herrschaftsverhältnisse; sie sind zugleich unumgängliche Einsätze unter Bedingungen des hegemonialen Unterscheidungsprinzips Behinderung

    55

    full texts

    543

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    Zeitschrift für Inklusion
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇