Zeitschrift für Inklusion
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    Inklusive Schule gestalten durch inklusive Lehrerbildung

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    Der Beitrag soll die Notwendigkeit einer veränderten Lehrerbildung auf dem Weg zur Einlösung des Rechts auf inklusive Bildung aufzeigen und die Erfahrungen der Autoren mit einem interdisziplinären Seminar der Schul- und Sonderpädagogik an der Universität Würzburg, das unter dem Titel „Inklusive Schule gestalten“ Studierende des Lehramtes für Sonderpädagogik und der Lehrämter an Regelschulen zusammenführt, aufzeigen. Im Mittelpunkt des Beitrags soll dabei die Frage nach dem Umgang mit Heterogenität in der Schule und den daraus ableitbaren Konsequenzen für die universitäre Lehrerbildung stehen

    Ressourcen und Barrieren für Inklusion an Hochschulen Eine qualitative Untersuchung zu Sichtweisen von Studierenden und Lehrenden an deutschen Hochschulen

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    Der vorliegende Beitrag stellt Ergebnisse einer Untersuchung zu Einstellungen von Lehrenden und Studierenden zum Thema Inklusion an Hochschulen vor und eröffnet so Einblicke in Ressourcen und Barrieren für eine inklusive Hochschule. Grundlage der Untersuchung sind Gruppendiskussionen mit Lehrenden und Studierenden deutscher Hochschulen. Die Ergebnisse werden im Folgenden anhand der Ebenen Kultur, Struktur und Praxis (Booth et al. 2011) vorgestellt. Auf der Ebene der Kultur zeigt sich, dass eine prinzipielle Offenheit gegenüber einer weiteren Öffnung von Hochschulen besteht und sowohl Studierende als auch Lehrende Chancen in einer wachsenden Heterogenität der Studierendenschaft sehen. Deutlich wird jedoch auch, dass Inklusion oft mit der Perspektive verbunden wird, sich auch „Schwachen“ gegenüber zu öffnen und diese aus einer moralischen Motivation heraus „mitziehen“ zu müssen. Auf struktureller Ebene werfen die Diskussionsteilnehmer*innen die Frage auf, wie der Zugang zum Studium insgesamt organisiert und innerhalb des Studiums die Benotung im Sinne von Inklusion gelöst werden können. Zudem wird eine größere Flexibilität von Studienverläufen als wichtige Voraussetzung für die Öffnung für neue Studierendengruppen gesehen. Auf der Ebene der Praxis schließlich nennen die Diskutanden viele Ansatzpunkte für eine am Prinzip der Inklusion orientierte Hochschuldidaktik, wobei Individualisierung, Partizipation und Kooperation von Studierenden als zentrale Merkmale Bausteine angesehen werden. Damit verbunden ist jedoch auch die Befürchtung, dass die individuelle Belastung der Lehrenden, die heute schon als hoch empfunden wird, weiter steigen könnte. Der Beitrag schließt mit weiterführenden Fragen, deren Klärung durch Forschung einerseits aber auch im Kontext gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse andererseits für die Umsetzung von Inklusion an Hochschulen ansteht

    Inklusion an Hochschulen - Studieren mit Behinderung und chronischer Erkrankung - Daten, Fakten, rechtliche Rahmenbedingungen

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    Im Sommersemester 2012 haben laut Untersuchungen des Deutschen Studentenwerks (2013) 7% der Studierenden eine studienerschwerende Gesundheitsbeeinträchtigung angegeben. Insbesondere Studierende mit einer psychischen Erkrankung / Behinderung beschreiben sich in deutlich höherem Maß in ihren Studienmöglichkeiten beeinträchtigt. Die im Juni 2013 durchgeführte Befragung der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung des Deutschen Studentenwerkes (2014) sowie die Evaluation der Empfehlungen der Hochschulrektorenkonferenz im März 2013 konnten belegen, dass das Thema Inklusion an Hochschulen bzw. Studieren mit Behinderung und chronischer Erkrankung inzwischen in vielen Hochschulen präsent ist und sich entsprechende, insgesamt aber sehr unterschiedliche Unterstützungsstrukturen entwickelt haben. An der Universität Würzburg kommt der Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung eine bedeutende Rolle in der Unterstützung Studierender mit Beeinträchtigung zu. Das Projekt Promotion-inklusive ist ein erster Schritt Absolventinnen und Absolventen mit Behinderung im Rahmen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung die Möglichkeit einer Promotion zu bieten

    Sexualität und Selbstbestimmung bei geistiger Behinderung? Ein Diskurs-Problem!

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    Der vorliegende Beitrag soll das Thema ‚selbstbestimmte Sexualität bei geistiger Behinderung‘ problematisieren. Entgegen der in der Sonderpädagogik/Disability Studies oft sehr praxisna-hen Herangehensweise, soll die Thematik hier (diskurs-)theoretisch beleuchtet werden. Dazu wird sich der ‚Sexualität‘ und ‚Selbstbestimmung‘ zunächst einzeln auf einer begrifflichen Ebene genähert. Im Zuge dessen wird aufgezeigt, dass beide einen je eigenen Aushandlungs-prozess beschreiben, der wiederum in einem stetigen Aushandlungsprozess mit dem jeweils anderen steht. Grundlegend wird davon ausgegangen, dass sich Subjekte im Spannungsfeld zwischen inneren (Subjektebene) und äußeren Diskursansprüchen (gesellschaftlich-normative Ebene) wiederfinden, die sich zu großen Teilen einer rationalen Steuerung entziehen. Die Wirkmächtigkeit der gesellschaftlichen Diskurse um Sexualität und Selbstbestimmung, so eine zentrale These des Beitrags, kommt im Falle von als ‚geistig behindert‘ konstruierten Subjek-ten in restriktiver Art und Weise zum Tragen und führt in der lebenspraktischen Konsequenz dazu, dass ‚geistige Behinderung‘, und damit auch die gegenwärtigen Problemlagen der Um-setzung einer selbstbestimmten Sexualität von Menschen mit geistiger Behinderung, stetig reproduziert werden. Der Beitrag problematisiert schließlich, dass Hilfesysteme (aus ‚der Son-derpädagogik‘), wie zum Beispiel die sogenannte Sexualassistenz, zwar vorteilhaft und le-benspraktisch wünschenswert sein können, gleichzeitig aber den Menschen mit geistiger Be-hinderung ausschließenden Diskurs reproduzieren. Abschließend argumentiert der Artikel de-konstruktionslogisch hinsichtlich der Exklusion von Menschen mit geistiger Behinderung und versteht sich im Fazit als ein theoretisches Inklusionsplädoyer

    Behinderung als demokratische Konstruktion. Zum objektiven Sinn und ‚cultutral impact‘ der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

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    Der vorliegende Beitrag führt eine kritische Auseinandersetzung mit der 2008 in Kraft getretenen UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Dabei wird der Blick von der oberflächlichen Rezeption des manifesten Inhalts auf die latenten Bedeutungsstrukturen des ‚Textes‘ verlagert und unter anderem den Fragen nachgegangen, welche objektive Konstruktion von Behinderung der Konvention zugrunde liegt und inwiefern diese in Relation mit einem ‚demokratischen Grundverständnis‘ steht. Entgegen des verbreiteten Meinungsbildes kommt der Autor zu dem Schluss, dass innerhalb der UN-Konvention ein demokratiespezifisches Bild von Behinderung vorherrscht, das mittels der weltweiten Sendungskraft der UN global verbreitet und im Zuge der Ratifizierung durchgesetzt wird. Das implizite Bestreben zur transnationalen Etablierung eines westlich-demokratisch geprägten Behinderungsbegriffs geht einher mit einer mehr oder minder indirekten Aufforderung zur Demokratisierung nicht-demokratischer Länder, sodass die Ratifizierung der Konvention durch nicht-demokratische Länder auch einen ‚cultural impact‘ mit sich bringt. Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen lässt sich demnach auch als kulturimperialistisch anmutender Akt bezeichnen

    Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Kontext von frühkindlicher Inklusionspädagogik

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    Am 14. Oktober 2013 veranstalteten das Sozialpädagogische Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) und die Bildungsinitiative QUEERFORMAT den Fachtag „Vielfalt fördern von klein auf - Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt als Themen frühkindlicher Inklusionspädagogik“ in den Räumen des SFBB im Jagdschloss Glienicke in Berlin. Etwa 70 Kita-Fachkräfte und Kita-Leitungen fanden sich ein, um sich über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt als Themen frühkindlicher Inklusionspädagogik zu informieren, den kollegialen Austausch zu suchen und neue Impulse für die Praxis zu erhalten. Den inhaltlichen Einstieg ins Thema Inklusionspädagogik bildete der hier abgedruckte Vortrag von Stephanie Nordt und Thomas Kugler, Bildungsreferent_innen der Bildungsinitiative QUEERFORMAT. Sie machen in ihrem Beitrag deutlich, welche Bedeutung die Themen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt schon für die frühkindliche Bildung haben und wie wichtig ein umfassender inklusiver Umgang mit sozialer Vielfalt in der pädagogischen Praxis der Kitas ist. Die Dokumentation des Fachtags finden Sie hier: http://www.queerformat.de/fileadmin/user_upload/news/Fachtagsdoku_WEB.pd

    Nachteilsausgleiche für Studierende mit Beeinträchtigungen bei Lehrveranstaltungen, Prüfungen und Fristen – Ein Überblick

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    Das deutsche Hochschulsystem ist durchaus „inklusiv“ angelegt, da unabhängig vom Vorliegen von Beeinträchtigungen alle Studierenden formal Zugang zu den gleichen Lehrveranstaltungen und Prüfungen haben. Die Anwendung der für alle geltenden Regelungen kann jedoch für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit zu erheblichen Nachteilen oder Erschwernissen führen. Für diese Gruppe werden daher seit vielen Jahren insbesondere bei Prüfungsbedingungen durch einzelfallbezogene Anpassungen chancengleich gestaltet („Nachteilsausgleich“). Der Beitrag gibt auf der Grundlage rechtlicher Vorgaben und eigener praktischer Erfahrungen einen Überblick über das Thema „Nachteilsausgleiche bei Lehrveranstaltungen, Prüfungen und Fristvorgaben“ für Studierende mit Beeinträchtigungen. Dafür wird zuerst die Gruppe „Studierende mit Beeinträchtigungen“ skizziert. Danach folgt eine Einordnung des Konzepts „Nachteilsausgleich“ vor dem Hintergrund der UN-BRK. Darauf aufbauend werden dann ausführlich Grundlagen, Voraussetzungen, Verfahren und Maßnahmen des Nachteilsausgleichs bei Prüfungen und Fristvorgaben dargestellt. Unter Bezug darauf erfolgt die Darstellung von Grundlagen und Maßnahmen des Nachteilsausgleichs bei Lehrveranstaltungen

    »In meiner Klasse würde ich mich nicht outen!« – Wider der Heteronorm(alis)ierung am Beispiel des Schulaufklärungsprojekts LiebesLeben

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    Tagein, tagaus begegnen wir Menschen, die wir nach – oft dichotomen – Kategorisierungen differenzieren: nach dick oder dünn, nach Mann oder Frau, nach jung oder alt, nach homo- oder heterosexuell, nach schwarz oder weiß, nach gesund oder krank etc. Und nicht nur andere, auch uns selbst positionieren wir vermeintlich »eindeutig«. Wir alle wissen, dass dies geschieht, auch wenn es unbewusst abläuft, und empfinden beziehungsweise verstehen es all zu oft als Selbstverständlichkeit. Dass solche In-Differenz-Setzungen und Kategorisierungen allerdings weder Selbstverständlichkeiten, noch ahistorisch und_oder existenzialistisch sind, dass mit diesen gleichsam Ungleichbehandlungen, Hierarchisierungen und Marginalisierungen ent- und bestehen, unter anderem damit werden wir uns auf den folgenden Zeilen auseinandersetzen. Dabei liegt unsere Konzentration auf den Kategorisierungen von Geschlechtlichkeiten und der Sexualitäten, die sich mittels des Herrschaftsverhältnisses der Heteronorm(alis)ierung re_strukturieren und die wir einer Diskussion und Kritik unterziehen. Um dies »plastisch(er)« und praxisnah zu tun, beziehen wir uns auf das Schulaufklärungsprojekt »LiebesLeben«[1] des Gerede – homo, bi und trans e.V. [2]Dabei entwickeln und sehen wir »keinen Gegensatz […] zwischen Kritik und Veränderung, zwischen ›ideeller‹ Kritik und ›realer‹ Veränderung. Kritik heißt nicht, dass m[ensch] lediglich sagt, die Dinge seien nicht gut so, wie sie sind. Kritik heißt herauszufinden, auf welchen Erkenntnissen, Gewohnheiten und erworbenen, aber nicht reflektierten Denkweisen die akzeptierte Praxis beruht«[3]. Diesen Weg wollen wir gemeinsam beschreiten. Folgende thematische Etappen erreichen wir auf unserem Weg: Beginnen wollen wir mit einem kurzen Einblick in die Arbeitsfelder des Gerede e.V. und insbesondere in das Schulaufklärungsprojekt »LiebesLeben«.Wir werfen einen beispielhaften Blick auf Formen von Gewalt, die Menschen erleiden (müssen), die sich nicht den Positionierungen der Heteronorm(alität)en entsprechen wollen und_oder können.Danach widmen wir uns dem Herrschaftsverhältnis der Heteronorm(alis)ierung ausführlicher. Dabei führt uns der Weg vom Konzept der Heteronormativität zum Herrschaftsverhältnis der Heteronorm(alis)ierung. Ausführlicher gehen wir dabei zum einen auf Beziehungsformen und zum anderen auf das Konstrukt der Identität/en.Anschließend stellen wir das »LiebesLeben« des Gerede e.V. vor und diskutieren es als eine Möglichkeit, der Heteronorm(alis)ierung etwas entgegen oder etwas daneben zu setzen.Schluss.

    „wenn’s jeder hätte, dann ist es ja eigentlich nicht mehr peinlich“ – Strategien von Kindern aus Regenbogenfamilien. Interventionen für die pädagogische Praxis.

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    Welche Erfahrungen Kinder, die mit Eltern, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell oder trans* identifizieren, aufwachsen in der Schule machen, inwieweit sie Diskriminierung erfahren und welche Strategien sie entwickelt haben, hat die europäische Studie ‚School is out?!‘ (2011) untersucht. Das aus den Ergebnissen entwickelte pädagogische Material gibt Anregungen, wie mit Schüler_innen zum Thema Zugehörigkeit und Konstruktionen von ‚Normal- und Anders-Sein’ gearbeitet werden kann

    Inklusive Diagnostik – Wesenszüge und Abgrenzung von traditionellen "Grundkonzepten" diagnostischer Praxis. Eine Diskussionsgrundlage

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    Im Beitrag soll einerseits ein prägnanter Vergleich wesentlicher Ausrichtungen von Diagnostik in pädagogischen Settings, wie sie in der pädagogischen Alltagspraxis wiederzufinden sind, angestellt werden. Andererseits sollen grundlegende We-senszüge einer inklusiven Diagnostik skizziert und zur Diskussion gestellt werden

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