Zeitschrift für Inklusion
Not a member yet
543 research outputs found
Sort by
Netzwerke inklusiver Konstellationen (NiK) – ein Erhebungs- und Reflexionsinstrument für die „Umsetzung“ von „Inklusion“?
In diesem Beitrag wird mit Blick auf die Perspektive der Educational Governance (Forschung) ein Instrument (NiK) vorgestellt, das es erlaubt, die Komplexität und Einflussfaktoren von Entwicklungen zur Inklusivität des Bildungssystems (im zeitlichen Verlauf) im Rahmen von Forschungsvorhaben zu erheben. Daran anschließend werden Überlegungen zu unterschiedlichen Auswertungsmethoden und deren Erträge angestellt. Der Beitrag versteht sich u.a. als ein Diskussionsbeitrag für Möglichkeiten einer (re-)konstruktiven Inklusionsforschung. Am Ende wird die Frage aufgeworfen, inwieweit NiK auch indirekt als ein Medium der Steuerung nutzbar gemacht werden kann
Inclusive Unterstützungsstrukturen und Rollen am Beispiel kanadischer Schulen in den Provinzen New Brunswick, Prince Edward Island und Québec
In diesem Beitrag werden überblicksartig der Aufbau, die ethnographische Herangehensweise und ausgewählte Ergebnisse der Dissertation „Inclusion in Canada“ vorgestellt. In ihr rücken drei kanadische Provinzen in den Fokus, die bereits seit mehreren Dekaden schulische Inclusion praktizieren: New Brunswick – bisweilen als „Nordstern für Inklusion“ (Hinz 2006) bezeichnet – Prince Edward Island und Québec. Im Rahmen einer ethnographischen Feldforschung wurden Schulen dieser Provinzen hinsichtlich ihrer inclusiven Unterrichtspraktiken, Unterstützungsstrukturen und Rollen untersucht. Als Impulse für die deutschsprachige Fachdiskussion um inklusive Bildung und Erziehung können ein nonkategoriales und systemisches Verständnis von Unterstützung und neue Gestaltungsideen für schulinterne Berufsrollen und für multiprofessionelle Zusammenarbeit formuliert werden
Studium mit Behinderung – besonders normal?! Persönlicher Erfahrungsbericht einer ehemaligen Studentin
Projekt Akzeptanz. Für eine Schule ohne Homophobie
Schule ist ein homophober Ort. Um der homo- und transphoben Realität an deutschen Schulen entgegen zu wirken, ist pädagogische und didaktische Beratung von Lehrkräften erforderlich, besonders in der Aus- und Fortbildung – und zwar von Anfang an. Ebenso gehört dazu beharrliche Sensibilisierungs- und Aufklärungsarbeit aller Akteur_innen im Bildungs- und Jugendhilfebereich, um die Tabuisierung zu stoppen. Es ist notwendig, LSBT*IQ –Themen sichtbar zu machen, auch durch Symbole der Akzeptanz. Ein Best-Practice-Beispiel dafür ist das „Come in – Wir sind offen“-Schild im Rahmen des Antidiskriminierungsprojekts Schule der Vielfalt
Homo-, bi- oder heterosexuell? Identitätsfindung in, zwischen und außerhalb der Norm
Identität ist ein viel verwendeter und vielschichtiger Begriff. Die sexuelle Identität kann als eine Facette der Gesamtidentität verstanden werden. Zu ihr gehören die Entdeckung der eigenen se-xuellen Orientierung und die Entwicklung eigener Vorstellungen und Präferenzen in Bezug auf das Sexualverhalten. Einzelne Identitätsfacetten entwickeln sich dabei nicht im luftleeren Raum, son-dern in bestimmten Kontexten und in Wechselwirkung mit anderen Facetten. Kategoriale Eintei-lungen können dem Individuum dabei helfen, Erfahrungen zu ordnen und sich zu verorten, sollten aber immer wieder kritisch hinterfragt werden. Homo- und bisexuelle Jugendliche müssen im Ver-gleich zu ihren heterosexuellen Peers bei der Entwicklung der eigenen sexuellen Identität wesent-lich mehr „Identitätsarbeit“ leisten und sich in diesem Zuge oft mit Diskriminierung und Feindselig-keiten auseinandersetzen. Psychische Belastungen können die Folge sein, in Extremfällen bis zum Suizid. Dieser Prozess kann anhand von Phasen- und Stufenmodellen beschrieben werden, die zwar Anregungen für Präventionsmaßnahmen geben, aber dennoch stark vereinfachend sind. Im Artikel wird die tatsächliche Komplexität des Prozesses kurz diskutiert, um abschließend Anregun-gen zu geben, wie die Entwicklung eines positiven Selbstkonzeptes von Menschen „außerhalb der Norm“ unterstützt werden kann
The Implementation of the Right to Education and LGBT People: First Attempts to Monitor, Analyze, Advocate and Cooperate to Improve the Quality of Schools
In the past 4 years, a new international interest has arisen to combat bullying and discrimination of LGBT (Lesbian, Gay, Bixual, Transgender and Intersex) people in the education sector. This article describes how this interest arose, and some experiences of the Global Alliance for LGBT Education in monitoring the implementation of the Right to Education for LGBT people, to analyze results and how to use the results to advocate and cooperate for a better quality of schools. The article describes a monitoring instrument and experiences with strategic workshops to analyze monitoring results and developing follow-up strategies including cooperation between LGBTI grass roots organizations, the education sector and governments
Schlüsselqualifikationen pädagogischer Professionalität in inklusiven Schulentwicklungsprozessen
Pädagogische Professionalität erlangt in der Diskussion um inklusive Schulentwicklungsprozesse neue Bedeutung. Mit dem Ziel wichtige Elemente auf dem Weg zur Entwicklung eines systemisch-reflexiven Professionalitätsverständnis im inklusiven Schulkontext anzusprechen, werden Fragen des Wandels pädagogischer Professionalität, die Chancen reflexiven Denkens und Handelns und die Möglichkeiten der Etablierung einer reflexiven Beratungskultur skizziert
Gesellschaftliche Teilhabe von körperlich beeinträchtigten Personen – eine Studie zur Bedarfsabklärung im Lebensbereich Wohnen
Im Jahr 2012 wurde eine Studie zu den individuellen Wohnbedürfnissen von körperlich beeinträchtigen Personen im Kanton Zürich/Schweiz durchgeführt. Hintergrund der Studie bildete dieabnehmende Nachfrage nach kollektiven Wohnangeboten bei gleichzeitig steigendem Bedarf nach individuellen Wohnformen und der damit zusammenhängenden Frage nach den optimalen Dienstleistungsstrukturen. Für die Studie wurden elf Problemzentrierte Interviews mit Betroffenen geführt, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Es zeigt sich, dass individuelle Wohnformen klar bevorzugt werden und sich gleichzeitig zahlreiche Herausforderungen herauskristallisieren, möchte man gleiche Teilhabechancen für körperlich beeinträchtigte Personen schaffen wie für Menschen ohne Beeinträchtigung. Diesen kann nicht einzig mit neuen Dienstleistungsangeboten begegnet werden. Es braucht darüber hinaus ein Umdenken in der Gestaltung des öffentlichen Raumes und der Konzipierung von Wohnraum
Auf dem Weg zu einer inklusiven Hochschule
Der Beitrag skizziert zunächst die rechtliche Situation für inklusive Bildung im Hochschulbereich. Er benennt die aktuellen Herausforderungen, die sich aus der konkreten Gestaltung des Bachelor-Master-Studiensystems und der Stärkung des Selbstauswahlrechts der Hochschulen für Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten ergeben und betrachtet, inwiefern die strukturellen Voraussetzungen für eine chancengleiche Teilhabe der Studierenden mit Beeinträchtigungen an der Hochschule gegeben sind und wie sie wahrgenommen werden