Zeitschrift für Inklusion
Not a member yet
    543 research outputs found

    Inklusion braucht Kommunikation – Impulse für gelingende Inklusion in der Schule durch reflektierte, anerkennende Lehrer-Schüler-Interaktionen

    No full text
    Inklusion birgt neue Herausforderungen für die heutige Generation an Lehrenden, doch auch neue Chancen. In diesem Aufsatz wird gezeigt, wie häufig und auf welche Art und Weise Pädagogen im inklusiven Unterricht und im Unterricht an Förderschulen während eines Beobachtungszeitraums von 123 Unterrichtsstunden an 9 Schulen ihre Schülerinnen und Schüler anerkennend und wertschätzend, aber auch ablehnend und verletzend behandelten. Anhand von qualitativen Szeneninterpretationen werden Beispiele für gelingende und problematische Interaktionsqualitäten erläutert. Da Lernen über gute Beziehungen unter den Personen und zum Lerngegenstand gelingen kann, ist die Professionalisierung der Pädagogen in diesem Zusammenhang an allen hier untersuchten Schultypen der Förder-, Ober- und Grundschule notwendig. Der Beitrag bietet Einblicke in einzelne Unterrichtssituationen, er lässt wegen der Vielzahl der erhobenen Feldvignetten Vermutungen über Interaktionsqualitäten in Schulformen zu, aber er enthält keine Datenbasis für schulformbezogene Verallgemeinerungen

    Vom Richtung finden beim Treiben - Inklusive Schulentwicklung mit einer externen Prozessbegleitung und dem Index für Inklusion starten – ein Erfahrungsbericht

    No full text
    Im theoretischen Teil dieses Beitrages stellen wir einige grundlegende Überlegungen für das Begleiten und Gestalten inklusiver Veränderungs- und Entwicklungsprozesse vor. Im zweiten Teil widmen wir uns einem Praxisbeispiel und legen den Fokus auf den Beginn einer externen Prozessbegleitung mit dem Index für Inklusion

    Inklusion im Leistungssport – Die UN-Behindertenrechtskonvention und ihre Folgen

    No full text
    Im Jahr 2014 erfuhr der sogenannte „Fall Rehm“ große Medienaufmerksamkeit: Der deutsche Leichtathlet Markus Rehm, Weitspringer mit Unterschenkelamputation, gewann bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Konkurrenz mit den Weitspringern ohne Behinderung die Goldmedaille, woraufhin ihn der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) jedoch nicht für die anschließenden Europameisterschaften nominierte. In den Medien entbrannte daraufhin eine Diskussion über Inklusion im Leistungssport, wobei das Thema zumeist auf die Teilnahme von Athletinnen und Athleten aus paralympischen Sportarten an den Olympischen Spielen reduziert wurde. Ziel des Beitrags ist darzustellen, welche realistischen Konsequenzen sich aus der UN-BRK für den Leistungssport tatsächlich ergeben und inwiefern die Bedürfnisse und Sichtweisen von Kaderathletinnen und -athleten mit Behinderung in diesem Zusammenhang divergieren. Die Datengrundlage bildet eine internationale Vergleichsstudie zum Thema „Nachwuchsgewinnung und -förderung im paralympischen Sport“ (Radtke & Doll-Tepper, 2014)

    Transitionsprozesse im Kontext von Inklusion – Normative, theoretische und empirische Perspektiven auf die Gestaltung des Übergangs vom Elementar- in den Primarbereich

    No full text
    Die Bewältigung des Übergangs von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule stellt umfangreiche und anspruchsvolle Anforderungen an alle Akteure (z.B. Arndt u.a. 2012; Beelmann 2000, 2006); mit der Transition ist bis heute ein erhöhtes Risiko für Kinder verbunden, selektiert und separiert zu werden (Prengel 2014; Werning 2011, 2011a; Klemm 2010). Der Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Schule setzt in inklusiven Settings demnach umfangreiche Änderungen in den strukturellen Rahmenbedingungen der unterschiedlichen Bildungsinstitutionen voraus. Eine wesentliche Voraussetzung für Entwicklung von Schulen und Kitas im Kontext von Inklusion wird dabei in der Kooperation von frühpädagogischen Fachkräften und Lehrkräften des Primarbereichs sowie im Austausch mit den Familien gesehen (Kron 2013). Innerhalb der Zusammenarbeit gilt es insbesondere, eine gemeinsame pädagogisch-konzeptionelle Grundlage für die Gestaltung des Übergangs zu erarbeiten und zu reflektieren. Der Beitrag arbeitet auf der Grundlage des internationalen Forschungsstands und der Analyse bildungspolitischer Vorgaben zu Transitionsprozessen in inklusiven Settings Möglichkeiten und Hürden der kooperativen Institutionenentwicklung heraus

    Ableism und das Ideal des autonomen Fähig-Seins in der kapitalistischen Gesellschaft

    No full text
    Ableism bezeichnet eine Form der Beurteilung Einzelner hinsichtlich ihrer körperlichen, geistigen und psychischen Fähigkeiten und Funktionen: Personen werden damit auf ihren Körper reduziert und zu Stellvertreter*innen einer vermeintlichen Gruppenidentität. So ist Ableism die treffendere Bezeichnung für etwas, das sonst oft vereinfacht Behindertenfeindlichkeit genannt wird. Das Konzept öffnet den Blick auf die Kontingenz von Körperbewertungen: Was in dem einen Gesellschaftskontext durch Hilfsmittel oder kulturelle Akzeptanz ausgeglichen und ‚normalisiert’ werden kann, bleibt in anderen als Behinderung bestehen. So ist Ableism auch ökonomisch situiert – die Fähigkeiten von Personen und ihre Einbettung in vorhandene Ressourcen entscheiden über die Anerkennung als Subjekt. Umgekehrt erscheint der Verlust der Verwertbarkeit als existentielle Bedrohung für die sich als „fähig“ und autonom verstehende Subjekte. Deren Kampf gegen diese Bedrohung führt zu Abgrenzungsprozessen gegenüber den als behindert Markierten und mündet wiederum in ableistische Diskurse. Der Beitrag diskutiert die Bedeutung dieser Diskurse für die Etablierung von kollektiven sozialen Identitäten und der sozialen Positionierung von Subjekten in den kulturellen und ökonomischen Verhältnissen in der Gegenwartsgesellschaft

    Migrationsgesellschaftliche Differenz am Übergang in die berufliche Bildung – Anmerkungen zur Thematisierung von natio-ethno-kultureller Zugehörigkeit

    No full text
    Ausgehend von der seit Jahren signifikant geringeren Ausbildungsbeteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund beleuchtet der Beitrag die Thematisierung von natio-ethno-kultureller Differenz in wissenschaftlichen Studien zum Übergang Schule-Beruf älteren und jüngeren Datums. Dabei wird die Thematisierung von Migrationsmerkmalen als eigenständige Benachteiligungsdimension problematisiert, da dies homogenisierende Gruppenkonstruktionen begünstigt und eine Defizitsicht auf die faktisch höchst heterogenen Lebenslagen von jungen Menschen mit Migrationshintergrund tradiert. Wissenschaftliche Diskurse markieren die Jugendlichen nicht nur häufig vorschnell und zum Teil auf empirisch fragwürdiger Basis als ‚Migrationsandere‘, sondern bestätigen zugleich unbeabsichtigt genau diejenigen Argumente, welche Ausbildungsbetriebe bei der Selektion von Jugendlichen mit Migrationshintergrund geltend machen. Der Beitrag plädiert vor diesem Hintergrund für einen Perspektivwechsel: Statt die Ursachen für Bildungsbenachteiligung in vermeintlichen Besonderheiten von migrantischen Jugendlichen zu suchen, sollte sich die Forschung stärker mit der Inklusionsfähigkeit des Systems der beruflichen Bildung befassen und dabei unterschiedliche Benachteiligungsdimensionen in ihrem Zusammenspiel berücksichtigen

    Integration und Teilhabe von behinderten Kindern und Jugendlichen durch zirkuspädagogische Angebote

    No full text
    Der vorliegende Beitrag basiert auf Ergebnissen eines Forschungsprojektes an der Hochschule Fulda zu der Frage, ob Integration und Teilhabe von behinderten Kindern und Jugendlichen durch zirkuspädagogische Angebote ermöglicht werden und eröffnet so Einblicke in die hier gegebenen Potenziale, die beispielhaft anhand der Arbeit des Vereins ZirkuTopia e.V. dargestellt und diskutiert werden. Der Verein ZirkuTopia e.V. offeriert in Kassel seit über 20 Jahren ein außerschulisches Freizeit-, Kultur- und Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche von 7 – 21 Jahren. Grundlage der Untersuchung sind Experteninterviews mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von ZirkuTopia e.V., mit teilnehmenden Kindern und Jugendlichen und deren Eltern. Die Ergebnisse werden bezüglich der zugrunde liegenden pädagogischen Konzeption der Zirkusarbeit und der daraus resultierenden Möglichkeiten der Inklusion dargestellt. Bei der zirkuspädagogischen Arbeit wird deutlich, dass nur das Zusammenspiel von sozial-gemeinschaftsbildenden und künstlerischen Aspekten, verbunden mit der ästhetischen Praxis der Aufführungssorientierung eine tragfähige Konzeption ergibt und die Basis integrierender Momente bildet. Diese beinhalten auf der einen Seite Spontaneität, Freiheit, Offenheit, Vielfalt und kreatives Chaos, werden auf der anderen Seite durch personelle und finanzielle Rahmenbedingungen deutlich begrenzt. Trotz der Limitierungen endet der Beitrag mit dem positiven Fazit, dass Kinder- und Jugendzirkusarbeit zur Inklusion beitragen kann und durch diese positiven Sozialisationseinflüsse Kinder- und Jugendliche zu Persönlichkeiten heranwachsen, die zudem häufig soziales Engagement entwickeln

    Othering-Prozesse an der Schnittstelle von Migration und Behinderung – „Die muslimische Familie“ im Fokus

    No full text
    Viele Publikationen und Fortbildungen im Kontext Migration und Behinderung haben gemeinsam, dass darin die Religion (genauer der Islam) bzw. die Kategorie ‚Kultur‘ als zentrale Differenzkategorie fungiert. In dieser Sichtweise existieren die Barrieren vor allem innerhalb der Familie, ihr Umgang mit der Behinderung des Familienangehörigen entspricht nicht den Vorstellungen von Empowerment der Behindertenhilfe. Die Familien sind „fremd“, „anders“ und benachteiligen sich selbst (z.B. Van Dillen 2008). Ausgehend von diesen Hinweisen hat sich ein Forschungsprojekt an der Uni Bremen mit der Frage befasst, inwiefern die islamisch geprägte Sozialisation Einfluss auf den Umgang mit Behinderung hat. In dem Artikel werden die Ergebnisse aus biografischen Interviews mit muslimischen Familien dargestellt

    „… bei mir geht der Schwung vor.“ Ein Interview mit Thorsten Graf

    No full text

    Fähigkeitsgemischter Tanz – Der aktuelle Forschungsstand

    No full text
    Fähigkeitsgemischte (mixed-abled) Tanzensembles sind inzwischen nicht nur auf den Bühnen der Tanzkultur, sondern auch in den Foren der Wissenschaft angekommen, und ihnen kann der Status eines eigenen Tanzgenres zugesprochen werden. Allerdings fehlt bisher eine einheitliche, übergreifende Bezeichnung. Der Beitrag gibt auf der Grundlage einer systematischen Literaturrecherche einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand im Bereich des fähigkeitsgemischten Tanzens. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den gefundenen empirischen Forschungsstudien zum Thema „Fähigkeitsgemischtes Tanzen“. Deren Spektrum reicht von Untersuchungen zur Konstruktion fähigkeitsgemischter Settings über Talentförderung und professionelle Entwicklung behinderter Tänzer bis hin zur Frage, ob und inwieweit durch produktive und rezeptive Tanzaktivitäten Einstellungen gegenüber Menschen mit Behinderungen verändert werden können

    55

    full texts

    543

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    Zeitschrift für Inklusion
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇