Zeitschrift für Inklusion
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    Brandenburg - mit dem gemeinsamen Unterricht auf dem Weg zur Inklusion in der Schule

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    In dem vorliegenden Beitrag geht es um die Entwicklung der schulischen Inklusion im Bundesland Brandenburg. Es wird vorgestellt, welche historischen Einflüsse bedeutsam und welche statistischen Auswirkungen zu verzeichnen waren. Darüber hinaus werden das bildungspolitische Verständnis von schulischer Inklusion sowie Projekte und Maßnahmen des Landes diskutiert und anschließend die Konsequenzen für die Lehrerbildung dargestellt

    Die Entwicklung einer pädagogischen Haltung im Kontext inklusionssensibler Lehrerbildung

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    Inklusionspädagogische Inhalte haben nahezu überall Einzug in die Lehramtsstudiengänge gehalten. Die Inhalte und die Implementierung unterscheiden sich jedoch je nach Bundesland stark. Gemein ist den meisten Lehramtsstudierenden, dass ihnen selbst inklusive Lernerfahrungen aus ihrer eigenen Schulzeit fehlen. Im Fall der Studierenden der Sonderpädagogik bringen zwar viele Vorerfahrungen der Art mit, dass sie als Assistenz für behinderte Kinder oder Erwachsene tätig waren; gemeinsame Bildungserfahrungen fehlen jedoch. Der Beitrag untersucht die Bedeutung von eben solchen Erfahrungen in der Lehrerbildung in Bezug auf die Entwicklung einer inklusionspädagogischen Haltung und zieht erste Konsequenzen

    Die Diversitätsdimension Sprache als Schlüsselqualifikation im Fachunterricht: diskursbestimmende Konzepte und inklusionsspezifische Paradigmen

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    Sprachliche Kompetenzen bilden nicht nur eine Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Partizipation, sondern wirken sich darüber hinaus auch entscheidend auf den schulischen Erfolg aus. An verschiedenen Unterrichtsfächern soll in diesem Beitrag exemplarisch die Rolle von Sprache für die Inhalte des Faches illustriert werden, um das Ineinandergreifen von sprachlichen und fachlichen Inhalten zu verdeutlichen und aufzuzeigen, inwieweit Sprache zur Differenzlinie werden kann. Das in diesem Kontext diskutierte Konzept des sprachsensiblen Fachunterrichts setzt inhaltlich an dieser Stelle an, indem eine Konkretisierung sprachlicher Lernziele angestrebt wird, die didaktisch umgesetzt werden können. Dabei besteht das Ziel darin, einen Fachunterricht zu gestalten, der allen SchülerInnen die (sprachliche) Teilhabe ermöglicht. Der sprachsensible Fachunterricht als zentrales Konzept wird nach einem exemplarischen Blick in ausgewählte Fächer in seinen Grundzügen dargestellt

    Eine inklusive Lernumgebung ist nicht genug: Fachspezifik, Theoretisierung und inklusive Unterrichtsentwicklung in den Naturwissenschaftsdidaktiken

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    Der vorliegende Beitrag skizziert Problemstellungen des Diskurses um Inklusion innerhalb der Naturwissenschaftsdidaktik. Dabei werden sowohl theoretische Konzeptionen um den Inklusionsbegriff und zum Umgang mitselbigen in der Didaktik diskutiert als auch aktuelle Forschungs- und unterrichtspraktische Entwicklungsvorhaben aufgezeigt. Es zeigt sich, dass zahlreiche Elemente naturwissenschaftsdidaktischer Theorien und unterrichtsrelevanter Entwicklungen geeignet sind, die Herausforderungen inklusiven naturwissenschaftlichen Lernens zu fokussieren. Desiderate in den Bereichen der Forschungsmethodik (z. B. inklusiv geprägte Assessments für Lernumgebungen) und der Implementation in die Praxis werden benannt und diskutiert

    Schulische Inklusion zwischen Differenzen und Differenzsetzungen – Annäherungen an Raumproduktion und Raumaneignung im Kontext professioneller Kooperationsprozesse

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    In diesem Beitrag werden in theoretischer Hinsicht Anknüpfungspunkte und Anschlussfähigkeiten der Diskurse um Inklusion, Behinderung und Raum diskutiert und an einem empirischen Beispiel zu professioneller Kooperation vertieft. Zunächst wird kurz der aktuelle Schulentwicklungsprozess mit dem Anspruch Inklusion skizziert und ein relationales Verständnis von Behinderung dargelegt. Vor diesem Hintergrund werden mittels raumanalytischer Bezüge zu Raumproduktion und Raumaneignung beispielhaft kooperative Praktiken von Sonderpädagoginnen und Regelpädagoginnen in inklusionsorientierten Schulen in Baden-Württemberg analysiert

    Kennziffern in der Kritik: Anmerkungen zur indikatorengestützten Darstellung von Inklusion in der internationalen Bildungsberichterstattung

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    Im Rahmen der Deklaration der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen und ihrer weltweiten Ratifizierung wird ein internationaler Monitoring-Prozess forciert, der die Umsetzung eines „inclusive education system at all levels“ beobachten und kommentieren soll. Der vorliegende Beitrag richtet in einem ersten Schritt den Blick auf die internationale Berichterstattung zu schulischer Inklusion und gibt einen Überblick über häufig berichtete Kennzahlen und deren Bezugsrahmen. Für nationale und internationale Vergleiche werden mit zunehmender Häufigkeit die sogenannten Inklusions- und Segregationsanteile als Kennzahlen ausgewiesen. In einem zweiten Schritt werden diese Kennzahlen exemplarisch anhand der Länderportraits Deutschlands und der Slowakei im Zeitverlauf dargestellt. Es zeigt sich, dass die Inklusionsanteile in beiden Ländern steigen, obwohl die tatsächliche Quote derjenigen, die getrennt unterrichtet werden stagniert (im Fall von Deutschland) oder sogar steigt (im Fall der Slowakei). Der internationale Vergleich von „ausgewählten“ Kennzahlen zu gemeinsamer Beschulung ist daher nicht nur vor dem Hintergrund einer starken Kontextgebundenheit der statistischen Erfassung von Lernenden problematisch, sondern auch weil die oben genannten Kennzahlen zunehmende gemeinsame Beschulung suggerieren, auch wenn das Gegenteil der Fall ist

    Zum Stand der schulischen Inklusion in Sachsen-Anhalt am Beispiel der Heterogenitätsdimension Behinderung

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    Sieben Jahre nach Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention befindet sich das Land Sachsen-Anhalt weiterhin in einem Reformprozess des Schulwesens zu mehr gemeinsamen Unterricht. Dieser Artikel will den Stand der schulischen Inklusion in Sachsen-Anhalt am Beispiel der Heterogenitätsdimension Behinderung beleuchten. Dazu werden zuerst einige Exklusionsbeobachtungen dargestellt und anschließend mehrere statistische Angaben präsentiert, die die Situation von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in dem Bundesland verdeutlichen. Anschließend werden zentrale Eckpunkte in den Veränderungen des bildungspolitischen Rahmens aufgeführt. Im Ausblick schließlich werden Überlegungen zur weiteren Entwicklung schulischer Inklusion in Sachsen-Anhalt dargelegt und auf die Lehrerbildung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingegangen

    Mehrperspektivität als gewinnbringendes Prinzip für inklusiven Unterricht? Ein sportpädagogisches Statement

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    Das Prinzip der Mehrperspektivität gilt mehr oder weniger bundesweit seit einigen Jahren als Kernelement eines zeitgemäßen Schulsports. Auch wird im aktuellen sportdidaktischen Inklusionsdiskurs nicht selten darauf verwiesen, dass eben dieses Prinzip für das Anliegen eines inklusiven Unterrichts äußerst gewinnbringend sei. Allerdings wurde dieser Annahme bislang kaum systematisch vertieft und theoretisch fundiert nachgegangen. Vor diesem Hintergrund nimmt sich der vorliegende Beitrag in einem ersten Schritt der Frage an, inwiefern das Prinzip der Mehrperspektivität im Kontext von inklusivem Sportunterricht gewinnbringende Möglichkeiten bietet, einer zunehmend vielfältigen Schülerschaft in ihrer jeweiligen Individualität gerecht zu werden. Da die Idee der Mehrperspektivität ursprünglich nicht aus der Sportdidaktik stammt, sondern gewissermaßen aus der Fachdidaktik für den Sachkundeunterricht importiert wurde, liegt des Weiteren die Vermutung nahe, dass dieses in der Sportdidaktik so prominent diskutierte Prinzip auch in übergeordneter Weise sinnvoll und damit ebenso für andere Fächer bezüglich inklusiven Unterrichts relevant sein könnte. Insofern verfolgt der Beitrag in einem zweiten Schritt das Anliegen, aus einer sportpädagogischen Perspektive heraus Möglichkeiten eines Transfers in andere Fächer bzw. ein Anknüpfen an bereits bestehende Ansätze aufzuzeigen; der Fokus liegt dabei primär auf inklusivem Unterricht

    Konzepte, Modelle und Strategien für den inklusiven Sportunterricht – internationale und nationale Entwicklungen und Zusammenhänge

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    Sportlehrkräfte fühlen sich häufig nicht ausgebildet, um mit der Vielfalt von Schülerinnen und Schülern in inklusiven Settings umgehen zu können. Für sie stellt sich die Frage nach Konzepten, Modellen und Strategien, die für einen inklusiven Unterricht geeignet sind und ihr unterrichtliches Handeln unterstützen können. Da diesbezüglich wichtige Impulse aus dem englischsprachigen Raum stammen, werden diese zunächst skizziert. Anschließend werden einige ausgewählte in Deutschland zum Thema formulierte konzeptionelle Entwicklungen entfaltet, bevor diese abschließend in einem systematisierenden Überblick aufgearbeitet werden

    Repräsentanz und Subjektivität im Kontext geistiger Behinderung

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    Im vorliegenden Beitrag wird sich mit verschiedenen Konstruktionen von geistiger Behinderung auseinandergesetzt. Im Vordergrund sollen dabei weniger sonderpädagogisch-paradigmatische, sondern vielmehr in der Lebenspraxis diskursiv hervorgebrachte Konstruktionen stehen. Ausgehend von einer kulturwissenschaftlichen bzw. diskurstheoretischen Perspektive, die geistige Behinderung nicht als naturgegebenes Faktum und individuelle Pathologie, sondern als sozio-kulturell gewachsene Differenzkategorie und Produkt machtvoller Diskurse versteht, wird in einem ersten Schritt exemplarisch die Frage aufgeworfen, welche Konstruktionen von geistiger Behinderung über den medial-öffentlichen Diskurs transportiert und damit zugleich auch innerhalb gesamtgesellschaftlicher Diskurse reproduziert werden. Bezug wird dabei auf die Ergebnisse einer Einzelfallanalyse genommen, die die exemplarische Analyse einer Ausgabe der TV-Talkshow Günther Jauch zum Gegenstand hatte. Hierauf aufbauend wird in einem zweiten Schritt der Frage nachgegangen, wo bzw. inwiefern sich diese medial vermittelten Konstruktionen ggf. in der Lebenspraxis von Menschen mit geistiger Behinderung widerspiegeln. In diesem Zusammenhang wird auf die Ergebnisse eines Forschungsprojekts rekurriert, das (unter anderem) die Subjektkonstruktionen von Menschen mit geistiger Behinderung im Rahmen institutionalisierter Betreuungsverhältnisse untersuchte. Im Zuge der Auseinandersetzung wird anhand von Auszügen aus den genannten Forschungsarbeiten aufgezeigt, dass geistige Behinderung sowohl in der medialen Öffentlichkeit als auch in der institutionalisierten Betreuungspraxis mitunter als naturgegebenes Wesensmerkmal definiert wird, welches von Passivität, Hilfsbedürftigkeit und scheinbar kindlicher Unmündigkeit geprägt ist. Der Beitrag verfolgt vor diesem Hintergrund das Ziel, sich mit der aus diesen diskursiven Praktiken hervorgehenden Subjektivität von Menschen mit geistiger Behinderung auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt steht dabei die theoretische wie praktische Erörterung dessen, was dies in Bezug auf den Vollzug von Inklusionsprozessen bedeutet bzw. wie Diskurse verändert werden könnten, um Inklusion, verstanden als krisenhafter Prozess der „Dekonstruktion von Diskursteilhabebarrieren“ (Trescher 2015, 333), voranzutreiben

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