Zeitschrift für Inklusion
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Schulische Assistenz - Ein Überblick über den Forschungsstand in Deutschland
Paraprofessional education has continuously gained importance in the context of the establishment of an inclusive education system. However, there are hardly any binding regulations of this measure in Germany. Research efforts, too, are just beginning to evolve. This paper presents the mayor findings of the research on this topic published between 2009 and 2016 in Germany. 12 quantitative studies, 2 qualitative studies and 2 studies using mixed methods have been identified. All studies are explorative and predominantly deal with the framework of the measure, the assistant’s field of activity and the perception of the measure by the different participants. The results are discussed, taking into account international findings, to deduce possible implications for future research and practice in this field
“die Hoheit über die Räume haben“ – Räumlichkeit professionellen Handelns und Inklusion.: Ein Plädoyer für eine Perspektivverschränkung institutioneller Logiken im System des Lebenslangen Lernens.
Der Beitrag diskutiert Inklusion als Form der bildungspolitischen Interventionsstrategie im öffentlichen Raum des Lebenslangen Lernens. Diese Intervention, so die Ausgangsthese, bricht sich an teils differenten, teils ähnlichen Konditionen der Kontexte von Schule bzw. Erwachsenenbildung in der Realisierung von Inklusion. Die Vorstellung von Ergebnissen aus einer explorativ-qualitativen Erhebung mit professionell Tätigen an Lernorten Erwachsenen bringt im Anschluss an relationale Raumtheorien zwei Aspekte in den Vordergrund: Erstens die Konsequenzen des räumlichen Handelns von professionell Tätigen für die spezifische Qualität von Partizipation an einem Lernort, zweitens die Bedeutung von Lernorten als alltägliche Schauplätze der (konfliktären) Aushandlung im System des Lebenslangen Lernens. Der Beitrag mündet in Überlegungen zu einer Perspektivverschränkung der institutionellen Logiken von Schule und Erwachsenenbildung anhand von sechs Komponenten der Transformation zu einem inklusiven System des Lebenslangen Lernens
Wie divers ist Englischlernen? – Konzepte in Forschung und Praxis zum inklusiven Englischunterricht
(Fremde) Sprachen lernen ist ein höchst individueller Prozess. Im schulischen Kontext bedeutet dies, dass der Fremdsprachenunterricht (Englisch) genuin spezifische Hürden für Schüler*innen und Lehrer*innen mit sich bringt und Fragen aufwirft, die zunächst v.a. von unterrichtspraktischer Relevanz sind, so z.B.: Wie können individuelle Lernstrategien und -prozesse der Schüler*innen optimal für die Planung und Durchführung genutzt werden und wie ist in einer heterogenen Lerngruppe ein gemeinsames Ziel erreichbar? Darüber hinaus sind Fragen in den Blick zu nehmen, die sowohl aus der Fachdidaktik Englisch stammen, als auch aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen und gleichermaßen auf den Englischunterricht wirken, z.B.: Welche erziehungswissenschaftlichen Impulse müssen berücksichtigt werden? Wie können andere Fachdidaktiken zur Lösung fachdidaktischer Kernfragen im Fremdsprachenunterricht beitragen? Wie kann inklusiver Unterricht in Bezug auf fachspezifische Dimensionen analysiert werden (z.B. Aufgreifen von Präkonzepten)? Welche Individualisierung und Differenzierung sind mit Hilfe von Bildungsmedien denkbar in inklusiven Klassen? Unser Beitrag zeigt zum einen, dass die Heterogenität im Englischunterricht eine Pädagogik der Vielfalt verlangt (Kap. 1) und wie ein solcher diversitätssensibler Ansatz in der Unterrichtspraxis exemplarisch realisiert werden kann (Kap. 2). Zum anderen skizziert der Beitrag an einem Beispiel, wie sich universitäre Lehre für zukünftige Englischlehrer*innen mit inklusivem Unterricht forschend auseinandersetzt, indem verschiedene Konzepte, hier am Beispiel der Concept Cartoons, erstellt und ausprobiert werden, um neue Erkenntnisse für die Unterrichtsplanung und -gestaltung zu gewinnen (Kap. 3)
Die Kita-Leitung als Schlüssel für Inklusion? Eine Analyse beruflicher Kompetenzen und Arbeitsbedingungen
Die Leitungsebene wird für die Umsetzung inklusiver Konzepte in Kindertageseinrichtungen als Schlüsselposition diskutiert. Den Wandel der Organisation auf unterschiedlichen Ebenen zu gestalten und anzuregen, aber auch nachhaltig dafür Sorge zu tragen, dass Barrieren für die Teilhabe und Inklusion aller Kinder abgebaut werden, sind originäre Leitungsaufgaben. Um diese Anforderungen aus der Praxis gerecht zu werden, werden hohe Erwartungen an die Professionalität der Kita-Leitungen, die sich in den Erwartungen an ihre beruflichen Kompetenzen konkretisieren, gestellt. Dabei stellt sich die Frage, ob Leitungskräfte in frühpädagogischen Organisationen diesen Erwartungen gerecht werden können und wie die Arbeitsbedingungen das professionelle Handeln der Kita-Leitung für Inklusion unterstützen oder behindern
Theorien der Inklusion – eine Übersicht
Die vorliegende Systematisierung der Theoriezugänge zu ‚Inklusion’ ordnet diese von einem Primat des Politischen her. Es handelt sich demnach dezidiert nicht um eine ideengeschichtliche Sortierung, sondern um eine Beschreibung der unterschiedlichen Paradigmen als ‚Theoriepaten’ oder ‚Textpaten’ von politischen Bewegungen. Der Text richtet sich demnach an Menschen, die ein Interesse an der (Re-)Politisierung des Inklusionsbegriffs haben und neugierig sind, was erscheint, wenn man den Dialog mit Betroffenenbewegungen neu aufspannt und von dieser Seite aus auf die Möglichkeiten und Grenzen von Paradigmen blickt
Markierungen und Platzierungen. Die Produktion von ‚Integrationskindern’ über verräumlichte Praktiken an Regelschulen
Tobias Buchner:
Markierungen und Platzierungen. Die Produktion von ‚Integrationskindern’ über verräumlichte Praktiken an Regelschule
„Ma’ merkt auch, dass Maksim in der Klasse die Macht hat“: Zur ‚inkludierenden’ Wirkung hegemonialer Männlichkeit in den nicht inklusiven Räumen von Schule
In diesem Beitrag wird, anknüpfend an die Ergebnisse des Artikels „Markierungen und Platzierungen“ (Buchner in dieser Special Issue), das Zusammenspiel zwischen Männlichkeit und Fähigkeit an einer Neuen Mittelschule in Wien untersucht. Dazu wird der Blick exemplarisch auf einen Schüler gerichtet, der durch spezifische Praktiken von Männlichkeit die marginalisierenden Effekte der inferioren Subjektposition „Integrationskind“ vermeiden und stattdessen einen Platz an der Spitze des sozialen Gefüges seiner Klasse erarbeiten kann
Kanada kann auch anders: Vielfältige Schulangebote im „gelobten Land der Inklusion“
Die sprachliche und kulturelle Heterogenität sowie insbesondere ethnische Diskriminierungen und markante sozio-ökonomische Ungleichheiten der kanadischen Gesellschaft machen es der Politik, Wissenschaft und Pädagogik schwer, geeignete Konzepte zur Gestaltung des Bildungssystems zu entwickeln. Demgegenüber wird in Deutschland oftmals das Bild gezeichnet, dass in Kanada die schulische Inklusion schon umfassend bewältigt ist. An Beispielen zu den Problemen der Beschulung von First Nations, sozial sehr benachteiligten Kindern und Jugendlichen, Schüler*innen mit einer Behinderung sowie von Rassismus betroffenen jungen Afrocanadians werden bildungspolitische und pädagogische Paradoxien diskutiert aber auch gelungene Beispiele präsentiert
Transformation inklusiver Schulsystementwicklung: Theoretische und empirische Herausforderung an eine Schulsystementwicklungsforschung
Die aktuellen Reformbemühungen um die Einführung von Inklusion stellen eine große Herausforderung für die Schulsysteme der einzelnen Bundesländer dar. Sie erfordern Veränderungen auf allen Ebenen des Schulsystems (Bundesland, Region/Kommune, Schule, Unterricht). Bisher ist in Deutschland sehr wenig über konkrete Veränderungsprozesse und deren intendierte, nichtindetierte und transintentionale Effekte im Kontext von Inklusion bekannt. Der Beitrag möchte aufzeigen, wie ein Forschungsprogramm zur Transformation inklusiver Schulsystementwicklung aussehen kann, um solche Prozesse und deren Effekte zu analysieren. Dafür werden, nach einer Begriffsklärung und der Darstellung des Forschungsstands systematisch aufeinander aufbauende Forschungsfragen skizziert. Anschließend werden verschiedene theoretische Ansätze sowie ein Forschungsdesign beschrieben, mit deren Hilfe die Forschungsfragen untersucht werden können. Der Fokus liegt hierbei zum einen auf den Potentialen für die Forschung, zum anderen auf den Desideraten insb. einer notwendigen Weiterentwicklung und Verknüpfung der verschiedenen theoretischen Ansätze sowie der Umsetzung des Forschungsdesigns