Zeitschrift für Inklusion
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    Raum und Inklusion: Zu einem relationalen Verhältnis

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    Raum wird in Aneignungspraxen durch Subjekte hervorgebracht, während diese in einem Verhältnis wechselseitiger Gleichzeitigkeit als ‚Aneignungssubjekte‘ subjektiviert werden. Menschen, die als ‚behindert‘ bezeichnet werden, haben häufig nur eingeschränkte Möglichkeiten zur Aneignung bzw. können sich Raum mitunter nur als ‚Territorium der Anderen‘ aneignen. Eine solche Aneignung erfolgt zumeist (ganz wortwörtlich) über Sonderwege. Im Beitrag wird sowohl theoretisch als auch anhand der Betrachtung von Fallbeispielen, die im Rahmen des Projekts „Kommune Inklusiv“ der Aktion Mensch e.V. generiert wurden, dargelegt, inwiefern eingeschränkte Aneignungsmöglichkeiten von Raum als Behinderungspraxen wirksam werden. Schlussendlich wird diskutiert, wie Raum und Inklusion relational zusammenhängen bzw. welches Verständnis von Inklusion es bedarf, um Inklusion (in Theorie und Praxis) relational zu denken

    Radikanten und Radikale Inklusion: Annäherungen an die aktuelle Praxis und die Ökonomie radikaler Inklusion im Iwalewahaus

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    Der Artikel "Radikanten und Radikale Inklusion" entwirft, basierend auf der konkreten Arbeit im Iwalewahaus, Bayreuth, einem Raum für moderne und zeitgenössische Kunst aus Afrika und der Diaspora, eine alternative Art von Ökonomie, die sich aus der inklusiven Museumsarbeit ergibt. Diese \u27andere\u27 Ökonomie erstreckt sich auf Zeit und Raum, auf Objekt-Beziehungen und auf die Arbeitsbeziehungen zwischen Menschen. Die kuratorischen Prozesse am Iwalewahaus stehen hierbei im Vordergrund

    Weiterbildung in der Arbeit von Schwerbehindertenvertretungen in Bayern

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    Der Artikel gibt einen Einblick in die Inhalte der Weiterbildungen, die im Rahmen des Teilprojekts 2 der Julius-Maximilians-Universität Würzburg durchgeführt wurden

    Schule oder Wohlfahrtsverein? Positionierungen von Lehrkräften zur Leistungsbewertung im inklusiven Unterricht am Beispiel der Frage der (Nicht-)Versetzung

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    Die grundlegende Ambivalenz der Anforderung, Leistung zu bewerten, erscheint in inklusiven Settings angesichts der widersprüchlichen Logiken von Leistung und Inklusion verschärft. Vor diesem Hintergrund fragt der Beitrag auf Basis einer qualitativen Studie danach, wie sich Lehrkräfte zur Leistungsbewertung positionieren. Der Beitrag fokussiert einen inklusiven Gymnasialkontext, den übergreifend eine hohe Bedeutung eines dort konstruierten Anspruchs, Leistungspotentiale bei allen Schüler*innen ‚abzurufen‘, kennzeichnet. In diesem Kontext werden die Positionierungen zweier Lehrkräfte zur Frage der (Nicht-)Versetzung und damit verbundenen ‚Abschulung‘ eines Schülers im Kontext der Zeugniskonferenz am Schuljahresende kontrastiert. Unter Rückgriff auf Ableism als sensibilisierendes theoretisches Konzept werden Spielräume in der Leistungsbewertung und ihre Begrenzungen vor dem Hintergrund institutioneller Fähigkeitserwartungen diskutiert

    Gehörlos Studieren? Was inklusionsorientierte Hochschulen aus den Erfahrungen gehörloser Studierender lernen können.

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    Um die spezifische Studiensituation sich als gehörlos verstehender Studierender in Bayern zu eruieren, wurden vierzehn schwerhörige, gehörlose und spätertaubte Personen sowie Cochlea Implantat Träger*innen in Form biographisch-narrativer Interviews befragt. Die so erzeugten Daten verweisen dabei deutlich auf einen Zusammenhang zwischen der Gehörlosigkeit und den biographischen Bildungserfahrungen der Befragten. Als wesentliche Ergebnisse sind die größtenteils erstmalige Auseinandersetzung mit eigenen kommunikativen Bedarfen im hörenden Setting Studium ohne adäquate Beratungsangebote sowie die Erarbeitung hierzu passender Lern- und Kommunikationsstrategien der befragten Personen zu nennen. Der organisatorische Mehraufwand, den gehörlose Studierende bei der Beantragung, Organisation und Finanzierung kommunikativer Hilfen zu bewältigen haben, ist ein weiterer Faktor, der die Zielgruppe der vorliegenden Studie beispielsweise von Studierenden ohne Bedarfe an kommunikative Hilfen unterscheidet. Zudem erleben sich die Befragten als abhängig vom Wohlwollen ihrer Kommiliton*innen und Dozent*innen, was Unterstützung bei der Teilhabe an Lehrveranstaltungen und sozialen Aktivitäten sowie der Auf- und Nachbereitung des Lehrstoffes betrifft. Für das vorliegende Sample konnte in der kontrastiven Fallrekonstruktion der Interviews herausgearbeitet werden, dass die befragten gehörlosen Studienteilnehmer*innen diesen Herausforderungen mittels zweier dominanter Handlungsstrategien begegnen und Bildungserfolge somit trotz Barrieren für sich selbst erlebbar machen. Auf institutioneller Ebene lassen sich Empfehlungen an inklusionsorientierte Hochschulen aus diesen biographischen Handlungsmustern ableiten, welche zu einer Verbesserung der kommunikativen Barrierefreiheit beitragen sollen

    Didaktik in der qualitativ-empirischen Unterrichtsforschung:: eine Forschungsskizze für inklusiven Unterricht

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    Im vorliegenden Beitrag wird eine Perspektive für qualitative Unterrichtsforschung skizziert, welche Unterricht als Zusammenhang von Lehre und Subjektivierungsprozessen vor dem Hintergrund der Klassenöffentlichkeit wahrnimmt: Mit welchen Unterstellungen werden die Schüler*innen didaktisch-fachlich adressiert? ‚Antworten‘ sie durchweg den Adressierungen adäquat oder lassen sich regelmäßige Diskrepanzen nachzeichnen? Welche Adaptionen und Binnendifferenzierungen erfolgen und welche Bedeutungen transportieren diese öffentlich? Letztlich geht es um das Fernziel, besser einschätzen zu können, welchen Beitrag schulischer Unterricht zur Persönlichkeitsentwicklung leistet, und die diesbezüglichen Mechanismen zu erkennen. Für konkrete Untersuchungen bietet sich dafür besonders der Blick auf inklusiven Fachunterricht an, welcher mit der hier skizzierten Perspektive auch die in der Theorie prominent gehaltene Trennung von Sonder- bzw. Inklusionspädagogik auf der einen und der ‚normalen‘ Didaktik auf der anderen Seite empirisch zu prüfen gestattet

    Selbstbestimmtes Wohnen für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen – Perspektiven von Beratenden mit und ohne Behinderung

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    Die Studie eruiert biographische und professionelle Perspektiven auf das Thema „Selbstbestimmtes Wohnen für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung“. Interviewt wurden sechs Peer-Berater/innen mit einer sogenannten geistigen Behinderung und drei Berater/innen ohne eine entsprechende Beeinträchtigung. Eine qualitative Inhaltsanalyse der Interviews verweist auf zentrale Spannungsfelder von Bevormundung und Selbstbestimmung, Privatsphäre und Gemeinschaft in Bezug auf wohnbezogene Entscheidungsprozesse und Wohnarrangements für Menschen mit Behinderungen. Zudem rekonstruiert die Studie subjektive Vorstellungen zur Berater/innen-Rolle. Die Potenziale und Herausforderungen der Peer- und Tandem-Beratung durch Berater/innen mit und ohne Behinderung werden abschließend diskutiert

    Dimensionen inklusiver Didaktik - Personalität, Sozialität und Komplexität

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    Der vorliegende Beitrag will anhand des Dreischritts von Personalität, Sozialität und Komplexität einen Beitrag zur theoretischen Fundierung inklusiver Didaktik leisten und greift hierfür auf anerkennungstheoretische Überlegungen zurück. Im Ergebnis wird hierüber der transformatorische Anspruch inklusiver Didaktik deutlich

    Die Mehrdimensionale Reflexive Didaktik – Über Beziehung, Dialog und Emotion in der Pädagogik und Didaktik

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    Die Umsetzung der inklusiven Idee befindet sich im deutschen Schulsystem in Widersprüchen, so lange der Fokus auf Leistung und Output-Orientierung gelegt wird bzw. Effizienz- und Nützlichkeitserwartungen in den Vordergrund rücken. Die Ökonomisierung ist im Bildungswesen spürbar und fördert exkludierende Strukturen. Dagegen wird ein Modell einer Pädagogik und Didaktik entworfen, die diese widersprüchlichen Entwicklungen reflektiert, die auf Beziehung und Dialog setzt, die Emotionen nicht ausblendet und Kooperation in das Zentrum rückt

    Warum wechseln Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf von der allgemeinen Schule in die Förderschule?

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    An den Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Hören und Kommunikation (HK), Körperliche und motorische Entwicklung (KM), Sehen (SE) und Sprache in der Sekundarstufe I (SQ) im Rheinland starteten im Schuljahr 2016/2017 rund 21 % der Schülerinnen und Schüler (SuS) mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf nach einem Schulwechsel aus dem allgemeinen System. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die Gründe für den Schulwechsel herauszuarbeiten. Die Ergebnisse der inhaltsanalytischen Auswertung von 38 leitfadengestützten Interviews zeigen, dass die allgemeinen Schulen häufig nicht mit entsprechenden personellen und sachlichen Mitteln ausgestattet sind, um den Bedürfnissen der SuS mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf gerecht zu werden. Weiterhin hemmen die fehlende Peergroup sowie eine mangelnde Bereitschaft die besonderen Bedarfe der SuS mit Unterstützungsbedarf anzuerkennen, die Beschulung an einer allgemeinen Schule. Auf personaler Ebene werden fortschreitende Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten als Gründe für den Wechsel in die Förderschule von den Befragten benannt. Die vorliegende Studie zeigt, Schulwechsel außer der Reihe sind nicht nur Wechsel zwischen den Systemen, sondern bergen eine große Gefahr für Frustration und soziale Ausgrenzung

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