Zeitschrift für Inklusion
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    Rekonstruktive Forschung zu inklusivem Fachunterricht: Ein Kommentar zum Themenheft

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    Als Kommentierung zu den empirischen Beiträgen im Themenheft beschreibt dieser Text Potenziale und Schwierigkeiten einer rekonstruktiven Erforschung des Zusammenhangs von Fachlichkeit und Inklusion. Im Anschluss an die methodologische Ausrichtung der Beiträge des Themenhefts liegt der Fokus auf der dokumentarischen Unterrichtsforschung. Die Potenziale der Dokumentarischen Methode für den fraglichen Zusammenhang liegen in der wissenssoziologischen Grundlegung und der empirischen Zugänglichkeit zu Wissensstrukturen. Damit ist die Erforschung von Fachlichkeiten mit der Dokumentarischen Methode an Wissensdiskurse in den Fachdidaktiken und in der empirischen Bildungsforschung anschlussfähig.&nbsp

    Eine psychodynamische Betrachtung von Ausgrenzungsprozessen im Rahmen von Inklusion

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    In diesem Beitrag soll die Bedeutung von gruppendynamischen Prozessen in einer inklusiven pädagogischen Praxis herausgearbeitet werden. Einleitend soll ein kurzer Problemaufriss des Paradigmenwechsels im bildungspolitischen Diskurs gegeben werden. Im Fokus der weiteren Betrachtung stehen Gruppenbildungsprozesse und ihre Bedeutung für die Entstehung von inklusiven und exklusiven Situationen in der pädagogischen Praxis. Abschließend werden veränderte Ansprüche an das professionelle pädagogische Handeln in Bezug auf die Betrachtung von psychodynamischen Prozessen im Gruppengeschehen aufgezeigt

    Auf dem Weg zu einem barrierefreien digitalen Leitsystem

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    Wie können Blinde und Sehbehinderte sich in einem komplexen Gebäude leichter orientieren? Diese Frage steht im Zentrums des Forschungs-Projekts der Hochschule Ansbach. Ziel war es, den Prototyp eines barrierefreien Indoor-Leitsystems auf App-Basis zu entwickeln: Mittels Sprachausgabe auf dem Smartphone soll dieses zunächst der Basiszielgruppe „Blinde und Sehbehinderte“ helfen, sich auf dem Campus zu orientieren. Angelegt ist der digitale Helfer mit dem Namen „Campus-Lotse” aber nach den Gedanken „Accessibility first“ und „Universal Design“– also als ein System, das letztendlich allen Menschen zugutekommen soll, so etwa auch Menschen in Stresssituationen oder ältere Menschen mit Orientierungsschwierigkeiten

    Der ‚Umgang mit Gleichheit‘ im Heterogenitätsdiskurs: Problematisierende Perspektiven auf pädagogische Anerkennungspostulate

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    Analysen des schulbezogenen Heterogenitätsdiskurses stellen zwar vielfach heraus, dass dieser sich (auch) über eine Kritik an am Gleichheitsprinzip orientierten pädagogischen Praktiken legitimiere, verdeutlichen aber zumeist nicht, ob dennoch – und falls ja: wie – am Gleichheitsprinzip festgehalten wird. Der Beitrag unternimmt zunächst eine systematisierende Analyse und Problematisierung der Verwendungsweisen und Bedeutungsgehalte des Gleichheitsbegriffs im Kontext pädagogischer Postulate der ‚Anerkennung von Heterogenität‘, um schließlich Ansätze zu skizzieren, die nahelegen, Gleichheit als prioritäres Prinzip pädagogischen Anerkennungshandelns zu begreifen

    Anerkennung und Vulnerabilität. Inklusionspädagogische Überlegungen in Anschluss an Butler und Levinas

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    In diesem Beitrag wird die These skizziert, dass die Rede von Anerkennung, wird sie in einem wie auch immer explizierten normativen bzw. ethischen Sinn verstanden, nur dann sinnvoll ist, wenn sie als eine mögliche oder notwendige Antwort auf die Verletzbarkeit bzw. Vulnerabilität des Menschen verstanden wird. Zunächst werden einige der zentralen Gedanken Judith Butlers zur Vulnerabilität rekapituliert. Unter Bezugnahme auf Emmanuel Levinas wird sodann eine verantwortungsethische Rahmung der Vulnerabilität vorgenommen. Der Beitrag schließt mit einem pädagogischen Ausblick. Dabei wird gezeigt, dass das Anerkennungsgeschehen von einer tiefen Ambivalenz durchzogen ist, die es als fragwürdig erscheinen lässt, es lediglich als ethisch gesollt zu fassen. Tatsächlich können Akte der Anerkennung im Rahmen bestimmter begrifflicher und konzeptioneller Überlegungen als verletzungsmächtig ausgewiesen werden

    Zusammenhalt – Differenz Bausteine für eine Inklusive Stadt

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    Innerhalb des Forschungs- und Praxisverbundes „Inklusion an Hochschulen. Barrierefreies Bayern“ wurde an der Architekturfakultät der Hochschule München untersucht, wie das Thema „Inklusion“ in die Lehre im Städtebau eingebunden werden kann. Innerhalb des Projektes wurden die Studierenden als zukünftige Gestalter der Umwelt angesprochen. Sie sollten für das Thema „Inklusion“ sensibilisiert und auch interessiert werden.  In diesem Zusammenhang wurde das Thema mit einem Lehr- und Forschungsprojekt für zwei Jahre in der Lehre verankert. Dabei wurde Inklusion als gesellschaftliches Konzept begriffen und nicht auf die Beachtung von gesetzlichen Regelungen für barrierefreies Bauen reduziert.&nbsp

    Zeit und Raum für Beziehungen? Der „Offene Anfang“ in der Grundschule

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    Nicole Freke diskutiert am Beispiel der Primarstufe der Laborschule Bielefeld, wie sowohl die räumlichen als auch die zeitlichen Strukturen des „Offenen Anfangs“ – also der pädagogisch gestalteten, für die Kinder freiwillig zu besuchenden Zeit zwischen dem morgendlichen Ankommen in der Schule und dem eigentlichen Unterrichtsbeginn – u.a. dazu beitragen, die Beziehungen zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen zu gestalten. Auf Grundlage einer von ihr durchgeführten ethnografischen Studien leitet sie vier Faktoren ab, die zu einer wertschätzenden, entwicklungsförderlichen Beziehungsgestaltung beitragen können: (1) Eine zeitliche Strukturierung, die (auch) Freiräume für Gespräche und spontane gemeinsame Tätigkeiten lässt, (2) einen Raum, der flexibel ist und verschiedene Möglichkeiten bietet, (3) eine Beständigkeit der pädagogischen Beziehungen sowie (4) das Wahrnehmen von und das Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder.

    Fernunterricht für Schüler*innen mit Behinderungen: Perspektiven von Lehrpersonen

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    Bedingt durch die Corona-Pandemie fand im Sommersemester 2020 über mehrere Wochen hinweg der Unterricht an österreichischen Schulen in Form von (digitalem) Fernunterricht statt. Das führte zu einem Reformschub im Bereich der Digitalisierung und zur Erweiterung der digitalen Kompetenzen der beteiligten Personen. Gleichzeitig stellte die Umsetzung aber auch eine große Herausforderung für die Lehrpersonen, Schüler*innen und Eltern/Erziehungsberechtigten dar. In diesem Beitrag werden Ergebnisse einer Online-Erhebung dargestellt, in der erfasst wurde, welche Chancen und Herausforderungen der Fernunterricht für Schüler*innen mit Behinderungen aus der Perspektive steirischer Lehrpersonen gebracht hat. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die Zugänge und Erfahrungen von Lehrpersonen spezifisch aus Inklusionsklassen der Volksschule. Ziel ist es, durch die gewonnenen Daten erste Einblicke in diese Form des Unterrichts für Schüler*innen mit Behinderungen in Inklusionsklassen zu bekommen und Beispiele guter Praxis zu sammeln

    Intersektionale Ausschlüsse am Schnittpunkt Flucht und Behinderung: Erste Analysen in der Landeshauptstadt München

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    Der Sommer der Migration 2015 und die damit verbundenen hohen Zahlen von neu angekommenen Geflüchteten führte in der Kommune München zu einer verstärkten Auseinandersetzung mit dem Schnittpunkt von Flucht und Behinderung. Dieser Artikel diskutiert die Anwendung einer intersektionalen Perspektive im kommunalen Zusammenhang anhand der Analyse von qualitativen und quantitativen Abfragen in der Landeshauptstadt. Konzeptionelle Grundzüge von Intersektionalität werden umrissen und bezogen auf die Bereiche Fluchtmigration und Behinderung und die kommunale Anbindung diskutiert. Die Darstellung der Ergebnisse liefert erste Hinweise auf die Anzahl der Menschen an diesem Schnittpunkt in München, deren zentralen Bedarfslagen und zur vorhandenen Angebotslandschaft. Im Gesamtblick zeigt sich die Problematik von multiplen Exklusionsprozessen in den versäulten Bereichen der Behindertenhilfe und Migrationsarbeit

    Lehrer_innenfortbildung für eine inklusive Schule in Österreich

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    Die Lehrer_innenbildung ist einer der wesentlichen Faktoren für das Gelingen der Inklusiven Bildung. Langfristig gesehen ist dabei die Lehrer_innenaus-, kurz und mittelfristig aber die -fortbildung entscheidend. In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung finden sich dazu aber kaum Beiträge. Der vorliegende Artikel geht zuerst kurz auf Herausforderungen für die Lehrer_innenfortbildung ein bevor die Reaktion Österreichs darauf ausführlich mit empirischen Daten und Beispielen belegt wird. Dabei wird auch die Fortbildung für Schulleiter_innen und für Assistent_innen behandelt, weil diese ebenfalls einen wichtigen Gelingensfaktor, insbesondere für den Nichtausschluss von Kindern mit hohem Assistenzbedarf und sehr herausforderndem Verhalten, darstellen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Einbindung von Menschen mit Beeinträchtigungen als Role-Models. Abschließend werden Konsequenzen für die weitere Ausgestaltung der Lehrer_innenfortbildung gezogen

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