Zeitschrift für Inklusion
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    „wir sitzen jetzt alle in einem Boot“ – Distanzlernen an inklusiven Grundschulen aus der Perspektive von Schulleitungen: Empirische Ergebnisse aus einer Studie zur Schulkultur an Grundschulen in Zeiten der Corona-Pandemie

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    Die Schulschließungen und das Distanzlernen im Zuge der Corona-Pandemie gingen mit erheblichen Herausforderungen für das Lernen an inklusiven Grundschulen einher. Im Beitrag wird anknüpfend an eine qualitativ-empirische Studie der Frage nachgegangen, wie – aus der Perspektive von Schulleitungen – das ‚Homeschooling‘ für Kinder mit sehr unterschiedlichen Ausgangslagen organisiert worden ist, welche Inklusionspotenziale sich zeigen und zu welchen Exklusionsmomenten es durch das Lernen zuhause auch gekommen ist. Ausgehend von narrativen Interviews mit Schulleitungen inklusiver Grundschulen wird rekonstruiert, wie die Schulschließungen und das Distanzlernen als zentrale bildungspolitische Anforderungen von ihnen wahrgenommen und bearbeitet worden sind. Diese Handlungs- und Wahrnehmungsmuster werden rückgebunden an das Konzept der Schulkultur, sodass der schulkulturelle Umgang mit dem Lernen zuhause rekonstruiert wird. Die Ergebnisse aus der Rekonstruktion von zwei exemplarischen Fällen deuten darauf hin, dass auch im Distanzlernen Partizipation und Teilhabe ermöglicht werden konnte, aber es dennoch – trotz der Bemühungen von Schulleitung und Lehrkräften – auch zur Marginalisierung von einzelnen Schüler*innen gekommen ist

    Chancen und Risiken integrativer schulischer Massnahmen aus der Perspektive von Schweizer Schulleitenden der Oberstufe.: Ergebnisse einer Befragung zu den Massnahmen Nachteilsausgleich und reduzierte individuelle Lernziele.

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    Im Zuge der zunehmenden integrativen Beschulung von Lernenden mit besonderem Bildungsbedarf, werden in Schweizer Regelschulen vermehrt sogenannte integrative schulische Massnahmen angewandt, um auf die Bedürfnisse und Interessen aller Schülerinnen und Schüler optimal einzugehen (Luder, 2016). Der vorliegende Beitrag befasst sich mit den beiden integrativen schulischen Massnahmen reduzierte individuelle Lernziele (RILZ) und Nachteilsausgleich (NAG). Untersucht wurden die Einschätzungen von Schulleitungen aller Oberstufenschulen des Kantons Bern bezüglich Chancen und Risiken der beiden Massnahmen. Es zeigt sich, dass die beiden Massnahmen sehr unterschiedlich bewertet werden und der NAG im Hinblick auf die Entwicklung der betroffenen Lernenden grundsätzlich positiver wahrgenommen wird als RILZ

    Inklusiver Arbeitsmarkt oder lieber Aufhebung der Arbeit?

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    Statt der Inklusion in den Arbeitsmarkt wird hier die Aufhebung der Arbeit gefordert. Nur diese kann, wenn auch zunächst nur utopisches Projekt, die Gesellschaft dahingehend reflektieren, dass wir nicht für die Einen, bspw. Menschen mit zugeschriebener Behinderung, Inklusion in den Arbeitsmarkt fordern, während auf der anderen Seite die Arbeitsbedingungen innerhalb der Wissenschaft selbst außen vor bleiben. Dass eine Veränderung der Sicht auf Arbeit auch Veränderungen der Sicht auf Bildung mit sich bringt, ergibt sich daraus fast zwangsläufig

    Situationsanalyse Autismus – empirische Perspektivierungen zwischen Ratgeberliteratur und pädagogischem Handeln

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    Die Kategorie Autismus stellt im Kontext Inklusiver Bildung ein kontroverses Feld dar: So wird einerseits die Vielfalt individueller Ausprägungen betont, zugleich jedoch werden – trotz steigender Diagnoseraten – selten Zweifel an der Angemessenheit der Diagnose sowie am schulisch-unterrichtlichen Umgang mit ihr geäußert (vgl. Platte, 2019). Da, ungleich zu Fragen von Förderung, die Herstellung der Kategorie Autismus bisher selten empirisch in den Blick gelangt, wird in diesem Beitrag eine Situationsanalyse – in Anlehnung an Clarke (2012) – entlang einer Komparation zweier Datensorten vorgenommen: Auf Basis von Ratgeberliteratur sowie von Interviewdaten, die im BMBF-geförderten Forschungsprojekt »StiEL« erhoben wurden, soll dabei die Frage gestellt werden, welches Wissen als relevant für den schulischen Umgang mit Autismus aufgerufen wird. Mit theoretischen Bezügen zur kritisch-materialistischen Behindertenpädagogik (Feuser, 2004) sowie pädagogischen Professionalisierung (Bohnsack, 2020) werden grundlegende Ambivalenzen der Kategorie Autismus herausgearbeitet und diskutiert

    Fachliche Passung im individualisierenden Deutschunterricht

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    Dieser Beitrag geht der Frage nach, wie fachliche Passung in individualisiertem Deutschunterricht unter der Bedingung differenter Lernvoraussetzungen von Schüler*innen hergestellt wird. Zu diesem Zweck werden zunächst die empirischen Erkenntnisse zusammengetragen, die im Kontext von individualisiertem Fachunterricht erzielt wurden. Anschließend werden die Interpretationen von zwei Fallbeispielen aus einer inklusiven Schule und einer Förderschule mit dem Zugang der dokumentarischen Methode vorgestellt, wobei sich zeigt, dass multimodale Strukturen und die Funktionalisierung von Unterrichtsmaterial Potenziale fachliche Lernprozesse erzeugen

    Inklusive Momente in Bildungsprozessen: Kritik einer bildungstheoretischen Grundlegung der schulischen Inklusion

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    Abstract: Der Beitrag unterzieht die theoretische Grundlegung einer inklusiven Bildung durch das Konstrukt „Inklusive Momente“ (Ulrich Heimlich) einer kritischen Würdigung. Als inklusive Momente werden vom Autor Situationen verstanden, die durch Teilhabe und Teilgabe, durch Nehmen und Geben gleichermaßen geprägt sind. Die Widerrede macht dreierlei Kritikpunkte geltend. Erstens: Die durch die reziproke Dyade von Teilhabe und Teilgabe definierten inklusiven Momente machen nicht den paradigmatischen Kern inklusiver Bildungsprozesse aus; sie nehmen insbesondere nicht den dialektischen Charakter inklusiver Prozesse und Situationen wahr. Zweitens: Weil die bildungstheoretische Grundlegung durch inklusive Momente die Ebene der Schulstruktur vollständig und konsequent ausklammert, wird der Konzeptentwurf als unpolitisch, systemaffirmativ und herrschaftshörig gekennzeichnet. Drittens: Ein inklusiver Bildungsbegriff sollte vor allem als Bildung eines einzigartigen Subjekts verstanden werden. Inklusive Bildung kann entgegen bürgerlichen Vorstellungen grundsätzlich von allen Menschen, auch von Menschen mit kognitiven Einschränkungen erworben werden. Die inklusive Schule muss eine Individualisierung und Personalisierung der Bildung durch einen ziel- und angebotsdifferenten Unterricht ermöglichen

    Zwischen Kompetenzentzug und Integrationsinszenierung: Widersprüche inklusiven Unterrichts am Fallbeispiel eines Rollenspiels im ‚inklusiven‘ Politikunterricht

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    In der Unterrichtspraxis stellt sich der Zusammenhang zwischen Inklusion und Exklusion als komplex und widersprüchlich dar. So können bspw. Bemühungen von Teilhabe bestimmter Schüler*innen ihr Gegenteil bewirken, wenn diese Bemühungen in der Logik einer übergeordneten Exklusions-Struktur des Unterrichtsmilieus umgesetzt werden. Am Beispiel eines Rollenspiels im ‚inklusiven‘ Politikunterricht eines 9. Jahrgangs, in dem zwei Schülerinnen mit zugeschriebenem sonderpädagogischen Förderbedarf im Förderschwerunkt Geistige Entwicklung (negativ) exponiert werden, will dieser Beitrag einen solchen Widerspruch explizieren. Das Fallbeispiel wird mit der Dokumentarischen Methode analysiert

    Texte verfassen im Deutschunterricht - nur mit Schrift?

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    Ausgehend von den hohen Anforderungen, die das Texteverfassen an die Schüler*innen stellt, aber auch von dem Vorhandensein etablierter sonderpädagogischer und fachdidaktischer Konzepte, die die Hürden des Umgangs mit Schrift modellieren, zeigt der folgende Beitrag aktuelle Tendenzen in dem deutschdidaktischen Diskurs auf und stellt unter Verwendung eines empirischen Beispiels Gemeinsamkeiten und Unterschiede des erweiterten Textbegriffs sowie des Diktierens dar. Der Beitrag endet mit didaktischen Reflexionen für das Verfassen von Texten

    Fachdidaktik des inklusiven Deutschunterrichts: Eine praxeologische und fachwissenschaftliche Perspektivierung von Vermittlungs- und Aneignungsprozessen

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    In diesem Beitrag wird eine praxeologische Analyseeinstellung für die Begründung einer empiriebasierten Didaktik des inklusiven Deutschunterrichts entfaltet, wobei im Anschluss an den sozialwissenschaftlichen Inklusionsdiskurs die habitualisierten Strukturen und Praktiken fachlicher Vermittlungs- und Aneignungsprozesse in heterogenen Lerngruppen ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt werden. Entlang der empirischen Analyse einer Aufgabenbearbeitung in einem formal inklusiven Grammatikunterricht wird konkretisiert, wie dieser Analysefokus für die Konzeptionierung einer inklusionsorientierten Deutschdidaktik genutzt werden kann

    Vom Gebrauch der Wissenschaft für die Inklusion in pädagogischen Feldern der Exklusion

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    Der Beitrag reflektiert die Frage des Verhältnisses von Fachunterricht und Inklusion, u.a. auch Fragen der Individualisierung und inneren Differenzierung. Dabei wird diskutiert, inwieweit empirische Studien, deren Beobachtungen und Erhebungen in Feldern des selektierend-ausgrenzenden und segregierenden Schulsystems bzw. dort unter Aspekten einer »selektierenden Inklusion« generiert werden, hinsichtlich der Frage eines inklusiven Unterrichts bzw. der Transformation dieses Schulsystems in ein inklusives diesbezüglich relevant und valide sein können. Es wird verdeutlich, dass hinreichend Gründe bestehen, dass der Fachunterricht, dem weitgehend alleine zugeschrieben wird, eine fachliche Bildung realisieren zu können, hinsichtlich seiner Annahmen zur Inklusion äußerst begrenzt ist und nur in reduzierter Weise eine subjektwissenschaftlich fundierte Pädagogik realisieren kann. Eine erforderliche entwicklungslogische Didaktik mit der Möglichkeit entwicklungsniveaubezogener innerer Differenzierung rückt den Projektunterricht in den Fokus

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