Medienwelten – Zeitschrift für Medienpädagogik
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Schule im Kinosaal. Wie Filmpädagogik den Unterricht bereichert
Die SchulKinoWochen verlegen den Unterricht bundesweit einmal im Jahr in den Kinosaal und bieten Schulklassen aller Schultypen und Altersstufen die Möglichkeit, zu reduzierten Preisen Unterrichtsthemen mit Kinofilmen zu behandeln. Die angebotenen Filme lassen sich in verschiedenste Unterrichtsfächer und Themenbereiche integrieren. Zu jedem Film liegt pädagogisches Begleitmaterial vor, das den Lehrkräften vor dem Kinobesuch kostenfrei zur Verfügung steht. Eine Vielzahl von Veranstaltungen wird von Referentinnen und Referenten oder Filmschaffenden begleitet, die direkt auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler eingehen. Ziel ist eine bewusste Auseinandersetzung mit Filmen als Kunstform und die Nutzung des außerschulischen Lernortes Kino
Medienpädagogische Analyse des Films „Ex Machina“ in Bezug auf Transhumanismus
Viele Wissenschaftler_innen glauben daran, dass eines Tages möglich sein wird, was bisher nur die Filmindustrie illustriert hat: Die Entwicklung von künstlichen Menschenwesen, die dem biologischen Homo Sapiens weit überlegen sind. Doch obwohl intelligente Roboter gegenwärtig nur auf der Leinwand realisiert werden können - die ethischen Fragen, die sich aus ihrer Existenz ergeben, sind durchaus real und relevant: Hat ein intelligentes Computerprogramm ein Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung?
Ein Film, der diese ethischen Fragen aufwirft und zudem eine hohe filmästhetische Qualität aufweist ist „Ex_Machina“ von Alexander Garland. In der folgenden Arbeit wird der Film medienpädagogisch analysiert und herausgestellt, inwiefern er für Jugendliche geeignet ist und ebenjene wichtigen ethischen Fragen thematisiert, welche für die heranwachsende Generation in ihrer immer technologischer werdenden Umwelt von großer Bedeutung sind
Rezension: Cinepassion – The Sequel
Mit Cinépassion – The Sequel. Eine psychoanalytische Filmrevue legt der Psychosozial-Verlag bereits den dritten Band einer Reihe vor und folgt damit der offenkundigen Beliebtheit, die die Verbindung von Film mit Psychoanalyse seit geraumer Zeit und zunehmend bei Filmschauenden, Veranstalter*innen und nicht zuletzt bei psychoanalytisch beleckten und arbeitenden Menschen erfährt
Editorial
Mit Transhumanismus, Migration und Gender werden in dieser Ausgabe von Medienwelten drei aktuelle gesellschaftliche Aspekte thematisiert, die im Rahmen von Filmanalysen sowie einer empirischen Rezeptionsstudie zu den Lieblingsfilmen und Lieblingshelden von Kindern bearbeitet werden
Editorial
Aspekte der Selbstdarstellung im öffentlichen Raum werden angesichts der Bedeutungszunahme und Allgegenwart von Smartphones insbesondere im Kontext von Selfies diskutiert. Wie Menschen sich bzw. Aspekte ihrer Identität nach außen darstellen, ist jedoch auch in anderen Zeichensystem codiert. Insbesondere Kleidung und Mode spielen dabei eine wichtige Rolle. Die vorliegende Ausgabe von Medienwelten thematisiert zwei auffällige Phänomene im Kontext heutiger Selbstdarstellungspraxen im öffentlichen Raum
Die kleine böse Randnotiz: Schockfotos auf Zigarettenschachteln
Um den Bürgerinnen und Bürgern das Rauchen zu verleiden, setzt die Europäische Union seit zwei Jahren auf die gesetzliche Vorabe, möglichst eklige bzw. abschreckende Fotos der Folgen des Tabakkonsums auf die Verpackungen zu drucken. Seither tragen auch in Deutschland Zigarettenschachteln, Tabak zum Selbstdrehen und Wasserpfeifentabak sogenannte „Schockbilder“ und Warnhinweise. Aus medienwissenschaftlicher und medienpädagogischer Sicht war von vornherein arg zu bezweifeln, dass diese Maßnahme Erfolg hat, weil ihr ein veraltetes und unterkomplexes Medienwirkungsmodell zugrunde liegt
Die kleine böse Randnotiz: Gute Bildung – und was DIE ZEIT sich darunter vorstellt
Die Wochenzeitschrift „DIE ZEIT“ erschien im Februar 2018 in der Ausgabe 8 mit einem auffälligen neongelben quadratischen Aufkleber links oben auf der Titelseite, der eine Beilage annoncierte. Der Text (in roter, der Rest dann in schwarzer Schrift) lautete: „32 Seiten extra:“, es folgt in größerer Schrift „Schule & Erziehung“, darunter klein: „Eine ZEIT-Beilage über gute Bildung“. Was stellt DIE ZEIT sich in einem Extra unter „guter Bildung“ im Kontext von Schule und Erziehung vor
Hype um Wasen, Dirndl und Lederhose
Junge Menschen in Dirndl und Lederhose auf Volksfesten wie dem Oktoberfest in München oder dem Wasen in Stuttgart – dieser Anblick ist heute keine Seltenheit mehr. Doch was sind die Hintergründe dieses Trends? Warum kleiden sich gerade Nicht-Bayern seit Beginn des neuen Jahrtausends in bayerischer „Tracht“? Und könnte diese Entwicklung mit den aktuellen gesellschaftlichen Lebensumständen wie Pluralität, Globalisierung und Individualisierung in Verbindung stehen? Diesen Fragen nähert sich diese Forschungsarbeit an, indem sich beispielhaft den Wasenbesuchern in Stuttgart gewidmet wird. Der empirische Teil dieser Arbeit umfasst die Auswertung sechs qualitativer Episodischer Interviews. Es werden die Motive des Trachtentragens, sowie die Beschreibung und Bewertung des subjektiven Lebenszusammenhangs der jungen Menschen untersucht. Im Schritt der Interpretation werden beide Aspekte zueinander in Beziehung gesetzt
Medienpädagogische Analyse des Films „In This World“
Im Rahmen des leitenden Themas „Kinder auf der Flucht“ soll der Film „In This World“ als ein geeignetes Medium dienen, eine Filmanalyse unter Betrachtung medienpädagogischer Mittel vorzunehmen. Die mehrfach prämierte Semi-Dokumentation vermag die Realität unserer politischen Welt so mit Fiktion und Inszenierung zu verbinden, dass eine klare Trennung vom Zuschauer nicht mehr eindeutig auszumachen ist. Die dadurch überzeugende Darstellung der globalen Wirklichkeit bezieht sich auf eine Problematik, die trotz gesellschaftlicher Kritik oft unausgesprochen bleibt: vom Krieg und dessen Folgen, die in erster Linie die Unschuldigen oder Unbeteiligten solcher Auseinandersetzungen betreffen
„Das ist mein absoluter Lieblingsfilm!“ Zu den Kino- und FernsehheldInnen von 10- bis 12-Jährigen aus Geschlechterperspektive
Der vorliegende Beitrag präsentiert die Ergebnisse einer Analyse von Kinderaufsätzen, die 10- bis 12-Jährige über ihre Lieblingsfilme verfasst haben. Der Schwerpunkt der Analyse liegt auf einer Genderperspektive: Welche Identifikationsfiguren, Themen und Interessen von Mädchen und Buben bilden sich in den Aufsätzen ab? Wie gehen die Kinder mit Geschlechterstereotypen um? Die Ergebnisse zeigen ein hohes Maß an Facettenreichtum und Individualität in den Aufsätzen – über die Geschlechtergruppen hinweg. Manche Tendenzen und Muster zeichnen sich in der einen Geschlechtergruppe stärker ab als in der anderen, augenfällige Unterschiede liegen mit wenigen Ausnahmen im untersuchten Sample aber nicht vor. Auch auf Geschlechterstereotype greifen die Kinder beim Schreiben nur selten zurück