opus htw (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin)
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Implementierung einer Vier-Gestenerkennung auf dem Android-Betriebssystem
Die Zielstellung der vorliegenden Abschlussarbeit war es eine Android-Bibliothek zu entwickeln, die die Ausführung vier grundlegender Gesten zuverlässig innerhalb eines eigenständigen Android-Services detektieren soll. Die Basis für die Gestenerkennung bilden vorhandene Sensoren auf Mobilgeräten mit dem Android-Betriebssystem. Dabei wurden folgende Sensoren genutzt: Linear-Acceleration-Sensor, Gravity-Sensor und
Gyroscope-Sensor. Die zu detektierenden Gesten dienen dem Empfangen (MotionType.RECEIVE) und Versenden (MotionType.SEND) und Ablegen (Motiontype.DROP)
und Aufheben (MotionType.SCOOP) von Nachrichten.
Diese Arbeit schafft eine erste Basis für andere Entwickler*innen, die die Bibliothek in ihre Anwendungen integrieren oder weiter aufbauen wollen
Nutzung von Image Schemata als Analyse- und Synthesewerkzeug zur Förderung intuitiver Nutzung
Mit dem Aufkommen neuer Technologien und der zunehmenden Digitalisierung aller Lebensbereiche steigt die Notwendigkeit einer positiven Nutzererfahrung. Hierbei spielt die intuitive
Nutzung eine besondere Rolle: Jene ermöglicht Erstnutzer*innen, Noviz*innen und Gelegenheitsnutzer*innen eine positive Erstnutzung, indem bestehendes Vorwissen aufgegriffen wird und dadurch eine effektive Zielerreichung unterstützt werden kann. Aktuelle Erkenntnisse aus der kognitiven Linguistik eröffnen neue Möglichkeiten, um bei der Entwicklung von Benutzerschnittstellen gezielt eine intuitive Nutzung zu fördern. In einigen empirischen Studien konnte das Potential von Image Schemata als Gestaltungswerkzeug bereits nachgewiesen
werden. Ziel dieser Arbeit ist daher die weiterführende Untersuchung von Image Schemata als Werkzeug zur Förderung von intuitiver Nutzung im Rahmen der Neugestaltung einer Benutzerschnittstelle. Bei dieser Untersuchung konnte ermittelt werden, dass Image
Schemata in nutzerzentrierte Gestaltungsprozesse integriert werden können, jene wesentlich bei der Gestaltung der Benutzerschnittstelle beitrugen und die daraus resultierende Schnittstelle intuitiv bedienbar war – und daher Image Schemata eine sinnvolle Ergänzung für die Toolbox von UX-Designer, Usability-Experten und Informationsarchitekten darstellen
Eine Analyse der Glaubwürdigkeit von CSR-Kommunikation in der Fußballbundesliga aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive
Durch die stetig zunehmende Kommerzialisierung und Professionalisierung des deutschen Profifußballs, lassen sich die Finanzkennzahlen der Bundesligisten inzwischen mit derer mittelständischer Unternehmen vergleichen. Damit einhergehend rückt die ökonomische, ökologische und soziale Verantwortung (Corporate Social Responsibility) der Proficlubs zusehends in den Fokus öffentlicher Debatten. Dabei reicht die alleinige Verantwortungsübernahme jedoch nicht aus, sondern erfordert zusätzlich die glaubwürdige Kommunikation an alle relevanten Anspruchsgruppen. Die hier vorliegende Arbeit untersucht die CSR-Kommunikation der Teilnehmer der Bundesligasaison 2020/21 hinsichtlich sechs, im theoretischen Teil dieser Arbeit herausgearbeiteten, Glaubwürdigkeitsindikatoren
Ehrliches Engagement oder Pinkwashing?
Die LGBTQI*-Community ist zahlreichen gesellschaftspolitischen Problemstellungen ausgesetzt, da weltweit noch immer keine vollständige Gleichberechtigung, Toleranz und Integration erreicht ist. Aufgrund ihrer großen wirtschaftlichen Macht wird von Marken gefordert, als gesellschaftspolitische Ak-teure soziale Verantwortung zu übernehmen und sich für die Community zu engagieren. Um Solidarität zu zeigen, veröffentlichen immer mehr Marken zum Pride Month LGBTQI*-Kampagnen und färben ihre Logos wie auch Produkte in Regenbogenfarben. Jedoch wird vielen Marken vorgeworfen, sie würden dadurch nur Reputation sowie Profit steigern wollen und dieses Engagement nicht ehrlich meinen, was unter dem Begriff Pinkwashing zusammengefasst wird. Die vorliegende Arbeit untersucht Marken in ihrer Rolle als gesellschaftspolitische Akteure, die sich durch LGBTQI*-Kampagnen nach außen hin für die Inklusion der Community einsetzen. Dabei nimmt die Arbeit eine kritische Haltung ein, indem her-ausgefunden werden soll, wie ehrlich dieses Engagement ist oder ob Pinkwashing betrieben wird. Folgende Forschungsfrage soll beantwortet werden: „Inwiefern stimmen die in LGBTQI*-Kampagnen kommunizierten Werte von Marken mit ihrem tatsächlichen Handeln zur Inklusion der LGBTQI*-Community überein?“ Um die Forschungsfrage zu beantworten, führt die Arbeit mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse eine Fallstudie mit den drei Marken Starbucks, Ben & Jerry’s und H&M durch. Hierfür wird ein Kategoriensystem entwickelt, welches die LGBTQI*-Kampagnen der Marken und die darin kommunizierten Werte analysiert. Diese Werte werden dem tatsächlichen internen und externen Handeln zur Inklusion der LGBTQI*-Community gegenübergestellt, um Widersprüche aufdecken und Pinkwashing erkennen zu können. Das Ergebnis der Studie ist, dass bei Ben & Jerry’s Werte und Handeln zum Großteil übereinstimmen, sich bei Starbucks und H&M jedoch Diskrepanzen zwischen den kommunizierten Werten und dem tatsächlichen Handeln ergeben
Quantitative Unternehmensbewertung unter Unsicherheit
Diese Arbeit behandelt die quantitative Unternehmensbewertung unter Unsicherheit und dessen Anwendung (Modellierung mithilfe der Softwarestatistiken R und Excel). Ziel dieser Arbeit ist es, ein „Tool“ zu konstruieren, welches Unternehmen möglichst realitätsnah bewerten kann. Um dieser Zielvorgabe gerecht zu werden, sind hier vor allem Risiken (Chancen und Gefahren), welche die Zukunft mit sich bringen kann zu quantifizieren und in die Berechnung zu integrieren. Mithilfe der Monte Carlo Simulation kann der Unternehmenswert an einer Vielzahl von Szenarien - einschließlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten – dargestellt werden, anstatt nur an einer einzigen Zahl. Dies kann somit zu einer besseren Entscheidungsfindung für alle Beteiligten sowie zu einer umfassenden Wahrnehmung und einem deutlicheren Verständnis über den Wert eines Unternehmens führen. Als Nebeneffekt kann die Risikostruktur des Unternehmens rechnerisch sowie anschaulich betrachtet werden. Das konstruierte „Tool“ zur Berechnung des Unternehmenswerts unter Unsicherheit wird in dieser Arbeit anhand von Beispielen aus der Praxis erprobt und interpretiert.
Belgeitet wurde diese Arbeit von der HTW-Berlin und der BürgschaftsBank Berlin
Erstellung eines interaktiven, 3D Höhenmodells des Mars auf Grundlage von MOLA Daten
Mit dieser Arbeit werden Probleme bei der 3D Visualisierung von Geländemodellen in höchster Auflösung am Beispiel des Mars erforscht. Insbesondere steht dabei der hohe Speicherverbrauch im Vordergrund, der für einen durchschnittlichen Arbeitsspeicher zu groß ist. Es werden daher verschiedene Methoden, sowohl verlustfrei als auch verlustbehaftet, implementiert und gegeneinander evaluiert. Die Evaluation findet dabei an Hand eines Prototypen statt, der als interaktive Web-Anwendung realisiert wurde. Als Evaluationsmethoden kommt zum einen eine Nutzerbefragung zum Einsatz, zum anderen wird der Erfolg durch quantitative Methoden ermittelt. Alle Schritte der Entwicklung wurden dabei dokumentiert, sodass gefundene Lösungen dabei ähnlichen Projekten als Hilfe dienen können. Eine Kernentscheidung war dabei die starke Reduktion des Arbeits- und Grafikspeichers, unter anderen durch das Auslagern der Quelldaten außerhalb des Arbeitsspeichers. Dies führt zu einer Unabhängigkeit gegenüber des Datensatzes und erlaubt in der Theorie auch eine Nutzung von deutlich größeren Datenmengen. Dies führte durch die Nutzung des Webs allerdings auch zu einer starken Begrenzung der Performance durch das Netzwerk. Die Nutzung von verlustfreien Methoden, im konkreten Redundanzentfernungen und frustum- und occlusion culling, war erfolgreich und sollte in allen Visualisierungen von rasterbasierten Geländemodellen (DEM) zum Einsatz kommen. Allerdings fiel durch die Nutzerevaluation auf, dass eine 3D Visualisierung aus Nutzersicht gar nicht notwendig war. Hier sollten ähnliche Projekte die Nutzung einer Textur auf einem geringer aufgelöstem 3D Modell als Alternative in Betracht ziehen. Auch die Wahl des Webs als Zielsystem stellte das Projekt vor einige Herausforderungen und sollte, trotz einiger Vorteile, gut bedacht werden. Die Datenmenge konnte, abschließend betrachtet, dank der hier beschriebenen Methoden jedoch bewältigt werden
Schicksal der Handelsregisteranmeldung bei Nichtleistung des Kostenvorschusses
Besprechung OLG Hamm 27. Zivilsenat, Beschluss vom 24.03.2021 - 27 W 11/21.
Leitsatz: Konsequenzen einer unterlassenen Zahlung des Gerichtskostenvorschusses im Registerverfahren (§ 13 GNotKG), Erlass einer Zwischenverfügung, in der weitere bestehende Hindernisse für die Eintragung genannt werden (hier betreffend die angegebene Geschäftsanschrift der UG
Hierarchie und Demokratie in Organisationen – Die 49-Punkte-Intervention
Dieser Beitrag der Zeitschrift Gruppe. Interaktion. Organisation. (GIO) beschreibt eine auf gruppendynamischen Überlegungen beruhende Intervention, die im Rahmen der Lehre an Universitäten und Hochschulen eingesetzt werden kann. Ziel ist es, mittels Reflexion der Intervention Erkenntnisse über Organisationsdynamiken und -konflikte zu erlangen.
Universitäten und Hochschulen sind Institutionen, die Wissen vermitteln und Bildung und Persönlichkeitsentwicklung ermöglichen sollen. Dabei sind Lehrende und Studierende zueinander in eine hierarchische Beziehung gesetzt. Dies ist eine organisatorische Notwendigkeit, die aber auch, im Fall der Sozialwissenschaften, im Widerspruch zu einem gemeinsamen Erkunden sozialer Phänomene auf Augenhöhe steht. Lehrende und Studierende sind mit dem „Sei-selbstständig-Paradox“ konfrontiert. Studierende müssen gegebenen Vorgaben folgen, sich im normativen Rahmen bewegen, sollen sich jedoch gleichzeitig selbstständig und authentisch einbringen. Dies kann zu Konflikten führen, die aber oft nicht diskutiert werden. Damit verbleiben sie im System, was dazu führen kann, dass die Studierenden einem möglichen Double Bind ausgesetzt sind.
In diesem Beitrag wird aufgezeigt, wie Studierende im Rahmen einer von uns als 49-Punkte-Intervention bezeichneten Methode die Möglichkeit bekommen, im Gegensatz zur üblichen hierarchischen Ordnung an der Gestaltung der eigenen Prüfung mitzuwirken. Dadurch werden übliche Grenzen aufgeweicht und institutionell gelöste Konflikte neu zur Diskussion gestellt. Es wird hier die Intervention kurz beschrieben, um dann potenzielle Konfliktdynamiken auf folgenden Ebenen aufzuzeigen: (a) intrapersonelle Ebene, (b) interpersonelle Ebene, (c) Ebene zwischen Studierenden und Dozenten, (d) Ebene der Sachzwänge des Systems, die sowohl Studierende als auch Dozenten betreffen
Artefacts in continuous overnight blood pressure assessment based on pulse transit time
Continuous non-invasive blood pressure measurements bear a high potential. Particular in Somnology they allow to derive comfortably the systolic and diastolic blood pressure from an electrocardiogram and a synchronous photoplethysmogram without sleep disruption. In this short article some possible problems of this method are discussed along overnight recordings with a SOMNOtouch NIBP device
Nach der Krise ist vor der Krise. Die paradigmatische Entwicklung der Wirtschaftswissenschaften nach der Finanzkrise
Angesichts der Klimakrise steht die Rolle und das Selbstverständnis der Wirtschaftswissenschaften auf dem Prüfstand. Schon die Große Finanzkrise 2007/2008 legte die Krise der ökonomischen Disziplin offen und eröffnete damit Veränderungspotenzial. (Wie) wurde dieser Möglichkeitsraum seither gefüllt? Unser Beitrag skizziert die jüngsten Entwicklungen der Ökonomik im Allgemeinen und diskutiert diese insbesondere im Bezug auf Finanzmärkte: Insgesamt sind einige Veränderungen in Richtung Pluralität zu verzeichnen. Wir resümieren jedoch, dass der paradigmatische Kern des ökonomischen Mainstreams im Wesentlichen erhalten geblieben ist. Die ökologische Krise stellt erneut auch eine Krise der ökonomischen Disziplin dar.In view of the climate crisis, the role and self-image of economics are being put to the test. The Great Financial Crisis of 2007/2008 already exposed the crisis of the economic discipline and thus opened up potential for change. (How) has this space of possibility been filled since then? Our paper outlines recent developments in economics in general and discusses them in particular with respect to financial markets: Overall, some changes towards plurality can be observed. However, we sum up that the paradigmatic core of the economic mainstream has essentially remained intact. The ecological crisis again represents a crisis of the economic discipline as well