Blick in die Wissenschaft
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    Rome\u27s Fora: Food Supply in Ancient Rome

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    Die antike Metropole Rom war das pulsierende Zentrum des römischen Reiches, Dreh- und Angelpunkt im antiken Mittelmeerraum. Diese Stadt, deren Einwohnerzahl sich vom 1. Jahrhundert v. Chr. von etwa 800 000 Menschen bis ins 2. Jahrhundert n. Chr. auf beinahe 1,5 Millionen Menschen steigern sollte, hatte einen enormen Bedarf an Lebensmitteln, um die Versorgung aller sicherstellen zu können. Schien es in den Jahrhunderten vor Christi Geburt noch annehmbar, die Stadt durch die im unmittelbaren und weiteren italischen Umland produzierten Güter ausreichend zu versorgen, so wurde spätestens seit dem Zweiten Punischen Krieg klar, dass diese Mittel nicht mehr ausreichten. Ein starkes Bevölkerungswachstum sowie der vermehrte Zuzug in die Hauptstadt des Reiches trugen dazu bei, dass sich die Stadt Rom ökonomisch weiterentwickeln musste. Diese Entwicklung, die einen der Untersuchungsschwerpunkte innerhalb der Promotionsvorhaben der Autorinnen darstellt, will dieser Artikel anhand der Nutzungsphasen der unterschiedlichen Handelsplätze, fora (Plural von lat. forum – [Stadt-/Markt-] Platz), innerhalb der Metropole Rom aufzeigen.The ancient metropolis of Rome was the vibrant center of the Roman world, pivot point of the ancient Mediterranean area. This city with its increasing number of inhabitants – aprox. 800 000 in 100 B.C. to 1.5 million in 200 B. C. – had an enormous demand of food supply to keep its inhabitans fed properly. While it seemed sufficent enough to cope with foodsuffs from its hinterland until the Second Punic war, thereafter the supply failed to suffice. An immense increase in population paired with the influx of people into the city made drastic changes to the citys\u27 economic structures inevitable. Both of the authors PhD theses concentrate on these economical changes in ancient times, one directly in Rome, the other in Aquileia. Therefore this article wants to shed some light on the varying utilization phases of Rome\u27s fora (market places)

    Rome as a Model: An Interview with Sible de Blaauw, Valentino Pace and Albert Dietl

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    Am Rande der Tagung »Zwischen Rom und Mailand: Liturgische Kircheneinrichtung im Mittelalter. Historische Kontexte und interdisziplinäre Perspektiven« in Regensburg am 24./25. Januar 2019 führte Markus Löx, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Graduiertenkolleg »Metropolität in der Vormoderne«, ein Gespräch mit den drei Richard-Krautheimer-Professoren Sible de Blaauw, Valentino Pace und Albert Dietl

    Börsenkurse und Schlachtenglück: Zur Wahrnehmung des Ersten Weltkriegs durch den Kapitalmarkt

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    Wie lässt sich die in einer größeren Gruppe von Individuen, vielleicht sogar in der gesamten Bevölkerung, vorherrschende Wahrnehmung eines einzelnen Ereignisses oder einer Abfolge von Ereignissen messen, wenn keine modernen Umfragedaten vorliegen? Gerade in der Auseinandersetzung mit in der Vergangenheit weiter zurückliegenden Phänomenen stellt die Unmöglichkeit, Massenumfragen durchzuführen, den Historiker vor echte Herausforderungen. Die im Folgenden vorgestellte Forschungsarbeit unternimmt für die Phase des Ersten Weltkriegs den Versuch, genau dieses Manko an Informationen über die zeitgenössische Wahrnehmung von Ereignissen – Schlachten, Begegnungen, Gesetzen etc. – abzubauen. Es wird darum gehen, wie man aus massenhaft vorliegenden Kapitalmarktdaten – konkret Börsenkursen von Wertpapieren – Aussagen über die Investorenwahrnehmung des Kriegsverlaufs ableiten kann. Auch wenn deren Meinung sicherlich nicht repräsentativ für eine ganze Bevölkerung sein kann, so sollte sie dennoch weniger patriotisch gefärbt und deren Analyse gerade deswegen erhellend sein; an der Börse geht es schließlich ganz nüchtern ums Geldverdienen

    Wachsen und Erhalten - Blutgefäße im gesunden und kranken Auge: Einblicke in die Gefäßversorgung der Netzhaut und das Entstehen von krankhaften Gefäßveränderungen

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    Über den Sehsinn nehmen wir sowohl unsere Mitmenschen als auch unsere Umgebung wahr, und so zählt dieser Sinneseindruck für den einzelnen Menschen sicherlich mit zur wichtigsten Sinneswahrnehmung. Eine Minderung oder Verlust des Sehvermögens wird von den Betroffenen als eine massive Einschränkung ihrer Lebensqualität empfunden, da dies sowohl die Interaktionsmöglichkeiten mit anderen Menschen betrifft, oftmals aber auch einhergeht mit generellen Einschränkungen eines selbstbestimmten Lebens. In Deutschland gelten nach der Defini-tion der Weltgesundheitsorganisation 164.000 Menschen als blind und über eine Million Menschen als sehbehindert. Die häufigsten Krankheitsursachen sind hierbei die altersbedingte Makuladegeneration (AMD), die durch die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus hervorgerufenen Netzhautveränderungen (diabetische Retinopathie), das Glaukom sowie die Gruppe erblich bedingter Netzhautdegenerationen. Da die drei erstgenannten Erkrankungen mit zunehmendem Alter stark gehäuft auftreten, ist auf Grund der demographischen Entwicklung davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren die Zahl der Sehbehindertenund Blinden in Deutschland dramatisch zunehmen wird

    Stickoxide können auch anders: Therapeutische Möglichkeiten von Stickstoffmonoxid bei Nierenerkrankungen

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    Die Emission von gesundheitsgefährdenden Stickoxiden wird derzeit stark diskutiert. Jedoch ist für Stickstoffmonoxid (NO) eine physiologische und therapeutische Rolle seit Längerem bekannt, z. B. bei der Behandlung der Angina pectoris. Für die Aufklärung der kardiovaskulären Funktion von NO wurde 1998 der Nobelpreis an Robert Furchgott, Louis Ignarro und Ferid Murad verliehen. NO könnte bei vielen weiteren Erkrankungen von therapeutischem Nutzen sein. Für die Behandlung von chronischen Nierenerkrankungen (chronic kidney disease, CKD) gibt es bisher wenige therapeutische Ansatzpunkte. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass NO und seine Signalmoleküle bei CKD ein pharmakologisches Potential haben. In unserer Arbeitsgruppe analysieren wir diesbezüglich sowohl physiologische als auch therapeutische Aspekte von NO und seiner Signalkaskade. Dabei haben sich Stimulatoren der NO-abhängigen löslichen Guanylylzyklasen (sGC), die die Bildung des „Second Messengers“ zyklisches Guanosinmonophosphat (cGMP) induzieren, Hemmstoffe von cGMP-abbauenden Enzymen z. B. der Phosphodiesteras 5 (PDE5) und Serelaxin – die rekombinante Form des Schwangerschaftshormons  Relaxin – als pharmakologische Möglichkeiten ergeben. Damit können möglicherweise CKD wie z. B. Niereninsuffizienz und diabetische Nephropathie behandelt werden

    Auge um Auge, Mandibel um Mandibel: Tödliche Kämpfe im Ameisenstaat

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    „Tiere sind die besseren Menschen“, sagt der Volksmund und ist sich damit einig mit Konrad Lorenz und anderen Verhaltensforschern der 1950er Jahre, denen aggressive Interaktionen zwischen Tieren der gleichen Art viel milder erschienen als das oft mörderische Miteinander in der menschlichen Gesellschaft. Anstatt sich bei ihren Kämpfen um Ressourcen oder die Rangordnung gegenseitig mit den Hörnern aufzuspießen oder Reißzähnen zu zerfleischen, zeigen viele Tiere scheinbar „moralanaloges Verhalten“ oder gar eine „Tötungshemmung“. Das wahre Verhalten von Tieren entspricht diesen Vorstellungen aber bei Weitem nicht

    Chronischer Stress am Arbeitsplatz und Burnout: Eine biopsychologische Perspektive

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    Burnout („Ausgebranntsein“) ist ein Schlagwort unserer modernen Arbeitswelt geworden, und in den Buchläden füllen sich die Regale mit Ratgebern und allgemeinverständlichen Büchern zum Thema. Das Burnout-Syndrom ist kein klar definiertes Konzept, und in der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion finden sich sehr unterschiedliche Positionen. Während manche die Existenz (und damit auch Relevanz) von Burnout völlig negieren, warnen andere vor einer tickenden Zeitbombe. In unserer Arbeitsgruppe interessieren wir uns u. a. für die Folgen von chronischem Stress am Arbeitsplatz. Wir untersuchen, ob Personen, die unter Dauerstress und Erschöpfungssymptomen leiden, Veränderungen in ihren psychischen und biologischen Reaktionen zeigen. Auch suchen wir umgekehrt nach psychischen und biologischen Merkmalen, die ein Mensch bereits aufweist, bevor er unter chronischen Stress gerät, und die ihn besonders empfindlich machen für das Auftreten stressbezogener Beschwerden oder ihn vor solchen Beschwerden schützen. Mit diesem Beitrag soll ein aktueller Überblick über das Burnout-Konzept und ein Einblick in unsere biopsychologische Forschung zum Thema Stress am Arbeitsplatz gegeben werden

    Die drei Hürden der Tumorimmuntherapie: Regulationsebenen der Immunantwort und therapeutische Intervention

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    Seit einigen Jahren zeichnet sich in der Krebsmedizin ein tiefgreifender Wandel ab. Behandlungsschemata, die bisher im Wesentlichen auf der chirurgischen Tumorentfernung, zytotoxischen Radio-/Chemotherapie und neuerdings auf der Verwendung moderner Medikamente beruhen, die molekulare Ziele in der Tumorzelle adressieren, werden um eineneue, zentrale Säule erweitert: die Immuntherapie. Mit den neuesten Immuntherapien ist erstmals für viele Patienten Realität geworden, was vorher unmöglich schien: die erfolgreiche Behandlung weit fortgeschrittener und therapieresistenter Tumore. Allerdings stehen den neuen Immuntherapien erhebliche Hürden entgegen, die in der Komplexität der Interaktionen zwischen multiplen Zellsystemen des Immunsystems, der Tumore und der sie umgebenden Gewebe begründet sind. Das bessere Verständnis dieser Hürden ebnet den Weg zu ihrer Überwindung und dem breiten Durchbruch der Tumorimmunmedizin

    Das Mikrobiom: Entscheidender Faktor für die personalisierte Medizin der Zukunft

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    Im Jahr 2007 begann im Rahmen des amerikanischen Human Microbiome Projects und des europäischen Meta-HIT-Projekts die intensive und systematische Erforschung des humanen „Mikrobioms“, der Gesamtheit der Mikroorganismen, die den Menschen besiedeln. Seitdem sind über 50.000 Publikationen zur Thematik in hochrangigen wissenschaftlichen Zeitschriften erschienen. Heute wissen wir: Der menschliche Körper beherbergt auf allen äußeren und inneren Oberflächen komplexe mikrobielle Ökosysteme, auch in Bereichen, die früher als steril galten. Die meisten dieser Studien hatten den Einfluss der Darmbakterien, der sogenannten gastrointestinalen Mikrobiota, auf verschiedene Erkrankungen des Menschen zum Inhalt. Basierend auf Erkenntnissen, dass intestinale Mikroorganismen die Darmbarriere, den Stoffwechsel, und unser Immunsystem entscheidend beeinflussen, ist die gezielte Modulation des menschlichen Mikrobioms ein vielversprechender Ansatzpunkt in der Prävention und Therapie zahlreicher Erkrankungen

    Sigmar Polke und die Metaphysik der wissenschaftlichen Bilder

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