Blick in die Wissenschaft
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    Interview von Klaus Richter mit Hans Joachim Schellnhuber

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    Das folgende Interview ist die gekürzte Fassung eines Gesprächs, das Klaus Richter am 29. November 2019 mit Hans Joachim Schellnhuber anlässlich dessen Besuchs zum Dies Academicus der UR in Regensburg führte

    Lehre an der Fakultät für Informatik und Data Science

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    Die Gründung der Fakultät für Informatik und Data Science am 6. März 2020 markierte ein bemerkenswertes Kapitel in derGeschichte der Lehre an der Universität Regensburg. Zwar existierten schon vor dieser Gründung bereits eine breite Palettevon Informatik- und informatiknahen Studiengängen Studiengängen an der Universität Regensburg, jedoch bündelt erstdie FIDS alle an diesen Studiengängen maßgeblich beteiligten Lehrstühle in einer gemeinsamen Fakultät. Zusätzlich wurden17 weitere Lehrstühle geschaffen, die nicht nur neue Schwerpunkte in der Forschung setzen, sondern auch das Lehrangebot sowohl um Informatik-Kernthemen als auch um informatiknahe und multidisziplinäre Bereiche erweitern

    Notfallpläne für den Ernstfall testen

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    Die fortschreitende Digitalisierung und die Leistungssteigerung der digitalen Infrastrukturen der letzten Jahre hat dieInformationssicherheit als entscheidendes Thema der Resilienz immer mehr in den Mittelpunkt aller digitalen Systeme,Anwendungen und in Organisationen gerückt. Eine Vielzahl an öffentlichen Beispielen von Cyberangriffen (z. B. Erpressungsversuche bei großen Verkehrsunternehmen, Fahrzeugherstellern, Stadtverwaltungen oder auch Universitäten) zeigt, dass diese im Alltag von allen Organisationen gleich ob in Wirtschaft, Wissenschaft oder auch in der Verwaltung angekommen sind

    Blick in die Wissenschaft 42/43

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    Forschungsmagazin der Universiträt Regensbur

    Cyber Threat Intelligence: Gemeinschaftliche IT-Sicherheit durch den Austausch von Informationen

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    Die tägliche Verwendung von Informationssystemen und Daten im privaten und beruflichen Kontext ist elementarer Bestandteil unserer Gesellschaft. Dadurch hat die Sicherheit dieser Systeme und der Schutz persönlicher Daten sowohl für Unternehmen als auch für gesellschaftliche Institutionen und Privatpersonen eine hohe Relevanz. In den letzten Jahren habenerfolgreiche Angriffe in immer größerem Ausmaß gezeigt, dass Cyberkriminelle zum Beispiel mittels Phishing E-Mails oderRansomware vorhandene Schwachstellen zu ihrem Vorteil ausnutzen. Neben Spionage und Datendiebstahl hat sich ein profitables, arbeitsteiliges Ökosystem um die Verschlüsselung von Daten und die Lösegelderpressung entwickelt (Verizon. DataBreach Investigations Report 2023). Ins Visier sind dabei auch kritische Netzwerke wie Industrieanlagen und staatliche Behörden gerückt. Aktuelle Zahlen belegen, dass weltweit mehr als jedes zweite Unternehmen Opfer eines Angriffes mit erheblichen Schäden wurde (Hiscox. Cyber Readiness Report 2023). Auch viele kleinere Unternehmen verwenden Anwendungen (z. B. E-Mail, Dateitransfer-Dienste, oder Webanwendungen), die ein Eintrittstor für Cyberkriminelle darstellen können. Das weltweite Phänomen lässt sich leider auch in Deutschland beobachten und hat durch geopolitische Konflikte an Bedeutung gewonnen (BSI. Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2022). Dabei finden vermehrt auch Angriffe statt, die darauf abzielen, Systeme und Dienste lahmzulegen (Denial of Service) und erst in einem zweiten Schritt auf die  Kompromittierung aus sind. Um diesen Bedrohungen in einer vernetzten Welt entgegenzutreten, wird unter den Begriffen Cybersecurity, IT-Sicherheit, oder Informationssicherheit das Wissen rund um die Gewährleistung von Vertraulichkeit,Integrität, und Verfügbarkeit der Systeme (bestehend aus Hardware und Software) und Daten zusammengefasst. Da  heutzutage Industrieanlagen (bezeichnet als Operation Technology, OT) und klassische Informationssysteme (IT) zunehmend vernetzt sind, existieren Sicherheitsinformationen über heterogene Systeme und vielfältige Arten von Bedrohungen. Trotz verstärkter Bemühungen im Bereich der Cybersecurity nimmt jedoch die Anzahl der erfolgreichen Angriffe weiter zu. Ausdiesem Grund rücken nun vermehrt kollaborative Ansätze basierend auf Sicherheitsinformationen in den Fokus

    Kann man den Entscheidungen Künstlicher Intelligenz trauen? Zu den Auswirkungen unsicherer Daten auf die Entscheidungen Neuronaler Netze

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    Im Laufe der letzten Jahre haben sich maschinelle Lernverfahren stetig weiterentwickelt und sind zunehmend in der Lage,immer anspruchsvollere und komplexere, reale Aufgaben zu bewältigen. So basieren beispielsweise neue Verfahren beim automatisierten Fahren, in Industrieprozessen, in der medizinischen Diagnostik oder in der maschinellen Textverarbeitung wesentlich auf Neuronalen Netzen. Ein geläufiges Beispiel mag hier das Sprachmodell GPT und darauf basierend ChatGPT sein,das mit interaktiv generierten Texten von menschen-ähnlicher Qualität auf sich aufmerksam machte. Insgesamt sind Neuronale Netze nicht nur ein zentrales Thema für Forschung und Industrie geworden, sondern erhalten zunehmend Einzug inunseren persönlichen Alltag

    Im Rausch(en) der Informationen: Warum das Internet als akusitscher Raum gedacht werden muss

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    Medien beeinflussen, wie wir kommunizieren und die Welt um uns herum wahrnehmen. Im Laufe der Menschheitsgeschichte veränderten sich die medialen Technologien immer wieder maßgeblich, überbrückten zunehmend Zeit und Raum und beschleunigten die Übertragung von Informationen. Heute haben das Internet und das World Wide Web den Globus mit ihren Knotenpunkten und Linien in ein signalverarbeitendes und -übermittelndes Netzwerk eingewoben, das uns in eine Art kommunikativen Dauerrauschzustand versetzt. Die spezifischen Übertragungs- und Übermittlungsprinzipien des Internet brechen die Prinzipien ›klassischer‹ Medien auf. Mehr noch: das Internet fungiert als ›Verrauscher‹, welcher Noise ist und Noise erzeugt, ein kontinuierliches Rauschen, das sich in bestehende kommunikative Ordnungen einnistet und diese reorganisiert. Das Internet ist dabei mehr als lediglich das Netzwerk und die technologische Infrastruktur für das World Wide Web, das den Nutzer_innen als grafische Oberfläche den Zugang zu diesem ermöglicht, vielmehr bedingen das Internet und seine Funktionsweise(n) den Interaktionsund Kommunikationsraum, der mit dem Medientheoretiker Marshall McLuhan als akustischer Raum aufgefasst werden muss. Akustisch bezieht sich dabei nicht notwendig auf akustisch-auditiv wahrnehmbare Phänomene, sondern verweist auf die Logik (auditiver) Sinnesmodalitäten und Kommunikationsmodi, die im Internet als akustischem Raum simuliert werden. Um diese mediale Situation und die daraus hervorgehenden Kommunikationsprozesse angemessen zu erfassen, greift es jedoch zu kurz, auf bestehende Ansätze und Kommunikationsmodelle zurückzugreifen. Vielmehr werden aus dieser Perspektive Leerstellen der Internetgeschichtsschreibung und der medientheoretischen Reflektion offengelegt, die medienarchäologisch aufzuarbeiten sind. Was dies für die medienwissenschaftliche Erforschung des Internet bedeuten kann, wird im Folgenden aufgezeigt

    Die Schöne und das Biest: Wie mathematische Modelle helfen das Wachstum von Tumoren zu verstehen

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    Im Jahr 2017 starben allein in Deutschland 226.700 Menschen an den Folgen einer Krebserkrankung. Im Fachmagazin »Lancet« wird berichtet, dass in wohlhabenden Ländern, dazu gehören z. B. Deutschland, Österreich, Schweden und Kanada, unter den 35- bis 70-Jährigen Krebs mittlerweile die Haupttodesursache ist und damit die Herz-Kreislauf-Erkrankungen abgelöst hat, was unter anderem an den verbesserten Vorbeugungs- und Behandlungsmaßnahmen für Herzinfarkte und Schlaganfälle liegt. Die zunehmende Alterung der Gesellschaft führt zudem zu einer absoluten Zunahme von Krebserkrankungen. Die Erforschung neuer und effizienter Therapiemethoden zur Heilung von Krebserkrankungen ist daher von höchster Bedeutung für das Gesundheitswesen

    Automatisierte, KI-basierte Analyse von Bilddaten: Der Lehrstuhl für Bildverarbeitung

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    Die fundamentale Bedeutung visueller Information kommt bereits im Sprichwort »Ein Bild sagt mehr als tausend Worte«zum Ausdruck. Tatsächlich erfolgt die Informationsaufnahme beim Menschen zu über 80% über das visuelle System, so dassBild- und Videodaten in verschiedenen Bereichen des Alltags, des Berufslebens und in vielen Forschungsdisziplinen von hoherRelevanz sind. Die automatisierte, Algorithmen-basierte Analyse von Bild- und Videodaten biete dabei eine Reihe von Vorteilen: Hierdurch wird eine konsistente, Betrachterunabhängige Analyse möglich, die Analyse ist reproduzierbar, kann in geringer Zeitin großem Umfang durchgeführt werden und erlaubt es menschlichen Experten, sich stattdessen auf Tätigkeiten zu fokussieren, die bislang nicht durch Algorithmen übernommen werden können

    Evolution in Datenbanken und Data Engineering Workflows

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    Wenn Sie den Begriff Evolution hören, denken Sie sicher an Biologie. Wir alle haben in der Schule Darwins Evolutionstheorie kennengelernt, die unter anderem beinhaltet, dass Veränderungen ständig passieren und eine Quelle der weiteren Entwicklung sind. Den Begriff der Evolution verwenden wir auch in der Informatik. Auch hier sind Änderungen ständig auf der Tagesordnung. Programme und Daten, die nicht aktualisiert werden, altern. Das passiert, obwohl digitale Objekte wie Software und elektronisch gespeicherte Daten nicht physisch verschleißen; sie werden dennoch über die Zeit immer weniger verwendbar, wenn sie nicht kontinuierlich aktualisiert werden. Am deutlichsten wird es sicher sichtbar, wenn man einmal eine Webseite oder ein Computerprogramm findet, die seit mehreren Jahren nicht verändert wurden, sie erscheinen uns heute hoffnungslos veraltet

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