Blick in die Wissenschaft
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    Test positiv - Trotzdem gesund? Wie man statistische Informationen möglichst verständlich darstellen kann

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    Im Alltag werden wir regelmäßig mit statistischen Informationen, Daten und Diagrammen konfrontiert. Durch die Corona-Pandemie wurde dies nochmal in besonderem Maße deutlich. Entscheidungen aufgrund statistischer Informationen sind allerdings nicht immer leicht zu treffen und Menschen unterliegen dabei regelmäßig Urteilsfehlern. Diese Fehlurteile können teils dramatische Folgen haben, wenn beispielsweise eine Person aufgrund einer falschen medizinischen Diagnose unnötigerweise operiert wird. Allerdings sind durchaus Strategien bekannt, wie man statistischeInformationen darstellen sollte, damit diese möglichst gut von Menschen verstanden werden. Sowohl die Kognitionspsychologie als auch die Mathematikdidaktik beschäftigt sich mit der Frage, wie man Daten und Statistiken kommunizieren könnte, damit man Fehlentscheidungen reduzieren kann. Diese Strategien können beispielsweise Ärztinnen und Ärzte in ihren Entscheidungsfindungsprozessen unterstützen

    Allgegenwärtige Mensch-Maschine-Interaktion

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    Im Umfeld des Internet-Booms rund um das Jahr 2000 war an der Universität Regensburg eine erste Professur für Medieninformatik eingerichtet und ab 2003 besetzt worden (Prof. Wolff). Diese war zunächst im fachlichen Kontext der Informationswissenschaft angesiedelt. In Vorbereitung auf den doppelten Abiturjahrgang in Bayern konnte ab 2006 derAusbau des Fachs sowie die Einrichtung eines Medieninformatik-Studiengangs als Teilfach im kombinatorischen Bachelorder philosophischen Fakultäten geplant und umgesetzt werden (Hammwöhner et al., 2012). Zusammen mit dem 2010 gestarteten Studiengang und dem ab 2013 etablierten Masterstudiengang (Master of Science Medieninformatik) waren zwischenzeitlich bis zu 700 Studierende im Fach Medieninformatik immatrikuliert. Im Zuge des Ausbaus konnte eine zweite Professur für Medieninformatik eingerichtet und besetzt werden (Prof. Henze). Beide Professuren sind Teil des Instituts für Information und Medien, Sprache und Kultur, in dem Querschnittfächer wie allgemeine und vergleichende Sprachwissenschaft, Informationswissenschaft, Medieninformatik, Medienwissenschaft und vergleichende Kulturwissenschaft angesiedelt sind. Auch nach dem Wechsel der Professuren für Medieninformatik in die Fakultät für Informatik und Data Science im Jahr 2022 wird diese interdisziplinäre und interfakultäre Institutsstruktur weitergeführt

    Automatisches Beweisen: Methoden und Anwendungen

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    Mit der zunehmenden Verbreitung und Komplexität von Computersystemen ist Zuverlässigkeit zu einem wichtigen Themageworden. Dies gilt insbesondere für Computersysteme, die sicherheitskritische Funktionen implementieren, z. B. Systeme,die in Fahrzeuge oder Flugzeuge eingebettet sind. Formale Methoden bieten eine Möglichkeit, Vertrauen in solche Systemezu schaffen. Insbesondere die Programmverifikation ermöglicht es uns, die Abwesenheit von Fehlern in einem System oderseinen Komponenten nachzuweisen: mit stringenten logischen und mathematischen Methoden wird ein Beweis für dieKorrektheit eines Systems erbracht, der bestätigt, dass das System genau so funktioniert wie beabsichtigt und keine Abweichungen aufweist

    Die Genome des Menschen: Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe für Algorithmische Bioinformatik

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    Im Jahr 2000 verkündeten der amerikanische Präsident Bill Clinton und der britische Premierminister Tony Blair die Entschlüsselung des menschlichen Genoms. Damit war ein Meilenstein der Wissenschaft erreicht, der seitdem ausder modernen biomedizinischen Forschung auf molekularer Ebene nicht mehr wegzudenken ist. Dennoch war die zunächst veröffentlichte DNA-Sequenz weit davon entfernt, das Genom eines jeden Menschen abzubilden. Einerseits war sie nicht vollständig, denn es fehlten die schwer zu entschlüsselnden Telomer- und Centromerregionen. Andererseits gibt es Millionen von Unterschieden zwischen den Genomen zweier beliebiger Menschen mit Ausnahme eineiiger Zwillinge, so dass eine lineare DNA-Sequenz immer nur das Genom eines einzelnen Menschen darstellen kann. Heute ist klar, dass sich die Wissenschaft nicht allein auf eine lineare DNA-Sequenz stützen kann, sondern dass zusätzlich die genomische Variation abgebildet werden muss. Hierzu trägt die Forschung der Arbeitsgruppe für Algorithmische Bioinformatik bei

    Einleitung

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    Liebe Leserinnen und Leser, wir, die Mitglieder der Fakultät für Informatik und Data Science, freuen uns außerordentlich,in diesem Themenheft unser thematisches und methodisches Arbeitsspektrum darstellen zu dürfen

    Blick in die Wissenschaft 44/45

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    Forschungsmagazin der Universität Regensbur

    E-Normalität: oder die Frage der Aufklärung im Zeitalter der Digitalisierung*

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    Ob man schon technikfeindlich sei, fragt Ian McEwan in seinem bislang vorletzten Roman, Maschinen wie ich von 2019, »wenn man ungern online mit der Maus Kästchen anklickt«? Zur Ironie der Geschichte gehört jedenfalls, dass im gleichen Jahr 2019 Edward Snowdens autobiographische Enthüllungen über das Internet, Permanent Record, und die Taktiken der Entnetzung des Medienwissenschaftlers Guido Zurstiege erschienen. Auf Snowdens Buch folgten die nachstehend wiederholten Überlegungen im Februar 2020 – und die Ironie dabei ist, dass unmittelbar danach alle Internet- Dämme brachen: Die Bekämpfung der Corona-Pandemie verlagerte, ach, was nicht alles ins Netz, auch nahezu ›ganze Universitäten‹, ihren Verwaltungs- und ihren Lehrbetrieb, und so vieles mehr, das hier nicht im Einzelnen aufgezählt werden muss. Da gerieten Bedenken beinahe zwangsläufig in den Hintergrund. Nicht weniger zwingend aber ist es eben deshalb, sie nun noch einmal vorzutragen

    Algorithmen und Komplexitätstheorie

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    Ihr Herz pocht, aber alles läuft nach Plan. Die Countdowns an der Decke des TechnikTempels zählen in großen Ziffern die verbleibende Zeit im Gewinnspiel herunter. Nur noch 28 Sekunden! Sie eilen mit Ihrem Einkaufswagen über den dunkelgrauen Teppichboden, während Sie durch die übersteuernde Durchsageanlage von einem Prominenten angefeuert werden. Eine große Anzeige beziffert den Gesamtpreis der Waren in Ihrem Einkaufswagen auf 8.562,11 €. Wenn Sie diesen Wert in der verbleibenden Zeit auf exakt 10.000,00 € bringen, werden Sie den gesamten Inhalt des Einkaufswagens abräumen.Sie laufen zu einem Fernseher einer namhaften koreanischen Marke, dessen Preis natürlich exakt 1.437,89 € beträgt.Der Weg dorthin wird 6 Sekunden dauern, das zuvor geübte Einladen des Fernsehers 7 Sekunden, und in 8 weiteren Sekundenwerden Sie das Ziel erreichen, wo Ruhm, Ehre und elektronische Konsumgüter auf Sie warten

    Maschinelles lernen enthüllt den verborgenen Prozess der Tumorentstehung

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    Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen halten in immer größerem Maße Einzug in diverse Forschungsfelder, darunterauch die Medizin. Ihre Bedeutung erstreckt sich nicht nur auf die Verbesserung von Diagnoseverfahren und Therapieentscheidungen, sondern sie erlauben es auch, bisher völlig undenkbare Einblicke in die Natur von Krankheiten zu gewinnen, wie das folgende Beispiel veranschaulicht. Tumore entwickeln sich, lange bevor sie klinisch nachweisbar sind. Auf genetischer und molekularer Ebene ereignen sich in dieser Phase bereits für den Krankheitsverlauf entscheidende Weichenstellungen. Die Krebszellen sammeln zahlreiche Mutationen an, adaptieren durch diese interne Signalwege und verändern ihren Stoffwechsel, es kommt zur Neubildung von Blutgefäßen im Gewebe, und häufig tritt eine Entzündungsreaktion auf. All diese Vorgänge ereignen sich an Orten, an denen wir sie klinisch nicht beobachten können.Sie lagen bisher im Dunklen

    Mit Hilfe von Daten Immunprozesse entschlüsseln: Der Lehrstuhl Computational Immunology

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    Unser Immunsystem ist zweifellos eines der erstaunlichsten Wunderwerke der Natur. Es ist ein hochkomplexes Netzwerk ausZellen, Proteinen, Organen und Geweben, das ständig daran arbeitet, uns vor einer schier endlosen Vielfalt von Krankheitserregern und Gefahren zu schützen. Doch wie schafft es das Immunsystem, diese komplexe Aufgabe zu bewältigen, ohne uns selbst zu schaden? Zu verstehen, wie diese Balance zwischen der Abwehr von Krankheiten und der Vermeidung einer übermäßigen Reaktion gegen den eigenen Körper funktioniert, ist eine der faszinierendsten Herausforderungen in der heutigen Biomedizin

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