Publikationsserver der PHTG (Pädagog. Hochschule Thurgau)
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Frühe Sprachbildung mehrsprachiger Kinder in Spielgruppen – ein Fazit
In diesem Kapitel werden die Ergebnisse zur Bedeutung und Ausgestaltung kommunikativer Formen in Spielgruppen (Abschnitt 1), zum Umgang mit Mehrsprachigkeit (2) und zum Verständnis von sprachlicher Bildung (3) zusammengeführt und diskutiert. Ausgewählte Ergebnisse zu den sprachlichen Produktionen der drei Fokuskinder werden in diese drei Abschnitte integriert dargestellt. Abschliessend werden Perspektiven für das Spielgruppenfeld, die Professionalisierung von Spielgruppenleiterinnen und für die Forschung skizziert (4). Ziel ist es, mit den Ergebnissen aus dem Projekt MePraS das Verständnis des Spielgruppenfeldes zu vertiefen und einen Beitrag zu seiner Weiterentwicklung zu leisten
Mathematikdidaktische Kompetenzen von Praxislehrpersonen und Primarstudierenden im Vergleich
Die Praxisausbildung von Primarlehrpersonen erfolgt während rund eines Viertels des Studiums im Praxisfeld bei erfahrenen Lehrpersonen, die als Praxislehrperson eine Ausbildungsfunktion übernehmen. Qualifiziert werden Praxislehrpersonen durch ihre eigene Unterrichtserfahrung sowie durch gezielte Weiterbildungen, die oft auf generische Aspekte von Unterricht sowie auf die Mentoringfunktion fokussieren. Studierende realisieren im Praktikum aber auch Fachunterricht und benötigen dafür fachdidaktische Kompetenzen. Es stellt sich daher die Frage, inwiefern Praxislehrpersonen auch als fachdidaktische Expertinnen und fachdidaktische Experten betrachtet werden können. Dies wird am Beispiel mathematikdidaktischer Kompetenzen untersucht.The practical training of primary-school teachers takes place during about a quarter of their studies in the practical field with experienced teachers who act in an educational function as practicum teachers. They are qualified through their own teaching experience as well as through targeted continuing education courses that often focus on generic aspects of teaching and the mentoring function. Student teachers also teach subject-specific lessons during their practicum, however, and thus need subject specific skills. This raises the question as to the extent to which practicum teachers can also be regarded as subject-specific experts. This question is examined by means of the example of skills that relate to pedagogical content knowledge in mathematics
stitch!: Lehrpersonenkommentar zum digitalen Lernmedium für Textiles Gestalten und Technisches Gestalten 1. bis 9. Klasse
stitch! ist ein digitales Lehr- und Lernmedium für den zukunftsgerichteten TTG Unterricht. Es ist einzeln oder als Mehrfachlizenz für Klassen ab fünf Personen erhältlich. Mit einer Lehrpersonen-Ansicht und einer separaten Ansicht für Schülerinnen und Schüler, unterstützt stitch! alle individuell. stitch! bietet einen umfangreichen Katalog an stufenübergreifenden Erfindungen, welche die Schülerinnen und Schüler eigenständig mit Hilfe von Skills, klar definierten Verfahren und einem umfassenden Glossar erarbeiten können. Die Lehrperson fungiert als Administrator, Helfer und Initiator der verschiedenen Erfindungen. Mit stitch! können Lehrende Klassen verwalten, Erfindungen bewerten und sogar benoten. Umfangreiche Differenzierungsmöglichkeiten und Lehrpersonenkommentare bieten zusätzliche Unterstützung, um auf die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler einzugehen. stitch! ist damit genau so einsetzbar, wie es die Lehrperson möchte. Ob Lerninsel, lineare Durchführung oder Projektarbeit, stitch! passt sich flexibel an
Ab nach draussen - Mögliche Lehr- und Lernsettings
Dieser Workshop bietet einen Einblick, wie an verschiedenen Institutionen in der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen Zyklus 1+2 die Broschüre «Ab nach draussen» von mobilesport.ch zur Unterstützung von Veranstaltungen im Freien eingesetzt wird. Wir werden exemplarische (Lektions-)Bausteine erleben, wie der Übergang ins Freie gestaltet werden kann und wie Spielplätze sowie naturnahe Räume als Bewegungsraum genutzt werden können. Zusätzlich werden wir potentielle strukturelle und organisatorische Settings vorstellen und Raum für einen Austausch bieten
Zur Relevanz der Domäne für die Professionalität von Lehrpersonen
Professionalität von Lehrpersonen wurde in professionstheoretischenAnsätzen bislang fast ausschließlich generisch modelliert. Parallel haben sich in Fachdidaktiken eigene Vorstellungen von einer ‚professionellen‘ Lehrperson entwickelt. In welchem Verhältnis generisch-bildungswissenschaftliche und domänenspezifisch-fachdidaktische Auffassungen von Professionalität stehen, ist Gegenstand dieses Beitrags. Er diskutiert Professionalität exemplarisch innerhalb und zwischen den Fachdidaktiken Deutsch, Religion, Sport und Wirtschaft sowie im Verhältnis zu Ansätzen in den Bildungswissenschaften. Auf diese Weise wird Professionalität ausdifferenziert (Beitrag zur Kohärenz und Relationierung in der Lehrer:innenbildung), Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden generisch-fachdidaktisch identifiziert (Beitrag zur Allgemeinen Fachdidaktik) und der Mehrwert einer mehrperspektivischen Betrachtung von Professionalität wird diskutiert (Beitrag zur Professionstheorie). Im Ergebnis greifen alle Fachdidaktiken in spezifischer Weise auf bildungswissenschaftliche Ansätze zu. Zugleich sind die fachlichen Auffassungen von Professionalität stark durch den jeweiligen fachwissenschaftlichen Blick auf den Lehrberuf bestimmt. Die Pluralität parallel existierender Auffassungen erfordert die Bestimmung des Potenzials einer mehrdimensionalen Relationierung von Professionalität
The Learning of Teachers: Use and Usefulness of Learning Opportunities and Their Relationship to Professional Experience
Für die Bewährung von Lehrpersonen über das gesamte Berufsleben hinweg gilt die fortwährende Professionalisierung durch berufsbegleitendes Lernen als bedeutsam. Die Literatur zu Berufsbiografien von Lehrpersonen nimmt eine Abfolge typischer Phasen während der Berufstätigkeit an. Welche Rolle dabei die Nutzung bestimmter Lerngelegenheiten hat, wurde bislang kaum untersucht. Weiterhin fokussieren bisherige Befunde überwiegend die Häufigkeiten von Fortbildungsteilnahmen und anderer Lernaktivitäten, ohne jedoch deren Nutzungsintensität oder wahrgenommene Nützlichkeit für die professionelle Entwicklung zu berücksichtigen. Die vorliegende Studie erkundet anhand einer Teilstichprobe (N = 658) der TEDCA-Erhebung 2018, in welcher selbsteingeschätzten Intensität sich Lehrpersonen zu unterschiedlichen beruflichen Tätigkeitsbereichen fortbilden und wie sie die Nützlichkeit verschiedener formaler, informeller und inzidenteller (zufälliger) Lerngelegenheiten in Abhängigkeit von ihrer Berufserfahrung einschätzen. Den auf Strukturgleichungsmodellen beruhenden Analysen zufolge steigen bezogen auf organisierte Fortbildungen die Nutzungsintensität und wahrgenommene Nützlichkeit bis zu einer Berufserfahrung von rund 20 Jahren an und sind danach rückläufig. Für inzidentelle Lerngelegenheiten (Erfahrungen im Berufsalltag) zeigt sich ein Rückgang der Nützlichkeitseinschätzung. Im informellen Bereich nimmt die wahrgenommene Nützlichkeit des Lernens durch den Austausch mit Kolleg:innen und Vorgesetzten ab, während sich für andere informelle Lerngelegenheiten (z. B. mediengestützte Wissensaneignung, Impulse von Schüler:innen und Eltern) keine erfahrungsabhängigen Effekte zeigen. Die Befunde weisen somit auf eine unterschiedlich wahrgenommene Relevanz und Nützlichkeit verschiedener Lerngelegenheiten für die professionelle Entwicklung über die Berufslaufbahn hin. Implikationen für eine mögliche differenzielle, erfahrungsabhängige Gestaltung von Lernangeboten für Lehrpersonen werden diskutiert.Continuing professional development (CPD) through in-service learning is considered crucial for teachers throughout their professional careers. The literature on teachers’ professional biographies suggests a sequence of typical phases during their careers. However, the role of specific learning opportunities has hardly been investigated so far. Furthermore, previous findings focus predominantly on the frequency of participation in professional development and other learning activities, without considering their intensity of use or perceived usefulness for professional development. Using a subsample (N = 658) of the 2018 TEDCA survey, this study explores the self-estimated intensity with which teachers engage in CPD on different professional practice areas and how they rate the usefulness of various formal, informal, and incidental learning opportunities in relation to their professional experience. For organized training, analyses using structural equation modelling point towards an increase of intensity and usefulness up to about 20 years of work experience and a decrease thereafter. For incidental learning opportunities (experiences in everyday work life), there is a decline in the perceived usefulness. In the informal area, the usefulness of learning through exchanges with colleagues and school leaders decreases, while no experience-related effects emerge for other informal learning opportunities (e.g., media-supported knowledge acquisition, impulses from students and parents). The findings thus point to a differential relevance and usefulness of specific learning opportunities for professional development across teachers’ career. Implications for possible differential, experience-dependent designs of learning activities for teachers are discussed
COOL DOWN: Experimentelle Bestimmung des Wärmetausches im Inneren von Elektrogeräten
Das Ziel dieser Arbeit war die experimentelle Bestimmung der Abkühlung im Inneren von Elektrogeräten. Durch empirische Versuche mit einem realitätsnahen Versuchsaufbau wurden die Effekte der Eigenschaften gemessen, die in der heutigen Geräteentwicklung optimiert werden können. Es sind dies: Dämmung, Luft-Öffnungen, Geräte-Bewegung, Wind, Dicke der Luftspalte oder die Oberflächeneigenschaften der Platine. Die Hauptergebnisse der Arbeit sind praxisnahe Kennwerte für den Produktentwurf und zeigen direkt den Effekt der genannten Parameter
Die Besiedlung verschiedener Materialien durch Quagga- Muscheln (Dreissena rostriformis) und Zebra-Muscheln (Dreissena polymorpha)
Die nachfolgende Arbeit befasst sich mit den beiden Fragen, ob es einen Unterschied bei der Besiedlung verschiedener Materialien durch die Quagga-Muschel (Dreissena rostriformis) und der Zebra-Muschel (Dreissena polymorpha) gibt sowie ob sich die Haftung der Muscheln auf den verschiedenen Oberflächen der Materialien unterscheidet. Dabei wurden dreimal 12 verschiedene Rohrstücke an drei Seile gebunden, in ca. 8 Metern Tiefe im Bodensee versenkt und während 10 Wochen von Muscheln besiedelt. Es war klar erkennbar, dass Kupfer am wenigsten von den Muscheln besiedelt worden ist, mit einer durchschnittlichen Besiedlungsdichte von 8 Muscheln pro dm2. Kupfer wurde dabei hoch signifikant weniger stark besiedelt als das zweit platzierte verzinkte Stahlrohr mit p < 0.01. Am stärksten besiedelt wurden die verschiedenen Gusseisenrohre mit einer durchschnittlichen Besiedlung von 208 Muscheln pro dm2. In der Frage zur Haftung der Muscheln auf den verschiedenen Oberflächen hat ebenfalls Kupfer am besten abgeschlossen. Nach einem Schütteltest, bei dem das Rohr von einer Höhe von 0.7m auf harten Untergrund fallengelassen worden ist, waren nur noch 8.3% der ursprünglich angewachsenen Muscheln am Rohr befestigt. Die Muscheln hafteten auch relativ schlecht auf dem bitumenbeschichteten Gussrohr, dem Messing und dem Eisen. Dafür hafteten sie sehr gut auf den verzinkten Blechen und dem Chromstahlrohr. Am schlechtesten abgeschnitten hat das Gusseisenrohr mit der Zementbeschichtung, welches somit am meisten Aufwand verlangt, um es von den angewachsenen Muscheln zu reinigen. Nach dem Schütteltest waren noch immer 65.0% von den angesiedelten Muscheln am Rohr befestigt. Die Ursachen dafür könnten in der Porosität der Materialoberfläche, in der chemischen Bindung zwischen Oberfläche und den Byssusfäden der Muscheln, aber auch im beeinflussten Stoffwechsel der Muscheln liegen. Die vorgängig durchgeführten Versuche mit Becken mit und ohne Belüftung sowie mit und ohne Kühlung erwiesen sich als sehr schwierig und erbrachten keine Resultate. Die Resultate zeigen klar, dass Kupfer am besten dazu geeignet ist, der Besiedlung der Quagga- und Zebra-Muscheln entgegenzuwirken