Publikationsserver der PHTG (Pädagog. Hochschule Thurgau)
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Der Hort als ‚authentisch normaler‘ Ort für Kinder in der Migrationsgesellschaft?: Sozialraumtheoretische ethnografische Betrachtungen in einer Schweizer Großstadtnachbarschaft
Basierend auf Daten einer mehrjährigen multilokalen Ethnografie mit Kindern in einer Schweizer Großstadtnachbarschaft wird im Beitrag nach den Bedingungen sozialräumlicher Trennung divergierender Orte der Kindheit gefragt. Im Fokus stehen dabei Horte, die die Kinder auf grundsätzlich freiwilliger Basis zusätzlich zur Schule besuchen. Unter Rückgriff auf sozialraumtheoretische Ansätze im Kontext von Bildung und Migration wird der Hort als Ort analysiert, in dem sich privat-öffentliche Aushandlungen guter Kindheit relational zum Verhältnis zwischen Familien und Schulen neu figurieren. Es wird diskutiert, was die im Hort verwendete Figur des ‚authentisch Normalen‘ für das Verständnis von Kindheiten in der Migrationsgesellschaft bedeuten kann
Design games as a sociological approach to material thinking
This chapter introduces design games as a sociological approach in connection with the framework of communicative constructivism (CoCo), integrating material thinking into empirical research. By creating rule-based, material environments, design games foster experimental engagement with socio-material dynamics, providing a “magic circle” that enables embodied interaction with real-world issues. Using the game Windschatten as a case study, we illustrate how design games combine sociological theorizing with practical design, exploring themes such as collective agency, resource distribution, and cooperation. Design games highlight the reciprocal relationship between materiality and theory-building, overcoming the epistemic dualism between analysis and synthesis. CoCo's emphasis on mediatized social practice aligns with this “hands-on” approach, where the movement and manipulation of objects facilitate new insights in knowledge production. This method not only enhances the empirical rigor of sociological research but also provides a transdisciplinary framework that bridges design and sociological thinking, enriching the understanding of communicative construction in social dynamics
Design Games und Grounded Theory: Produktive Verknüpfungen von empirisch begründeter Theoriebildung und Gestaltung
Interdisziplinäre Kooperationen mit der Designforschung haben neue methodische Horizonte für die qualitative Sozialforschung eröffnet. Im Anschluss an die neuere Strömung der Designsoziologie beleuchtet der Beitrag die Potenziale von sogenannten Design Games als soziologische Methode, um Bezugsprobleme und Praktiken in mediatisierten sozialen Welten partizipativ zu erforschen und zu gestalten. Dazu wird reflektiert, wie Grounded-Theory-Methode und Spielgestaltung im Forschungsprozess verschränkt werden können und welche Konsequenzen die Vermischung rekonstruktiver und gestalterischer Forschungslogiken hat. In empirischen Forschungsprozessen können Design Games in verschiedenen Phasen zum Einsatz kommen: von der Erarbeitung von Forschungsfragen, über die Datenerhebung und partizipative Analyse bis hin zur Gestaltung von digitalen Medien und Praktiken
Connected 1: Medien und Informatik
Das Print-Arbeitsbuch für die klassische Bezugsvariante für Schülerinnen und Schüler zeichnet sich durch eine witzige und ansprechende Gestaltung aus und macht Lust auf Medien und Informatik. Es vermittelt nachhaltiges Konzeptwissen, indem es zahlreiche Themen zunächst unplugged behandelt und erst in einem zweiten Schritt digital erforscht und vertieft. Dabei kommen vielfältige Aufgabenformate zum Zuge: Lernspiele und enaktive Aufgaben, Diskussionen, Arbeit auf Papier und am Computer oder Tablet (z. B. Internetrecherchen, Programmieren, eigene Medienproduktionen). Das digitale Zusatzmaterial von Links, Videos und vorbereiteten Scratch-Programmen ist unter connected.lmvz.ch frei zugänglich
Heldinnen- und Heldenverehrung in der Pädagogik: Gespräch über eine spannungsreiche Tagung (Podcast)
In der Premierensendung von «Bildung im Gespräch», einer Podcast-Reihe des Fachbereichs «Bildung, Schule und Gesellschaft», mischen wir uns ein in eine sehr lebendige Diskussion über «Heldinnen- und Heldenverehrung in der Pädagogik». So lautete der Titel einer Tagung, die vom 20. bis zum 21. November 2025 an der Pädagogischen Hochschule Thurgau stattgefunden hatte. Die beiden Veranstalter, Philipp Eigenmann und Daniel Deplazes, stehen Rede und Antwort zu Fragen über den Anlass, die Planung und die Dynamik dieses spannungsreichen Ereignisses. Diskutiert werden die Notwendigkeit und Funktion von Heldinnen- und Heldenfiguren in der Pädagogik, die Problematik ihrer Verehrung und die Auseinandersetzung mit deren Schattenseiten. Als unstrittig erweist sich vor allem eines: Es lohnt sich zu reden über «Themen, die nicht einfach sind, aber einfach wichtig sind»