Publikationsserver der PHTG (Pädagog. Hochschule Thurgau)
Not a member yet
3757 research outputs found
Sort by
Sprachliche Mittel der Kombinatorik auf der Sekundarstufe I: Sprachsensibler Mathematikunterricht
Sprachliche Herausforderungen im Mathematikunterricht stellen Schülerinnen und Schüler vor Hürden. Beim Thema Kombinatorik zeigen oft diejenigen Schülerinnen und Schüler bessere Leistungen, die ansonsten weniger gute Leistungen im Mathematikunterricht haben. Eine Möglichkeit dafür ist die Textlastigkeit der Aufgaben. Das Ziel dieser Masterarbeit ist es, herauszufinden, welche sprachlichen Mittel die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I beim Lösen von Aufgaben aus dem Thema Kombinatorik benötigen. Zentral ist dabei die folgende Fragestellung: Welche sprachlichen Mittel werden von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I benötigt, damit sie zielstufenbezogene Aufgaben aus dem Themenbereich Kombinatorik und Wahrscheinlichkeit lösen können? Um die Fragestellung zu beantworten, wurde eine qualitative Interviewstudie mit Schülerinnen und Schülern der dritten Sekundarschulklasse respektive der 9. Klasse der Schweizer Volksschule durchgeführt. Konkret lösten die Schülerinnen und Schüler in halbstandardisierten Interviews Aufgaben zum Thema Kombinatorik laut vor. Um die benötigten sprachlichen Mittel über alle Aufgaben hinweg herauszufiltern, wurden die Transkripte in vier Schritten analysiert. Die Auswertung hat gezeigt, dass die Schülerinnen und Schüler sehr viel ihre Alltagssprache benutzen. Zudem fließt der Kontext der Aufgabenstellung ebenfalls gerne in ihre Sprachhandlungen mit ein. Eine Abstraktion ist eher selten. Auf der Textebene ist das Vorgehen vor allem mit Darstellungswechseln und Realitätsbezügen auf der sprachlichen Ebene zu erkennen. Auf der Satzebene werden neben Schlussfolgerungen und zeitlichen Abfolgen die mathematischen Grundprinzipien, die beim Lösen benötigt werden, ersichtlich. Auf der Wortebene sind die Fachbegriffe des Themas Kombinatorik sowie die mathematischen Grundoperationen zu erkennen. Daneben sticht das Konjunktionaladverb „dann“ heraus. Zudem sind auch aufgabentypenbezogene sprachliche Mittel zu erkennen, die auf die Merkmale der Grundaufgaben der Kombinatorik hinweisen. Die Ergebnisse können aufgrund der Größe der Arbeit nicht verallgemeinert werden. Für weiterführende Forschungen zeigt die Arbeit jedoch eine Möglichkeit, sprachliche Mittel zu erfassen. Für die Praxis zeigt sie Lehrpersonen auf, worauf sie bei diesem Thema sprachlich achten müssen. Zudem kann für die Ausbildung von Lehrpersonen festgehalten werden, dass das Thema sprachsensibler Mathematikunterricht thematisiert werden soll
Geächtet, geliebt und geduldet: Die Orgel im nachreformatorischen Toggenburg
Geächtet von der reformierten Zürcher Obrigkeit, geliebt von den Pietisten und geduldet von der St. Galler Fürstabtei – die Orgel im Toggenburg des 18. Jahrhunderts findet nicht nur in der Kirche ihren festen Platz, sondern auch in der Firstkammer des Toggenburger Hauses als Ausstattungselement des familiären Versammlungs- und Andachtsraums. So entwickelt sich mitten im grössten Spannungsfeld der konfessionell gespaltenen Eidgenossenschaft eine lokale Tradition des Orgelbaus. Kein anderes Musikinstrument ist so in den kirchen- und kunsthistorischen Kontext eingebunden wie die Orgel. Sie ist der geistlichen Musik verpflichtet und dient der christlichen Erbauung, wo immer sie dem Verdacht gegen alle Musik entgehen kann, nur Anlass zur Zerstreuung und Ablenkung von der Sorge um das Seelenheil zu sein. Das macht sie zu einem Symptom politischer und kultureller Gegebenheiten in einer Zeit, wo der Streit der Konfessionen noch einmal aufflammt. Die Untersuchung nähert sich der Geschichte der Toggenburger Orgel unter dem Blickwinkel verschiedener Disziplinen
Distance Tutoring in Chemistry Education: A Qualitative Study of the Usability of Head-Mounted-Displays
This qualitative study examines the potential of head-mounted displays (HMDs) for providing remote support in a university setting. It focuses on whether immersive technologies, such as HMDs with augmented reality (AR), could be a useful addition to or alternative to traditional remote support formats, particularly for practical, action-oriented activities, such as laboratory work. Three case studies in which students were supervised as part of their final theses or examinations were conducted to document and evaluate user experiences, challenges, and potential. Following initial skepticism regarding the technology, particularly regarding technical aspects, the participants’ attitude turned largely positive with increased use. HMDs proved particularly helpful in laboratory environments, enabling intuitive, present, and context-sensitive support. Key advantages included real-time communication, visual participation from a first-person perspective, support through digital additions to the field of view using AR, and hands-free operation. At the same time, it was demonstrated that the technology is particularly effective in small settings. These results suggest new perspectives for the use of immersive technologies in digital university teaching, particularly for remote supervision of practical activities
Die Rolle der Politik bei der Umsetzung von Schwammstadtkonzepten in der Stadt Zürich
Der Klimawandel stellt die Stadt Zürich vor neue Herausforderungen wie Hitzeperio den und Starkniederschlagsereignisse. Das Konzept der Schwammstadt kann durch lokales Versickern von Regenwasser und durch die Kühlung mit Grünflächen Teil der Lösung sein. In der Stadt wurden bereits mehrere Pilotprojekte umgesetzt. Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss der Politik auf die Umsetzung solcher Projekte sowie die Wahrnehmung der Schwammstadt in der Stadtpolitik zu untersuchen und verschie dene Herausforderungen zu analysieren. Grundlage ist eine schriftliche Umfrage un ter den Mitgliedern des Zürcher Stadtparlaments. Die Ergebnisse zeigen, dass die Idee der Schwammstadt in der Stadtpolitik bekannt ist und mehrheitlich als wichtig eingeschätzt wird. In Zürich existieren zudem mehrere gesetzliche Grundlagen zur Förderung von Grünflächen und zwischen den relevanten Akteuren gibt es einen Austausch
Tanz als Körpersprache: Eine Tanzchoreografie der Tanzart Contemporary Dance zum Lied "Million Eyes" von Loïc Nottet
Der akute Einfluss von Sport auf die Nervenleitgeschwindigkeit: Eine prospektive, randomisierte und kontrollierte Untersuchung an gesunden Jugendlichen
In dieser Arbeit wurde untersucht, ob sich die Nervenleitgeschwindigkeit (also wie schnell Nervensignale im Körper weitergeleitet werden) durch eine kurze sportliche Aktivität verändert. Der Hintergrund ist, dass sich durch Aufwärmen vor dem Sport nicht nur die Muskeln, sondern möglicherweise auch die Nerven schneller aktivieren lassen. Das könnte die Reaktionszeit verbessern, was vor allem im Sport oder auch im Alltag nützlich sein kann. Für den Versuch wurden 15 gesunde männliche Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren getestet. Sie wurden per Zufall in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe joggte 30 Minuten lang (Interventionsgruppe), die andere ruhte sich in dieser Zeit aus (Kontrollgruppe). Vor und nach dieser Zeit wurden bei allen Teilnehmenden die Nervenleitgeschwindigkeiten an Armen und Beinen gemessen, ausserdem auch die Hauttemperatur. Die Messungen fanden unter gleichbleibenden Bedingungen im Labor statt. Das Ergebnis war etwas überraschend: Weder die Nervenleitgeschwindigkeit noch die Hauttemperatur zeigten nach dem Joggen deutliche Veränderungen – es gab also keinen messbaren Effekt. Auch im Vergleich zur Ruhegruppe war kein Unterschied feststellbar. Damit konnte die ursprüngliche Vermutung, dass Bewegung die Nerven schneller leiten lässt, in diesem Fall nicht bestätigt werden. Mögliche Gründe dafür könnten sein, dass die Bewegung zu wenig intensiv war oder dass es draussen zu kalt war, um den Körper wirklich aufzuwärmen. Auch war die Gruppe eher klein, was es schwieriger macht, Unterschiede zu erkennen. Zusammengefasst lässt sich sagen: Kurzes Joggen reicht bei gesunden Jugendlichen nicht aus, um die Nervenleitgeschwindigkeit messbar zu steigern. Für künftige Studien wäre es spannend, intensivere Bewegungen oder längere Trainingszeiten zu testen