Publikationsserver der PHTG (Pädagog. Hochschule Thurgau)
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Spielen lernt man im Spiel: Ein integrativer Ansatz der Spielsportvermittlung
«Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.» Nach diesem Grundsatz wird der Ansatz der «integrativen Sportspielvermittlung» vor- gestellt und gezeigt, wie er mit Kindern im Alter von 4 bis 8 Jahren um- gesetzt wird. Der Workshop fokussiert dabei drei Aspekte. praxisnahe Integration in den klassischen Sportunterricht Anwendung im Freispiel während des gesamten Zyklus 1 Möglichkeiten zur Schaffung von Sprachanlässen in der Sportspielvermittlun
Carl Wilhelm Schmoelzl - His Guitar Manuscripts and the Publication of Op. 4: Lecture Recital
Zugehörigkeitserleben von Schüler:innen mit und ohne besonderen Bildungsbedarf: Eine qualitative Studie in einem Schweizer Kindergarten
Der Begriff der Zugehörigkeit ist ein komplexes und mehrdimensionales Konstrukt, dessen Analyse eine Vielzahl von Perspektiven erfordert. Zugehörigkeit entsteht durch das Gefühl, sich sicher und zuhause zu fühlen und kann sich auf eine Person, eine Gruppe oder einen Ort beziehen. Das Erleben von Zugehörigkeit ist von zentraler Bedeutung für die Entwicklung der Identität, für das Wohlbefinden wie auch für das Lernen. Im Hinblick auf die Diversität im Kindergarten ist Zugehörigkeitserleben von besonderer Bedeutung. Die vorliegende Masterarbeit hat zum Ziel, das Zugehörigkeitserleben von Schüler:innen mit und ohne besonderen Bildungsbedarf im Kindergarten zu untersuchen. Zur Annäherung an die kindliche Perspektive werden verschiedene Methoden eingesetzt: Die Datenerhebung erfolgt mittels teilnehmender Beobachtungen, Gesprächen mit den Schüler:innen sowie den Fachpersonen und über Kinderzeichnungen. Die Daten werden anschliessend mittels Grounded Theory analysiert und ausgewertet. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das Zugehörigkeitserleben von Schüler:innen im Kindergarten von vier Faktoren beeinflusst wird: kindliche Faktoren (Kompetenzen, Motivation, Bedürfnisse, Zeit im Kindergarten), Fachpersonen (Unterstützung, emotionales Klima), Peers (Platz in der Gruppe, gemeinsames Spielen, Beziehungen und Freundschaften sowie Gemeinsamkeiten) und Rahmenbedingungen (Raumgestaltung, Passung zwischen Anforderung und Kompetenzen, Rituale und Regeln). Die Faktoren wirken dabei häufig gleichzeitig auf das Zugehörigkeitserleben. Das Erleben von Zugehörigkeit führt zu einem positiven Affekt, Spielflow, Handlungssicherheit und Kompetenzerleben. Das Nicht- Erleben von Zugehörigkeit resultiert in einem negativen Affekt, Unsicherheit oder Orientierungslosigkeit und Alleinsein. Alle Schüler:innen erleben Momente von Zugehörigkeit und Nicht-Zugehörigkeit, wobei sich das Erleben der Kinder mit besonderem Bildungsbedarf als fragiler zeigt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bereits im Kindergarten neben der sozialen auch die akademische Zugehörigkeit von grosser Bedeutung ist. Fachpersonen kommt eine besondere Rolle bei der Unterstützung des Erlebens von Zugehörigkeit zu. Einerseits wird Zugehörigkeit durch die Fachkraft-Kind-Beziehung hergestellt, andererseits durch steuerndes Verhalten bei bedrohtem oder Nicht-Erleben von Zugehörigkeit während Peer-Interaktionen. Des Weiteren obliegt es den Fachpersonen sicherzustellen, dass alle Kinder, unabhängig von ihren Kompetenzen, bereits im Kindergarten in alle pädagogischen Angebote involviert sind und adäquate Unterstützung erfahren, um sich als zugehörig zu erleben
Die Entwicklung von Emotionsregulationsstrategien vom Neugeborenen- bis zum Vorschulalter
Die Bildung von Emotionsregulationsstrategien ist ein bedeutender Bereich der Entwicklung eines Kindes. Lehrpersonen und nächste Bezugspersonen spielen dabei eine bedeutende Rolle. In dieser Arbeit wird die Entwicklung von Emotionsregulationsstrategien bei Kindern vom Neugeborenen- bis zum Vorschulalter beleuchtet. Das Ziel der Arbeit ist, darzustellen, welche Emotionsregulationsstrategien ein Kind vor Schuleintritt erlernt und was es benötigt, damit das Kind optimal in seinem Emotionslernen begleitet ist. Das soll Fachpersonen und nächsten Bezugspersonen ermöglichen, zu erkennen, an welcher Stelle des Entwicklungsprozesses sich das Kind befindet, um dann im nächsten Schritt dem Entwicklungsstand entsprechende Fördermöglichkeiten zu entwickeln und das Kind optimal zu begleiten. Nur wer über den Entwicklungsprozess von Emotionen und deren Regulation Bescheid weiss und daraus erkennen kann, was ein Kind braucht, kann auch so agieren und intervenieren, dass es der Entwicklung eines Kindes bestmöglich dient. Ausserdem kann es helfen, sich als Bezugsperson und Lehrperson bestimmte Strategien anzueignen, um gelassen und über das eigene Handeln reflektiert zu bleiben, auch wenn ein Kind sich in einem möglichen Gefühlsausbruch befindet. Konkret wird in dieser Arbeit die folgende Forschungsfrage behandelt: «Welche Emotionsregulationsstrategien entwickeln sich bei Kindern vom Neugeborenen- bis zum Vorschulalter?» Sowie die folgenden Subfragen: - «Wovon ist die Entwicklung von Emotionsregulationsstrategien im Vorschulalter abhängig?» - «Welche Rolle spielen Bezugspersonen dabei, Kinder in ihrer Emotionsentwicklung zu unterstützen?» Für die Beantwortung der Fragestellungen wurde eine wissenschaftliche Literaturrecherche in einer etablierten, interdisziplinären Datenbank durchgeführt. Fünf Studien mit dem Schwerpunkt der Entwicklung von Emotionsregulationsstrategien wurden ausgewählt, genauer analysiert und zusammengefasst. Eine fundamentale Erkenntnis der vorliegenden Arbeit ist, dass Kinder bis zum Schuleintritt zahlreiche Entwicklungsfortschritte durchlaufen und dass die Begleitung durch ihre Bezugspersonen dabei eine sehr bedeutende Rolle spielt. Wichtig ist dabei zu beachten, dass aus den Ergebnissen verschiedener Studien zwar angenommen werden kann, wann genau welche Entwicklungsfortschritte stattfinden und welche Emotionsregulationsstrategien bis zum Schuleintritt erlernt werden, dass dies jedoch nicht für jedes Kind gleichermassen gilt, weshalb die Fragestellung der vorliegenden Arbeit nicht pauschal beantwortet werden kann
Bedürfnisäusserungen: Eine qualitative Analyse der Mitgestaltung im Kindergartenalltag
Das Ziel in der vorliegenden Arbeit ist es, zu klären, inwieweit Kinder ihren Lebensalltag aus ihrer Sicht mitbestimmen können. Dazu wird die folgende Forschungsfrage gestellt: Inwiefern können die Kinder laut einer Befragung ihren Alltag in einem Thurgauer Kindergarten aus ihrer Perspektive mitgestalten? Um die Forschungsfrage zu beantworten wurde eine qualitative Studie mithilfe von Kinderbefragungen in vier Kindergärten durchgeführt. In der anschliessenden Datenanalyse wurden 39 Kinderantworten angesehen und mit der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckarzt ausgewertet Die qualitative Studie hat gezeigt, dass die Kinder viele Bedürfnisse habe, die sie mehrheitlich als erfüllt betrachten. Jedoch gibt es einen Bereich, bei dem die Kinder ihre Bedürfnisse als nicht erfüllt angeben. Doch sie zeigen auch, dass sie sich nicht tatenlos fühlen, indem sie viele Partizipationsvorschläge machten. Das signalisiert, dass die vielen Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen werden sollten. Die Kinder sollten ausserdem die Möglichkeit haben, diese zu äussern. Auf dieser Grundlage sollte Partizipation im Kindergarten möglich sein
Schreibentwicklung bei Kindern: Ein Kind und dessen Veränderungen in der Schreibentwicklung
In dieser Arbeit wird die Schreibentwicklung bei Kindern genauer beleuchtet und im Sinne einer Einzelfallstudie mit Schreibprodukten eines Kindes verglichen und überprüft. Dabei wird sich an der folgenden Forschungsfrage orientiert: Inwiefern sind Veränderungen in der Schreibentwicklung mit Blick auf den Schriftspracherwerb und die Rechtschreibung, die Schreibkompetenz sowie die Schriftentwicklung zu erkennen? Um diese Forschungsfrage beantworten zu können, wurde im Sinne der qualitativen Forschung empirisch vorgegangen. Das Vorgehen umfasst einerseits die Auswahl der Stichprobe und neun passende Schreibprodukte dieser. Andererseits wurden je zwei unterschiedliche Transkripte zu den Texten verfasst. Diese sowie die Originaltexte, dienen als Grundlage für die Analyse. Die Schreibprodukte die dabei analysiert wurden, sind Berichte über Erlebnisse verschiedener Wochenenden und erstrecken sich über drei Jahre hinweg von der 1. Klasse bis zu der 3. Klasse. Darüber hinaus wurde die Schreibentwicklung in den drei Bereichen Schriftspracherwerb und Rechtschreibung, Schreibkompetenz und Schriftentwicklung anhand theoretischer Grundlagen erläutert. Anschliessend wurden diese mit den Ergebnissen der Analyse in Verbindung gebracht. Dabei hat sich gezeigt, dass die bei den untersuchten Texten ersichtliche Entwicklung grösstenteils mit der aufgeführten Theorie übereinstimmt, wobei auch einige Abweichungen ersichtlich wurden. Dies legt nahe, dass die Schreibentwicklung bei Kindern im Wesentlichen ähnlich verläuft, wobei die Geschwindigkeit dieses Prozesses variieren kann
Ist das Warten?: Eine Ethnografie der Teilnehmer/innen während der Wettkampfpausen des UBS Kids Cup Team 2024 in Frauenfeld
Die vorliegende Arbeit widmet sich dem Phänomen des Wartens, das zunächst aus verschiedenen Blickrichtungen bzw. Fachdisziplinen beschrieben wird. Mittels ethnografischer Methoden wird sodann der Fragestellung nachgegangen, welche Rolle das Warten bei einem Leichtathletik-Sportanlass für Kinder und Jugendliche spielt. Dabei wird festgestellt, dass das Warten für die Teilnehmenden quantitativ einen großen Anteil dieses Events ausmacht. Es wird weiterhin gezeigt, dass das Warten keine eindeutige Kategorie ist und es auch nicht zwingend einen inhaltlichen Dualismus hinsichtlich passiver Phasen des Wartens und aktiveren des Nicht-Wartens gibt. Zuletzt wird in dieser Untersuchung herausgearbeitet, dass die Form des Wartens, die beobachtet wurde, nicht bzw. kaum mit Formen des Wartens übereinstimmt, wie sie am Anfang dieser Arbeit herausgearbeitet wurden. Das liegt (auch) am Kontext des Sportwettkampfs und am Alter der Teilnehmenden. Weitere Untersuchungen sind nötig, um die hier vorgestellten Ergebnisse verifizieren zu können
Amusie – was ist das?: Die Darstellung eines Krankheitsbildes
Die kongenitale Amusie ist ein neuronaler Defekt, der es Betroffenen unmöglich macht, Musik in all ihren Facetten wahrzunehmen. Dabei ist vorwiegend die Tonhöhenwahrnehmung sowie die Verarbeitung von Klangfarben und Rhythmen betroffen. Es wird angenommen, dass etwa 4% der Weltbevölkerung von diesem nicht behandelbaren Defizit betroffen sind. Die Erforschung von Amusie lässt darauf schliessen, dass sie ihren Ursprung in der Genetik findet. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Umgang mit Betroffenen von Amusie im Schulfeld. Genauer wird die Fragestellung; «Macht es Sinn, dass Kinder mit diagnostizierter kongenitaler Amusie am Schulmusikunterricht teilnehmen?» behandelt. Die Arbeit ist in Form einer Literaturarbeit aufgebaut. Im Literaturteil werden Fachliteratur und wissenschaftliche Studien dargestellt und beschrieben. Anschliessend werden die Informationen interpretiert und diskutiert. Es ergibt sich die Schlussfolgerung, dass die Sinnhaftigkeit einer musikalischen Beschulung davon abhängt, welches Ziel damit verfolgt wird. Dabei erscheint es als sinnlos, ein von Amusie betroffenes Kind musikalisch zu beschulen, in der Hoffnung, dass dieses die Tondiskrimination erlernen wird. Die Auseinandersetzung mit dem Thema lässt die Frage offen, wie Amusiker selbst ihren schulischen Musikunterricht wahrgenommen haben und ob sie diesen retrospektiv als sinnvoll empfunden haben
Learning Halfpipe Pumping
A wide range of methods raises questions for suitable learning settings in physical education in newcoming sports like skateboarding. To find out whether lessons in skateboarding differ in effectiveness between teacher-centred and student-centred approaches, this study compared the opposite ends of spectrum teaching theory in performance and improvement of 4th -6th graders in an experimental design. Measurements in performance “Number of swings” and “maximum Distance” were taken before and after learning in a lesson of command teaching style (n = 3) or self-teaching style (n = 3). non-parametric testing on effect size was done for both groups by Wilcoxon W and compared by Mann-Whitney-U, showing no significant difference between groups (α = .05). For deeper understanding despite the small sample size, data on performance and improvement was exploratively analysed in descriptives. Differences in results of variables “Average Number of Swings” and “Average maximum Distance” and calculated improvements between pre-test and post-test occurred in level and distribution between groups. In learning setting command teaching, participants performed and improved more in “Average Number of Swings”, while learners in self-teaching did so in “Average maximum Distance”. Effects of learning settings on heterogeneity of results in “Average maximum Distance” were found, as command teaching led to more homogenous outcomes than self-teaching. Findings are discussed within literature of skateboarding, spectrum theory and feedback theory. Implications for teaching skateboarding and recommendations for further research are made
Berufswahlmotive von Lehrpersonen und Lehramtsstudierenden in Frankreich
Der gesellschaftlich Ruf der Lehrperson ist laut Lehrer*innen und Lehramtsstudierenden negativ behaftet. Grosse Klassen, eine grosse Spannbreite an Niveaus und ein niedriger Lohn sind Realität des Lehrpersonenalltags in Frankreich (Marcel Postic, Le Calve Georges, Serge Joly, & Farid Beninel, 1990; Servet Yanatma, 2022). Mit dieser Kenntnis stellt sich die Frage welche Gründe Lehramtsstudierende und berufstätige Lehrpersonen zu ihrer Berufswahl bewegten. Geleitet von der Fragestellung, «Welches sind Berufswahlmotive von ausgebildeten und angehenden Lehrpersonen in Frankreich?», untersucht diese Bachelorarbeit die Berufswahlmotive von Lehramtsstudierenden und Lehrpersonen in Frankreich. Studien und theoretische Grundlagen zur Berufswahl, sowie die Motivationspsychologie geben die Grundlage für diese Arbeit. Auf Grund dieser Basis wurde ein qualitatives Interview erstellt, welches mit zwei Lehramtsstudierenden und zwei berufstätigen Lehrpersonen durchgeführt wurde. Sechs Fragen rund um die Berufswahlmotive wurden von allen vier Befragten schriftlich in einem digitalen Dokument beantwortet. Die schriftlichen Ergebnisse wurden anonymisiert und anhand eines Codierfadens ausgewertet. Dieser beruht auf den theoretischen Grundlagen der Berufswahl und beinhaltet verschiedene Kategorien, in welche gemachten Aussagen eingeordnet werden können. Mit Hilfe von drei Forschungsfragen wird die Leitfrage vertieft analysiert. Personenübergreifend werden diese Fragen bearbeitet und deren Hypothesen, anhand der Ergebnisse, bestätigt oder widerlegt. Die Berufswahl zur Lehrperson setzt sich aus verschiedenen Motiven zusammen. Die vier Befragten nennen dabei die Interessenorientierung als wichtigstes Kriterium. Die Arbeit zusammen mit Kindern oder auch das Weitergeben ihrer Fachkompetenzen fliessen ins Interesse ein. Eigene Lernerfahrungen, sowie auch die Nützlichkeit des Berufes sind ebenfalls ausschlaggebend in der Berufswahl. Wie in den theoretischen Grundlagen, sind auch in den Ergebnissen der Datenerhebung mehr intrinsische wie extrinsische Motive bewegend zum Lehrpersonenberuf. Die Punkte fünf und sechs erforschen spezifisch das gesellschaftliche Ansehen des Lehrpersonenberufs. Alle vier Interviewten äussern sich einig einer eher negativen Prägung des Lehrpersonenrufs. Ob die Eltern den Lehrpersonen vertrauen oder eher misstrauen, sind sich die Befragten uneinig. Angesichts des hohen Lehrpersonenmangels stellt sich die Frage, wo Verbesserungsbedarf herrscht und welche Verbesserungsmöglichkeiten sich für das Bildungssystem in Frankreich bieten (France Stratégie & Dares, 2022). Weiterführend könnte dieser Fragestellung, anhand einer repräsentativen Befragung, auf den Grund gegangen werden. Sie liesse zu, verallgemeinerte Aussagen zu machen