Publikationsserver der PHTG (Pädagog. Hochschule Thurgau)
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Der Einfluss negativer Interaktionen innerhalb der Peer-Gruppe auf den emotionalen Ausdruck einzelner Kinder im Vorschulalter
Diese Masterarbeit untersucht den Einfluss negativer Gruppenzusammenhänge auf die emotionale Ausdrucksfähigkeit von Vorschulkindern. Während umfangreiche Forschung zu Mobbing in Schulkontexten existiert, sind Studien zu negativen Peer-Interaktionen in Vorschulkontexten begrenzt. Diese Studie zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem sie die Beziehungen zwischen verschiedenen Formen negativer Interaktionen – wie Mobbing, Ausgrenzung und Gruppenzwang – und der emotionalen Ausdrucksfähigkeit von drei- bis vierjährigen (M = 44,93 Monate; SD = 6,59) Vrschulkindern (N = 116) untersucht. Zudem wird die potenzielle moderierende Rolle des Geschlechts erforscht, wobei die Hypothese aufgestellt wird, dass Mädchen in Reaktion auf diese Peer-Interaktionen höhere Ausdrucksniveaus zeigen könnten als Jungen. Die Studie ist eingebettet in die EmU-Längsschnittstudie, die in Zusammenarbeit mit der Universität Konstanz und der Pädagogischen Hochschule Thurgau durchgeführt wird. Die Datenerhebung erfolgte mittels Lehrerfragebögen, die die emotionale Ausdrucksfähigkeit, emotionale Bewältigungskompetenzen und Strategien zur emotionalen Regulation erfassten. Systematische Beobachtungen mit der Methode der Emotion Regulation in Standardized Situations (ERSS) wurden durchgeführt, um den emotionalen Ausdruck in 12 Situationen zu bewerten. Die Analyse zielte darauf ab, die Stärke und Art der Beziehung zwischen Peer-Interaktionen und emotionalem Ausdruck sowie die moderierenden Effekte des Geschlechts zu bestimmen. Zur Überprüfung der Hypothesen wurden Regressions- und t-Test-Analysen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten keinen signifikanten Zusammenhang zwischen negativen Peer-Interaktionen und emotionalem Ausdruck, und es wurde kein moderierender Effekt des Geschlechts festgestellt. Zudem ergab die Analyse, dass es keinen signifikanten Unterschied im emotionalen Ausdruck zwischen Jungen und Mädchen gab (t = 1,184, df = 147,63, p = 0,2383). Diese Ergebnisse stellen traditionelle Geschlechterstereotype in Frage, die davon ausgehen, dass Mädchen im Allgemeinen emotional ausdrucksstärker sind als Jungen, und deuten darauf hin, dass der Zusammenhang zwischen Geschlecht und emotionalem Ausdruck bei Vorschulkindern komplex ist und durch andere Faktoren beeinflusst werden könnte, die in dieser Studie nicht erfasst wurden. Die Eigenschaften der ursprünglichen Stichprobe zeigten, dass 40,5% (48 Teilnehmer) männlich, 55,6% (65 Teilnehmer) weiblich und 2,6% (3 Teilnehmer) geschlechtsunspezifische Angaben machten. Die Mehrheit der Kinder verfügte über ausreichende Deutschkenntnisse, um die Aufgabeninstruktionen zu verstehen. Die Implikationen dieser Ergebnisse für zukünftige Forschungs- und praktische Anwendungen in Bildungs- und klinischen Kontexten werden erörtert. Schlüsselwörter: Negative Peer-Interaktionen, emotionaler Ausdruck, Vorschulkinder, negative Emotionen, Geschlechtsunterschiede, emotionale Regulation, Sozialverhalten, Lehrer- versus Elternbewertungen, Lehrerbewertung, Elternbewertung
Hausaufgaben in Mathematik: Fachlich-fachdidaktisches Wissen von Eltern, ihre Erwartungen und Wünsche an die Schule
Auch auf der Sekundarstufe I bitten Lernende ihre Eltern bei den Hausaufgaben um Unterstützung. Eltern gelten daher als wichtiges Stützsystem für das schulische Lernen ihrer Kinder. Deshalb rücken auch elterliche Kompetenzen in den Fokus. Über das fachlich-fachdidaktisches Wissen von Eltern ist derzeit aber kaum etwas bekannt. Mit diesem Thema befasst sich das vorliegende Dissertationsprojekt. Ein erster Schritt ist die Entwicklung eines Vignetten-Instruments zur Erfassung von fachlich-fachdidaktischen elterlichen Kompetenzen, das im Rahmen einer Befragung von Eltern zum Einsatz kommen soll
Der Stromfluss der Sukkulenten
In dieser Arbeit wird der Stromfluss von vier verschiedenen Arten von Sukkulenten (Crassula Ovata, Sedum Nussbaumeranium, Echeveria Setosa und Pachyveria Glauca) gemessen. Die Sukkulenten werden vier unterschiedlichen Bedingungen ausgesetzt, welche möglicherweise ihre Photosyntheserate beeinflussen. Dazu werden drei Umweltfaktoren in unterschiedlichen Kombinationen verändert: Die Lichtintensität (Helligkeit), die Feuchtigkeit der Erde und die Umgebungstemperatur. Um den Strom zu messen, wird eine Eisenanode und eine Platinkathode, welche über ein Kabel an einem Multimeter verbunden sind, in eines der fleischigen Blätter der Pflanze gesteckt. Der konzentrierte Zellsaft in den Blättern wird dabei als wässrige Elektrolytlösung genutzt und es entsteht ein Stromkreis. Die Resultate zeigen, dass unter Bedingung 4 («Dunkel und Nass») mit 11 μA der höchste Stromfluss gemessen werden konnte, während die Bedingung 1 («Hell und Trocken») mit 5.69 μA den niedrigsten Wert ergab. Die Sukkulente, in der der grösste Stromfluss gemessen werden konnte, ist Sedum Nussbaumeranium. Dies könnte daran liegen, dass die Pflanze grösser ist als die Echeveria Setosa und Pachyveria Glauca und eine andere Blattstruktur als die Crassula Ovata hat. Darüber hinaus produzieren die Pflanzen bei höheren Temperaturen durchschnittlich mehr Strom. Das entspricht den Erwartungen und kann mit der RGT-Regel erklärt werden. Danach steigt mit der Temperatur die Reaktionsgeschwindigkeit an. Das gilt für moderate Temperaturen für alle biologische Prozesse einschliesslich der Photosynthese. Die höhere Photosyntheserate führt zur Bildung von mehr NADPH und dadurch zu einem stärkeren Stromfluss. Weiterführende Experimente mit anderen Sukkulentenarten oder bei kälteren Temperaturen wären interessante Fortsetzungen dieser Versuchsreihe