Publikationsserver der PHTG (Pädagog. Hochschule Thurgau)
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Maker Education in der Schule: Eine kritische Bestandsaufnahme
Maker Education gilt als wegweisend, innovativ und zukunftsorientiert – Attribute, die nur einen Teil dieses pädagogischen Ansatzes beschreiben. Jenseits von Modetrends birgt die Maker Education das Potenzial, die schulische Bildungslandschaft nachhaltig zu verändern. Dieser Weg ist allerdings Pionierarbeit und fordert neben kreativen Highlights auch die Bewältigung von Herausforderungen. In der Keynote werden mitunter Erkenntnisse aus dem Projekt „Making Erprobung Thurgau“ herangezogen, um ein realistisches Bild der Integration von Maker Education in den Schulalltag zu zeichnen. Es werden nicht nur die Schlüsselbedingungen für erfolgreiche Implementierungen beleuchtet, sondern auch Misserfolge und Rückschritte diskutiert, aus welchen– ganz im Sinne eines iterativen Lernprozesses – wichtige Lehren gezogen wurden. Die Keynote schliesst mit der Erkenntnis, dass Maker Education stets auch Schulentwicklung bedeutet und eine lohnenswerte Investition in die Zukunft der Volksschule darstellt
Minimalistisch leben: Minimalismus und seine Anwendungen in verschiedenen Lebensbereichen
In der vorliegenden Arbeit wird das Thema Minimalismus untersucht. Unsere privilegierte Gesellschaft ist auf übermässigen Konsum getrimmt und verlangt nach immer mehr und mehr. Dabei wird oft keine Rücksicht auf die Umwelt oder die eigenen Bedürfnisse genommen, denn die Hauptsache ist, dass ein weiteres Kleidungsstück oder das neuste Handy in den eigenen Besitz gebracht wurde. Das Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, welche Veränderungen von einem minimalistischen Lebensstil hervorgerufen werden, wie er individualisiert und angewendet werden kann, wobei sich auf die Lebensbereiche Architektur, Mode und Technologie fokussiert wird und ob Minimalismus wirklich ein umweltfreundlicher Lebensstil ist, welcher eine höhere Zufriedenheit garantiert oder doch nur ein aktueller Trend für rebellierende Jugendliche. Für die Beantwortung dieser Fragestellungen wurden zwei Interviews geführt, um persönliche Einblicke und Erfahrung in die Arbeit integrieren zu können. Auch wurde eine öffentliche Umfrage gemacht, um die Meinung der Allgemeinheit zum Thema Minimalismus zu erfassen und zusätzlich eine Broschüre erstellt, sodass die pädagogischen Erkenntnisse aufschlussreich und ansprechend zusammengetragen werden können. Es hat sich ergeben, dass Minimalismus die Psyche und mentale Gesundheit zum Positiven verändert und der Lebensstil, als ein solcher mit den richtigen Methoden und Techniken umweltfreundlich und individuell umgesetzt werden kann
Psychoorganisches Syndrom (POS): Die Wirkung einer psychiatrischen Diagnose in der Schweizer Pädagogik der 1970er Jahre
Ein Pflichtrecht im Wandel: Obligatorisch und unentgeltlich oder freiwillig und (eventuell) entgeltlich
Crisis, Critique, and the Education of the Next Generation: A Memory Sociological Understanding of Vulnerability and Resilience in Education
Mein Beitrag fragt, was passiert, wenn junge oder nachkommende Generationen mit den Kategorien von vulnerabel und resilient beschrieben werden. Einerseits werden "protective environments", schützende Umgebungen entworfen und protegiert. Andererseits werden problematische Identifikationen erzeugt, die es schwierig bis unmöglich machen, intergenerationell produktive Verhältnisse zu gestalten. Vor allem die Hochschulbildung kann es sich nicht leisten, sich als einseitig "schützend" um den akademischen, professionellen und intellektuellen Nachwuchs zu kümmern.My contribution asks what happens when young or future generations are described with the categories of vulnerable and resilient. On the one hand, “protective environments” are designed and promoted. On the other hand, problematic identifications are generated that make it difficult or even impossible to create intergenerationally productive conditions. Especially higher education cannot afford to take care of the academic, professional and intellectual offspring in a one-sided, “protective” way
Der Einfluss von Musik auf Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung
Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss von Musik auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen im Autismus-Spektrum. Durch die Beschäftigung mit der Thematik konnte folgenden Fragestellung erarbeitet werden: "Inwiefern beeinflusst die Integration von Musik die soziale und kognitive Entwicklung von Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS)?" Der erste Teil der Arbeit widmet sich dem Autismus im Allgemeinen und definiert Kernsymptome im Hinblick auf die Entwicklungsbereiche. Im zweiten Teil wird der Einfluss von Musik auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ohne ASS beschrieben. Die Erkenntnisse können jedoch nicht alle definitiv bestätigt werden, da einige Studien fehlerhafte Methodik aufweisen. Auch die Auseinandersetzung mit der Frage, welchen Einfluss Musik auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen im Autismus-Spektrum hat, gestaltet sich schwierig, da das Fehlen von passenden Studien aufgedeckt werden konnte. Um dennoch Schlüsse ziehen zu können, greift die Arbeit auf Ansätze der Musiktherapie zurück. In der Diskussion werden die vermeintlichen Resultate der Studien und die Ansätze der Musiktherapie zusammengezogen und interpretiert. Im Fazit wird die Fragestellung beantwortet, wobei einige Fragen offen oder unsicher bleiben. Die Auseinandersetzung mit der Thematik weist darauf hin, dass Musik sehr wohl einen Einfluss auf die soziale und kognitive Entwicklung von Kindern und Jugendlichen mit ASS hat, wobei vor allem die Kommunikationsfähigkeit und die emotionale Regulation im Vordergrund stehen
Gewalt an Kindern: Erkennung von Gewalt an Kindern als Lehrperson Sonderpädagogik
Es gibt immer mehr angezeigte Fälle von häuslicher Gewalt. Dies bedeutet, dass das Thema auch für Lehrpersonen immer relevanter wird. In dieser Arbeit wird evaluiert, wie eine Lehrperson bei einem Fall von häuslicher Gewalt vorgehen kann und was sie beachten muss, um sich in dem Netzwerk von Hilfestellungen zurecht zu finden. Dabei wurden verschiedene Leitfäden des Handelns analysiert und miteinander verglichen. Weiter wurden in zwei Experteninneninterviews die Meinungen von Fachstellen erfasst. Mit einem weiteren Interview mit einer Lehrperson, die in ihrer Klasse einen konkreten Fall hatte, wurde die Sichtweise einer betroffenen Person erfasst. Dabei wird ersichtlich wie die Schulleitung, die Lehrperson und die schulische Sozialarbeiterin in diesem Fall vorgegangen sind. Es zeigte sich, dass die Leitfäden der verschiedenen Kantone sowie der Leitfaden der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde einen sehr guten Handlungsablauf aufzeigen. In den Leitfäden kommt die Prävention zu kurz, obwohl die Expertinnen die Gewaltprävention als zentral erachten. Auch Ausbildungsstätten wie beispielsweise die PHTG müssten dieses Thema stärker gewichten in der Ausbildung von angehenden Lehrpersonen. Fachleute sind sich einig, dass Prävention zentral ist und im Unterricht regelmässig aufgegriffen werden sollte. Die Lehrperson ist eine wichtige Bezugsperson für Kinder und sollte sich ihres Einflusses auf einen bestmöglichen Umgang mit häuslicher Gewalt bewusst sein. Deshalb ist es wichtig, dass eine Lehrperson eine klare Haltung gegenüber Gewalt zeigt und Konfliktlösungsmöglichkeiten mit den Kindern den Schülerinnen und Schülern anschaut. Ebenfalls sollte sie den Kindern die Möglichkeit des persönlichen Gesprächs bieten, bei dem sie aktiv zuhört. Diese Arbeit unterstützt Lehrperson darin sich mit vorhanden Hilfestellungen zurecht zu finden. Sie bietet mögliche Ansätze, wie eine Lehrperson präventiv in der Klasse das Thema Gewalt und häusliche Gewalt aufgreifen kann. Ich empfehle zu diesem Thema an der PHTG mehr Module obligatorisch anzubieten. Dabei sollten die angehenden Lehrpersonen auch lernen, wie sie das Thema häusliche Gewalt präventiv in ihrem Unterricht einbauen können