Publikationsserver der PHTG (Pädagog. Hochschule Thurgau)
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Exoplaneten: Der zweiten Erde auf der Spur
Vor rund 30 Jahren wurde der erste Exoplanet entdeckt. Ein neues Arbeitsgebiet der Astronomie etablierte sich. Seither spürten Wissenschaftler tausende neue extrasolare Welten auf, angetrieben durch das Ziel, einen Erdzwilling zu finden und vielleicht auch ausserirdisches Leben. Durch stetige Verbesserungen der Technologie und die Ermöglichung genauerer Messdaten entdeckten Forscher Exoplaneten, die erdähnliche Eigenschaften aufweisen. Obwohl wir bereits bedeutende Fortschritte in der Exoplanetenforschung gemacht haben, war es bisher nicht möglich, genauere Aufnahmen von fernen Welten zu machen. Das bedeutet: Wir haben keine Ahnung, wie es auf ihnen aussehen könnte. Diese Arbeit dient dazu, diese Lücke durch Kreativität zu füllen. Als ersten Teil werden Informationen aus der Exoplanetenforschung zusammengestellt, die zeigen, wie der gegenwärtige Wissensstand ist. Anhand dieser Informationen werden im zweiten Teil Landschaften von drei durch ihre Erdähnlichkeit besonders interessante Exoplaneten imaginiert und mit bildnerischen Mitteln gestaltet. Die «Gemälde» sollen sachlichen wissenschaftlichen Fakten etwas Farbe verleihen und möglicherweise einen Blick durch die Augen eines Ausserirdischen gewähren
Kognitive Fähigkeiten im Handballsport
Diese Arbeit umfasst das Thema der Verbesserung der handballerischen Leistung. Hierbei steht der kognitive Prozess der visuellen Wahrnehmung im Vordergrund. Um diese Kognition zu fördern, wird eine selbst erstellte Übung entwickelt. Von einer Interventionsgruppe diese über einen Zeitraum von sechs Wochen einmal wöchentlich in das Training eingebaut. Jeweils zu Beginn der sechswöchigen Trainingsphase und am Ende wird ein ebenfalls eigen erstellter Test durchgeführt, der die Übung auf ihren Einfluss validieren soll. Um einen Vergleich zu der Interventionsgruppe zu bilden, übt eine Kontrollgruppe gleichermassen eine andere Übung aus, die keinen Einfluss auf die genannte Kognition erbringen soll. Es lässt sich die Frage stellen, ob die Fähigkeit der visuellen Wahrnehmung durch regelmässiges Ausführen einer selbst erstellten Übung trainierbar ist und ob die Übung in ein Handballtraining inkludiert werden kann. Als Testpersonen werden jugendliche Handballspieler im alter zwischen 14 und 16 Jahren untersucht. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass die visuelle Wahrnehmung nach dem getesteten Verfahren nicht signifikant verbessert werden kann. Sie sind, obschon sie nicht die Annahmen entsprechen, eine mögliche Ausgangslage für weitere wissenschaftliche Arbeiten in diesem Themenbereich
Professionelle Kompetenzen von Fremdsprachenlehrpersonen und Textarbeit im Französischunterricht: Eine Analyse von Lehrmitteltexten aus dis donc!
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die professionellen Kompetenzen von Lehrpersonen im Umgang mit französischsprachigen Texten aus dem Lehrmittel dis donc! zu erfassen. Die im Lehrmittel vorkommenden Texte nehmen einen äußerst zentralen Stellenwert im Aufbau der einzelnen Kapitel (unités) ein. Ihr Potenzial für den Französischunterricht wird jedoch zu wenig anerkannt. Zu diesem Zweck wurde ein Instrument entwickelt, das die Merkmale der Lehrmitteltexte ermittelt und klassifiziert. Dabei geht es konkret um Professionswissen in Bezug auf den Gegenstand Text, das fassbar gemacht werden soll. Professionswissen kann in Fachwissen und fachdidaktisches Wissen eingeteilt werden, wobei gerade das Fachwissen in der Auswahl, der Analyse und der Beurteilung der Texte innerhalb einer professionellen Unterrichtsplanung eine zentrale Rolle einnimmt. Das resultierende Modell bietet praktische Zugänge für die Textanalyse und unterstützt Lehrpersonen bei der Unterrichtsplanung
“Welcher Beweis für welche Klasse?”: Einflussfaktoren der Wahl eines Beweises für den Unterricht
Selecting a proof for teaching is a frequent task for teachers. However, it is so far unclear, which factors are considered by teachers when selecting proofs. Is the selection based on task and proof characteristics such as the didactical type of proof? Or based on class characteristics such as students’ algebraic skills? Or do teachers’ characteristics such as their proof skills govern their decision? Or is the selection too non-generic for these characteristics to show a meaningful impact? To address these questions, a quasi-experimental study with N= 183 pre-service teachers was conducted to evaluate the influence of each of these factors on their selection of proofs for teaching. Results highlight several significant effects of the abovementioned characteristics and underline that—even at the pre-service level—the selection of proofs is more nuanced than often assumed in prior research and that teachers deliberately and adaptively select proofs for their teaching based on these factors.Die Wahl eines Beweises für den Unterricht ist eine häufige Aufgabe für Lehrkräfte. Allerdings ist bisher unklar, welche Faktoren die Lehrkräfte bei dieser Auswahl berücksichtigen. Basiert die Auswahl auf Aufgaben- und Beweiseigenschaften wie dem didaktischen Typ des Beweises oder auf Klassenmerkmalen wie den algebraische Fähigkeiten der Lernenden? Oder sind die Eigenschaften der Lehrkräfte, wie z. B. ihre eigenen Beweisfähigkeiten, ausschlaggebend für ihre Entscheidung? Oder weisen diese diversen Merkmale keinen bedeutenden Einfluss auf die Wahl des Beweises auf? Um diese Fragen zu beantworten, wurde eine quasiexperimentelle Studie mit N= 183 angehenden Lehrkräften durchgeführt, um den Einfluss jedes dieser Faktoren auf die Auswahl von Beweisen für den Unterricht zu prüfen. Die Ergebnisse heben mehrere signifikante Auswirkungen der oben genannten Merkmale hervor und unterstreichen, dass die Auswahl von Beweisen – selbst auf der Ebene der angehenden Lehrkräfte – nuancierter ist, als in der bisherigen Forschung oft angenommen wird, und dass die Lehrkräfte auf der Grundlage dieser Faktoren bewusst und adaptiv Beweise für ihren Unterricht auswählen
Expansion, Differenzierung, Verberuflichung: Ausbildungsreformen in der Schweizer Heimerziehung, 1960–1980
How does using an AR learning environment affect student learning of a radical substitution mechanism?
As the use of augmented reality (AR) in educational settings grows, it becomes increasingly important to understand how to use AR in classrooms. Here, we present an AR learning environment that we designed for teaching an organic chemistry reaction mechanism in high school chemistry classes. This new environment was tested in six tenth-grade chemistry classes (upper secondary) taught by five different teachers in three different schools over the course of five months and evaluated for effectiveness. Students completed knowledge tests before and after they used the AR learning environment to test their learning gain, and surveys to measure their acceptance of the technology, the cognitive load they experienced, and their attitude toward the use of AR to learn the mechanism for radical substitution. Analysis shows that the knowledge posttest scores were significantly higher than the pretest scores (p < 0.001), with a large effect size (r = 0.8). Student responses showed acceptance of the technology, experience of low extraneous cognitive load, and a positive attitude toward the use of AR to learn this reaction mechanism. These findings indicate that this AR learning environment can be used to teach the mechanism of radical substitution to tenth-grade students in introductory high school chemistry courses