Publikationsserver der PHTG (Pädagog. Hochschule Thurgau)
Not a member yet
3757 research outputs found
Sort by
Professionalisierung von Lehrpersonen mit der Plattform „Wirtschaft unterrichten“
In der ökonomischen Bildung ist es zentral, dass Lehrpersonen aktuelle Themen aufgreifen und sowohl für die Lernenden wie auch für die Gesellschaft relevante Fragen bearbeiten. Dies erfordert eine kontinuierliche Anpassung der eigenen Unterrichtsmaterialien, zum Beispiel mit Blick auf aktuelle Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung der Wirtschaft, hinsichtlich volkswirtschaftlicher Kenngrößen oder aktuellen Unternehmensskandalen. Um diese inhaltlichen Neuerungen gut aufnehmen zu können, benötigen Lehrpersonen eine hohe fachdidaktische Kompetenz. In der ökonomischen Bildung ergibt sich hierbei ein besonderer Bedarf für eine eigenständige Qualifizierung von Lehrpersonen. Es stellt sich daher die Frage, wie Lehrpersonen in ihrer Professionalisierung unterstützt werden können. Als Ansatz, um dieser Herausforderung zu begegnen, bieten sich offene Bildungsressourcen an. Der vorliegende Beitrag reflektiert die Möglichkeiten einer als OER zur Verfügung stehenden Plattform mit Blick auf die Professionalisierung von Lehrpersonen. Hierfür werden die zentralen Funktionen der Plattform dargestellt und vor dem Hintergrund des Ziels einer Professionalisierung von Lehrpersonen diskutiert
Unterricht in der Videographie der Gesellschaft – eine etwas andere Ansicht zur Digitalisierung von Bildung und Schule
The Forgotten Manuscripts of the Munich Guitar Society
The guitar society of the city of Munich was a historic club dedicated to the development and cultivation of the guitar, addressing both serious players and aficionados. It was founded in 1900 and lasted several decades, being at times highly productive, at times stagnant. Over the decades, the club had two names, firstly “Internationale Gitarristen Verband” (1900-1908), secondly “Gitarristische Vereinigung” (1908-1931 and after 1949), whereas the club journal was always called “Guitarrefreund”. The list of members spanned from numerous European countries over the United States to Russia. The guitar society ran its own library, which grew over time and gained most of its entries through donations, club members, acquisitions, trades, editorial advertisement and correspondences. In 2009 the collection returned to public attention, as it was rediscovered and installed at the library of Bavaria (Bayerische Staatsbibliothek, BSB) thanks to a grant by the DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) and internal BSB funds. The collection holds a vast number of compositions for guitar ranging from works for solo guitar to chamber music to orchestra. Many pieces I found throughout my research of the so far uncatalogued section, are manuscripts that, until now, are completely new additions to the repertoire the guitar holds today. In my lecture recital I would like to elucidate and perform some of these works, including pieces by Friedrich Kühnel (1820-1878), Leonard Schulz (1813-1860), Wilhelm Schmoelzl (1809-1845), Adam Darr (1811-1866) and Carl Kamberger (1824-1892). I will use a Viennese style guitar, built by Herrmann Hauser in 1925
Zugehörigkeitserleben von Kindern mit Höreinschränkungen: Eine qualitative Studie in Schweizer Kindertagesstätten
Zugehörigkeit ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis und stellt ein komplexes Phänomen dar. Zugehörigkeit beschreibt eine subjektive Erfahrung emotionaler Verbundenheit, die mit Gefühlen von Sicherheit und Geborgenheit einhergeht. Das Zugehörigkeitserleben von Kindern entsteht in einem dynamischen Prozess und wird durch alltägliche Erfahrungen und soziale Beziehungen erfahrbar. In der Schweiz spielen Kindertagesstätten als frühkindliche Bildungsinstitutionen eine zentrale Rolle, wie Kinder Zugehörigkeit erleben können. Die Integration von Kindern mit Beeinträchtigungen stellt ein Kernelement der aktuellen Bildungspolitik dar. Im Sinne dieser inklusiven Massnahmen besuchen auch Kinder mit Höreinschränkungen Kindertagesstätten. Die vorliegende Masterarbeit hat zum Ziel, das Zugehörigkeitserleben von Kindern mit Höreinschränkungen in Schweizer Kindertagesstätten zu untersuchen. Im Bestreben die individuelle Perspektive des Zugehörigkeitserlebens der Kinder zu erfassen, wird ein ethnographischer Methodenansatz gewählt. Die Datenerhebung erfolgt mittels teilnehmender Beobachtung, Gesprächen mit den Kindern, Interviews mit Eltern und Fachpersonen sowie Fotodokumentation. Die Datenauswertung wird anhand der Grounded-Theory-Methodologie vorgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass das Zugehörigkeitserleben von Kindern mit Höreinschränkungen von Faktoren auf drei Ebenen beeinflusst wird: kindbezogene, relationale und strukturelle Ebene. Zusätzlich gibt es Faktoren, die mehreren Ebenen zugeordnet werden. Die Ergebnisse legen nahe, dass Fachpersonen eine zentrale Rolle für das Zugehörigkeitserleben von Kindern mit Höreinschränkungen in Schweizer Kindertagesstätten einnehmen. Fachpersonen kommt eine entscheidende Funktion zu, da sie sowohl relationale als auch strukturelle Massnahmen zur Unterstützung dieser Kinder gestalten und umsetzen. Die kommunikative Teilhabe erweist sich als eng verknüpft mit dem Erleben von Zugehörigkeit oder Nicht-Zugehörigkeit. Kinder mit eingeschränkten lautsprachlichen Kompetenzen sind in besonderem Masse auf die Beziehung und Interaktion mit den Fachpersonen angewiesen, um Zugang zu Wissen, Unterstützung bei der Emotionsregulation sowie Hilfestellung bei der Kontaktaufnahme mit Peers zu erhalten. Eine bilinguale Förderung in Laut- und Gebärdensprache stellt insbesondere für Kinder mit starkem Hörverlust eine wichtige Chance dar, Zugehörigkeit zu erleben
Radikaler Islamismus im Internet - Wie beeinflussen soziale Medien die Haltung junger Muslime im Bezug zu radikalen Ideologien?
Eine visuelle Analyse osmanischer und timuridischer Sakralarchitektur
One can find a wide variety of mosques throughout the Eastern world, differing in shape, size, and colour. Over the centuries, every society developed its artistic approaches to mosque construction, drawing on local traditions, available resources, and cultural influences. Architects and constructors often used the most common colours and materials in their region, resulting in different regional styles. Despite these different styles, mosques share certain architectural features, such as axial symmetry and characteristic elements that make them a place of worship. This work aims to examine visually the artistic connections between mosques of the Timurid era and modern Ottoman mosques, highlighting similarities in design principles, decorative motifs, and structural concepts, as well as exploring how these traditions have evolved
Mentoring und Coaching in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung
Mentoring und Coaching sind vieldiskutierte Formate der schulpraktischen Professionalisierung. Dieser Beitrag skizziert den jeweiligen Begriff und Gegenstand, stellt gängige Konzeptionen vor, referiert den Forschungsstand und diskutiert die Bedingungen erfolgreicher Professionalisierung durch Mentoring und Coaching
Feministische Ästhetik: Der weibliche Körper als Medium zur Dekonstruktion von Geschlechterbildern bei Pipilotti Rist und Marina Abramovic
Die Darstellung des weiblichen Körpers in der Kunst war über Jahrhunderte hinweg von patriarchalen Machtverhältnissen geprägt. Frauen wurden zumeist nicht als handelnde Subjekte, sondern als passive Objekte männlicher Betrachtung inszeniert. Mit dem Aufkommen feministischer Kunst seit den 1960er-Jahren beginnt eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit dieser Bildtradition – insbesondere durch Künstlerinnen wie Pipilotti Rist und Marina Abramović, die ihren eigenen Körper als Medium nutzen, um gesellschaftlich tradierte Geschlechterrollen kritisch zu hinterfragen. Ausgehend von dieser Situation erweist sich folgende Fragestellung als zentral: Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zeigen sich in den ästhetischen und konzeptuellen Ansätzen von Pipilotti Rist und Marina Abramović in der Nutzung des weiblichen Körpers als künstlerisches Medium in der feministischen Performance- und Videokunst, und wie tragen diese Ansätze zur Dekonstruktion traditioneller Geschlechterbilder bei? Die vorliegende Arbeit untersucht, wie und ob der weibliche Körper als zentrales Ausdrucksmittel eingesetzt wird, um normative Geschlechterbilder zu dekonstruieren. Ziel dieser Arbeit ist es, die ästhetischen und konzeptuellen Ansätze der beiden Künstlerinnen im Umgang mit dem weiblichen Körper zu analysieren und vergleichend gegenüberzustellen. Zudem soll erörtert werden, wie ihre Kunstwerke feministische Sichtweisen auf Körper, Subjektivität und Macht thematisieren. Der Aufbau der Arbeit folgt dieser Zielsetzung: Zunächst wird ein theoretischer Rahmen zu feministischer Kunst, Blickregimen und Körperpolitik entwickelt, um zentrale Begriffe und Diskurse zu kontextualisieren. Darauf aufbauend wird das methodische Vorgehen erläutert, welches auf einer werkbezogenen, theoriegeleiteten Analyse basiert. Die methodische Grundlage bildet eine vergleichende Untersuchung ausgewählter Arbeiten von Pipilotti Rist und Marina Abramović. Dabei werden zentrale Analyseebenen berücksichtigt – darunter medienästhetische Gestaltung, Körperinszenierung, Blickstrukturen und affektive Bildwirkung. Die einzelnen Werke werden zunächst separat analysiert, bevor sie hinsichtlich ihrer ästhetischen und konzeptuellen Strategien gegenübergestellt werden, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Körperinszenierung herauszuarbeiten. Abschliessend werden zentrale Erkenntnisse im Hinblick auf die Forschungsfrage diskutiert und die Beiträge beider Künstlerinnen zum feministischen Diskurs sowie zur aktuellen Relevanz ihrer Bildstrategien kritisch reflektiert
Integration der Lernstrategieförderung in den Natur- und Technikunterricht im Kanton Thurgau
Mit der Absicht die Lernstrategieförderung vermehrt in den Natur und Technikunterricht zu integrieren wurde ein Auswertungstool für die Lehrmittelanalyse des NaTech 79 vom Zürcher Lehrmittelverlag entwickelt Zusätzlich wurden Interviews mit Lehrpersonen des Fachs Natur und Technik aus dem Kanton Thurgau durchgeführt Aus der Kombination dieser beiden Methoden konnten zehn zentrale Konsequenzen für die Gestaltung eines lernförderlichen Natur und Technikunterrichts abgeleitet werden Im Rahmen der vorliegenden Masterarbeit wurden sämtliche Lehrmittelteile des NaTech 79 vom Zürcher Lehrmittelverlag systematisch auf die darin enthaltenen überfachlichen Lernstrategien untersucht Darüber hinaus wurden drei Lehrpersonen die im Kanton Thurgau das Fach Natur und Technik unterrichten im Hinblick auf die Integration der Lernstrategieförderung in den naturwissenschaftlichen Unterricht qualitativ interviewt Die Einteilung der überfachlichen Lernstrategien orientiert sich an den von Martin 2016 aktualisierten und an den aktuellen Forschungsstand angepassten Kategorien Die theoretischen Grundlagen für den lernkompetenzförderlichen Unterricht bildet das von Martin 2024a entwickelte DreiSäulenModell Das Ziel der Arbeit besteht darin den IstZustand der Lernstrategieförderung im Natur und Technikunterricht zu erfassen sowie die im Lehrmittel enthaltenen förderlichen Potenziale aufzuzeigen Die Ergebnisse zeigen dass insbesondere kognitive Lernstrategien sowie externe Stützstrategien sowohl im Lehrmittel als auch im Unterricht bereits umfangreich gefördert werden Darüber hinaus wurde deutlich dass viele Elemente des lernkompetenzförderlichen Unterrichts vor allem das MikroCoaching bereits eine breite Anwendung finden Entwicklungspotenzial ist in der direkten Förderung dem systematischen Aufbau sowie der besseren Ausschöpfung der im Lehrmittel vorhandenen Möglichkeiten zur Förderung der Lernkompetenzen