Publikationsserver der PHTG (Pädagog. Hochschule Thurgau)
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Schulchor - Singen im sozialen Kontext: Wenn Freude und Können im Einklang stehen
Diese Arbeit untersucht die Leitungsanforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten in der Arbeit mit Schulchören auf der Primarschule (Zyklus 1 und 2) und geht der Frage nach, wie sich die Chorarbeit je nach Altersstufe unterscheidet. Dabei werden sowohl theoretische Grundlagen des chorischen Singens als auch praktische Gestaltungsideen und -methoden zur Stimmbildung und Liederarbeitung betrachtet. Die Analyse zeigt, dass die grundlegenden Prinzipien der Schulchorarbeit sowohl für die Unterstufe als auch für die Mittelstufe weitgehend gleich sind. Besonders wichtig ist eine klare Struktur mit festen Regeln, um Motivation und Engagement der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Hohe Ansprüche – sowohl im Verhalten als auch im musikalischen Können – spielen eine entscheidende Rolle. Lieder sollten daher so ausgewählt werden, dass sie eine gewisse Herausforderung darstellen. Auch Auftritte erweisen sich als wesentlicher Motivationsfaktor. Beim Einüben neuer Stücke hat sich ein multisensorischer Ansatz bewährt: Die Kombination aus Hören, Sehen und Bewegung erleichtert das Erlernen von Liedern. Dieses methodische Vorgehen ist unabhängig von der Altersstufe anwendbar, wobei die Anforderungen altersgerecht angepasst werden. Ein Vergleich mit Praxisbeobachtungen in Schulchören im Kanton Thurgau bestätigt diese Erkenntnisse weitgehend. Die Ergebnisse dieser Arbeit unterstreichen die Bedeutung eines strukturierten und anspruchsvollen Schulchorangebots für die musikalische und persönliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen
Sportanlässe im Wandel der Zeit: Zeitzeugen berichten
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie Personen aus drei aufeinanderfolgenden Generationen den Sporttag während ihrer Primarschulzeit in der Deutschschweiz erlebt haben. Ziel war es, durch qualitative Inhaltsanalyse eines generationenübergreifenden Gruppeninterviews Einblicke in die emotionale Wahrnehmung, Bewertung und Bedeutung des Sporttages zu gewinnen. Die Analyse erfolgte entlang eines strukturierenden Kategoriensystems, wobei insbesondere Häufigkeit und Intensität bestimmter Aussagen berücksichtigt wurden (vgl. Mayring 2015). Die Ergebnisse zeigen, dass der Sporttag nicht nur ein schulischer Anlass ist, sondern auch gesellschaftliche Entwicklungen widerspiegelt. Während in der ältesten Generation Disziplin, Leistung und klare Hierarchien im Vordergrund standen, zeigte sich in der mittleren Generation ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Leistung und Gemeinschaft. Die jüngste Generation erlebte den Sporttag hingegen als spielerischer und vielfältiger, wobei auch Herausforderungen wie Leistungsdruck oder soziale Spannungen thematisiert wurden. Der Sporttag bleibt über alle Generationen hinweg ein prägendes Ereignis im schulischen Alltag – sei es als Möglichkeit zur sportlichen Betätigung, als gemeinschaftsstiftendes Erlebnis oder als individuelle Herausforderung. Gleichzeitig spiegeln sich in seiner Gestaltung und Wahrnehmung Veränderungen im pädagogischen Selbstverständnis sowie im gesellschaftlichen Umgang mit Bewegung, Wettbewerb und Gemeinschaft wider
Brüche - Mehr als Zahlen: Bruchrechnen auf der Sekundarstufe 1 nach dem EIS-Prinzip
Diese Masterarbeit untersucht, inwiefern Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe 1 durch einen Unterricht nach dem EIS-Prinzip tragfähige Vorstellungen zu den Brüchen entwickeln können. Das EIS-Prinzip, das auf den Arbeiten von Jerome Bruner basiert, wird als didaktisches Konzept vorgestellt, das den Lernprozess durch die schrittweise Abstraktion von konkreten Handlungen über bildliche Darstellungen hin zu symbolischen Repräsentationen unterstützt. Im theoretischen Teil der Arbeit werden die fachdidaktischen Grundlagen des Bruchbegriffs und der Bruchoperationen erläutert. Dabei wird auf die verschiedenen Grundvorstellungen eingegangen, wie Brüche als Anteil und als Operatoren verstanden werden können. Zudem werden mathematische Modelle wie das Streifen- und das Rechteckmodell vorgestellt, die im Unterricht zur Veranschaulichung von Brüchen eingesetzt werden können. Die Methodik der Arbeit basiert auf dem Design-Research-Ansatz und dem FUNKEN-Modell. Hierbei werden Lerngegenstände spezifiziert und strukturiert, Designs entwickelt und in der Unterrichtspraxis erprobt. Die Auswertung erfolgt durch thematische Analyse der Schülerdokumente und diagnostischen Interviews. Im Hauptteil der Arbeit wird der Aufbau der Unterrichtsreihe beschrieben, einschließlich der verwendeten Aufgaben. Die Sachanalyse der Aufgaben zeigt, wie die Lernenden ein tieferes Verständnis für Brüche entwickeln können. Die Auswertung der Schülerdokumente gibt mit den diagnostischen Interviews zusammen Aufschluss über die Wirksamkeit der Unterrichtspraxis nach dem EIS-Prinzip. Abschliessend werden die Ergebnisse diskutiert und mögliche Implikationen für die Praxis und weiteres Vorgehen aufgezeigt
Psychosoziale Entwicklung von jugendlichen Leistungssportlerinnen: Einfluss des Leistungs- und Gesellschaftsdrucks auf das Körperbild und die Berufswahl
This study examines the diverse needs and wishes of elite female athletes, particularly in relation to balancing sports and academic commitments, with a focus on integrating the menstrual cycle and cycle-oriented training. Through interviews with three athletes, it was found that the dual career demands - combining high-level sports with school or professional responsibilities, require understanding, emotional support, and guidance in career orientation. The athletes expressed a desire for greater flexibility in training schedules to accommodate important academic events, stable support systems for career decision-making, and emotional stability through accessible mentors. The study integrates these findings with theoretical frameworks from developmental psychology to explore the impact of performance pressure and societal expectations and the influence of the menstrual cycle on athletic performance. It highlights the importance of a holistic approach that combines physical, emotional, and career-oriented support with a focus on cycle-oriented training to alleviate the dual burden on athletes. Implementing flexible training structures, targeted career guidance, emotional support, and cycle-specific training strategies is crucial for fostering sustained success in sports while managing educational demands and aligning with the physiological needs of female athletes
Elternkomitees, Beratungsstellen, Deutschkurse: Migrationspädagogische Pionierpraktiken der 1970er-Jahre
Online-Supplement zu Emden & Colberg (2025) "Die naturwissenschaftsbezogenen Arbeitsweisen im Lehrplan 21 : Rekonstruktion einer Typologie aus naturwissenschafts-didaktischer Perspektive"
Die naturwissenschaftsbezogenen Arbeitsweisen im Lehrplan 21: Rekonstruktion einer Typologie aus naturwissenschafts-didaktischer Perspektive
Background: Curricula are state-issued instruments of governance in education. They mandate what and to which extent it should be taught and which competencies the students should accomplish. Composing curricula involves experts from diverse branches of schools’ subjects. Necessarily, curricula result to be documents of compromise. Expertise that has been condensed in them is frequently not explicated, and some of the curricula’s governing potentials are forfeited. Teachers may not be able to realize easily the experts’ implicit suggestions. Consequently, they cannot necessarily profit from the experts’ advice to structure their teaching. The current article aims to reconstruct some of the implicit expertise for a specific aspect of the Swiss German curriculum for the lower secondary level (Lehrplan 21 – referred to as Curriculum in this abstract): namely, its suggested modi of thinking, working, and acting (Denk- Arbeits- und Handlungsweisen – DAH – ‘Modi Operandi’ in this abstract). These are referenced in the context of the subject NMG (Natur, Mensch, Gesellschaft), which covers both natural and social science content and methods. Purpose: The article suggests that the derived list of Modi Operandi can be organized in a structured typology. In doing so, it proposes that learning individual Modi Operandi is differentially difficult for students depending on a specific Modus Operandi’s locus in the typology. Validating the typology empirically could ultimately lead to improving science education by sketching learning progressions on Modi Operandi which respect the increase of difficulties between individual Modi Operandi. Design and Methods: The typology is derived theoretically. First, relevant scientific Modi Operandi are identified from the Curriculum and operationalized for the purpose of sketching a typology drawing on current literature from science education research. The typology aims at distinguishing between Modi Operandi by as few criteria as possible. Recent modeling studies on student competences from Austria, Germany and Switzerland inform this approach. Finally, a typology for science-related Modi Operandi of the Curriculum is proposed and the outline for an empirical validation study is developed. Results: The typology suggests science-related Modi Operandi to be distinctive with regard to: (1) their being invasive or non-invasive, i.e., if objects of study need to be manipulated substantially or not; (2) their approach being holistic or selective; (3) how taxing they are in terms of Cognitive Load, i.e., if they require the handling of numerous items of information at the same time or if teachers provide scaffolding. Concerning criteria (1) and (2), nine science-related Modi Operandi can be clustered into four groups: (I) Reconnaissances (non-invasive, holistic), (II) Explorations (invasive, holistic), (III) Observations (non-invasive, selective), and (IV) Experiments (invasive, selective). Within these groups, further distinctions apply with regard to increasing Cognitive Load. Conclusions: The typology is meant to form the basis for an empirical validation study that is to investigate empirical difficulties of tasks with year 3–6 students (ages 9–12). The typology will inform item construction. Subsequent analyses of students’ performance data will outline the development of empirical difficulties between individual Modi Operandi. Should the typology prove to be a valid derivation, i.e., should empirical difficulties manifest in the hypothesized way, this could form the basis for developing learning progressions that align with students’ potentials. This, in turn, could greatly contribute to the development of science education at the lower secondary level
Wandel des politischen Journalismus
Die sozialen Medien sind als Nachrichtenplattformen etabliert. Die Zeitungen müssen sich umstrukturieren, um mit der Zeit zu gehen. In dieser Arbeit geht es darum, herauszufinden, was dieser Wandel mit sich bringt. Das Ganze wird anhand der Berichterstattung zu den deutschen Bundestagswahlen 2017 und 2025 analysiert. Für die Analyse werden Beiträge zur Wahl von den Kanälen ausgewählter Zeitungen auf Instagram gesammelt. Nebenbei werden auch die Print-Artikel zur Wahl der ausgewählten Zeitungen Frankfurter Allgemeine, Berliner Zeitung und Neue Zürcher Zeitung gesammelt. Die Beiträge werden dann nach einem Punktesystem zur Frage, wie reisserisch Schlagzeile und Lead sind, bewertet. Dabei sind folgende Resultate entstanden: Die Social Media Beiträge sind innerhalb der jeweiligen Zeitung immer reisserischer. Über die Zeit wurden die Artikel manchmal reisserischer. Die beiden deutschen Zeitungen veröffentlichten reisserischere Beiträge als die Neue Zürcher Zeitung
Anpassungsfähigkeit der Hefezellen an Ethanol
Sei es im Restaurant, am Oktoberfest, an der Familienfeier oder allein im Wohnzimmer, überall wird Alkohol konsumiert, was er mit dem Körper macht, ist jedoch keinem richtig bewusst. Egal wie es bezeichnet wird, ob als legale Droge oder als Genussmittel, die Auswirkungen auf den Körper sind immer dieselben. Das Ziel des theoretischen Teils ist es nicht nur darzulegen, was der Alkohol im Körper, vor allem in der Leber des Menschen macht, sondern auch die Wirkung des Ethanols auf Prokaryoten, Eukaryoten und Proteine zu beleuchten. Im praktischen Teil soll herausgefunden werden, wie Hefezellen auf Ethanol reagieren und ob Hefezellen in der Lage sind, sich an den durch Ethanol ausgelösten Stress anzupassen und so resistenter gegen Ethanol zu werden. Im ersten Experiment wurde untersucht, ab welcher Ethanol Konzentration die Hefezellen verklumpen. Es zeigte sich, dass in einer 40 % Ethanol-Lösung die Hefezellen mehrheitlich verklumpen. Im zweiten Experiment wurden fünf verschiedenen Backhefe-Kulturen während 10 Tagen bei 0 %, 2 %, 4 %,6 % und 8 % Ethanol mit den entsprechenden Nährstoffen (Hefeextrakt, D-Glucose, Pepton) angesetzt. Im letzten Experiment wurde untersucht, wie die bei verschiedenen Konzentrationen kultivierten Hefezellen, nach den Hinzufügen in eine 40%ige Ethanol-Lösung verklumpen. Dadurch konnte alle zwei Tage getestet werden, ob die Zellen nach der Zugabe in die 40%ige Ethanol-Lösung immer noch verklumpen. Dies war nach einigen Tagen nicht mehr der Fall. Die Lösungen zeigten die besten Resultate, beziehungsweise die geringste Verklumpungen der einzelnen Hefezellen alle an verschiedenen Tagen. Die 8%ige Lösung zeigt die geringste Verklumpung an Tag acht, die 2%ige hingegen verklumpte an Tag sieben am wenigsten. Sie alle wiesen jedoch eine Tendenz zu einer weniger starken Verklumpung auf. Eine weitere Folge, welche das Ethanol in den Hefekulturen mit sich bringt, ist die verlangsamte Geschwindigkeit des Zellwachstums. Je höher die Konzentration an Ethanol, desto stärker verlangsamte sich die Zellteilung, wobei die Werte des Zellwachstums sehr schwankend sind, und sich im Bereich zwischen einer 55 %iger Abnahme und einer Verdopplung der Anzahl bewegt. Obwohl Hefezellen selbst Alkohol herstellen können, bringt ein Volumenprozent von mehr als 10% Folgen für die Zelle mit sich. Das Ethanol denaturiert die Proteine der Zelle und hindert so ihre Proteinsynthese, wodurch die Hefezelle kein normales Wachstum mehr aufrecht halten kann