Publikationsserver der PHTG (Pädagog. Hochschule Thurgau)
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Beteigeuze und seine Helligkeit
Der Stern Beteigeuze wird schon seit langer Zeit beobachtet. Dadurch, dass er sich nicht sehr weit von uns entfernt befindet und sich seinem Ende neigt, wird er in ferner Zukunft zu einem Spektakel am Himmel. Mehrere Wochen wird er den Himmel erstrahlen und Menschen etwas geben, das bewundert werden kann. Um herauszufinden, wann dieses Spektakel eintreten wird, habe viele Astronomen den Stern über lange Zeit vermessen. Heute können sie sagen, dass es leider noch eine Weile dauern wird. Die Kinder der heutigen Generation werden es nicht mehr erleben. Wie viele Generationen es nach ihnen noch benötigt, bis die Supernova von Beteigeuze eintritt, ist umstritten. Das Ziel dieser Arbeit, ist es, diese Frage so gut wie möglich zu klären. Damit dies gelingen kann, wurden umfangreiche Recherchen betrieben, um Lücken im Wissen zu füllen. Zu Beginn der Arbeit wurden einige Bilder von Beteigeuze mit dem Stellarium Gornergrat in Zermatt (Wallis) gemacht. Mit diesen konnte die Helligkeit ausgewertet werden, so dass sie in einem nächsten Schritt vermessen werden konnten. Schlussendlich konnten einige Rückschlüsse auf die Dauer bis zu Supernova von Beteigeuze gezogen werden
It's within you?: Die Auswirkung von Meditation auf den Cortisolspiegel
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Meditation auf den Cortisolspiegel im Speichel. Stress ist weit verbreitet und kann kurzfristig positiv, langfristig jedoch gesundheitsschädigend wirken. Eine zentrale Rolle spielt das Hormon Cortisol, welches über die Hypothalamus Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HNN-Achse) kontrolliert wird und eine Vielzahl von Auswirkungen im Körper hat. Im theoretischen Teil wird Stress als Konzept erklärt und die Mechanismen der Stressreaktion sowie die Wirkungen von Cortisol erläutert. Weiter wird das Thema Meditation vorgestellt und dessen Effekte diskutiert. Als praktischer Teil wurde ein Experiment mit 15 Schülerinnen und Schülern der Kantonsschule Kreuzlingen durchgeführt, welche in zwei Gruppen, Test- und Kontrollgruppe, eingeteilt wurden. Die Testgruppe meditierte während zwei Wochen täglich 20 Minuten. Nach zwei Wochen absolvierten beide Gruppen den Maastricht Acute Stress Test (MAST). Dabei wurden vor dem MAST sowie 30 Minuten danach Speichelproben genommen. Mittels eines ELISA Tests wurden anschliessend im Labor die Cortisolspiegel ermittelt. Die Ergebnisse zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen Meditations- und Kontrollgruppe. Die Hypothese, dass Meditation den Cortisolspiegel senkt, konnte nicht bestätigt werden. Um mögliche Langzeiteffekte festzustellen, sind weitere Studien über einen längeren Zeitraum mit mehr Probanden notwendig
Lernen vor dem Schlaf: Ein Mythos oder der Weg zum Erfolg?
This paper explores the efficiency of memory consolidation at different times during the day. The research question is whether learning ten neutral symbols between 15:10 and 15:20 or 30 minutes before going to sleep is more efficient. To answer this question both theoretical and practical approaches were combined. The sec ond part of this paper contains the practical part which consists of an experiment with partic ipants and an interview with Mr. Christoph Bornhauser. In that experiment, 50 to 60 volunteers from grades nine to twelve had to learn ten different symbols with meaningless definitions at around 15:10 – 15:20, and 30 minutes before their bedtime. Students interested in participating could register through an online form shared via a school email and the newsletter. Then, they were informed about the process of the exper iment which consisted of two learning phases and two surveys testing their recall. Before each learning phase, the participants received a list of ten symbols, which they had to memorize within three minutes. On the following day, a survey consisting of recognition, free recall, and matching tasks was used to test their symbol recall. To create the surveys and to collect the responses Microsoft Forms was used. Some results were manually transferred and repre sented as pie charts and bar charts in Excel. The results revealed that 78.5 % of all the answers were correct when learning the content in the afternoon. This percentage decreased to 75.5 % when learning before going to bed. In the section of the survey where the volunteers had to choose the corresponding symbol of the meaning, the accuracy rate was 92.1 % in the afternoon. This rate decreased to 84 % when the experiment took place before sleeping. In the free recall task, the group learning at night achieved better results and solved 65.4 % of the questions correctly whereas the afternoon study only achieved 62.1 %. When the meaning had to be matched with its symbol, the trial in the afternoon reached a score of 81.4 % and the evening group 77.2 %. The most common techniques that were applied for memorizing the symbols were drawing connections between the pairs and repeating the symbols several times. Thus, it can be concluded that students memorize more information when learning in the afternoon. It is important to keep in mind that these numbers do not apply to all individuals. One reason for this outcome is that each person has a different chronotype, which can be categorized into the group “lark” or “owl”. The larks have a higher concentration ability in the morning which provides them with an ad vantage at school while owls perform better in the late afternoon and evening. Additionally, the sleep quality plays an important role in memory consolidation. Longer or deeper sleep leads to better memory storage because synapse networks in the brain are strengthened dur ing deep sleep. Even though many studies like Jenkins and Dallenbach’s “obliviscence during sleep and waking” suggest that learning before sleeping improves memory consolidation, this experiment showed opposite results. Some of the reasons for this could be the unequal num ber of participants in the afternoon and evening trials since a smaller sample size means that each participant’s results have a bigger effect on the overall outcome. Additionally, it is possi ble that some volunteers revised the symbols unconsciously over the day which leads to a better result. There are other factors, which could have influenced the experiment, but which are explained more thoroughly in the chapter Diskussion. For future research, the memory tests could take place across different educational levels like primary, secondary school, and college. A repetition phase could be added to strengthen the memory consolidation between learning and recall phases. This would also show how revision influences long-term memory
Vom «Fräuleinberuf» zur Profession. Die Geschichte des Kindergärtnerinnenseminars Amriswil, 1975-2005
Motivation für das Fach Französisch bei Thurgauer Lernenden der Sekundarstufe
Diese Arbeit untersucht welche Faktoren zur Motivation Demotivation von Thurgauer Lernenden der Sekundarstufe im Französischunterricht beitragen Ausgangspunkt war die Beobachtung dass Französisch als Fremdsprache bei vielen Schülerinnen und Schülern auf geringe Akzeptanz stösst Ziel war es sowohl individuelle als auch kontextuelle Einflussfaktoren systematisch zu analysieren Methodisch wurde ein MixedMethodsDesign gewählt genauer gesagt das Explanative Design Eine quantitative OnlineUmfrage mit 227 Schülerinnen und Schülern diente der Erhebung motivationaler Merkmale Motivation Spracheinstellung soziales Umfeld Familie soziales Umfeld Freunde Nutzen Relevanz Unterrichtserleben FranzösischLehrmittel Lerntechniken Selbstwirksamkeit Lernaufwand vs Note ergänzt durch qualitative Interviews mit vier ausgewählten Schülerinnen und Schülern Die quantitative Auswertung umfasste eine explorative Faktorenanalyse Reliabilitätsanalysen sowie Tests auf geschlechts und niveaubedingte Unterschiede Ebenfalls wurden Tests zur Messung der Korrelation durchgeführt Um die Ergebnisse der quantitativen Auswertung besser erklären zu können wurde anschliessend eine qualitative Datenerhebung gemacht Diese wurde durch Interviews mit drei Schülerinnen und einem Schüler gemacht Die Ergebnisse zeigen dass die Motivation stark vom Unterrichtserleben dem sozialen Umfeld Freunde sowie dem wahrgenommenen Nutzen der Sprache beeinflusst wird Mädchen sowie leistungsstärkere Knaben weisen durchgehend höhere Motivationswerte auf als Knaben des Niveau G Zudem ist die Einschätzung bezüglich der Einstellung des sozialen Umfelds Freunde Nutzen Relevanz und Selbstwirksamkeitserwartung oft bei Schülerinnen und Schülern des Niveau G schwach ausgeprägt Der Einfluss der Unterrichtsgestaltung erweist sich als besonders bedeutsam Interaktive kreative Methoden steigern das Kompetenzerleben und die Motivation deutlich stärker als klassische Übungsformate Die Ergebnisse legen nahe dass gezielte didaktische Interventionen und LerncoachingAnsätze erforderlich sind um Motivation Selbstwirksamkeit und strategisches Lernen nachhaltig zu fördern Eine langfristige Folgestudie könnte untersuchen inwiefern sich durch die Umsetzung solcher Massnahmen im Französischunterricht positive Entwicklungen erzielen lassen
Nachhaltigkeitskommunikation auf Instagram: Eine medienanalytische Untersuchung ausgewählter WWF-Videos
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Nichtregierungsorganisation WWF in drei ausgewählten Instagram-Videos das Thema Nachhaltigkeit medial präsentiert. Zur Beantwortung der Fragestellung wurde eine qualitative, kriteriengeleitete Filmanalyse in Form einer Kombination eines Einstellungs- und Sequenzprotokolls durchgeführt. Dieses unterteilt die drei ausgewählten Videos in Einheiten und analysiert Videoszenen bezüglich ihrer ästhetischen Gestaltung sowie inhaltlichen Schwerpunkten. Die aus den Einstellungen zusammengesetzten Sequenzen wurden dann anhand eines in der Clustergruppe entwickelten Kriterienkatalogs mit Nachhaltigkeitskriterien, welcher auf theoretischen Grundlagen der Nachhaltigkeit basiert, codiert und interpretiert. Zusätzlich erfolgte eine genaue Beschreibung der ausgewählten Sequenzen, um eine Interpretation dieser nachvollziehen zu können. Die Ergebnisse zeigen, dass WWF in seinen drei ausgewählten Videobeiträgen vorwiegend die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit aufgreift, wodurch die Nachhaltigkeitsstrategie der Suffizienz sowie Nachhaltigkeitsziele im Bereich der Ökologie im Mittelpunkt stehen. Zur Vermittlung dieser Inhalte nutzt die Nichtregierungsorganisation moralische Appelle und Pushfaktoren in Form von Schockbildern, um die Aufmerksamkeit der Rezipient*innen auf ein nichtnachhaltiges Verhalten zu lenken, einen Handlungsdruck zu erzeugen und sie somit zu einer individuellen Verhaltensänderung anzuregen. Da jedoch keine alternativen Handlungsoptionen aufgezeigt werden, wird dieser Impuls zur Verhaltensänderung aber nur implizit vermittelt
Miteinander in Bewegung: Förderung der Sozialkompetenzen im Schulalltag der Primarstufe
Die vorliegende Bachelorarbeit wurde zum Thema Förderung sozialer Kompetenzen durch Bewegungsanlässe in der Primarschule verfasst. Soziale Kompetenzen gelten als zentrale Voraussetzung für ein gelingendes schulisches Miteinander und sind im Lehrplan 21 als überfachliche Bildungsziele verankert. Da Bewegungssituationen zahlreiche soziale Interaktionen beinhalten, untersucht diese Arbeit, inwiefern Bewegungsanlässe gezielt zur Förderung sozialer Kompetenzen genutzt werden können. Um diese Fragestellung zu beantworten, wurden drei leitfadengestützte Interviews mit Lehrpersonen aus unterschiedlichen Schulstufen durchgeführt. Die erhobenen Daten wurden mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2022, S. 61.) ausgewertet. Die Kategorienbildung erfolgte induktiv, ebenfalls nach dem Verfahren von Mayring (2022, S. 86). Im Rahmen der Analyse konnten fünf Hauptkategorien identifiziert werden, die zentrale Gelingensbedingungen, Wirkungen und Herausforderungen bewegungsbezogener Förderung sozialer Kompetenzen beschreiben. Die Ergebnisse zeigen, dass Bewegungsanlässe vielfältige Gelegenheiten für kooperatives Verhalten, Regelakzeptanz, Perspektivenwechsel und Konfliktlösung bieten – insbesondere dann, wenn sie bewusst geplant, begleitet und reflektiert werden. Dabei spielt die Rolle der Lehrperson eine entscheidende Funktion, sowohl als gestaltende Instanz als auch als Beobachterin sozialer Prozesse. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Bewegungsanlässe ein bedeutsames Feld für soziales Lernen darstellen. Sie bieten einen konkreten Erfahrungsraum, in dem überfachliche Kompetenzen erprobt und weiterentwickelt werden können. Für die schulische Praxis ergeben sich daraus vielfältige Handlungsmöglichkeiten, insbesondere im Hinblick auf die gezielte Gestaltung bewegter Lernsettings im Unterrichtsalltag
Upcyclende Musik: Musizieren etwas anders
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Selbstbau von Musikinstrumenten als pädagogisch wertvollen Ansatz für den Musikunterricht der Primarstufe. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass viele Schulen über unzureichende oder veraltete Instrumentarien verfügen, wodurch praktische musikalische Erfahrungen für Schülerinnen und Schüler eingeschränkt bleiben. Der Selbstbau von Instrumenten wird in dieser Arbeit als kreative, inklusive und nachhaltige Alternative entwickelt, die vielfältige Bildungsziele miteinander verbindet. Zentrale Fragestellung war: Wie kann der Selbstbau von Instrumenten im Musikunterricht so gestaltet werden, dass er pädagogisch sinnvoll, nachhaltig und praktisch umsetzbar ist? Zur Beantwortung dieser Frage wurden einschlägige Fachliteratur, musikpädagogische und fachdidaktische Konzepte sowie eigene unterrichtspraktische Erfahrungen analysiert. Ergänzt wurde die theoretische Auseinandersetzung durch einen konkreten Unterrichtsentwurf mit Klanggeschichten, Reflexionsphasen und Bauanleitungen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Selbstbau von Instrumenten zahlreiche Potenziale birgt: Er fördert musikalische, handwerkliche und kreative Kompetenzen, ermöglicht differenziertes und inklusives Lernen, stärkt die Selbstwirksamkeit der Kinder und sensibilisiert sie für nachhaltiges Denken. Besonders hervorzuheben ist die soziale Komponente: Der gemeinsame Bauprozess schafft kooperative Lernräume und stärkt das Klassenklima. Gleichzeitig identifiziert die Arbeit zentrale Herausforderungen – etwa die methodisch-didaktische Einbettung, notwendige schulorganisatorische Ressourcen oder die Balance zwischen Kreativität und musikalischer Qualität. Daraus werden praxisorientierte Empfehlungen für Aus- und Weiterbildung, Unterrichtsplanung sowie Schulentwicklung abgeleitet. Die Arbeit schliesst mit der Empfehlung, den Selbstbau als festen Bestandteil eines ganzheitlichen Musikunterrichts zu etablieren. Er darf kein isoliertes Bastelprojekt sein, sondern soll durch musikalische Nutzung im Unterricht, Reflexion und Präsentation zu einem sinnstiftenden und nachhaltigen Lernprozess werden, der Kinder ganzheitlich fördert
Welche Auswirkungen haben die Farbe des Klassenzimmers auf das Lernverhalten der Schülerinnen und Schüler?
In meinem Verständnis sollte eine Schule Kindern Wissen vermitteln und sie aufs Leben vorbereiten. Die Kinder verbringen sehr viel Zeit in der Schule und sollten unter bestmöglichen Voraussetzungen und im bestmöglichen Umfeld lernen. Was heisst das aber für die Lehrpersonen genau? In dieser Arbeit gehe ich auf genau dieses Umfeld ein und habe mich gefragt, wie den genau ein Klassenzimmer aussehen sollte, damit die Kinder gute Lernvoraussetzungen haben. Dabei fragte ich mich, was die Kinder brauchen, damit sie sich im Klassenzimmer wohlfühlen. Die Einrichtung des Raums spielt dabei eine grosse Rolle und wird von mir genauer unter die Lupe genommen
Veränderung der feinmotorischen Fähigkeiten von Schülerinnen und Schüler in den letzten 10 Jahren
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Veränderung der feinmotorischen Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern im Primarschulalter über die letzten zehn Jahre. Verortet im Forschungsfeld der pädagogischen Entwicklungs- und Unterrichtsforschung, geht die Arbeit der zentralen Fragestellung nach, wie sich diese feinmotorischen Kompetenzen im zeitlichen Verlauf verändert haben, woran diese Veränderungen im Fachbereich Textiles Gestalten erkennbar sind und welche pädagogischen Massnahmen Lehrpersonen daraufhin ergreifen. Zur Beantwortung der Fragestellung wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt. Mittels leitfadengestützter Experteninterviews mit zwei erfahrenen Fachlehrpersonen für Textiles Gestalten wurden subjektive Wahrnehmungen, Erfahrungen und Einschätzungen erhoben. Die Auswertung erfolgte anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring, wobei induktiv Kategorien gebildet wurden. Die Ergebnisse zeigen ein ambivalentes Bild: Während eine Lehrperson von einem deutlichen Abbau feinmotorischer Grundfertigkeiten berichtet, sieht die andere eher eine Verlagerung feinmotorischer Fähigkeiten. Weg von traditionellen Handarbeitstechniken hin zu digital geprägten Bewegungsabläufen. Beide betonen jedoch, dass viele Kinder bei klassischen feinmotorischen Aufgaben wie Schneiden, Nähen oder Einfädeln zunehmend Schwierigkeiten zeigen. Gleichzeitig fehlt häufig Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz. Lehrpersonen reagieren auf diese Entwicklungen mit unterschiedlichen pädagogischen Strategien. Während eine eher vereinfachte Aufgabenformate nutzt, setzt die andere auf differenzierten Unterricht, digitale Unterstützung (z. B. Erklärvideos) und individuelle Begleitung. Als Ursachen für die Veränderung werden insbesondere die zunehmende Bildschirmzeit, veränderte familiäre Alltagspraxis sowie curriculare Einschränkungen (z. B. reduzierte Lektionenzahl im Lehrplan 21) genannt. In der Diskussion werden diese Ergebnisse in bestehende theoretische Diskurse zur motorischen Entwicklung, Digitalisierung und Unterrichtsgestaltung eingebettet. Die Arbeit zeigt auf, dass feinmotorische Veränderungen nicht isoliert schulisch erklärbar sind, sondern Ausdruck umfassender gesellschaftlicher Transformationsprozesse darstellen. Daraus ergibt sich ein hoher Anspruch an die pädagogische Diagnostik und Differenzierung im Unterricht, um allen Kindern einen Zugang zu handwerklich-gestalterischem Lernen zu ermöglichen. Dabei ist zu beachten, dass die empirische Grundlage mit nur zwei Interviews begrenzt ist. Die gewonnenen Erkenntnisse verstehen sich daher als explorative Einblicke in ein komplexes Phänomen. Weiterführende Forschung sollte auf einer breiteren Datenbasis aufbauen und durch ergänzende methodische Perspektiven, etwa durch Beobachtungen im Unterricht oder standardisierte Erhebungen, ergänzt werden, um ein vertiefteres und belastbareres Bild der Entwicklungen zu ermöglichen