Publikationsserver der PHTG (Pädagog. Hochschule Thurgau)
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    Systematik von Bildungswissenschaften als Beitrag zur meta-reflexiven Professionalisierung

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    Der Beitrag diskutiert die Funktion einer Systematik des Begriffs ‚Bildungswissenschaft(en)‘ für die meta-reflexive Professionalisierung von Lehrpersonen. Systematisches Arbeiten und die Analyse vielfältiger Auffassungen von ‚Bildungswissenschaft(en)‘ können eine Orientierungshilfe für Professionalisierungsprozesse sein. Aus der professionstheoretischen Perspektive der Meta-Reflexivität schafft ein Denken in Systemen eine mögliche Grundlage, um die Komplexität und Vielfalt der Lehrer:innenbildung sichtbar zu machen und differenztheoretisch zu diskutieren. Der Beitrag zeigt, wie die Suche nach Kohärenz eine (implizite) Harmonisierung evozieren kann und diskutiert, inwiefern Systemdenken diese Tendenz befördert

    Geschlecht und Zugehörigkeit: Die Relevanzsetzung von Geschlecht für die Herstellung von Zugehörigkeit unter Kindern

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    Diese Arbeit untersucht, welche Relevanz die Kategorie Geschlecht für die Herstellung von Zugehörigkeit unter Kindern in pädagogischen Settings hat. Im Rahmen einer teilnehmenden Beobachtung in einer ersten Klasse wurden zehn Feldprotokolle erhoben und ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder Zugehörigkeit durch verschiedene interaktionelle Strategien wie Bezugnahmen, Nachahmung, Aushandlungen und kooperative Hinweise herstellen. Die Kategorie Geschlecht trat dabei nur in einzelnen Situationen deutlich hervor und spielte in vielen Interaktionen keine zentrale Rolle. Geschlecht erwies sich somit als situativ bedeutsam, aber nicht durchgängig handlungsleitend

    3v3-Sportspiel-Vermittlungsmodell

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    Künstliche Intelligenz im Klassenzimmer: Erfahrungen und Einschätzungen von Primarlehrpersonen im Zyklus 2

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    Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Wahrnehmung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) im schulischen Kontext durch Primarlehrpersonen des Zyklus 2. Diese haben bereits praktische Erfahrungen mit KI gesammelt. Ziel war es, herauszufinden, welche konkreten Einsatzmöglichkeiten die Lehrpersonen als besonders sinnvoll eingeschätzt haben. Zur qualitativen Untersuchung wurden sieben Lehrpersonen mittels leitfadengestützter Interviews befragt. Die Auswertung erfolgte induktiv anhand der zusammenfassenden Inhaltsanalyse. Die Ergebnisse zeigen, dass KI vor allem zur Ideenfindung, zur Unterrichtsvorbereitung, zur Textverarbeitung und zur Differenzierung von Lernmaterialien eingesetzt wird. Es wurden Funktionen wie das Vereinfachen, Umformulieren und Generieren von Texten sowie Bildinhalte hervorgehoben. Der Einsatz konzentriert sich derzeit hauptsächlich auf administrative Tätigkeiten und Vorbereitungsprozesse, wobei das Potenzial für den direkten Unterrichtseinsatz noch selten genutzt wird. Lehrpersonen sehen sowohl Chancen als auch Herausforderungen wie fehlende Richtlinien und die Notwendigkeit eines reflektierten Umgangs mit KI. Die Arbeit liefert praxisnahe Erkenntnisse zur schulischen Integration von KI und unterstreicht den Bedarf an fachspezifischer Weiterbildung und pädagogischen Rahmenbedingungen

    Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) im Schulkontext: Vorstellungen von Lehrpersonen im Zyklus 2 zu einem möglichen Regelwerk für den Umgang mit KI in der Primarschule

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    Diese Bachelorarbeit untersucht, welche Vorstellungen Lehrpersonen im Zyklus 2 zur Regulierung des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) im Schulkontext haben. Vor dem Hintergrund eines wachsenden technologischen Wandels in Bildungseinrichtungen wird der Ruf nach Orientierung und verbindlichen Rahmenbedingungen immer lauter. Mittels halbstrukturierter Interviews mit Lehrpersonen wurden subjektive Sichtweisen erhoben und mithilfe einer qualitativ inhaltsanalytischen Auswertung verdichtet. Die Ergebnisse zeigen ein Spannungsverhältnis zwischen dem Wunsch nach klaren Vorgaben und der Forderung nach Gestaltungsspielraum. Die Arbeit versteht sich als Grundlagenforschung zu einem aktuellen bildungspolitischen Thema und liefert Impulse für die weitere Forschung und die Entwicklung praxisnaher Regelwerke im Umgang mit KI im Schulkontext

    Motivationsfaktoren, die Teilnehmende an Bewegungsanlässe erleben

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    Diese Dissertation wurde im Rahmen der Pädagogischen Hochschule Thurgau im Studiengang Primarstufe im Diplomfach Führung und Organisation im Sport 1 und 2 als Abschlussarbeit im Jahr 2025 verfasst. Es handelt sich um eine qualitative Forschungsarbeit zur Leitfrage: «Welche Faktoren beeinflussten die Motivation zur Teilnahme an erlebten Bewegungsanlässen während der Schulzeit?» Zu Beginn wurden zentrale Begriffe wie Motivation und Bewegungsanlass definiert und theoretisch eingeordnet. Dabei wurden verschiedene Motivlagen beleuchtet und mit sportbezogenen Theoriemodellen verknüpft, da diese Konzepte den Kern der Forschungsfrage bilden. Die Datenerhebung erfolgte mittels offener, narrativ-biografischer Interviews. Diese Methode wurde gewählt, da sie den Teilnehmenden erlaubt, ihre Erfahrungen frei zu schildern und dadurch unerwartete Aspekte sowie vertiefte Einblicke ermöglicht. Die Offenheit des Gesprächsrahmens fördert zudem persönliche Reflexion (Lamnek & Krell, 2024, S. 339). Die Auswertung des Datenmaterials erfolgte auf der Grundlage der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2022). Die Analyse wurde durch induktive Kategorienbildung geleitet. Daraus gingen drei Hauptkategorien hervor: soziale Einflussfaktoren, pädagogisch-didaktische Einflussfaktoren sowie nachhaltige Wirkung und Prägung. Diese wurden im Kapitel Ergebnisse und Interpretation dargestellt und anschliessend im Diskussionsteil theoretisch verankert. Die Arbeit schliesst mit einem Fazit, praktischen Konsequenzen und einem Ausblick. Zusammenfassend zeigt sich, dass Bewegungsanlässe sehr unterschiedlich erlebt wurden. Sowohl hemmende als auch förderliche Faktoren konnten identifiziert werden. Besonders motivierend wirkte das Erleben von Gruppenzugehörigkeit, während beispielsweise das Fehlen von Differenzierungsmöglichkeiten als hinderlich empfunden wurde. Weitere einflussreiche Faktoren auf die Motivation werden in der vorliegenden Arbeit detailliert aufgearbeitet

    Feedback im Sportunterricht: Eine Literaturarbeit zur Förderung mentaler Stärke bei Primarschulkindern

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    In dieser Literaturarbeit wird analysiert, wie im Sportunterricht Feedback gezielt eingesetzt werden kann, um die mentale Stärke von Primarschulkindern zu unterstützen. Auf der Grundlage theoretischer Modelle wie der Selbstbestimmungstheorie, des 4C-Modells und des Modells des selbstregulierten Lernens wird der Zusammenhang zwischen Feedback, Motivation, Selbstregulation und Resilienz illustriert. Die systematische Auswertung aktueller empirischer Studien zeigt, dass besonders prozessorientiertes, differenziertes und reflexionsförderndes Feedback positive Effekte auf wichtige Aspekte der mentalen Stärke hat. Außerdem werden didaktische Prinzipien und seine Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht visualisiert. Die Arbeit schließt mit einer kritischen Überblicksreflexion der Forschungslage und bietet einen Ausblick auf pädagogische sowie forschungsbezogene Perspektiven. Sie macht es deutlich, dass eine geplante Gestaltung einer Feedback-Kultur im Sportunterricht nicht nur das motorische Lernen fördern kann, sondern auch die psychische Entwicklungsbreite bei Kindern

    Durch Meditation die Konzentration erhöhen - Ein Klassenversuch: Empirische Untersuchung zum Erwerb einer höheren Konzentrationsfähigkeit durch Achtsamkeitsmeditation in der Primarschule

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    Ziel der vorliegenden Arbeit war es, den Einfluss einer dreiwöchigen, täglichen Achtsamkeitsmeditation auf die Konzentrationsfähigkeit von Primarschulkindern zu untersuchen. Insgesamt nahmen 92 Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse aus zwei Schulhäusern aus dem Kanton Thurgau an der Studie teil. Davon wurden, aufgrund unvollständiger oder ungültiger Testdurchführungen, die Daten von 61 Kindern in die Auswertung einbezogen. Die Interventionsgruppe führte über drei Wochen täglich eine fünfminütige Achtsamkeitsmeditation mittels Audiodatei durch, während die Kontrollgruppe keine Intervention erhielt. Die Konzentrationsleistung wurde vor und nach der Intervention mit dem d2-Test gemessen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich sowohl die Interventions- als auch die Kontrollgruppe im Verlauf der Studie signifikant in ihrer Konzentrationsleistung verbesserten. Ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen konnte jedoch nicht festgestellt werden. Die festgestellte Effektstärke zu t2 liefert dennoch einen Hinweis auf einen Trend. Im Hinblick auf die im Theorieteil dargelegten Überlegungen lässt sich ein ausgeprägter Übungseffekt beim Lösen des d2-Test feststellen. Dieser scheint einen grösseren Einfluss auf die Resultate gehabt zu haben als die eigentliche Intervention. Es wird die Vermutung diskutiert, dass eine längere (mehr als drei Wochen) und/oder intensivere (mehr als tägliche 5 Minuten) Intervention die Signifikanz der Achtsamkeitsmeditation auf die Konzentrationsleistung steigern könnte. Die Hypothese, dass tägliche Achtsamkeitsmeditationen während drei Wochen die Konzentration der Schülerinnen und Schüler signifikant steigern, konnte nicht bestätigt werden. In zukünftigen Studien sollten die Effekte von längeren und/oder intensiveren Achtsamkeitsmeditationen weiterverfolgt werden

    Förderperspektiven im Vergleich: Wie SHP- und DaZ-Lehrpersonen dasselbe Kind einschätzen

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    Diese vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der professionellen Wahrnehmung von zwei Kindern durch zwei verschiedene Lehrpersonen, die in unterschiedlichen Förderbereichen tätig sind: eine Lehrperson ist im Bereich Sonderpädagogik tätig und arbeitet als eine schulische Heilpädagogin (SHP) und die andere Lehrperson ist im Bereich Deutsch als Zweitsprache tätig und unterrichtet als DaZ-Lehrperson. In dieser Arbeit steht die Frage im Fokus, wie ein und dasselbe Kind, das sowohl sprachlich als auch sonderpädagogisch gefördert wird, aus den jeweiligen Professionen wahrgenommen wird. Ziel der Arbeit ist Unterschiede und Überschneidungen in der Wahrnehmung aufzuzeigen und mögliche Konsequenzen für die zukünftige Zusammenarbeit aufzuzeigen. Für diese Arbeit und Fragestellung wurde eine qualitative, theoriebasierte Forschungsmethode gewählt. Die Datenerhebung erfolgte hierbei über ein Interview mit den beiden beteiligten Lehrpersonen, die zusammen mit den Kindern im Zentrum dieser Arbeit stehen. Die Auswertung dieser Interviews erfolgte mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse. In der Analyse wird deutlich, dass sich die SHP-Lehrperson auf die emotionalen und sozialen Kompetenzen fokussiert und dass auch das familiäre Umfeld wichtig für die SHP-Lehrperson ist. Der Schwerpunkt bei der DaZ-Lehrperson liegt ganz klar bei den sprachlichen Kompetenzen und darin, dass das Kind gut in den Unterricht, trotz der sprachlichen Barriere, eingebunden ist. In der Diskussion sieht man klar, dass die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Lehrpersonen durch die beruflichen Rollen entstehen. Daher ist es wichtig, dass es eine gelungene Zusammenarbeit zwischen den Lehrpersonen gibt, um Kindern mit komplexem Förderbedarf gut zu fördern. Dennoch fehlt es an den meisten Schulen oft an den passenden Strukturen, um eine gute Zusammenarbeit zu ermöglichen. Weitere Fragestellungen in dieser Arbeit betreffen vor allem die Elternarbeit. Die Arbeit bietet somit einen tiefen und wichtigen Einblick in das Zusammenspiel der verschiedenen Berufe und Förderbereiche und soll dazu anregen, das eigene pädagogische Handeln in der Zukunft im Hinblick auf Kooperation und auch teilweise die eigene Wahrnehmung zu reflektieren

    Der Art Brut: Künstlerische Stilrichtung oder Diskriminierung von Menschen mit einer Behinderung in der Kunst?

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    Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Kunststil des Art Brut und wird sich dabei mit der historischen Entwicklung des Kunststils sowie der gesellschaftlichen Wahrnehmung und Reaktion auf die Werke befassen. Der Art Brut befasst sich dabei mit Kunst, welche von Menschen geschaffen worden ist, die sich nicht in der normierten Gesellschaft integrieren können, darunter versteht die Definition Aussenseiterinnen, Menschen mit Behinderung und Autodidakten. Von Bedeutung für diese Arbeit ist dabei die historische Entwicklung des Kunststils und die damit aufkommenden ethischen Problemstellungen. Darauf basierend wurde auch die Fragestellung formuliert, welche sich mit der Wahrnehmung und Einordnung von Werken erschaffen von Menschen mit einer Behinderung aufgreift und inwiefern diese Kategorisierung von Stigmatisierungen und Diskriminierung betroffen ist. Die Untersuchung erfolgt dabei auf Grundlage eines hermeneutisch-phänomenologischen Forschungsansatz und umfasst eine qualitative Literatur- und Dokumentenanalyse sowie biografische Betrachtungen von Künstler des Art Brut. Die Ergebnisse zeigen, dass die Zuordnung zum Art Brut einerseits zur Sichtbarkeit von Künstlerinnen aus Randgruppen beiträgt, gleichzeitig aber stereotype Vorstellungen verstärkt und die Werke in eine Sonderrolle drängen kann. Ein Vergleich mit dem Expressionismus, welcher sich in der Bildsprache sehr dem Art Brut ähnelt, verdeutlicht, dass ähnlich expressive Optik unterschiedlich bewertet werden kann. Dies hängt dabei vom sozialen Status der Kunstschaffenden ab und führt zu einer Form der Schein-Inklusion, die die tatsächliche Gleichstellung im etablierten Kunstmarkt verhindert. Die Arbeit zeigt auf, dass strukturelle Vorurteile einen wesentlichen Einfluss auf die Rezeption von Kunst haben. Eine kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Kategorien wie «Art Brut» ist notwendig, um langfristig eine inklusive Kunstrezeption zu ermöglichen. Beantwortet wurde, dass die Kategorisierung als Art Brut sowohl sichtbar macht als auch ausgrenzt. Offen bleibt, wie solche Kategorien verändert oder überwunden werden können, um echte Teilhabe zu fördern. Weitere Forschungsansätze ergeben sich insbesondere im Bereich der Kunsttherapie und der Frage nach Selbstbestimmung der Kunstschaffenden

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