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Trisomie 21 in der Regelklasse: Die Wirkung auf die sozialen Kompetenzen der Mitschüler:innen
Diese Bachelorarbeit untersucht die Wirkung der Integration eines Kindes mit Trisomie 21 auf die sozialen Kompetenzen der Mitschülerinnen und Mitschüler in einer Regelklasse. Während sich bisherige Studien überwiegend auf die Perspektive der betroffenen Kinder oder der Lehrpersonen konzentrierten, beleuchtet diese Arbeit gezielt die Sicht der nicht betroffenen Mitschülerinnen und Mitschüler. Ziel war es herauszufinden, inwiefern die gemeinsame Schulzeit mit einem Kind mit Trisomie 21 die Entwicklung von Empathie, Perspektivenübernahme, Hilfsbereitschaft und Akzeptanz von Vielfalt fördern kann. Zur Beantwortung dieser Fragestellung wurden zwei leitfadengestützte Interviews mit ehemaligen Mitschüler:innen durchgeführt. Die Auswertung erfolgte mittels deduktiver qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring (2022). Die Ergebnisse zeigen, dass sich integrative Settings unter günstigen pädagogischen Bedingungen positiv auf das soziale Lernen der gesamten Klasse auswirken können. Die Interviewpartner:innen beschrieben ihre Erfahrungen mit der integrativen Schulzeit als durchwegs positiv und berichteten von einer nachhaltigen Veränderung ihrer Haltung gegenüber Menschen mit Behinderung. Neben der Entwicklung zentraler sozialer Kompetenzen wurde auch ein gestärktes Gemeinschaftsgefühl festgestellt. Zudem wurden die Erfahrungen rückblickend als biografisch bedeutsam wahrgenommen. Zugleich wird in der theoretischen Auseinandersetzung deutlich, dass sich diese positiven Effekte nicht automatisch einstellen. Soziale Ausgrenzung, Rückzugstendenzen oder Überforderung durch sehr unterschiedliche Lernvoraussetzungen können die Wirkung von Integration einschränken, vor allem dann, wenn unterstützende Strukturen oder ausreichende personelle Ressourcen fehlen. Solche Herausforderungen wurden in den Interviews zwar nicht thematisiert, erscheinen jedoch im Lichte des Forschungsstandes relevant, um ein umfassenderes Bild der Thematik zu erhalten. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Integration ein wichtiges Erfahrungsfeld für soziales Lernen für die gesamte Klassengemeinschaft sein kann. Damit sich dieses Potenzial entfalten kann, bedarf es einer bewussten pädagogischen Begleitung, eines unterstützenden schulischen Umfeldes und einer reflektierten Haltung. Um die Wirksamkeit und Grenzen integrativer Schulmodelle weiter zu erforschen, erscheinen weiterführende Forschungen mit grösseren und kontrastreicheren Stichproben sowie längeren Beobachtungszeiträumen sinnvoll
Rhythmisierung von Unterricht durch Musik und Bewegung
Diese Bachelorarbeit setzt sich mit der Frage auseinander, mittels welcher Methoden der Unterricht durch Musik und Bewegung rhythmisiert werden kann. Das Wort Rhythmisierung im Schulalltag bedeutet, den Unterricht abwechslungsreich und sinnvoll zu strukturieren, sei es innerhalb einer Lektion, über einen Tag, eine Woche, ein Quartal oder ein Jahr hinweg. Das Ziel ist ein ausgeglichener Tagesablauf, an welchem sich die Kinder orientieren können und zwischen Phasen der Aktivität und der Ruhe und Entspannung abgewechselt wird. So werden sowohl die Konzentration als auch die Motivation und das Wohlgefühl der Lernenden gefördert, was positiv zum Lernen beiträgt. Besonders relevant ist die Rhythmisierung durch Musik und Bewegung, da sie zu einer langfristigen Speicherung der Lerninhalte beitragen. Lieder, Musizieren, Bodypercussion, Rhythmen, Tanzen, Atmen und Bewegungen wirken in fast allen Schulfächern unterstützend. Bei der Arbeit handelt es sich um eine Literaturarbeit, wofür verschiedene wissenschaftliche Quellen, Bücher und Fachtexte zu den Thematiken der Pädagogik, der Unterrichtsgestaltung sowie der Musik und der Bewegung zur Hand genommen wurden. Im theoretischen Teil werden die Grundlagen der Rhythmisierung erklärt sowie die verschiedenen Dimensionen und Formen vorgestellt, wie zum Beispiel die äussere, innere und individuelle Rhythmisierung. Unterschiedliche Konzepte, wie der Epochenunterricht an der Rudolf Steiner Schule oder das pädagogische Band in der Schulgemeinde Frauenfeld tragen einen Teil zur Strukturierung von Unterricht bei. Es wird aufgezeigt, warum Musik und Bewegung besonders gut für die Rhythmisierung von Unterricht geeignet sind. Im Methodenteil werden verschiedene Ideen und Praxisbeispiele vorgestellt, wie etwa die Bewegungspausen, Konzentrations-, Aktivierungs-, Entspannungs- und Stressabbauübungen, Achtsamkeit, die sozialen Auswirkungen von Musik und Bewegung sowie musikalische Rituale. Dabei werden einzelne Spiele und Übungen genauer erklärt, vorgestellt und im Anhang 1 mit Anleitungen beigelegt. Die anschliessende Diskussion verdeutlicht, dass Musik und Bewegung den Unterricht nicht nur strukturieren und abwechslungsreicher gestalten, sondern auch die Lernfreude, Konzentration und Klassengemeinschaft fördern. Besonders die bewusste Einbindung von täglichen Ritualen, musikalischen Übergängen und kurzen Bewegungspausen trägt zu einem lebendigen und dem menschlichen Rhythmus entsprechenden Schulalltag bei. Ein Ausblick zeigt, dass Musik und Bewegung in Zukunft noch besser und bewusster in die Unterrichts- und Tagesplanung sowie in die Ausbildung von Lehrpersonen integriert werden sollten
Regie über sich selbst führen: Theaterpädagogische Rollenspiele zur Förderung der Selbstregulation
Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die Selbstregulation von Primarschulkindern mithilfe des theaterpädagogischen Rollenspiels gefördert werden kann. Die Selbstregulation, bestehend aus der Fähigkeit Emotionen, Impulse und Verhalten zielgerichtet zu steuern, stellt eine zentrale Voraussetzung für den Schulerfolg und soziale Fähigkeiten dar. Vor allem im Schulalltag fällt auf, dass immer mehr Kinder Schwierigkeiten haben, mit Frustration umzugehen oder ihre Aufmerksamkeit auf etwas zu richten. Umso wichtiger ist es zu untersuchen, wie diese Fähigkeiten durch das theaterpädagogische Rollenspiel als kreative und anwendungsorientierte Methode gefördert werden können. Im Zentrum dieser Arbeit steht vor allem die Frage, wie die exekutiven Funktionen, die Frustrationstoleranz und die Emotionsregulation als Teile der Selbstregulation durch das theaterpädagogische Rollenspiel trainiert werden können. Als Literaturarbeit mit einer Gewährsperson, die interviewt wurde, werden die Möglichkeiten, Chancen sowie die Grenzen des gewählten Themas beleuchtet. Die Analyse zeigt, dass theaterpädagogische Rollenspiele Kindern die Möglichkeit geben, alternative Handlungsstrategien auszuprobieren, Emotionen in einem geschützten Rahmen zu fühlen und neue Verhaltensideen für soziale Interaktionen zu generieren. In der Arbeit zeigt sich, dass das theaterpädagogische Rollenspiel eine sinnvolle Methode ist, um die Selbstregulation zu fördern. Es wird gleichzeitig deutlich, dass einige Schwierigkeiten bei der konkreten Umsetzung im Schulalltag aufkommen können. Zusätzlich wird betont, dass weitere empirische Forschung notwendig ist, um die Wirkung eindeutig zu belegen, da bisher wenig Forschung zu diesem Themenbereich vorliegt. Die Arbeit schliesst mit konkreten Empfehlungen für die Umsetzung in der Schule und plädiert für eine stärkere Verankerung von Theaterpädagogik im Lehrplan sowie im Schulalltag
Geschlechterdarstellungen in einem tschechischen Mathematiklehrmittel
Diese Arbeit untersucht die Darstellung von Geschlechterstereotypen in einem aktuellen tschechischen Mathematiklehrmittel für die 5. Klasse. Ausgehend von der Beobachtung, dass traditionelle Rollenbilder in Bildungsmedien nachweislich die Selbstwahrnehmung und Geschlechtervorstellungen von Schüler: innen prägen, wurden zwei Forschungsfragen untersucht: (1) Inwiefern tragen die Darstellungen von Personen und Figuren in Lehrmitteln der Primarstufe zur Verfestigung von Geschlechterstereotypen bei? (2) Welche Geschlechterstereotypen zeigen sich in den Darstellungen eines tschechischen Mathematiklehrmittels? Die Analyse erfolgte als Mixed-Methods-Untersuchung nach Kuckartz (2014) mit quantitativer Auszählung aller Figurendarstellungen (n=131) und qualitativer Einzelanalyse ausgewählter Abbildungen (n=5). Untersucht wurden Geschlechterverteilung, äussere Merkmale (Kleidung, Frisuren) sowie Interaktionsdynamiken. Die Ergebnisse zeigen ein Spannungsfeld: Während männliche Figuren leicht überrepräsentiert sind (54% vs. 45%), fallen besonders geschlechterstereotype äussere Merkmale auf (z.B. 59% der Mädchen in Röcken, 100% geschlechtsspezifische Frisuren). Überraschend ist jedoch, dass weibliche Figuren häufiger in kompetenten, erklärenden Rollen dargestellt werden, was in naturwissenschaftlichen Kontexten eher dem Stereotyp von Männern entspricht. Die Diskussion verdeutlicht, dass solche antistereotypen Elemente Potenzial für Fortschritt bieten, äussere Stereotype aber weiterhin geschlechterstereotyp dargestellt werden. Als zentrale Schlussfolgerung ergibt sich: Lehrmittel können durch bewusste Gestaltung Geschlechterstereotype sowohl reproduzieren als auch durchbrechen. Für die Praxis bedeutet dies, dass Verlage und Lehrpersonen stereotype Muster aktiv hinterfragen müssen. Offen bleibt, wie stark sich diese Darstellungen langfristig auf die Verfestigung von Geschlechterstereotypen bei Schüler: innen auswirken. Die Arbeit unterstreicht damit die Relevanz des Einsatzes von gendergerechten Unterrichtsmaterialien als Beitrag zu einer chancengerechten Bildung
Klang wird Beziehung: Musiktherapie zur Förderung sozialer Interaktion bei frühkindlichem Autismus
Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Musiktherapie gezielt die soziale In-teraktion bei Kindern mit frühkindlichem Autismus fördern kann. Ausgehend von der Erkennt-nis, dass Sprache in diesem Kontext meist nur eingeschränkt zur Verfügung steht, wird unter-sucht, inwiefern musikalische Mittel als alternative Form der Beziehungsgestaltung dienen können. Im Zentrum steht das EBQ-Instrument von Karin Schumacher und Claudine Calvet. Dieses teilt kindliche Beziehungsfähigkeit in sieben Modi ein und wird zur Einschätzung sowie therapeutischen Gestaltung von Interaktion genutzt. Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und wird durch ein Interview mit der Musikthera-peutin Barbara Pfister ergänzt, deren Aussagen praxisnahe Perspektiven und tiefere Einblicke in den musiktherapeutischen Alltag ermöglichen. Darüber hinaus fliessen wenige, eigene Er-fahrungen aus dem sonderpädagogischen Praktikum an der Tagesschule von der Stiftung Kronbühl (Wittenbach) mit ein, die den theoretischen Rahmen durch eigene Beobachtungen erweitern. Die Ergebnisse zeigen, dass die Musiktherapie über spezifische Methoden wie Situationslie-der, themenzentrierte Improvisation, rhythmische Begleitung und klangliches Spiegeln Zu-gänge zum Kind schaffen kann. Besonders dort, wo sprachliche Therapieformen an ihre Gren-zen stossen. Die musikalische Interaktion erlaubt es dem Kind, sich wahrgenommen zu fühlen, eigene Impulse zu setzen und schrittweise in eine wechselseitige Beziehung zu treten. Das EBQ-Modell erweist sich dabei als hilfreiches Werkzeug, um die therapeutische Haltung zu schärfen und Interventionen gezielt durchzuführen. Gleichzeitig wird deutlich, dass Musikthe-rapie keine universelle Lösung darstellt, sondern eingebettet sein muss in ein interdisziplinäres Gesamtkonzept, das medizinische, psychologische und pädagogische Aspekte berücksichtigt. Im schulischen Kontext kann das Denken in Interaktionsmodi zudem dabei helfen, kindliches Verhalten differenzierter zu interpretieren, etwa in Frustrationsmomenten, in welchen sich Schüler:innen zeitweise aus dem Unterrichtsgeschehen zurückziehen. Die Perspektive des EBQ fördert hier ein verstehendes, beziehungsorientiertes pädagogisches Handeln. Insge-samt unterstreicht die Arbeit die therapeutische wie bildungspraktische Relevanz der Musik-therapie und spricht sich für eine stärkere institutionelle Anerkennung, sowie eine intensivere Verankerung entwicklungspsychologischer Modelle, wie dem EBQ in der Lehrer:innenbildung aus
Soziale Rollen im Schulkontext und ihr Einfluss auf die soziale Zugehörigkeit von Schülerinnen und Schülern
Die vorliegende empirische Diplomarbeit befasst sich mit sozialen Rollen im Schulkontext und deren Einfluss auf die soziale Zugehörigkeit von Schülerinnen und Schülern. Daher lautet die leitende Fragestellung: Welche sozialen Rollen nehmen Schülerinnen und Schüler in einem Skilager ein und welchen Einfluss hat dies auf die soziale Zugehörigkeit der Kinder? Für die Beantwortung der Fragestellung wurden im theoretischen Teil dieser Arbeit die Definition sowie die Funktionen von sozialen Rollen erläutert, verschiedene Arten von Rollen definiert, sowie einige konkrete Rollenbeschreibungen ergänzt. Des Weiteren wird auf die Entstehung und Auswirkungen von Rollenkonflikten eingegangen und die Verhandlung der sozialen Zugehörigkeit anhand der Grundbedürfnisse in einer Gruppe dargelegt. Diese Diplomarbeit verfolgt einen ethnologischen Forschungsansatz, anhand dessen in einem sechstägigen Skilager durch teilnehmende Beobachtungen Erkenntnisse gesammelt und anschliessend den theoretischen Konzepten gegenübergestellt wurden. In der Auseinandersetzung hat sich gezeigt, dass im Skilager vielfältige soziale Rollen von Schülerinnen und Schülern eingenommen wurden. Besonders häufig traten Leader/in, Mitläufer/in, Beschützer/in oder Tröster/in auf, welche in die Kategorien der psychologischen und gruppendynamischen Rollen eingeordnet werden. Das Bedürfnis nach der sozialen Zugehörigkeit wurde oft in Rollen gesucht und gezeigt. Gestärkt wurde die Zugehörigkeit, indem eine Rolle von der Gruppe anerkannt wurde. Durch die Ablehnung einer Rolle wurde die Zugehörigkeit geschwächt oder gar verweigert. Da die Beobachtungen in einem begrenzten Zeitraum des Skilagers erfasst wurden bleibt die Frage offen, was sichtbar geworden wäre, hätten die Beobachtungen systematischer und über einen längeren Zeitraum stattgefunden. Die vorliegenden Ergebnisse entsprechen einer exemplarischen Fallstudie, mit der zwar Prozesse sichtbar gemacht werden konnten, die aber nicht dazu dient, allgemeingültige Aussagen zu treffen
Evidence-based teacher education as the basis for a national research initiative?: Critical questions about the institutional demands of a research programme
Der Beitrag kritisiert die Annahme, dass eine Evidenzbasierung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung vielversprechende Perspektiven sowohl für ein Nationales Forschungsprogramm zum Thema «Bildung» als auch für die Wissenschaftsförderung in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung bietet – eine Annahme, die in zwei aktuellen Papieren der Kammer Pädagogische Hochschulen von swissuniversities zum Element strategischer Ambitionen erhoben wurde. Kritisiert wird vor allem, dass der zentrale Ausdruck «Evidenzbasierung» begriffliche Konfusionen schafft und eine Relevanz für die Wissenschaften an Pädagogischen Hochschulen reklamiert, die sich bei einem genaueren Verständnis von Evidenz nicht halten lässt.The article criticises the assumption that evidence-based teacher education offers promising prospects both for a national research programme on the topic of «Bildung» and for the promotion of science in teacher education – an assumption that has been elevated to an element of strategic ambition in two recent papers by the Chamber of Universities of Teacher Education of swissuniversities. The main criticism is that the central term «Evidenzbasierung» [no exact translation possible] creates conceptual confusion and claims a relevance for the sciences at universities of teacher education that cannot be maintained with a more precise understanding of evidence
Hand-Drawn Chemical Formulas Captured During Field Testing of the OrChemSTAR App With and Without Annotations Gained Using the Structure Matching and Recognition Engine SMARE
This dataset comprises 7909 hand-drawn chemical structure elements captured during field testing of the OrChemSTAR App in chemistry classes. It includes raw images as well as images with an overlay of recognized molecule parts based on 18 different classes relevant to chemical structure interpretation. The Annotations were done by the Structure Matching and Recognition Engine SMARE
Relationship between narrative ability and executive functions: A longitudinal study in kindergarten classrooms
Narrative ability and executive functions develop rapidly in children during the preschool years. The aim of this study was to investigate the nature of the longitudinal relationship between these two abilities by examining two competing theoretical accounts: direct reciprocal influence and the role of shared underlying factors. The sample consisted of 280 kindergarten children who were assessed in three waves over 18 months. A dual-model approach was used, employing both a Cross-Lagged Panel Model with lag-2 effects (CL2PM) and a Random Intercept Cross-Lagged Panel Model (RI-CLPM). The CL2PM revealed a directional relationship, where higher executive functions predicted subsequent growth in narrative ability, but not the inverse. This cumulative, directional influence helps explain the robust, stable connection between the abilities observed at the between-person level in the RI-CLPM (r =.58, p < .001) - a finding consistent with the hypothesis of shared underlying factors. This robust predictive relationship was observed despite evidence from descriptive data that the two skills were otherwise differentiating. No evidence was found for a more immediate, dynamic interplay at the within-person level. The findings suggest a complex relationship characterized by a robust, stable connection, likely stemming from both shared underlying factors and a cumulative, directional influence. Further research is warranted to identify these shared factors and experimentally test this directional influence in order to inform effective interventions