Publikationsserver der PHTG (Pädagog. Hochschule Thurgau)
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Artificial Intelligence in Chemistry Research - Implications for Teaching and Learning
Artificial intelligence (AI) has become an important tool in modern scientific research, particularly in chemistry and related disciplines. Despite its growing relevance, the discussion of AI as a tool in research in (secondary) chemistry education remains limited. To address this gap, a review of AI applications in chemical and chemistry-related research was first carried out. According to this, AI is being used most frequently in the fields of pharmacology and biochemistry and is mainly used to make predictions and design molecules. Based on this review a workshop for pre- and in-service chemistry teachers was conducted to provide an initial overview of AI applications in scientific research. The workshop introduced key areas such as retrosynthesis, protein structure prediction, image processing, and autonomous laboratories, fostering awareness of AI’s role in scientific innovation. Participating secondary education science teachers reported an increased familiarity with AI applications and expressed intentions to incorporate these topics into their teaching. The findings highlight the importance of targeted teacher training programs to strengthen Technological Content Knowledge (TCK) in this emerging field. In addition, insights were gained into how such teacher training could be structured in the future to enable teachers to discuss “AI in science” in chemistry lessons. This research emphasizes the need to empower educators to bridge the gap between scientific advancements and chemistry education, preparing students for new career opportunities in AI-driven sciences. Although this work provides initial indications of possible approaches for the integration of AI applications in chemistry teacher education and chemistry lessons, further research is still needed in this area
Studentische Partizipation in Forschungsprojekten – ein Beitrag zur Meta-Reflexivität künftiger Lehrpersonen (im Druck)
Schüler:innen als Marionetten des Bildungssystems
Diese Bachelorarbeit untersucht die Forschungsfrage: «Wie zeigt sich Foucaults Konzept der Disziplinarmacht in der Lehrpersonen-Schüler:innen-Interaktion im Schweizer Schulsystem?» Ausgehend von dieser Frage werden die Mechanismen der Disziplinarmacht, insbesondere Überwachung, Normierung, Sanktionierung und Selbstdisziplinierung, theoretisch erarbeitet und im Kontext des schulischen Alltags analysiert. Die Arbeit basiert auf einer literaturbasierten Analyse. Neben Michel Foucaults Theorie werden ergänzende Perspektiven von Althusser, Illich, Helsper, Gehring und Gelhard einbezogen. Um den Praxisbezug zu sichern, werden bildungspolitische Dokumente (z. B. Lehrplan 21, Schweizer Bildungsbericht 2023), rechtliche Grundlagen und empirische Studien (z. B. Frei) berücksichtigt. Die Analyse zeigt, dass Disziplinarmacht auch heute noch tief im Schulalltag verankert ist, etwa durch räumliche und zeitliche Strukturen, Leistungsbewertungen, Regeln, Rituale, Normen sowie digitale Überwachungsformen. Schüler:innen internalisieren diese Mechanismen häufig unbewusst, was zu Selbstkontrolle, Leistungsdruck und einer hierarchischen Selbstwahrnehmung führt. Zudem trägt schulische Normierung zur Reproduktion sozialer Ungleichheiten bei. Lehrpersonen befinden sich dabei in einem Spannungsfeld zwischen pädagogischer Unterstützung und machtausübender Kontrolle. Als Gegenmodell werden alternative Schulkonzepte wie die Summerhill-Schule, Sudbury-Schulen und reformpädagogische Ansätze (u. a. Dewey und Montessori) vorgestellt, die auf Mitbestimmung, Freiheit und intrinsische Motivation setzen. Sie zeigen, dass Bildung auch jenseits klassischer Disziplinierungsmechanismen möglich ist, allerdings nicht ohne Herausforderungen bleibt. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Disziplinarmacht im schulischen Kontext ambivalent ist: Sie kann Struktur und Sicherheit ermöglichen, aber auch die Freiheit und Individualität der Lernenden einschränken. Eine bewusste Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen im Schulalltag ist notwendig, um pädagogische Freiräume zu schaffen, die angstfreies und selbstbestimmtes Lernen ermöglichen. Für weiterführende Forschungen wird empfohlen, insbesondere die Perspektiven von Schüler:innen und Lehrpersonen einzubeziehen, um die Wirkung der Disziplinarmacht im heutigen Bildungssystem empirisch zu erfassen und differenziert zu reflektieren
Kunst als Mittel zur Sprachförderung bei Kindern mit selektivem Mutismus
Kinder mit selektivem Mutismus stehen im schulischen Kontext vor grossen Herausforderungen, da sie zwar über Sprachfähigkeiten verfügen, diese aber in bestimmten sozialen Situationen nicht nutzen können. Vor diesem Hintergrund untersucht diese Arbeit die Frage, welche Ansätze im Kunstunterricht die Sprachentwicklung und soziale Inklusion dieser Kinder fördern können. Die theoretische Grundlage bildet eine interdisziplinäre Perspektive aus Kunstpädagogik, Sprachförderung und Mutismustherapie. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine qualitative Untersuchung mittels leitfadengestützter Interviews mit vier Fachpersonen aus den Bereichen Kunsttherapie, Logopädie, Mutismustherapie und schulischer Heilpädagogik durchgeführt. Die erhobenen Daten wurden in einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet und mit theoretischen Konzepten abgeglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass künstlerische Methoden eine wertvolle Unterstützung für Kinder mit selektivem Mutismus darstellen können, insbesondere als Medium der nonverbalen Kommunikation und des Beziehungsaufbaus. Kunst ermöglicht es, Gefühle und Gedanken auszudrücken, ohne unmittelbare sprachliche Anforderungen zu stellen, und schafft so einen geschützten Raum, in dem Kinder sich öffnen können. Allerdings wurde auch deutlich, dass Kunst allein nicht ausreicht, um Sprachblockaden zu lösen. Eine gezielte Verknüpfung mit logopädischen und psychotherapeutischen Ansätzen ist erforderlich, um langfristige sprachliche Fortschritte zu ermöglichen. Darüber hinaus zeigte sich, dass künstlerische Gruppenprojekte die soziale Integration mutistischer Kinder stärken können, indem sie ein gemeinschaftliches Erleben und eine aktive Beteiligung ermöglichen. Dennoch bleibt unklar, inwiefern diese Gruppenaktivitäten tatsächlich zu mehr Sprachproduktion führen oder primär das Zugehörigkeitsgefühl stärken. Die Untersuchung verdeutlicht, dass künstlerische Methoden ein vielseitiges, aber kein universelles Förderinstrument sind. Ihre Wirksamkeit hängt stark von der individuellen Reaktion des Kindes, dem pädagogischen Setting und der interdisziplinären Zusammenarbeit ab. Die Arbeit schliesst mit der Empfehlung, Kunst als unterstützendes Element in ein umfassenderes Förderkonzept einzubinden und weitere Forschung zur langfristigen Effektivität dieser Methoden durchzuführen
Guitar Recital: Marx, Daniel Valentin - DARR, A. / KAMBERGER, C. / KÜHNEL, F. / SCHMÖLZL, C.W. / SCHULZ, L. (The Munich Guitar Society Manuscripts)
In 2009, a large collection of guitar music from the Gitarristische Vereinigung München (‘Munich Guitar Society’) was rediscovered in an attic in Munich. The collection included many significant works for guitar that have been hidden from view for decades. Many of these works are by neglected composers whose names are deserving of exploration and revival. Wilhelm Schmoelzl’s Introduction und Variationen exists on the threshold between Classicism and Romanticism, while Adam Darr’s perfectly realised Sonata is notable for its striking use of Alpine folk music. The programme concludes with Carl Kamberger’s witty and surprising Grand Fantasy, with its multitude of quoted themes and unconventional techniques