Publikationsserver der PHTG (Pädagog. Hochschule Thurgau)
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Children as Social Butterflies: Navigating Belonging in a Diverse Swiss Kindergarten
Children as Social Butterflies examines how kindergarten children experience, negotiate, and claim belonging in a diverse and stigmatized Swiss neighborhood. Schools as formative instances of social belonging are particularly important where children with different migration histories are educated together. Childhood scholar Ursina Jaeger followed individual children in a kindergarten class from day one of their school enrollment and accompanied them to extracurricular activities, to ballet classes, to their children's rooms, to the social welfare office, or on family visits abroad. Based on data from several years of this child-centered and multisited research, Children as Social Butterflies offers a vivid ethnography with unique insights into the everyday lives of young children in a diverse neighborhood. The book provides an analytical language informed by theories of social differentiation to grasp complex configurations of social belonging and shows the full potential of ethnographic research with young children. Jaeger thus offers a dynamic reading of migration, schooling, and childhood that is strongly informed by the experience of working with young children. The book provides educators, childhood scholars, and parents alike with suggestions for dealing with (migration-related) social differentiation
Pädagogische Hochschulen als Professionshochschulen – hochschultypenvergleichende Thesen
Die Rolle der Selbstwirksamkeit in der Schulentwicklung: Eine Untersuchung zur Implementierung des neuen Beurteilungskonzepts der Volksschulgemeinde Eschlikon im Kanton Thurgau
Im August 2021 wurden alle Schulgemeinden im Kanton Thurgau vom Kanton aufgefordert, ihr Beurteilungskonzept zu überarbeiten. Die Volksschulgemeinde Eschlikon setzte diesen Auftrag in einem Konzept um, welches das klassische Notensystem abschafft. Diese Arbeit beschreibt die Umsetzung des Schulentwicklungsprozesses der Implementierung des neuen Beurteilungskonzepts auf der Mikroebene. In dieser Beschreibung steht die Selbstwirksamkeit der Lehrpersonen als zentrales Konzept im Fokus. Aufgrund der Fragestellung, inwiefern die Selbstwirksamkeit von Lehrpersonen bei der Rekontextualisierung des Beurteilungskonzepts eine Rolle spielt, wurde ein Mixed-Methods-Ansatz für die Beantwortung der Forschungsfrage gewählt. In einem sequenziellen Design wurde zuerst eine quantitative Befragung aller Lehrpersonen zu ihrer Selbstwirksamkeit, ihrer Arbeitszufriedenheit und zum ausgearbeiteten Beurteilungskonzept durchgeführt. Aufgrund der Deskription dieses Forschungsteils musste die Forschungsfrage präzisiert werden, da sich herausstellte, dass alle Respondentinnen und Respondenten der Volksschulgemeinde Eschlikon eine mittlere bis hohe Selbstwirksamkeit aufweisen. In der folgenden qualitativen Nachbefragung wurden sechs ausgewählte Lehrpersonen zum Schulentwicklungsprozess und zur Umsetzung des Beurteilungskonzepts in ihrem Unterricht befragt, um beschreiben zu können, wie Lehrpersonen mit guter Selbstwirksamkeit eine schulische Innovation bewältigen, die Noten abschafft. Die Ergebnisse zeigen, dass die Lehrpersonen in der Volksschulgemeinde Eschlikon den Schulentwicklungsprozess zum neuen Beurteilungskonzept sehr unterschiedlich bewältigen. Alle interviewten Personen setzen das Beurteilungskonzept in ihrem Unterricht sehr individuell um, obwohl sie alle Kriterienraster in ihre Bewertungspraxis implementiert haben. Diese Kriterienraster werden durch andere Formen der Beurteilung und Bewertung ergänzt, bei einer Mehrheit der Befragten unter anderem immer noch durch Zahlnoten
Kinderwelt: Bewegungswelt: Wie Bewegung im Kindergarten ermöglicht wird
Bewegung gilt als zentraler Bestandteil frühkindlicher Bildung. Doch wie Kindergartenlehrpersonen Bewegung im Alltag tatsächlich gestalten, ist bislang wenig erforscht. Das Dissertationsprojekt Wie konstituiert sich die Bewegungswelt im Kindergarten? geht dieser Frage mit einem qualitativen Forschungsansatz nach, der im angloamerikanischen Raum etabliert ist und auf dem Erfahrungsverständnis von John Dewey basiert. Der Vortrag gibt Einblick in das Forschungsdesign und stellt anhand ausgewählter Erzählungen und Vignetten erste Ergebnisse vor. Dabei wird sichtbar, welche Vorstellungen von Bewegung im Alltag wirksam werden, wie Räume und Materialien gestaltet, genutzt und von Kindern kreativ umgedeutet werden – und welche Perspektiven Kinder selbst einbringen. Der Beitrag lädt zur Diskussion über die Bedeutung von Bewegung in der frühen Bildungspraxis ein