ULB : Dok (Univ. Innsbruck)
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Wertebildung - Gleich und Anders : auf der Suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden in den Lehrwerken des Islamischen Religionsunterrichts und des Ethikunterrichts
Die vorliegende Arbeit untersucht die inhaltlich-didaktische Konzeptualisierung der Vermittlung von Werten und wertebezogenen Kompetenzen in den Lehrwerken Islamstunde 8 und Praxisbuch Ethik 1 am Beispiel von drei ausgewählten Kapiteln und möchte einen Beitrag zur Lehrwerksentwicklung sowie zur Entwicklung des Islamischen Religionsunterrichts leisten. Im Zentrum der Untersuchung stehen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der didaktischen und inhaltlichen Gestaltung, der Auswahl der thematischen Schwerpunkte sowie der Art und Weise, wie Wertvorstellungen in den jeweiligen Werken präsentiert, diskutiert, erarbeitet und vermittelt werden. Während die Islamstunde 8 aus islamischer Perspektive verfasst worden ist und sich an die Wertthematik aus islamischen Quellen wie dem Koran und den Hadithen annähert, verfolgt das Praxisbuch Ethik 1 einen interdisziplinären Ansatz, der sowohl philosophische, rechtliche als auch gesellschaftliche Perspektiven integriert.The present study examines the content-related and didactic conceptualization of the transmission of values and value-related competencies in the textbooks Islamstunde 8 and Praxisbuch Ethik 1, using three selected chapters as case studies. It aims to contribute to the development of teaching materials as well as to the advancement of Islamic religious education. The focus of the study is on the similarities and differences in the didactic and content-related design, the selection of thematic focal points, and the ways in which values are presented, discussed, developed, and conveyed in each textbook. While Islamstunde 8 follows a strongly Islamic perspective and primarily derives values from Islamic sources such as the Qur’an and Hadiths, Praxisbuch Ethik 1 adopts an interdisciplinary approach, integrating philosophical, legal, and societal perspectives.Yasemin Tuna, BAAbstract in englischer SpracheMasterarbeit Universität Innsbruck 202
Ländliche Akupunkturen
Wie kann ein Museum der Zukunft im ländlichen Raum aussehen? Um diese Frage zu beantworten untersuchen wir das Gschnitztal in Tirol, in ein Streifenmuster unterteilt, auf der Suche nach einer neuen Museumsform, die sich von den herkömmlichen starren Ausstellungsräumen abwendet und neue lebendige, wandelbare sowie hybride Orte schafft, die mit der einzigartigen Landschaft im Gschnitztal verschmelzen und die Gesellschaft stärken. Dafür wird das Konzept der ländlichen Akupunkturen eingesetzt, gezielt gesetzte architektonische Nadelstiche, die wie bei einer Akupunkturbehandlung genau dort eingesetzt werden, wo im Gschnitztal Impulse gebraucht werden, um eine nachhaltige Zukunft zu schaffen. Die einzigartige Kulturlandschaft im Gschnitztal, geprägt durch Landwirtschaft, Traditionen, Handwerk und Baukultur sowie die besondere Naturereignisse, dienen in diesem Konzept als lebendiges Gewebe, wo diese Nadelstiche gezielt eingesetzt werden. Interventionen, wie die Kräutermanufaktur, das Badehaus und die Backstube, reaktivieren verlorengehendes Wissen über Heilkräuter, seltene Getreide oder Handwerktechniken, stärken die regionalen Materialien, sowie das Wohlbefinden des Individuums und revitalisieren soziale Räume für die Gemeinschaft. Die Akupunkturen bringen nachhaltige Veränderungen ins Tal, indem die richtigen Stellen stimuliert werden und so langfristige Prozesse in Gang gesetzt werden. Das Museum der Zukunft wird ein wandelbares Netzwerk von gezielt gesetzten Interventionen, die die Kulturlandschaft nicht nur bewahren sondern zur Weiterentwicklung anregen und die Bewohner wieder mit dem Tal verankern, um so eine neue Verbindung zwischen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im ländlichen Raum zu schaffen.Florence RippDie vollständige Version der Arbeit ist in gebundener Form in der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol vorhanden.Masterarbeit Universität Innsbruck 202
Fließende Schichtungen
Museen gibt es viele, doch die meisten folgen einem vertrauten Konzept: geschlossene Räume, standardisierte Ausstellungshallen, oft losgelöst von ihrer Umgebung. Der White Cube, als abstrakter, neutraler Ausstellungsraum weltweit reproduzierbar, hat das klassische Museumsbild geprägt. Doch gerade diese sterile Abgeschlossenheit wird zunehmend in Frage gestellt. In einer Zeit, in der sich das gesellschaftliche Interesse an reinen Wissensarchiven wandelt, stellt sich die Frage, wie Museen ihre Relevanz bewahren können. Sie dürfen nicht nur die Vergangenheit archivieren, sondern müssen sich mit den drängenden Fragen der Gegenwart auseinandersetzen: Klimawandel, Biodiversitätsverlust und sozialer Wandel. Ein Museum der Zukunft muss den Dialog mit der Landschaft suchen, hybride Funktionen anbieten und in einen Austausch mit der Umwelt treten.
Mit diesem Gedanken setzt sich mein Entwurf für das Museum der Zukunft im Gschnitztal auseinander. Statt eines weiteren standardisierten Museums entsteht hier ein Ort, der sich aus den Gegebenheiten der Region entwickelt und sich in die Landschaft einfügt. Das Konzept basiert auf fließenden Übergängen, nicht nur zwischen Architektur und Natur, sondern auch zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Um eine nachhaltige und standortspezifische Architektur zu entwickeln, habe ich mich mit verschiedenen Referenzprojekten auseinandergesetzt. Das Azulik Museum im mexikanischen Dschungel oder das Dune Museum in China zeigen einen innovativen Ansatz für eine Architektur, die sich sensibel in ihre Umgebung einfügt. Der Sun Tower bringt den Menschen die unvergleichliche Schönheit der Natur wieder nahe. Ergänzend habe ich traditionelle Bauweisen wie Pfahlbauten und Erdhügelhäuser untersucht, um Strategien für eine Architektur zu finden, die sich anpasst, statt zu dominieren.
Ein wesentlicher Teil meiner Analyse galt den Biotopen, ihrer Struktur, ihrer Zusammensetzung und den Möglichkeiten, sie architektonisch zu verbinden. Mein Entwurf integriert diese Erkenntnisse, um das Museum nicht als isoliertes Gebäude, sondern als Teil eines größeren ökologischen Netzwerkes zu gestalten.
Für die architektonische Formfindung analysierte ich den historischen und den heutigen Verlauf des Gschnitzbaches. Durch die Überlagerung beider Linien entstand eine dynamische Form, die das Gebäude prägt. So ist das Museum nicht nur in die Landschaft integriert, sondern nimmt deren Veränderungen direkt in seine Architektur auf.
Die Arbeit untersucht, wie ein Museum als lebendiger, hybrider Raum gestaltet werden kann, als ein Ort, der nicht nur bewahrt, sondern auch neue Perspektiven eröffnet, sich mit seiner Umgebung weiterentwickelt und dabei die Herausforderungen unserer Zeit widerspiegelt.Lynn KlinkDie vollständige Version der Arbeit ist in gebundener Form in der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol vorhanden.Masterarbeit Universität Innsbruck 202
Licht aus - Spielfilm an : eine empirische Analyse zum methodischen Einsatz sowie zur De-Konstruktion historischer Spielfilme im Geschichtsunterricht
Verena Anna Muigg, BEdMasterarbeit Universität Innsbruck 202
Der Mietkauf von Immobilien unter besonderer Berücksichtigung der Preisbildung
vorgelegt von Alina SepetavcDiplomarbeit Universität Innsbruck 202
Krise und Transformation der Heimerziehung in den 1970er- und 1980er-Jahren / von Leitner, Ulrich / Öffnung und Schließung von Möglichkeitsräumen – Dezentralisierung eines hessischenGroßheims in den 1970er-Jahren
Verlorene Bildung, verlorene Identitäten? : Die Auswirkungen der fehlenden Anerkennung von Bildungsabschlüssen für Migrant:innen in Bezug auf ihre Identität und Lebensqualität
Diese Masterarbeit untersucht, wie die fehlende Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse die Identität und Lebensqualität von Migrant:innen in Österreich beeinflusst. Im Theorieteil werden zentrale Identitätsbegriffe und –theorien (Erikson, Symbolischer Interaktionismus, Soziale Identität, narrative und postmoderne Ansätze) sowie der Zusammenhang von Beruf, Anerkennung und Identitätsbildung vorgestellt. Der empirische Teil basiert auf qualitativen Interviews mit Migrant:innen, die in ihrem Herkunftsland eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen haben, deren Qualifikation jedoch in Österreich nicht anerkannt wurde. Ziel ist es, die Folgen dieser beruflichen Entwertung für die Betroffenen herauszuarbeiten und die von ihnen entwickelten Bewältigungsstrategien zu analysieren.This master's thesis focuses on the influence of the lack of recognition of foreign educational qualifications on the identity and quality of life of migrants in Austria. The theoretical part presents central identity concepts and theories, such as Erikson's, symbolic interactionism, social identity, narrative, and postmodern approaches, as well as the connection between profession, recognition, and identity formation. The empirical section is based on qualitative interviews with migrants who completed an apprenticeship or earned a degree in their home country but were unable to have their qualifications recognized in Austria. The goal is to determine the consequences of professional devaluation for those affected and analyze the coping strategies they have developed.vorgelegt von: Stefanie TrinklAbstract in englischer SpracheMasterarbeit Universität Innsbruck 202
Evaluation of IR Spectroscopy for Differentiating Blood Samples from Healthy Individuals and Long-COVID Patients with Exploratory Analyses
Masterarbeit Universität Innsbruck 202
Zwischen Globaler Integration und Lokaler Anpassung : Herausforderungen und Strategien aus dem HR-Management multinationaler Unternehmen
Mona RadmannDiplomarbeit Universität Innsbruck 202
Erinnerungsleistung bei Isolation und nachträglicher Kontextualisierung : eine Untersuchung des Von-Restorff-Effekts
Diese Arbeit untersucht den Einfluss von physischer Isolation und nachträglicher semantischer Kontextualisierung auf die Erinnerungsleistung von Werbebannern in digitalen Medien. Ziel ist die Replikation des Von-Restorff-Effekts und die Prüfung, ob eine nachträgliche Bedeutungsanreicherung ebenfalls die Erinnerung verbessert und inwiefern sich beide Mechanismen vergleichen lassen. In einem Experiment mit drei Gruppen (physische Isolation, nachträgliche Kontextualisierung durch Video, Kontrolle; N = 193) wurde die binäre Erinnerungsleistung kritischer Reize im freien Abruf gemessen. Analysen erfolgten mittels nicht-parametrischer Tests. Die Ergebnisse zeigten: Physisch isolierte Reize wurden signifikant besser erinnert als nicht isolierte, was den Von- Restorff-Effekt repliziert. Nachträgliche Kontextualisierung zeigte eine Tendenz zur Verbesserung der Erinnerungsleistung, die in einem gerichteten Test signifikant war, der Effekt war jedoch gering. Physische Isolation führte zu einer signifikant stärkeren Verbesserung der Erinnerungsleistung als nachträgliche Kontextualisierung. Explorative Analysen deuten zudem auf eine höhere Gesamterinnerungsleistung in den Isolationsgruppen hin. Die Befunde legen nahe, dass Distinktheit und verbesserte Erinnerung nicht ausschließlich von der initialen perzeptuellen Salienz abhängen, sondern auch durch nachgelagerte Prozesse wie Kontextualisierung beeinflusst werden können. Dies erweitert das Verständnis des Gedächtnisses als dynamisches System. Obwohl nachträgliche Kontextualisierung einen positiven Einfluss haben kann, scheint perzeptuelle Isolation dominanter zu wirken. Die Ergebnisse haben Implikationen für das Design digitaler Inhalte und Marketingstrategien. Limitationen betreffen unter anderem die Messmethode und das experimentelle Design. Zukünftige Forschung sollte Mechanismen und Generalisierbarkeit weiter untersuchen.Niklas EchlwechMasterarbeit Universität Innsbruck 202