VOADo (Univ. Vechta)
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    UniVersum, 2021, Ausgabe 05 (Sept./Okt. 2021)

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    Belastung und Beanspruchung von Lehrkräften im Rahmen der Einführung und Umsetzung von Inklusion an Schulen

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    Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) hat sich Deutschland 2009 zur Umsetzung von Inklusion verpflichtet. Infolge dessen ist eine fundamentale Veränderung im Bildungssystem eingeleitet worden, die nicht zuletzt auch für Lehrkräfte eine enorme Herausforderung und Umstellung in der Schul- und Unterrichtsgestaltung darstellt. Verschiedene Studien belegen, dass unter den bisherigen Arbeitsbedingungen Lehrkräfte belastet und in hohem Maße beansprucht sind (u.a. Käser & Wasch, 2009; Körner, 2003; Schaarschmidt, 2005). Mit der vorliegenden Dissertationsschrift wird daher der Frage nachgegangen, was diese massive Veränderung für das Belastungs- und Beanspruchungserleben bei Lehrkräften bedeutet, welche Aspekte besondere Belastungsquellen darstellen und in welchem Ausmaß Lehrkräfte beansprucht sind. Dabei gilt besonderes Augenmerk vor allem auch darauf, welche inklusionsspezifischen Aspekte im schulischen Arbeitskontext als belastend erlebt werden und das Beanspruchungserleben beeinflussen, umgekehrt aber auch, welche Faktoren gesundheitsförderliche Ressourcen darstellen. Mittels eines quantitativen Forschungsdesigns wurde im Abstand von einem Jahr jeweils eine schriftliche Befragung von Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen in drei Bundesländern durchgeführt, mit dem Ziel das Belastungs- und Beanspruchungserleben sowie die Arbeitsbedingungen nicht nur punktuell, sondern auch im Zeitverlauf zu erfassen und auf mögliche Veränderungen zu prüfen. Darüber hinaus werden durch Kombination von schul- und individualbezogenen Merkmalen wesentliche Faktoren identifiziert, die das Beanspruchungserleben im inklusiven Schulkontext beeinflussen. Die Ergebnisse aus der eigenen Untersuchung werden abschließend kritisch reflektiert sowie in den bisherigen Forschungskontext eingeordnet und diskutiert, aus denen sich Implikationen für die Praxis ableiten lassen

    UniVersum, 2021, Ausgabe 03 (Mai/Juni 2021) 

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    Ergänzungsordnung zur digitalen Durchführung von Prüfungen - EODigiP

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    Großschutzgebiete als Modellräume einer Verantwortungsgemeinschaft?

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    Im Jahr 2006 werden in den Leitbildern der Raumentwicklung großräumige Verantwortungsgemeinschaften zwischen Stadt und Land ausgerufen. Mit dem Ausrufen dieses Ziels erfahren insbesondere in Metropolregionen Stadt-Land-Kooperationen eine Bedeutungssteigerung und Erweiterung. Gleichwohl bleiben vielfach grundlegende Fragen im Zusammenhang mit der postulierten Verantwortungsgemeinschaft unbeantwortet. Der Annahme folgend, dass Stadt und Land vielfältige Funktionen für die Gesamtgesellschaft bereitstellen, rückt die Arbeit die Verantwortungsübernahme ländlicher Räume auf Metaebene in das Zentrum des Erkenntnisinteresses. Hierbei fokussiert sie auf grundlegenden Annahmen zum Konzept ‚Verantwortung‘, um abschließend darlegen zu können, ob der Begriff Verantwortungsübernahme geeignet ist, um das Verhältnis zwischen Stadt und Land innerhalb der Metropolregionen hinreichend zu beschreiben. Überdies werden Großschutzgebiete aufgrund ihrer gesetzlichen und verbandseigenen Zielvorgaben, in die Untersuchung einbezogen und ihre Rolle in den Metropolregionen sowie im Verantwortungsdiskurs erhoben. Aufgrund der Bedeutung der Funktionen ländlicher Räume für eine Verantwortungsübernahme wurde mittels Sekundärdatenanalyse ein Funktionsmodell ländlicher Räume entwickelt. Mit Hilfe dieses Modells wurden in Experteninterviews die Funktionen der untersuchten ländlichen Räume erhoben und hierauf aufbauend Verantwortlichkeiten ländlicher Räume identifiziert. Untersucht wurden in dieser Arbeit ausgewählte ländliche Räume in der Metropolregion Nordwest unter Berücksichtigung des Naturparks Wildeshauser Geest sowie die Elbtalaue in der Metropolregion Hamburg unter Berücksichtigung des Biosphärenreservates Niedersächsische Elbtalaue. Um die gewonnen Ergebnisse aus den Fallstudienanalysen in wissenschaftliche und praktische Diskurse einordnen zu können, wurde überdies auf eine externe Perspektive auf den Forschungstand zurückgegriffen. Die Ergebnisse weisen unter besonderer Berücksichtigung des Konzeptes der Verantwortung insgesamt darauf hin, dass die Handlungsarena Metropolregion für das Konzept der großräumigen Verantwortungsgemeinschaften ebenso hinterfragt werden sollte wie der Begriff Verantwortungsgemeinschaft im Stadt-Land-Diskurs

    Kumulative Dissertationsschrift

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    In Hamburg und in Bayern wurden zwischen 2016 und 2018 musikalisch orientierte intergenerative Projekte („Unter 7 – Über 70“) erforscht, welche auf Begegnungen zwischen Kita-Kindern und Pflegeheimbewohner*innen basieren, was vorher im deutschsprachigen Raum noch nicht untersucht wurde. Im Verlauf der begleiteten Begegnungen, welche im Stil der Grounded Theory Methodology (GTM) analysiert wurden, stellte sich die Frage der Relevanz dieser Projekte auf der Makro-, Meso- und Mikro-Ebene. Zudem sollten die Generationenprojekte u. a. auf ihre Zuordnungsmöglichkeit zu verschiedenen soziologischen Disziplinen untersucht werden, um das beobachtete Phänomen verorten zu können. Während der gesamten Erhebungsphase wurden prozessbegleitende Annahmen formuliert und kritisch, anhand des gegebenen Datenbestandes, überprüft. Fünf Musikfachkräfte ermöglichten der Verfasserin Beobachtungen von zehn Begegnungen mit durchschnittlich 20 Teilnehmenden, die über ein Jahr hinweg regelmäßig stattfanden. Über die Beobachtung hinaus wurde eine quantitative Erhebung per Fragebogen durchgeführt. Begleitend wurden 18 Pflegekräfte/Betreuungskräfte per Fragebogen befragt, Expert*innengespräche geführt und die Teilnehmenden persönlich, unter Einhaltung forschungsethischer Grundsätze, interviewt. Dies entsprach − wie die Beobachtungen − der qualitativen Forschung. Die Ergebnisse des explorativ angelegten Forschungsprojektes wurden in insgesamt sechs Fachartikeln eingehend beschrieben1 und als kumulative Dissertation zusammengeführt. Besonders zentrale Kriterien, welche sowohl die Qualität und die Intensität als auch die Nachhaltigkeit der Begegnungen charakterisierten, wurden mit folgenden Kategorien umschrieben: Alter, Bildung, Raum und Körper. Es wird die Empfehlung zur Förderung von Intergenerationenarbeit gegeben, sofern ein derartiges Projekt in die Einrichtungen implementiert werden kann, da die empirische Basis dies bestätigt. Allerdings ist eine hohe horizontale Mobilität auf den Ebenen der Systeme Bildung und Pflege (Makro), Kita und Pflegeheim (Meso) sowie Alt und Jung (Mikro) erforderlich, was als wichtigste Erkenntnis für den wissenschaftlichen Diskurs konstatiert wird. Diesbezüglich werden in den Fachartikeln Implikationen für die Praxis abgeleitet, exemplarisch die erforderliche Professionalität der anleitenden Person des Gruppenangebotes sowie die pädagogisch und geragogisch versierte Rahmung des Settings. Ein zentrales Ergebnis ist, dass sich, sachkundige Durchführung vorausgesetzt, die Altenheimbewohner*innen mit geeigneten anregenden Medien mehr bewegen, auch mit raumgreifenden Bewegungen, als wenn sie im Zimmer verbleiben würden. Dies kann lebensqualitätssteigernd wirken und vermag, durch die musikalische Ausrichtung, auch den stationären Pflegealltag zu beleben. Teilnehmende Kinder der Kindertagesstätte werden u. a. sanft zu den Themen Schmerzen, Trauer sowie Tod hingeführt und nicht unnötigerweise davon überrascht, wobei die Nutzung von Ritualen hilfreich ist, die den Kern der Begegnungen ausmachen. Auch die Ressource der Ritualnutzung wirkt sich positiv auf die Einrichtungen Kita/Pflegeheim und deren Mitarbeitende aus, und zwar nachhaltig. Konzipierte Beobachtungen der Begegnungen könnten das Curriculum der Studierenden der „Sozialen Arbeit“ ergänzen oder sowohl für die Schüler*innen der generalisierten Pflegeausbildung als auch für die Erzieher*innen-Ausbildung kompetenzförderlich nutzbar gemacht werden. Dies sollte in den Rahmenlehrplan aufgenommen werden, so ein Plädoyer. Als Ausblick für weitere Forschungen könnte auf internationale Studien, exemplarisch die generationsübergreifenden Begegnungen in Skandinavien, aufgebaut werden

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