VOADo (Univ. Vechta)
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    UniVersum, 2021, Ausgabe 06 (Nov./Dez. 2021)

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    Tätigkeitsbericht 2019/2020, Institut für Katholische Theologie

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    Eine quantitativ-empirische Untersuchung zur Wirksamkeit eines präventiven Projekts in Mecklenburg-Vorpommern

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    Aktuelle Entwicklungen zeigen auf, dass die mangelnde Aufmerksamkeit der meisten Internetnutzenden beim Thema Informationssicherheit gravierende Auswirkungen haben können. Denn es gilt: Jede/r, die/der digitale Medien nutzt, kann von Cyberangriffen betroffen sein. Wird eine adressatInnenorientierte Medienkompetenz definiert und behandelt, bleibt jedoch allzu oft die Informationssicherheit unberücksichtigt (Lange & Bötticher 2015). Der Glaube, allein durch Sanktionen, niedergeschrieben in Sicherheitsleitlinien, und durch Wissen über Gefahren sicherheitskonformes Verhalten absichern zu können, ist unrealistisch, wie die internationalen Studien, die im Kapitel 2.3.10 behandelt wurden, zeigen. Präventive Maßnahmen sind hingegen ein möglicher Schritt in die Richtung eines bewahrpädagogischen Ansatzes für Erwachsene, um Einstellungen und Selbstwirksamkeit im Kontext von IT-Sicherheit zu verbessern und letztendlich ein sicherheitskonformes Verhalten möglich werden zu lassen.Die Erklärung von Verhaltensweisen, die als sicherheitskonform eingestuft werden können, hängt von vielen Variablen ab. Ein Versuch, diese durch Operationalisierung „einzurahmen“, kann durch unterschiedliche Theorien bereits heute vorgenommen werden. In dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass wichtige Variablen, um sicherheitskonformes Verhalten zu gewährleisten, in unterschiedlichen Richtungen durch präventive Interaktionen veränderbar sind. Bemerkenswert ist, dass sich operationalisierte Variablen eines sicherheitskonformen Verhaltens durch präventive Maßnahmen in beide Richtungen verändern können und dass damit auch unerwünschte Seiteneffekte eintreten, die eine kontraproduktive Wirkung haben können. So zeigte sich, dass Selbstwirksamkeit im Kontext von IT-Sicherheit nicht nur verstärkt, sondern auch geschwächt werden und darüber hinaus vom Bildungsgrad und Geschlecht moderiert werden kann. Präventive Maßnahmen vorab auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen, sollte daher zu einem festen Bestandteil evidenzbasierter präventiver Maßnahmen werden. Denn auch wenn die Ergebnisse in den möglichen Dimensionen zurückbleiben, zeigt sich die Wirksamkeitsbandbreite einer präventiven Maßnahme im Kontext von Cybercrime, wenn Präsentationen didaktisch geplant und durch Trainings komplettiert werden. Medienkompetenz, die erforderlich ist, um die Digitalisierung im Bildungsbereich weiter voranzutreiben (Langner 2019), zu erlangen, ohne jedoch ein Verständnis für IT-Sicherheit zu haben, lässt eine Fokussierung auf die Verfügbarkeit entstehen, die unzureichend ist, jedoch holistisch erforderlich wird, wenn digitale Medien zum Einsatz kommen sollen

    Das geographische Schulbuch aus der Schülerperspektive: Ein Beitrag zur Anwenderorientierung in Lehr-Lern-Materialien

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    Schulbücher besitzen eine zentrale Stellung im Medienkanon der Unterrichtsfächer. Sie sind eingebettet in einen politischen, pädagogisch-didaktischen sowie gesellschaftlich-ökonomischen Kontext und stellen eine Orientierungs- und Planungshilfe für seine Nutzer:innen dar. Eine empirische und praxisbezogene Unterrichtsforschung zu den Präferenzen der Anwender:innen ist lange vernachlässigt worden, jedoch mit Blick auf die große Bedeutung von Schulbüchern im Unterrichtsalltag unerlässlich. Aus diesem Desiderat heraus realisiert das vorliegende Dissertationsprojekt zwei Teilstudien: Zunächst werden die theoretischen Grundlagen zum unterrichtlichen Einsatz und zur Konzeption der Schulbücher mithilfe von Leitfadeninterviews von Schulbuchautorinnen und Schulbuchautoren geprüft bevor auf dieser Basis Beurteilungen von Schülerinnen und Schülern zu geographischen Schulbüchern erhoben werden. Mit diesem explorativen Forschungsdesign kann zum einen aufgezeigt werden, welche Qualitätskriterien geographische Schulbücher aus der Sicht von Autorinnen und Autoren sowie von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern erfüllen müssen. Zum anderen wird empirisch belegt deutlich, dass Schüler:innen klare Präferenzen bezüglich der konzeptionellen Gestaltung besitzen: Funktionalität, Übersichtlichkeit und Passgenauigkeit der Strukturelemente sind wesentliche Anforderungen, die ein modernes und zeitgemäßes Lehrwerk erfüllen muss. Die Schüler:innen schätzen ihre Schulbücher wert und greifen gerne z.B. bei der Vorbereitung auf Lernkontrollen oder zum Lösen der Aufgaben darauf zurück. Ferner konnte gezeigt werden, dass die Zusatz- und Begleitmaterialien wie auch die Sonder- und Methodenseiten wenig genutzt werden. Die Schüler:innen wünschen sich ferner einen häufigeren Einsatz anderer Materialien, die zielgruppenadäquat, motivierend und handlungsorientiert gestaltet sind. Damit setzt die Dissertation wichtige neue theoretische und empirische Impulse für die Geographiedidaktik und die Schulbuchpraxis

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