PubVorarlberg (PH Vorarlberg)
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COOL – Cooperatives Offenes Lernen Ein Schul- und Unterrichtsentwicklungskonzept auf reformpädagogischer Basis für die Sekundarstufe 1 und 2
In Österreichs berufsbildenden mittleren und höheren Schulen ist COOL gut etabliert, in den letzten Jahren stößt COOL auch in immer mehr
Gymnasien und Neuen Mittelschulen auf großes Interesse. Wie es gelingt, in österreichischen Schulen das System von innen her zu entwickeln
und Innovation voranzutreiben, zeigen die COOL-LehrerInnen und Schulleitungen an den 65 zertifizierten COOL-Partner- und Impulsschulen Österreichs gerne vor. Darüber hinaus gibt es noch einmal so viele Schulen, die mit COOL arbeiten aber (noch) nicht zertifiziert sind
Aufbruch zu einer neuen Lernkultur – Vom Lernfrust zur Lernlust
Es gibt bereits eine Vielzahl an unterschiedlichen didaktischen Modellen und Konzepten, die alle eine besondere Vorstellung von Unterricht, Erziehung und Bildung vertreten. Manche von ihnen waren sehr erfolgreich, andere wiederum verschwanden nach kurzer Zeit wieder. Die Geschichte der Pädagogik zeigt uns, dass zu verschiedenen Zeiten verschiedene Zielsetzungen der Pädagogik die Entstehung von didaktischen Modellen verursachte. Manchmal stand der Unterrichtsstoff, der
Wissenserwerb im Vordergrund, ein anderes Mal waren auch die Bedürfnisse der Wirtschaft als Ziele der Pädagogik von Interess
„Ich versteh‘ das noch nicht!“
Seit 1981 gibt es in Vorarlberg eine reformpädagogisch orientierte Privatschule der 6 – 14jährigen mit Öffentlichkeitsrecht. Eine Schule, die von Eltern gegründet wurde, die einen anderen als den angebotenen Bildungsweg für ihre Kinder wollten. Jede Reformpädagogik beinhaltet eine Reform der Pädagogik – dies ist mehr als nur ein Wortspiel und wurde von Ulrich Herrmann auf dem Symposium der Pädagogischen Hochschule im März 2014 formuliert. Eine reformpädagogische Schule kann und darf sich nicht auf den Erkenntnissen der damaligen Reformpädagogen, verstanden als Sammlung pädagogischer Konzepte der damaligen Zeit, ausruhen. Sie muss sich den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen stellen, diese adaptieren und sich ständig weiterentwickeln. Das Ziel der Freien Montessori Schule, der Volksschule und der Sekundarstufe I, ist das Konzept der Selbstbildung, nach den Grundsätzen der Montessoripädagogik. Alle pädagogischen Bemühungen haben die aktive Förderung der kindlichen Unabhängigkeit und Selbständigkeit und die eigene selbständige Tätigkeit zum Ziel. Die Lehrpersonen sind verantwortlich für die Gestaltung der passenden und altersadäquaten Lernumgebung, sowohl in materieller Hinsicht, was das Lernmaterial und die Lernumgebung betrifft, als auch die Lernatmosphäre, der emotionale und soziale Bereich. Die Kooperation mit den Erziehungsverantwortlichen und deren (Aus-) Bildung sind elementar für das Verständnis und die Unterstützung der schulischen Arbeit und der Fortsetzung im häuslichen Umfeld. In der Schule muss im kleinen Rahmen gelebt und erprobt werden, was im großen Rahmen der Gesellschaft gelingen soll. So ist jede der Wirkungen einer offenen Schule eine Wirkung auf die Gesellschaft. Nichts bleibt ohne Folgen
Schule als lernende Organisation im Zusammenspiel mit den CoOL am BGF im Schuljahr 2014/15
Mit dem Wunsch bei SchülerInnen in besonderer Weise Eigenverantwortung, Selbständigkeit, Teamfähigkeit und Sozialkompetenz sowie Lernfreude und Motivation zu fördern, beschlossen einige Kolleginnen im Jahre 2011/12 im Rahmen eines pädagogischen Tages mit dem Thema "Individualisiertes Lernen", eine Arbeitsgruppe zu installieren, die seitdem versucht den SchülerInnen ein hohes Maß an Individualisierung und Differenzierung teil werden zu lassen. Nachdem diese Arbeitsgruppe auch einen Vormittag im Gymnasium Gallusstraße hospitierte, und dann mit weiteren Interessenten die HAK Bludenz, in welcher seit 2004/05 CoOL praktiziert wird, besuchte, wurde der gemeinsame Beschluss gefasst, diese Unterrichtsform auch am BG/BRG Feldkirch schrittweise zu implementieren
Wie kompetent erleben sich Lehramts-studentInnen im Unterricht?
In diesem Beitrag werden empirische Befunde zur Einschätzung von an-gehenden Lehrerinnen und Lehrern in ihrem letzten Studiensemester bezüglich ihrer pädagogischen Kompetenz vorgestellt und analysiert. Des Weiteren wird gezeigt, wie stark sich die Lehramtsstudierenden in der Beziehungsförderung und der Förderung der sozialen Eingebundenheit im Klassenzimmer wahrnehmen. Unterschiede im Kompetenzerleben von Volksschul- und Mittelschulstudierenden und ein Vergleich von Fremd- und Selbsteinschätzung (durch SchülerInnen und LehrerInnen) bezeichnen wei-tere Aspekte der Analyse
Reformpädagogik: Impulse und Wirksamkeit im 20. Jahrhundert – neue Herausforderungen im 21. Jahrhundert
Was einst Jubel und Jammer war, muss nun Erkenntnis werden, wie eigentlich auch im Leben des einzelnen. Damit erhält auch der Satz Historia vitae magistra einen höheren und zugleich bescheideneren Sinn. Wir wollen durch Erfahrung nicht sowohl klug (für ein andermal) als weise (für immer) werden.
Jacob Burckhardt: Weltgeschichtliche Betrachtungen,
Einleitung (1868/1871
Selbstwirksamkeitsüberzeugungen und Kompetenzselbsteinschätzungen von LehrerInnen im Berufseinstieg
In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen,inwieweit das Konzept der Selbstwirksamkeit, der allgemeinen, der lehrberufsspezifischen und der kollektiven Selbstwirksamkeit (SWK), bei Lehrkräften im Berufseinstieg hinsichtlich ihrer selbst eingeschätzten Kompetenz von Bedeutung ist und inwiefern sich berufseinsteigende und erfahrene Lehrpersonen in ihren Kompetenzeinschätzungen unterscheiden. Aus der vorliegenden Analyse aus zwei Messzeitpunkten zeigen sich bei den Berufseinsteigenden bereits zu Beginn ihrer Tätigkeit im Durchschnitt hohe Selbsteinschätzungen, die zum zweiten Messzeitpunkt mit den Werten erfahrener Lehrpersonen vergleichbar sind. Die lehrberufspezifischen und kollektiven Selbstwirksamkeitsüberzeugungen leisten einen Eigenständigen Beitrag zur Aufklärung der eingeschätzten Handlungskompetenz. Der Beitrag der kollektiven Überzeugungen wird allerdings erst zum zweiten Messzeitpunkt statistisch bedeutsam. Datengrundlage bilden die Befunde aus dem Forschungsprojekt ALPHA-Unterrichtskompetenz im Berufseinstieg
Projekt: Schule der 10- bis 14-Jährigen Analyse der Rahmenbedingungen der Sekundarstufe I in Vorarlberg
Die Organisation der Schule der 10- bis 14-Jährigen wird in Österreich seit Jahren kontroversiell diskutiert. Als Beitrag zur Fundierung der Diskussion hat die Vorarlberger Landesregierung ein Projekt zu Möglichkeiten der Weiterentwicklung der Schulen der Sekundarstufe I unter Berücksichtigung der Bedingungen in Vorarlberg in Auftrag gegeben. Partner im Projekt sind die Pädagogische Hochschule Vorarlberg, die School of Education der Universität Innsbruck, der Landesschulrat und die Abteilung Schule im Amt der Vorarlberger Landesregierung
Personalentwicklung als Führungsaufgabe von SchulleiterInnen
Das Projekt „Personalentwicklung als Führungsaufgabe von Schulleitungen“ beleuchtet die praktische Umsetzung und Bedeutung der Personalentwicklung in Schulen. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Erprobtheit im Schulalltag und den Gelingensbedingungen. Grundlage bilden die internationalen Datenerhebungen, die in Vorarlberg (Ö), Kanton St. Gallen (CH) und Baden-Württemberg (D) durchgeführt wurden. Das Forschungsprojekt wird von der Internationalen Bodenseehochschule (IBH) gefördert. Eine Publikation der Gesamtergebnisse sowie ein detaillierter Ländervergleich erscheinen im Herbst 2014 im Studienverlag. Die nachfolgenden Beiträge von Martina Pfeifer und Simone Kots fokussieren auf Vorarlberg. Martina Pfeifer beschäftigt sich primär mit der Frage, in welcher Form die Behörden zum Erfolg von Personalentwicklung in den Schulen beitragen können. Simone Kots analysiert Gelingensbedingungen für die Entwicklungsbereitschaft von Teams
Warum Silben und nicht Laute Didaktik des Schriftspracherwerbs an der PH Vorarlberg
Eine verstärkt sprach- und schriftsprachsystematische Ausrichtung der Deutschdidaktik in der Volksschullehrerausbildung und ihre Kernpunkte
sind Gegenstand der folgenden Ausführungen. Am Beginn steht eine kritische Betrachtung des traditionellen Anfangsunterrichts mit
seiner größtenteils mangelhaften theoretischen Fundierung, die Argumente für eine Neuorientierung in der Didaktik liefert. Linguistische Sachverhalte zur Silbe werden geklärt, wobei
Wortbetonung (Prosodie) und die Vielfalt der Vokale im Deutschen sowie die leserorientierte Sicht auf die Schrift im Mittelpunkt stehen. Beim
Zusammenspiel von mündlicher Sprache und Schriftlichkeit ist die (neue) Argumentationsrichtung wesentlich: Schriftlichkeit ist unverzichtbar für den Sprachausbau, ein schriftsystematischer
Unterricht für sprachlernende Kinder äußerst vorteilhaft. Die Silbenanalytische Methode nach Röber (im weiteren Verlauf der Ausführungen kurz SaM genannt) wird in ihren Grundzügen im
letzten Abschnitt beschrieben. Der Erwerb der - Schreibung mit der Silbenanalytischen Methode im Verlauf der Grundschulzeit als Beispiel soll die Lehrbarkeit und Regelhaftigkeit der deutschen Orthografie veranschaulichen. Für eine weiterreichende Auseinandersetzung sei auf die angegebene Literatur verwiesen