PubVorarlberg (PH Vorarlberg)
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Englischdidaktik und sprachsensibler Unterricht – Synergien effektiv nutzen
Der praxisnahe Beitrag beschreibt, wie sich Studierende des Lehramts Primarstufe mit ‚Content and Language Integrated Learning CLIL‘ als Ansatz für den Englischunterricht auseinandersetzen. Sie lernen Techniken des ‚Scaffolding‘ (Unterstützungsmaßnahmen), planen CLIL-Einheiten für den Englischunterricht und setzen diese in den schulpraktischen Studien um. Damit dies gelingt, müssen sie über explizites Sprachwissen verfügen und sprachsensibel agieren. Das im Studium erlangte pädagogisch-didaktische Handlungswissen für den Englischunterricht wird in Folge auf den ‚Sprachunterricht in allen Fächern‘ übertragen. Anhand der Ergebnisse zweier Fokusgruppen soll gezeigt werden, wie Studierende des Lehramts Primarstufe den bilingualen Ansatz CLIL in Englisch/ Deutsch und die sich daraus ergebenden fächerübergreifenden Synergien bewerten
Umgang mit Heterogenität: Stand der Forschung, Entwicklungsperspektiven
Der folgende Beitrag wurde als Mitschrift des Symposiums „Jedem Kind gerecht werden“ am 26. Februar 2016 an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg und daher weitgehend unverändert auf der Basis des frei gesprochenen Wortes verfasst
Mathematik-Kompetenz-Check mit Moodle als Mittel der Individualisierung
Das RECC der PHV hat es sich zur Aufgabe gemacht, die mannigfaltig im Internet und in Schulbüchern kursierenden Aufgabensammlungen
zum Thema „Kompetenzcheck Mathematik“ für den täglichen Unterrichts- und Selbstevaluationsgebrauch individualisiert nutzbar und niederschwellig zugänglich zu machen. Mittels neuer Medien wurde diesbezüglich ein individuell gestalt- und ergänzbares Aufgaben-Portfolio in automatisiert auswertbarer Form mit chronologischen Rückspiegelungen der eigenen Entwicklungsfortschritte programmiert.
Breite Anwendung findet dabei das im Schul- und Hochschul-Unterricht laufend verwendete eLearning-Tool Moodle, welches die regelmäßige, orts- und zeitunabhängige, selbstreflektierte Festigung der mittels individuellem Lerntempo akquirierten Fähigkeiten und Fertigkeiten jenseits finaler Endkontrollen ermöglicht. Die stark unterschiedliche Leistungsfähigkeit heterogener Lerngruppen von der Mittelschule bis zur Hochschule kann dadurch binnendifferenziert und eigengesteuert für die Unterrichtspraxis angeglichen werden
Diversitätsbewusste Bildung – eine Studie zur migrationsbedingten Diversität angehender Lehrpersonen
Die Pädagogische Hochschule Vorarlberg und die Universität Innsbruck arbeiten an einer gemeinsamen Studie zur migrationsbedingten Diversität von Lehramtsstudierenden, die in Anlehnung an ein Forschungsprojekt der Pädagogischen Hochschule St. Gallen (CH) – DIVAL – Diversität angehender Lehrpersonen“ erfolgt. Ziel ist bewusste Reflexion und Wahrnehmung der Studierenden der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg und der Universität Innsbruck als reales Abbild einer durch Diversität geprägten Gesellschaft. Dabei geht es einerseits um Sichtbarmachung und Dokumentation von Diversität bei angehenden Lehrpersonen an den Institutionen, andererseits sollen auch Chancen und Herausforderungen deutlich werden, welche mit dem professionellen Umgang mit Diversität an der Einrichtung einhergehen. Der Bericht zeigt die Beweggründe zur Durchführung der Studie auf und legt erste Befunde zur migrationsbedingten Diversität unter den Studierenden an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg dar
Ein Lehr-Lern-Modell für personalisiertes Lernen durch Ko-Konstruktion im adaptiven Unterricht in heterogenen Lerngemeinschaften
Binnendifferenzierung ist ein Wort für das schlechte Gewissen des Lehrers. (Wischer,2008, S. 720) So titelt ein Artikel zum Theorie-Praxis-Verhältnis im Umgang mit Heterogenität. Binnendifferenzierung ist eines der zahlreichen Konzepte, die die Theorie für den Umgang mit Heterogenität bereitstellt und die zu hohen normativen Erwartungen führen. Die Konzepte indes finden in der Praxis wenig Verbreitung und werden von ihr unzureichend eingelöst. Die Situation spiegelt eine immer noch verbreitete Auffassung des Theorie-Praxis-Verhältnisses wider, nach der die Praxis umgesetzte Theorie sei. Denkt man hingegen das Theorie-Praxis-Verhältnis anders, nämlich als Gefüge, so ergeben sich Möglichkeiten der gegenseitigen Befruchtung. In dieser Sehweise des Theorie-Praxis-Verhältnisses als Gefüge ist -- die Praxis theoriebegleitet und -- die empirisch forschende Theorienbildung praxisgeleitet. Weder der Theorie noch der Praxis kommt der Primat zu. Es stellt sich dann auch nicht die Frage, ob erst die Theorie und dann die Praxis gelernt werden soll oder umgekehrt. Der Blick richtet sich auf den Prozess der Theorie- bzw. der Konzeptbildung in der Unterrichtspraxis. In dieser Sehweise ist die Unterrichtspraxis Ausgangs- und Endpunkt der Theorienbildung
Wie kann Heterogenität im Schulalltag gelebt werden? Arbeiten im gemeinsamen Unterricht und in Lernwerkstätten als eine mögliche Lernkultur
Im folgenden Beitrag geht es um einen veränderten Blickwinkel auf Individualisierung und Differenzierung von „Lehrzeit“ zu „Lernzeit“ (Schratz & Westfall-Greiter, 2010, S. 26) im Unterricht und um die Fragen, ob und wie dieser Perspektivwechsel konkret im Unterricht im Kontext von Heterogenität gelebt werden kann. Anhand der Darstellung von vier Fallvignetten an einer Volksschule, in welcher der Unterricht mittels fachbezogener Lernwerkstätten und Phasen gemeinsamen Unterrichts in Klassenverbänden abläuft, wird versucht, diesen Fragen und möglichen Antworten nachzugehen und aufzuzeigen, wie personalisiertes Lernen gestaltet werden kann. Schlagwörter: Individualisierung, Personalisierung, Volksschule, Lernwerkstätten, soziales Lernen
Co-Operative Open Learning (COOL) Wie Individualisierung in der österreichischen Schulpraxis funktionieren kann
Das Konzept des Cooperativen Offenen Lernens fußt auf den drei Grundprinzipien des Daltonplans (Freedom, Co-operation, Budgeting Time) und wird an jedem Schulstandort an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst und weiterentwickelt. Im Mittelpunkt steht die Haltung der an der Schule beteiligten Akteure. Die Eckpfeiler in der praktischen Umsetzung des Konzeptes sind: -- Kooperation der Lehrer/innen in Klassenlehrer/-innenteams -- Ermöglichung von offenen Arbeitsphasen für Schüler/innen -- Methodenvielfalt – inkl. der Einbindung von
eLearning -- Begleitung bei der Reflexion von Lernprozessen,u.a. durch Verwendung formativer Methoden der Leistungsbewertung -- regelmäßige Klassenratssitzungen Im folgenden Beitrag werden zunächst die Grundsätze von COOL dargestellt, anschließend wird die konkrete Umsetzung an zwei Vorarlberger Schulen beschrieben. Die Autorin ist langjähriges Mitglied im Impulse-Centre for Co-Operative Open Learning und begleitet in dieser Tätigkeit laufend Schul- und Unterrichtsentwicklungsprojekte
Ein paar Ideen für den Mathematikunterricht zur Einbeziehung von Schüler/innen mit sprachlichen Schwierigkeiten
In diesem Artikel werden Ansätze beschrieben, mit denen im Mathematikunterricht diejenigen Schüler/innen, die derzeit aufgrund von sprachlichen Schwierigkeiten (z.B. aufgrund von Migrationshintergrund) ausgeschlossen sind, besser eingebunden werden können. Insbesondere werden Alternativen zum fragend-entwickelnden Unterrichtsgespräch und der Einsatz von visuellen Unterrichtsmethoden thematisiert
Berichte aus den Schulen: Individualisiertes Lehren und Lernen an der Volksschule Ludesch
A child is not a vase to be filled, but a fire to be lit.
Francois Rabelais
Dass Lernen etwas vom Individuellsten auf der Welt ist, ist schon lange bekannt. Jeder Mensch ist und lernt anders. Das ist eine lange vernachlässigte Erkenntnis. Trotz dieses Wissens wurde und wird in unserem Schulsystem wenig Rücksicht darauf genommen. Unsere Schule machte sich vor einiger Zeit auf den Weg, individualisiertes Lernen in den Klassen umzusetzen. Grund dafür war die steigende Heterogenität und Einmaligkeit der Kinder, die vom Kindergarten in die Schule wechselten
Sprachenportraits – ein introspektives Instrument für das eigene Spracherleben
Sprachenportraits sind eine erfolgreiche Methode für die sprachbiographische Arbeit, sie ermöglichen den Studierenden einen ganzheitlichen Blick auf ihre Sprachen (Krumm, 2010). In der vorliegenden Arbeit visualisierten und erläuterten 18 Studierende des Lehramts für Volkschulen ihr Spracherleben anhand von Sprachenfiguren. Die Aussagen der Studierenden zu ihren Sprachbiographien wurden dokumentiert und in einem weiteren Schritt Feststellungen in Bezug auf Mehrsprachigkeit zugeordnet. Die Auseinandersetzung mit dem
eigenen Spracherleben und die Reflexion darüber in der Gruppe sind gute Voraussetzungen dafür, Empathie mit sprachlernenden Kindern zu entwickeln. Als Vorbereitung für die Arbeit in der mehrsprachigen Klasse sollte die sprachbiographische Arbeit der Studierenden innerhalb des Lehramtsstudiums Standard sein.Language portrayals are a successful method for language biographic work. Students get a holistic view on their languages (Krumm, 2010). For this article eighteen students visualized and talked about their Spracherleben, the lived experience of language. Their utterances were
documented and then matched with statements on multilingualism. Having a critical look at one´s own experience of language and discussing these findings with other students are considered an ideal approach to develop empathy for children in their language learning. As a result the work with language portrayals as a preparation for teaching in the multilingual classroom should become a standard procedure within the teacher training