PubVorarlberg (PH Vorarlberg)
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Unterrichten im Glück — eine Evaluationsstudie zur Wirksamkeit eines Glücksprojekts in der Volksschule
Auf der Grundlage des „Schulfachs Glück“ nach Fritz-Schubert wurde ein Glücksprojekt konzipiert und an einer Vorarlberger Volksschule durchgeführt. Dieses basiert im Wesentlichen darauf, über Wohlbefinden und Zufriedenheit sinnstiftend, motivierend und salutogenetisch zu wirken. Im Projekt war konkret angezielt, die Kinder im Heranwachsen zu resilienten, selbstbewussten, kreativen und gesunden Erwachsenen zu unterstützen. Über eine quantitativ-empirische Begleitevaluation sollte eruiert werden, inwieweit diese Intervention das Wohlbefinden der Volksschulkinder positiv beeinflusst
Gleicher Input – verschiedene Effekte Wie subjektive Voraussetzungen und Theorien die Wirkung von Wissenstransfer determinieren
Dieser Text versteht sich als Einführung zu den folgenden sieben didaktischen Aufsätzen. Sie wurden von Lehrpersonen verfasst, die im Jahr 2016 gemeinsam am Lehrgang „Didaktik der deutschen Sprache“ teilgenommen haben. Die Beiträge zeigen die große Heterogenität der Effekte von Bildungsmaßnahmen – auch wenn diese durch Curricula geregelt und somit normiert sind – auf jeden einzelnen Lernenden. Die Verschiedenartigkeit dieser Beiträge soll aber auch Anlass sein, allgemein über ein Phänomen nachzudenken, das der tägliche Unterricht mit sich bringt, nämlich dass gleiche Informationen bei Lernenden unterschiedliche Resultate hervorbringen: Vorwissen, Vorerfahrungen, Neugier und Interesse bestimmen grundlegend, wie der Input verstanden und verarbeitet wird. Die Besonderheit dieser Beiträge ist, dass sie Zeugnis davon geben, wie stark subjektive Theorien auch dann wirken, wenn, wie hier, alle Teilnehmerinnen durch den Lehrgang zu einem Perspektivenwechsel in ihrer Wahrnehmung von Sprache und Schrift gezwungen waren und neue didaktische Prämissen entwickeln mussten
Schriftsprache entdecken im Schuleingangsbereich
Mit der Darstellung des progressiven, schrittweisen Aufbaus wird ein didaktisches Vorgehen in den Mittelpunkt gerückt, das sich für alle Kinder – besonders auch DaZ-Kinder – bei der Entdeckung der Schriftsprache als wirkungsvoll erwiesen hat. Beginnend mit den Konsonanten wird der Lernprozess bis hin zum Aufbau der deutschen Wörter, deren Verschriftlichung und dem Ausbau lesetechnischer Kompetenz aufgezeigt. Die abgebildeten Lernmaterialien unterstützen diesen Prozess und fördern gleichzeitig nachhaltiges Lernen
Mit Rhythmus und Musik Sprache lernen
Prosodische Aspekte von Sprache finden bislang im Unterricht für Deutsch als Zweitsprache noch wenig Beachtung. Betonung, Rhythmus und Sprachmelodie sind jedoch zutiefst sprachspezifische Eigenheiten, die nicht nur für akzentfreies Sprechen, sondern etwa auch für die Bedeutungskonstruktion und die Rechtschreibung relevant sind. Die Rolle dieser sprachlichen Bereiche wird in dieser Arbeit genauer beleuchtet. Bereits vorhandene Impulse aus diversen Lehrwerken für den DaZ-Unterricht werden präsentiert und deren Einsatzmöglichkeiten in der Praxis näher beschrieben
Sprachgebrauch und Sprachförderung im Kindergarten Strategien alltagsintegrierter Sprachförderung im Kontext der Varietäten Dialekt und Standardsprache
Sprachliche Förderung ist unverzichtbarer Bestandteil des Alltags in Kindergärten und feste Aufgabe der PädagogInnen im Praxisalltag. Wenn sich alltagsintegrierte Sprachförderung durch alle Aktivitäten und Bildungsangebote zieht, kann sie wirksam werden. PädagogInnen nehmen dabei eine wichtige sprachliche Vorbildfunktion ein und können durch den Einsatz sprachfördernder Strategien entscheidend zu einer positiven Sprachentwicklung der Kinder beitragen
Zur Vermessung der Rechtschreibkompetenz in den österreichischen Bildungsstandards
Spätestens seit den ersten PISA-Testungen um die Jahrtausendwende ist die Messbarkeit sprachlicher Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern zunehmend in den Blick der Bildungsforschung und der Fachdidaktik gerückt. In Österreich liegen für das Unterrichtsfach Deutsch neben den Ergebnissen aus den regelmäßigen internationalen PISA- und PIRLS-Testungen zur Lesekompetenz insbesondere aus den regelmäßigen Bildungsstandardserhebungen umfassende Daten für die Bereiche Lesen, Schreiben, Sprechen und Sprachbewusstheit vor (zur Einführung der Bildungsstandards in Österreich siehe BIFIE, 2012). Diesen Bildungsstandardtestungen wird in der österreichischen Schullandschaft zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt: Die Testergebnisse werden den Schulen und einzelnen Lehrpersonen direkt zurückgemeldet und die Leistungen von Schüler/innen bei standardisierten Überprüfungen sind mittlerweile sowohl für Entscheidungen bei der Weiterentwicklung des Bildungssystems als Ganzes als auch ganz konkret für die Initiierung von Schulentwicklungsprozessen entscheidend. Standardisierte Vergleichsstudien machen in erster Linie Aussagen über die Leistungsfähigkeit von Schulen oder von Bildungssystemen. Die Bildungswissenschaften interessieren sich bei der Interpretation von Vergleichsstudien insbesondere dafür, welche strukturellen Faktoren für die Ergebnisse verantwortlich sein können – beispielsweise das Geschlecht, das kulturelle Bildungskapital der Eltern oder die schulischen Rahmenbedingungen. Aus einer fachlichen und fachdidaktischen Perspektive sollte der Blick bei der Interpretation der Ergebnisse aber immer auch darauf gerichtet werden, welche fachlichen Fertigkeiten bei Vergleichsstudien überhaupt überprüft werden und wie diese Fertigkeiten bei der Testung konkret operationalisiert werden. Wenn wir Unterricht auf der Basis von Leistungsvergleichsstudien weiterentwickeln wollen, müssen wir wissen, was in den einschlägigen Studien gemessen wird – und wir müssen guten Grund zur Annahme haben, dass jeweils das Richtige gemessen wird. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich aus eben dieser Perspektive mit der Modellierung und Operationalisierung einer konkreten sprachlichen Teilkompetenz, nämlich der Rechtschreibkompetenz, in den Erhebungen der österreichischen Bildungsstandards am Ende der vierten (BIST 4) und achten Schulstufe (BIST 8). Hierfür wird im ersten Abschnitt des Beitrags zunächst dargelegt, was unter sprachlicher Kompetenz und konkret unter Rechtschreibkompetenz in der Linguistik und Fachdidaktik verstanden wird. Im zweiten und dritten Abschnitt wird erörtert, wie das Konzept der Rechtschreibkompetenz in den österreichischen Bildungsstandards jeweils in Testaufgaben überführt wird. Konkret werden sowohl die Kompetenzbeschreibungen als auch einzelne freigegebene Items aus den österreichischen Bildungsstandards 4 und 8 analysiert. Der Beitrag schließt mit einem Ausblick auf die Konsequenzen, die die Operationalisierung der Rechtschreibkompetenz in den Bildungsstandards für die Interpretation der Ergebnisse in der Fachdidaktik und in der schulischen Praxis haben
Die Primarstufendidaktik Deutsch – eine Baustelle?
Der derzeitige Unterricht in Österreichs Pflichtschulen ist für die verschiedenen Lerngruppen unterschiedlich effizient und liefert unterdurchschnittliche Ergebnisse, wie wir aus diversen Studien wissen. Sozial benachteiligte Kinder und Kinder mit anderen Familiensprachen haben die geringsten Bildungschancen, beklagt der Nationale Bildungsbericht 2015 (Wohlhart et.al.,2016, S. 27). Diese Tatsache liefert zwar Stoff für anhaltende bildungspolitische Kontroversen, eine griffige Lösung ist noch nicht in Sicht
Auf dem Weg zur inklusiven Schule Erfahrungsbericht aus der Praxisschule der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg
Eine inklusive Schule sieht Lernen in heterogenen Gruppen vor und ermöglicht Unterrichtssituationen, die gleichzeitig individuelles Lernen und Lernen in der Gruppe fördern. In den Organisationsstrukturen einer inklusiven Schule sind Maßnahmen im Umgang mit Aspekten der Verschiedenheit berücksichtigt. Diversität macht eine Vielzahl an Problemstellungen, die Lernen behindern, sichtbar. Minderheiten und Mehrheiten, die sich bilden können, finden Anerkennung, auf Kategorisierung und Spezialisierung wird dennoch verzichtet. Ausgewiesene Lernbehinderungen, besondere Bedürfnisse oder soziale Auffälligkeiten bei SchülerInnen, stellen lediglich Aspekte dieser Vielfalt dar. Für den inklusiven Unterricht werden passende didaktisch-methodische Maßnahmen, förderliche Lernarrangements und inklusive Praktiken von den Lehrpersonen ausgewählt und in der Planung einbezogen. (Booth, Ainscow, Boban & Hinz, 2003, S. 14ff
Influencing each other
Seit 2007 gibt es die jährliche weltweite Umfrage über die besten „Learning Tools“ des Centre for Learning & Performance Technologies. Bis 2015 belegte Twitter in dieser Studie über die 100 besten Tools für das Lernen jeweils den ersten Platz. 2016 wurde das Ranking auf 200 Tools erhöht und 2017 wurden verschiedene Kategorien eingeführt. Im Bereich „Personal Professional Learning“ landete Twitter 2018 auf dem dritten von 200 Plätzen (Hart, 2019)
Narrative Kompetenzen bei Kindern am Übergang vom Kindergarten zur Volksschule. Eine Ist-Stand-Analyse
Die Entwicklung von Erzählfähigkeit ist eine bedeutende Aufgabe im Kindesalter. Der folgende Beitrag beleuchtet die Entwicklung narrativer Kompetenzen von Kindern am Übergang vom Kindergarten zur Volksschule und nimmt dabei Veränderungen bezüglich des Einsatzes narrativer Elemente in den Erzählungen von Kindern mit Deutsch als Erst- und Zweitsprache in den Blick. Zudem werden Möglichkeiten der alltagsintegrierten Förderung der Erzählfähigkeit von Kindern aufgezeigt