PubVorarlberg (PH Vorarlberg)
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Elternabende in der Volksschule: Planung und Durchführung
Diese grundsätzlich hermeneutische Masterarbeit integriert einen empirischen Teil mit zwei Elternabend-Beobachtungen und thematisiert die Wichtigkeit von Elternabenden im Rahmen der Elternarbeit in der Volksschule. Des Weiteren werden Bedingungen, die erfüllt werden müssen, um das Gelingen eines Elternabends zu ermöglichen, diskutiert. Bei einem Elternabend in der Volksschule erhalten die Eltern kurz und bündig Informationen, die primär die ganze Klasse betreffen. In der vorliegenden Masterarbeit werden zunächst Grundhaltungen und Herangehensweisen für einen gelingenden Elternabend behandelt, zu
denen unter anderem die Wertschätzung, die Aktivierung der Eltern sowie eine angemessene Präsentation und Visualisierung gehören. Außerdem sollte die Lehrerin*der Lehrer während des Elternabends authentisch, interessiert und kompetent sein. Die Körperhaltung ist aufrecht und die Körpersprache sollte Selbstbewusstsein zum Ausdruck bringen. Es ist wichtig, dass die Lehrperson angemessenen Blickkontakt mit den Eltern hat. Die Berücksichtigung dieser Punkte ist eine gute Voraussetzung für das Entstehen einer positiven Atmosphäre. Ein diesbezüglicher Schwerpunkt dieser Masterarbeit ist die ordentliche Planung. Dazu gehören ein geeignetes Datum, die Uhrzeit, die voraussichtliche Dauer, die Themenfestlegung, das Einladen von etwaigen Referent*innen und Dolmetscher*innen, die Einladung, passende Medien, Hilfsmittel und Methoden, ein Handout, der Raum, die Sitzordnung, Snacks und Getränke, Dekoration sowie Namensschilder. Ein weiterer Fokus in der Arbeit ist die strukturierte Durchführung. Darunter wird die persönliche Begrüßung, das Überbrücken der Wartezeit, das Aufzählen der Programmpunkte zu Beginn, gegebenenfalls ein Kennenlernspiel, der „Eisbrecher“, das Vermitteln von Informationen, das Bearbeiten von Themen, gegebenenfalls die Wahl von Elternvertreter*innen, das Einholen der Meinung der Eltern, das Zusammenfassen der wichtigsten Inhalte, Sonstiges und möglicherweise ein anschließendes Beisammensein verstanden.This fundamentally hermeneutic master's thesis integrates an empirical part with two observations of parents' evenings and addresses the importance of parents' evenings as part of parent work in elementary schools. Furthermore, conditions that must be met in order to make a parents' evening a success are discussed. At a parents' evening in the elementary school, the parents receive brief and concise information that affects the whole class. In this master's thesis, basic attitudes and approaches for a successful parents' evening are dealt with, which include, among other things, appreciation, the activation of parents and an appropriate presentation and visualization. In addition, the teacher should be authentic, interested and competent during the parents’ evening. Posture is upright and body language should convey confidence. The teacher should also have eye contact with the parents. Taking these points into account is a good prerequisite for creating a positive atmosphere. A focus of this master thesis is proper planning. This includes an appropriate date, time, the expected duration, the definition of the topic, the invitation of possible speakers and interpreters, the invitation, suitable media, aids and methods, a handout, the room, the seating arrangement, snacks and drinks, decoration and nameplates. Another focus of the work is the structured implementation. This includes the personal greeting, bridging the waiting time, listing the items on the agenda at the beginning,
a possible introductory game, the "icebreaker", imparting information, working on topics, if necessary the election of parent representatives, obtaining the parents' opinion, summarizing the most important content, miscellaneous and possibly a subsequent get-togethe
Neue Wege zu attraktivem Mathematikunterricht Ein Bericht aus der Lehramtsausbildung Sekundarstufe im Verbund Lehrer*innenbildung West
Neue technologische Möglichkeiten verändern die moderne Gesellschaft von Grund auf. Diese Entwicklungen bringen vielfältige Chancen aber auch Herausforderungen und Hürden für Schule und Unterricht. Speziell Mathematikunterricht kann durch gezielten Technologieeinsatz stark an Attraktivität gewinnen, zumal sich mit zunehmender Technologisierung Räume für breitgefächerte Inhalte und den Erwerb zusätzlicher Kompetenzen eröffnen. Eine umfassende und rapide Veränderung des Lernens und Lehrens von Mathematik ist aber eine große Herausforderung für Lehrpersonen. Dahingehend kann aktuelle Forschungsliteratur (werdende) Lehrer*innen in ihrer individuellen Professionalisierung unterstützen. Als Ergebnis eines Seminars der Lehramtsausbildung im Verbund West wollen wir in diesem Artikel aufzeigen, wie ausgewählte fachdidaktische Literatur nutzbringend für den Mathematikunterricht aufgearbeitet werden und diesen auf vielfältige Weise bereichern kann. Dazu werden nach einem Vorwort 16 Artikel zu Themen wie 3D-Druck, Flipped Classroom, Robotik oder Augmented Reality vorgestellt und Ideen zur Umsetzung im Unterricht präsentiert
Mit MEER Freude muss man rechnen Das Mathemeer – ein Lernsystem für den Mathematikunterricht der Primarstufe vor dem Hintergrund der positiven Bildung und der Mathematikdidaktik
Die Autorinnen stellen in ihrem Beitrag eine Lernsystementwicklung namens PERMAlis Mathemeer vor und geben Einblick in die getätigten Entwicklungen des Konzepts für den Mathematikunterricht der Primarstufe. Sie zeigen praxisnah, wie mehr Lernfreude, Wohlbefinden und damit eine verbesserte Leistung im Mathematikunterricht der Jahrgangsstufe 2 gelingen kann
Die Fermi-Box im Mathematikunterricht Das Problem ist der Anfang jeder Lösung
Im Mathematikunterricht ist es oftmals schwierig, Abwechslung oder mehrere Motivationszugänge anzubieten, ohne dafür wertvolle Lernzeit herzugeben. Die Fermibox bietet eine spielerische und interaktive Möglichkeit, mathematische Konzepte im Unterricht zu vermitteln und die Motivation der Schülerinnen und Schüler zu erhöhen. Sie kann im Unterricht eingebaut oder zur Vertiefung am Ende eines Themas eingesetzt werden. Die verschiedenen Aktivitäten und Aufgaben können auf die individuellen Lernbedürfnisse und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler angepasst werden und fördern eigenständiges und kreatives Problemlösen. Die Fermibox kann auch einen Beitrag dazu leisten, den Zugang von Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten zum Mathematikunterricht zu verbessern, indem sie alternative Lernmethoden anbietet
Geometrie und Bewegung
Dieser Artikel untersucht die Durchführung von Mathematikaufgaben außerhalb des Klassenzimmers mit dem Ziel, das Lernen und die Motivation der Schüler*innen zu verbessern. Zwei spezifische Aufgaben werden vorgestellt: die Konstruktion eines riesigen Koordinatensystems im Eingangsbereich der Schule und der Bau einer geodätischen Kuppel. Diese Aufgaben fördern kooperatives Lernen, Kreativität und sozialen Konstruktivismus. Die Ergebnisse zeigen, dass Schüler*innen und angehende Lehrer*innen positiv auf die Aufgaben reagierten und die Vorteile von Outdoor-Unterrichten und vom kooperativen Lernen hervorheben
Die Lerneffektivität von Experimenten im physikalischtechnischen Sachunterricht der Primarstufe am Beispiel der Astrophysik
Die Relevanz von früher naturwissenschaftlicher Bildung zeigt sich nicht nur in der schulischen Laufbahn, sondern auch in der beruflichen Karriere eines Menschen. Zudem bringt die Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Inhalten diverse persönliche Entwicklungsmöglichkeiten für Schüler*innen mit sich. Beispielsweise
werden sie motivierter, kreativer, interessierter und lernen, Zusammenhänge in der Umwelt zu erkennen und sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Die vorliegende Masterarbeit setzt sich daher zum Ziel die Lerneffektivität von Experimenten im naturwissenschaftlichen Sachunterricht der Primarstufe zu untersuchen.
Gegliedert ist die Arbeit in drei Teile. Im ersten Abschnitt werden
naturwissenschaftlicher Sachunterricht und insbesondere Experimente in dieser Art von Unterricht genauer betrachtet. Im zweiten Teil wird eine Unterrichtsreihe zum Thema Weltraum angeführt. Der letzte Abschnitt setzt sich mit der empirischen Studie zur durchgeführten Unterrichtsreihe auseinander. Dabei werden die aus einem Fragebogen gewonnenen Ergebnisse präsentiert und diskutiert. Zusammenfassend geht aus der Arbeit hervor, dass Experimente im Sachunterricht einen Lernzuwachs erzielen. Dennoch ist auch die Lerneffektivität von qualitativ wertvollem Frontalunterricht mit den Ergebnissen eines experimentierfreundlichen Unterrichts zu vergleichen. Worin sich die beiden Unterrichtsarten jedoch unterscheiden, ist die resultierende Lernmotivation und das Interesse der Kinder. Diese sind in einem Unterricht mit Experimenten stärker ausgeprägt als in einem
Frontalunterricht.The relevance of early science education is evident not only in the school career but also in a person's professional career. In addition, dealing with scientific content involves various personal development opportunities for pupils. For example, they become more motivated, creative, interested and learn to recognize connections in
the environment and to make meaningful decisions. The aim of this Master's thesis is therefore to investigate the learning effectiveness of experiments in science lessons in primary school. The work is divided into three parts. In the first section, science lessons and in particular experiments are examined in more detail. The second part includes a series of lessons on space. The last section deals with the empirical study of the series of lessons carried out. In addition, the
results obtained from a questionnaire are presented and discussed.
In summary, the work shows that experiments in science lessons achieve an increase in learning. Nevertheless, the learning effectiveness of high-quality frontal teaching can also be compared with the results of experiment-friendly teaching. The two types of teaching differ, however, in the resulting learning motivation and the interest of the
children. These aspects are more pronounced in a lesson with experiments as compared to a frontal lesso
Kann eine positive Fehlerkultur im Unterricht die Unterrichtsbeteiligung von Schülerinnen und Schülern unterstützen?
Fehler- und lückenhaft erworbenes Wissen sowie damit einhergehende Irrtümer führen im Idealfall zur Erkenntnis, dass etwas nicht so ist, wie zuerst angenommen wurde, was ein wichtiges Lernmoment darstellen kann (Käfer, 2022b). Jedoch stellen Mindnich et al. (2008) fest, dass es selten zu produktiven Fehlerdiskussionen im Klassenzimmer kommt. Insbesondere in naturwissenschaftlichen Fächern oder in der Mathematik (MINT), in welchen Aufgabenstellungen oft eine sehr hohe Komplexität aufweisen, wird dies den Schüler*innen nicht zugetraut, sondern die Aufarbeitung von Fehlern Schritt für Schritt von der Lehrperson heruntergebrochen und in weniger anspruchsvolle und mehr geschlossene Fragen umformuliert (Heinze, 2004). In einer Studie von Heinze wurden beispielsweise im Mathematikunterricht pro Stunde im Durchschnitt 54 Fragen gezählt (ohne dass viele Fehler gemacht wurden). Aufgetretene Fehler wurden meist direkt durch die Lehrperson oder durch Mitschüler*innen richtiggestellt, während praktisch keine Zeit für eine eigene Reflexion zur Genese von sog. negativem Wissen (Oser et al., 1999) gelassen wurde (Heinze, 2004). Ziel sollte es stattdessen sein, dass Fehler nicht nur für unmittelbar Beteiligte eine Lerngelegenheit darstellen, sondern dies für die gesamte Lerngruppe konstruktiv genutzt wird (Käfer, 2022b). Damit verbunden ist die Erwartung, dass eine positive Fehlerkultur, in der also Fehler konstruktiv zum Lernanlass genommen werden, auch zu mehr Unterrichtsbeteiligung der Schüler*innen führt. Auch wenn mittlerweile zahlreiche Publikationen zum Thema Unterrichtsgestaltung und -qualität in den MINT-Fächern, v.a. aus dem anglo-amerikanischen Raum, und vereinzelt aus Deutschland vorliegen (Dorfner et al., 2017), stehen Befunde aus Österreich aus. Ziel der vorgestellten Studierendenforschung war es daher, den Zusammenhang zwischen der Art des Umgangs mit Fehlern im Unterricht (sog. Fehlerkultur) und der Unterrichtsbeteiligung von Schüler*innen zu untersuchen, und zwar exemplarisch anhand von Unterrichtsbeobachtungen im MINT-Unterricht in der Sekundarstufe 2
Mathematik und Ethik: eine Überlegung für zukünftige Lehrpersonen
Mathematisches Modellieren wird in jedem Bereich unseres Lebens angewandt. Wird mit Hilfe von diesen Modellen über Menschenleben und Schicksale entschieden, so kommen natürlich ethische Fragen auf. Wir bieten hier eine kurzgefasste Liste von möglichen Problemen, die man auch im Schulunterricht thematisieren kann. Die angeführten Themen haben wir mit Studierenden der Mathematik in Seminaren erprobt und diskutiert
Entwicklung eines Mapping-Bogens zur Unterstützung beim Lesen von beschreibenden Sachtexten
Die Schrift und das Lesen von Texten gehören zu unserem Alltag und stellen bedeutende Kompetenzen dar, um sich in der Welt zurechtzufinden (Nix, 2014). Besonderen Stellenwert für das bessere Verständnis von Texten bieten Lesestrategien, diese müssen im Unterricht erprobt werden und sollen situationsbedingt für die jeweilige Textsorte anhand der Strukturmerkmale ausgewählt werden können. Ein gut gefülltes Repertoire an Lesestrategien zeichnet gute Leserinnen und Leser aus, da sie diese als Werkzeug für die Arbeit mit Texten verwenden (Philipp, 2015). Ziel dieser Arbeit ist es, einen Mapping-Bogen für das bessere Leseverständnis von beschreibenden Sachtexten zu entwickeln. Dabei werden die Fragestellungen "Wie können Strukturmerkmale von Sachtexten für besseres Leseverständnis verwendet werden?" und "Welche Strategien beziehungsweise Methoden können für besseres Textverständnis bei beschreibenden Sachtexten verwendet werden?" beantwortet. Der entwickelte Mapping-Bogen wird zusammen mit passend erstellten Lesetexten mithilfe von vier Kindern in Unterrichtseinheiten getestet. Die Kinder geben nach der Methode Design Based Research Rückmeldung zur Arbeit mit den Materialien. Aufgrund dessen werden diese verbessert und weiterentwickelt. Dafür wurden drei Entwicklungszyklen geplant und durchgeführt. Die Rolle der Lehrperson bei der Vermittlung von Lesestrategien kann vor allem zu Beginn als zentral beschrieben werden und der Ablauf der Aneignung des Mapping-Bogens als Lesestrategie erfolgt nach den gleichen Schritten wie die Einführung einer Story-Map nach Sorrell (1990). In der Auswertung zeigte sich, dass die Schülerinnen und Schüler zunehmend sicherer in der Erkennung der Textsorte mithilfe von Textstrukturmerkmalen wurden. Zudem konnten Informationen immer selbstständiger den Feldern auf dem Mapping-Bogen zugeordnet werden sowie Fragen zu den gelesenen Texten sicherer beantwortet werden. Dadurch hat sich gezeigt, dass in bestimmten Unterrichtssettings die Verwendung eines Mapping-Bogens für beschreibende Sachtexte geeignet ist