Religionspädagogische Beiträge (E-Journal)
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Islamic education in northern Nigeria
Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die Geschichte der islamischen Bildung in Nordnigeria. Es werden verschiedene islamische Lernpraktiken erörtert und Überlegungen darüber angestellt, was die Zukunft für die islamische Bildung in Nordnigeria bringen könnte.This piece provides an overview of the history of Islamic education in northern Nigeria. It discusses different Islamic learning practices and reflects on what the future may hold for Islamic education in northern Nigeria
Critical Pedagogy in Practice: Forum Theatre as an Approach to Addressing Controversial Issues in Norwegian Religious Education
Dieser Artikel untersucht die Anpassung und Entwicklung des Forumtheaters von Augusto Boal im Rahmen des norwegischen Religionsunterrichts in den 2020er Jahren. Er analysiert, wie diese interaktive Theaterform, die ursprünglich unter der Militärdiktatur in Brasilien der 1970er Jahre konzipiert wurde, genutzt werden kann, um kontroverse Themen an einer weiterführenden Schule im norwegischen demokratischen Wohlfahrtsstaat anzusprechen. Forumtheater basiert auf Paulo Freires kritischer Pädagogik und dient dazu, Machtasymmetrien zu hinterfragen und herauszufordern, gesellschaftlichen Wandel zu fördern und empowernde Praktiken für Lehrkräfte und Schüler:innen zu fördern. Die Analyse deutet darauf hin, dass das Forumtheater als theaterpädagogischer Ansatz ein erhebliches Potenzial hat, um die Herausforderungen, die mit der Diskussion kontroverser Themen im schulischen Kontext verbunden sind, zu bewältigen und abzumildern. Dennoch bringt seine Anwendung in demokratischen Wohlfahrtsstaaten, in denen die UnterschiedeThis article explores the adaptation and development of Augusto Boal’s forum theatre within the framework of Norwegian religious education (RE) during the 2020s. It examines how this interactive theatrical form, originally conceived under the military dictatorship of 1970s Brazil, may be used to address controversial issues in a secondary school in the Norwegian democratic welfare state. Forum theatre draws on Paulo Freire’s critical pedagogy and is used to scrutinise and challenge power asymmetries, advocate for societal change and promote empowering practices for both teachers and students. The analysis suggests that forum theatre, as a drama-based pedagogical approach, has significant potential to navigate and mitigate the challenges associated
with discussions of controversial issues in the school context. Nonetheless, its application in democratic welfare states, where the distinctions between oppressor and oppressed are less clear, introduces complexities. This necessitates careful and conscious pedagogical reflection and action to avoid unintentionally disempowering already marginalised or oppressed students
Islamic Religious Education in Germany : An Overview of Origins, Legal Framework, Theological Foundations, Objectives, Teacher Training and Future Perspectives
Der Artikel behandelt die Entwicklung und den aktuellen Stand des islamischen Religionsunterrichts in Deutschland. Der Ursprung liegt in der Migrationsgeschichte Deutschlands, insbesondere der Anwerbung von Gastarbeiter:innen. Die zunehmende Integration von Muslimen in die deutsche Gesellschaft führte zu politischen und rechtlichen Diskussionen über die Einführung des bekenntnisgebundenen Religionsunterrichts auf der Grundlage des Grundgesetzes. Im Fokus steht die Analyse des rechtlichen Rahmens, der theologischen Grundlagen, der Lehrkräfteausbildung und der Herausforderungen aber auch der Zukunft des islamischen Religionsunterrichts in Deutschland. Es geht dabei darum, der internationalen Leserschaft einen Überblick zu geben. Der Artikel betont die Notwendigkeit eines bildungstheoretisch, theologisch und pädagogisch fundierten islamischen Religionsunterricht. Langfristig kann der islamische Religionsunterricht nicht nur zur religiösen Mündigkeit muslimischer Schülerinnen und Schüler beitragen, sondern auch die pluralistische Gesellschaft fördern.The article explores the development and current state of Islamic religious education in Germany. Its origins are rooted in Germany\u27s migration history, particularly the recruitment of guest workers. The increasing integration of Muslims into German society led to political and legal discussions about the introduction of a denominational religious education based on the Basic Law. The focus is on analyzing the legal framework, theological foundations, teacher training, challenges, and future perspectives of Islamic religious education in Germany. The aim is to provide the international readership with a comprehensive overview. The article emphasizes the necessity of an educationally, theologically, and pedagogically sound Islamic religious education. In the long term, Islamic religious education can contribute not only to the religious autonomy of Muslim students but also to fostering a pluralistic society
The “Ibidigital” project: opportunities and limits of digital offerings for biographical learning to build digital religious literacy
Das Projekt „Ibidigital“ (Identitätsbildung in Digitalen Welten) im Rahmen des Passauer Gesamtprojekts „SKILL.de“ (Strategien zur Kompetenzentwicklung: Innovative Lehrformate in der Lehrerbildung digitally enhanced) (1.1) zielt auf die hochschuldidaktische Erforschung von Chancen und Grenzen digitaler Angebote für ein biografisches Lernen im Sinne einer digital religious literacy. Entwickelt und erprobt werden digitale Tools für die religionsdidaktische Praxis in der Schule und für die Förderung einer Lehrerprofessionalität im Rahmen der schulpraktischen Bildung von Studierenden. Dies geschieht auf der Basis der umfangreichen Forschungsarbeiten des Lehrstuhls zu einem Lernen an fremden Biografien als Beitrag zu einem biografischen Lernen (1.2). Im ersten Projekt werden personale Präsentationsmodi in digitalen Welten aufgespürt und auf ihre Tauglichkeit für schulische Lehr- und Lernprozesse hin untersucht; das Projekt fokussiert sich dabei auf eine didaktische Aufbereitung der sogenannten „Sinnfluencer“ (2.1). Das zweite Projekt zielt darauf, mit Hilfe eines digitalen Portfolios die selbstreflexive berufsprofessionelle Kompetenz der Studierenden zu fördern (2.2). Beide Perspektiven (inhaltlich: Identitätsbildung in realen und digitalen Welten; berufsprofessionell: biografisches Lernen als zentrales Element einer beruflichen Identitäts- und Habitusbildung) sind zunächst eigenständig zu betrachten. Sie werden bei den Teilprojekten vernetzt und unter Einbezug verschiedener horizontaler (andere Fächer) und vertikaler (zweite und dritte Phase der Lehrkräftebildung) Kooperationspartner (hochschul-)didaktisch entfaltet. Die Ergebnisse des Projekts sind öffentlich als OER-Bausteine und auf der Local-heroes-Homepage verfügbar (3.).The project "Ibidigital" (Identity Formation in Digital Worlds) as part of the overall Passau project "SKILL.de" (Strategies for Competence Development: Innovative teaching formats in teacher training digitally enhanced) (1.1) aims to conduct university didactic research into the opportunities and limitations of digital offerings for biographical learning in the sense of digital religious literacy. Digital tools are developed and tested for religious didactic practice in schools and for the promotion of teacher professionalism in the context of practical school education for students. This is done on the basis of the Chair\u27s extensive research work on learning from other people\u27s biographies as a contribution to biographical learning (1.2). In the first project, personal modes of presentation in digital worlds are explored and examined for their suitability for teaching and learning processes in schools; the project focuses on the didactic preparation of the so-called "sense fluencers" (2.1). The second project aims to promote students\u27 self-reflective professional competence with the help of a digital portfolio (2.2). Both perspectives (content-related: identity formation in real and digital worlds; professional: biographical learning as a central element of professional identity and habitus formation) must initially be considered independently. They will be joined together in the sub-projects and (university) didactically developed with the involvement of various horizontal (other subjects) and vertical (second and third phase of teacher training) cooperation partners. The results of the projects are publicly available as OER modules and on the Local-heroes homepage (3.)
The "Digital Teaching House for Protestant Religious Education" in teacher training
Durch die Digitalität eröffnen sich dem Religionsunterricht Wege, das Lernen über und von Religion neu zu gestalten. Da Religionslehrkräfte zentrale Akteure in der Kreation und im Einsatz digitaler Lernwege sind, ist es nötig, dass sie bereits in der universitären Phase mit diesen in Kontakt kommen, sie erproben und religionsdidaktisch reflektieren. Der Betrag berichtet vom Einsatz des Digitalen Lehrhauses für den evangelischen Religionsunterricht in der Lehrkräftebildung. Dieses Lehrhaus ist eine interaktive digitale Lernumgebung zur Förderung der interreligiösen Dialogkompetenz von Schülerinnen und Schülern zum Einsatz im Religionsunterricht in der Sekundarstufe. Es stellt einen auf Dialogkultur basierendes virtuelles Begegnungshaus dar, in dem Lernende zum einen selbstgesteuert Figuren, Räume und Inhalte zum (inter-)religiösen Dialog entdecken können und zum anderen zum Theologisieren und Dialogschreiben angeleitet werden. In Verbindung mit der Lehrhausentwicklung fanden Lehrveranstaltungen statt. Der Beitrag stellt theoretische Hintergründe, konkrete Umsetzungsbeispiele und Reflexionen von Studierenden zu ihren Lernerfahrungen vor.Digitality opens up new ways of learning about and from religion in religious education. Since religious education teachers are central actors in the creation and use of digital learning paths, it is necessary that they come into contact with them already in the university phase, try them out and reflect on them from a didactic perspective. The article reports on the use of the Digital Teaching House for Protestant religious education in teacher training. This Teaching House is an interactive digital learning environment to promote the interreligious dialogue competence of pupils for use in religious education at secondary level. It is a virtual meeting house based on a culture of dialogue, in which learners can discover figures, spaces and content for interreligious dialogue in a self-directed way. On the other hand, they are guided to theologise and write dialogue through tasks and dialogue videos. The article presents theoretical backgrounds, concrete implementations and students\u27 reflections on their learning experiences
Cultural education as a point of reference for a transdisciplinary networked teacher training for RE
Die Steigerung der Kohärenz zwischen den an der akademischen Religionslehrkräftebildung beteiligten Fächern und eine schulbezogene Perspektivierung der gelehrten Studiumsinhalte markiert an vielen universitären Standorten eine Herausforderung. Dies führt bisweilen dazu, dass Studierende sich isolierte Wissensbestände aneignen, die sie nur bedingt in unterrichtlicher Hinsicht adaptieren können. Im Beitrag werden Erträge aus einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt präsentiert, das an der Universität Bamberg im Rahmen eines Großprojektes zur Verbesserung der Lehrkräftebildung unter anderem die transdisziplinäre Vernetzung der Religionslehramtsstudiengänge fokussiert hat. Den Referenzpunkt für forschungsbasierte Innovationsmaßnahmen bildete das Thema „kulturelle Bildung“.Improving the coherence between the subjects in academic teacher training for RE is a challenge at many universities. There is also a lack of school-related perspectives in the teaching content. This sometimes leads to students acquiring isolated knowledge that they can only adapt to a limited extent for teaching purposes. The article presents findings from a research and development project at the University of Bamberg that focused on the transdisciplinary networking of RE degree programmes as part of a large-scale project to improve teacher training. To this end, ‘Cultural education’ formed the reference point for research-based innovation measures